Schwer was los!

Was für ein Jahr: mitten drin im Kampf gegen rechts, mit einem Streit, der Kraft, Nerven und Geld gekostet, aber auch viel Solidarität mit sich gebracht hat. Daneben ein Pressefestival gestemmt, die 400ste Kontext über die Rampe geschoben, eine Bezahl-Erinnerungsbanner unfallfrei eingerichtet – und noch Zeit für ein Geschenk gefunden: ein Wohn-Dossier für alle, die sich richtig aufregen wollen.

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Frauen müssen leider draußen bleiben

100 Jahre Frauenwahlrecht feiern mit vielen warmen Worten, das war das eine. Angesichts des einmaligen Männerüberhangs im Stuttgarter Landtag konkrete Reformen zu beschließen, das wäre das andere. Geklappt hat es bisher nicht. Aber es gibt Hoffnung.

Oachkatzlschwoaf

Ja, Kreizkruzifix! Oder auch: Respekt! Da hat sich nämlich einiges getan im Heimatministerium, seit unser Autor der breit aufgestellten Männerriege auf die Finger geschaut hat. Eine vorweggenommene Neujahrsansprache.

Heute schon gefaket?

Der Nebel wabert feucht und schwer durchs Heusteigviertel. Breitbeinig gehen Joe Bauer und Wolfgang Schorlau, Stetsons auf ihren Köpfen, die Mozartstraße entlang, als plötzlich leise die Titelmelodie von "Spiel mir das Lied vom Tod", gespielt auf einer Querflöte, aus einem offenen Fenster über dem Café Herbertz dringt. Oder ist es die Melodie von "Zwei glorreiche Halunken"? Die wäre ja eigentlich fast noch eindrucksvoller... Sie sehen, liebe…

Syria, mon amour

Drei Frauen haben es geschafft. In Stuttgart wurden im Sommer die schockierenden Caesar-Fotos gezeigt – Bilder von Regimekritikern, die in Assads Folterkellern gestorben sind. Ein Ende des Syrienkriegs liegt bis heute in weiter Ferne. Aber es gibt Dinge, die Mut machen.

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Zeit ist wichtiger als Geld

Arbeitszeit ist wieder ein heiß diskutiertes Thema in den Gewerkschaften. Aus gutem Grund. Denn Befragungen von Beschäftigten haben ergeben, dass die Arbeitsverdichtung zunimmt: mehr Arbeit in der gleichen Zeit.

Chemnitz und die Rechten

Ende August marschierten in Chemnitz Hitlergruß-zeigende, grölende Rechte durch die Stadt. Die Bilder erschreckten, plötzlich begann man im Westen über Nazis in Ostdeutschland zu diskutieren. Inzwischen hört man kaum mehr etwas aus Chemnitz. Alles gut also?

Heißes Pflaster Rottenburg

Rottenburgs OB Stephan Neher ist bereits zweimal von AfD-Mitgliedern angezeigt worden. Das zweite Mal im Sommer 2018. Seitdem ist auch der rechte Kopp-Verlag aus der Bischofsstadt wieder in die Schlagzeilen geraten.

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Krawattenloses Duzen

Zehn Jahre hat Richard Rebmann die Südwestdeutsche Medienholding SWMH regiert. Dann kam einer vom Fernsehen. Seitdem wird krawattenlos geduzt, schnell entlassen und konsequent die Leserperspektive eingenommen.

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Alle Macht den Besen

Schweigen ist Gold: Gegenüber Machthabern und Mandatsträgern, die nah an der Grenze zum Wahnsinn herumpöbeln, wäre im Grunde alles besser – wenn es nur die Klappe hält.

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In Tippelschritten gegen Stickoxide

Am 1. Januar kommen Fahrverbote für ältere Diesel in Stuttgart. Deren Kontrolle wird recht mühsam sein. Das Land will die Blaue Plakette, Bundesminister Scheuer lieber eine Totalerfassung aller Fahrzeuge.

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Metal bis zum Live-Bewindeln

Maximal unspektakuläre Show, maximale Erheiterung: Der erste Heavy-Metal-Lieferservice der Welt, das Duo Malmzeit, feierte im Oktober in Stuttgart seinen 15. Geburtstag. Fürs neue Jahr gibt es bereits große Pläne. Und selbst das Pflegealter macht den beiden keine Angst.

"Jetzt kommt die Gegenkonversion"

Remilitarisierung, unsichtbares Kriegsgerät, Waffenmesse in Stuttgart, möglicherweise Militärforschung in Tübingen: Die Informationsstelle Militarisierung hatte ein arbeitsreiches Jahr – mit einer ungewöhnlichen Erkenntnis.

Lehren aus dem NSU-Ausschuss

Das wär' doch mal was: Würde die Landesregierung mit den Empfehlungen des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses ernsthafter umgehen als mit jenen des ersten, hätte das ganze Land etwas davon. Eine gestärkte Demokratie zum Beispiel.

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Gehe zurück auf Bahnpostamt

Vor einem Jahr waren sich noch alle einig: Der ideale Standort für ein Interim der Stuttgarter Oper wäre das alte Paketpostamt der Bahn. Nun soll es der Platz vor der Wagenhalle sein – aus Kostengründen. Dabei ändert ein Standortwechsel kaum etwas am Preis.

Wenn Stuttgart fällt, fällt die Republik

Die Stadt Stuttgart will einen Radverkehrsanteil von 20 Prozent erreichen. Und hinkt dem selbst gesetzten Ziel meilenweit hinterher. Die Initiative Radentscheid Stuttgart möchte ihr da ein bisschen auf die Sprünge helfen. Noch vor der Gemeinderatswahl.

Ein guter Nachbar

Er ist wie ein guter Nachbar, der großzügig seine Vorlieben und Leidenschaften mit anderen teilt. Sagt unser Autor über den Schriftstellerkollegen und Stadt-Spaziergänger Joe Bauer und sein neues Buch.

Feuer für Macron

Frankreichs Staatspräsident, der Star der Neoliberalen, war nach seinem proeuropäischen Wahlkampf als Erneuerer gestartet. Inzwischen muss er viele seiner hochfliegenden Reformpläne einpacken, auch weil sich die neuen "Gilets Jaunes" wehren.

Der Sieger heißt ...

Ach, immer diese kalendarisch bedingten Anfragen! Ob man denn nicht rückblickend den besten Film des Jahres wählen könne? Rückfrage: Wie soll das denn gehen? Sowas hat sich höchstens mal der alte Reich-Ranicki bei Büchern getraut. Der Sieger heißt, äh, hm ...

Lichterloh brennt es bei der Bahn

Schlimmer geht immer bei der DB AG: Nach Bahnchef Lutz' "Brandbrief" im September folgten weitere Hiobsbotschaften. Angesichts einer Rekordschuldenlast kündigt der Bundesrechnungshof nun einen Prüfbericht an. Aber das wird auch nicht helfen.

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Warnsignal noch folgenlos

Bis ein Untersuchungsbericht für den heftigen ICE-Brand im September vorliegt, wird es noch Monate dauern. Schwere Mängel beim Brandschutz für Stuttgart 21 enthüllte der Unfall, der nach früheren Bahn-Aussagen nie hätte passieren dürfen, allerdings bereits. Was auf politischer Ebene aber kaum Nachhall fand.

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