Früher las man die gedruckte Tageszeitung zum Frühstück, heute läuft die Welt digital. Zu spät haben die meisten Verleger diesen Umbruch bemerkt. Statt zu investieren in besseren Journalismus, sparen sie und fusionieren kleine Zeitungshäuser zu wenigen Monolithen. Dieser Entwicklung stellen sich engagierte Medienmacher entgegen. Beides dokumentieren wir fortlaufend.


Die Taschenlampe raus

Kretschmann, Löw, Schulz, Zetsche – aber der Star heißt Döpfner. Der Springer-Chef ist der Hohepriester der Zeitungsverleger. Er hält die besten Sonntagspredigten beim BDZV-Kongress und die Stuttgarter Blätter pflegen ihn mit Hingabe.

Ausgabe 338, 20.9.2017

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Die Krake als Grafik

Die "Süddeutsche", die StZN, die Südwestpresse – alles Südwestdeutsche Medienholding, kurz SWMH. Kontext verschafft wieder einmal einen Überblick über das große Fressen. Mit einer neuen Konzern-Grafik.

Ausgabe 313, 29.3.2017

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Die STZN-EZ

Die Krake SWMH schluckt die kleine "Eßlinger Zeitung", rührt sie in ihren Einheitsbrei, und die Verlegerin sagt, sie müsse verkaufen, weil der Sohn nicht nachfolgen will. Tatsächlich will sie Kasse machen, bevor es zu spät ist. Ein Lehrstück aus dem deutschen Pressewesen.

Ausgabe 291, 26.10.2016

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Der Gerüchte-Killer

Mit der sturen Beharrlichkeit eines Don Quichotte ficht Michael Würz für die Ehrenrettung des Lokaljournalismus. Für Haltung und für Menschlichkeit. Gegen Hetze und gegen den Vorwurf der Lügenpresse. Als Online-Redakteur in Balingen.

Ausgabe 283, 31.8.2016

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Abgenagte Abonnenten

Die Probleme der Zeitungsgruppe Stuttgart sind – Krise hin oder her – hausgemacht und tragen einen Namen: Richard Rebmann. Seit 2008 im Amt, hat der Geschäftsführer den Branchenprimus zum Sanierungsfall gemanagt.

Ausgabe 260, 23.3.2016

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Stirb langsam

Ab April bleibt der Briefkasten sonntags leer. "Sonntag Aktuell" wird endgültig beerdigt, der Preis für AbonnentInnen allerdings bleibt. Nun versucht man im Pressehaus, weniger für mehr zu verkaufen. Über das klammheimliche Verschwinden einer Sonntagszeitung.

Ausgabe 260, 23.3.2016

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Im Nichts-Kanal

Das Pressehaus Stuttgart startet ein "einmaliges Modell". Am 1. April. Zwei Zeitungen mit einer Redaktion, die den Eindruck erwecken soll, es seien zwei. Sehr lustig, wenn es nicht so traurig wäre. Für LeserInnen und KollegInnen.

Ausgabe 260, 23.3.2016

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Fürchtet euch nicht

Tatsächlich – es soll noch gute Zeitungsverleger geben. In Karlsruhe sitzt einer bei den "Badischen Neuesten Nachrichten" (BNN), die zwar kein journalistischer Leuchtturm sind, aber auch keine Abschussrampe fürs Personal.

Ausgabe 245, 9.12.2015

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Saubermänner im Glashaus

Die "Schwäbische Zeitung" war einst so schwarz wie der Landstrich, in der sie ihren Mittelpunkt hat: Oberschwaben. Sie wurde von den eigenen Mitarbeitern gefürchtet, weil der Rausschmiss schnell gehen konnte. Noch immer nennt sie sich "christliche Zeitung", aber sonst soll vieles anders geworden sein. Sogar der grüne Ministerpräsident Kretschmann lobt das Monopolblatt.

Ausgabe 131, 2.10.2013

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"Interner Mittelfinger"

Das "Schwäbische Tagblatt" war eine der bekanntesten und außergewöhnlichsten Lokalzeitungen Deutschlands. Jetzt wird es abgewirtschaftet und gemolken. Schuld daran ist eine fragwürdige Firmenpolitik und kaum Verständnis für das, was eigentlich die vierte Gewalt sein sollte. Eine Geschichte über eine gute Zeitung, die zum schlechten Beispiel wurde.

Ausgabe 109, 30.4.2013

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Streiktag 82

Thomas Ducks ist der Mann, der den längsten Streik im deutschen Mediengewerbe anführt. Die Beschäftigten des "Schwarzwälder Boten" in Oberndorf sind seit mehr als 80 Tagen im Ausstand, und das zehrt an den Nerven. Auch an denen des Betriebsratsvorsitzenden Ducks. Ein Ende des Streiks ist nicht abzusehen, denn der Verleger will nach wie vor nicht mit seinen Beschäftigten sprechen. Doch Ducks gibt nicht auf.

Ausgabe 34, 23.11.2011

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