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Uni-Projekt Tübinger Hausbesetzungen – Wagenburgen

"Wir hatten keinen Plan B"

Uni-Projekt Tübinger Hausbesetzungen – Wagenburgen: "Wir hatten keinen Plan B"
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Wem gehört die Stadt? Und wer darf in ihr wohnen? Die Geschichten der beiden Tübinger Wagenburgen Kuntabunt und Bambule zeigen, wie aus Illegalität ein Dialog wurde und aus Eskalation eine Institutionalisierung. Und sie erzählen über alternative Wohnformen, urbane Ordnung und die Aushandlung von Zugehörigkeit.

In den 1980er-Jahren verlor die Hausbesetzerbewegung, die zuvor in vielen Städten ein zentrales Mittel des Protests gegen Wohnungsnot und starre Eigentumsverhältnisse gewesen war, an Bedeutung. Viele besetzte Häuser wurden legalisiert, andere geräumt, und staatliche Repression erschwerte neue Besetzungen. Das Wohnen im Bauwagen jedoch ermöglichte es, flexibel zu bleiben, staatliche Regulierungen teils zu umgehen und dennoch gemeinschaftliche Lebensformen zu entwickeln. Wagenburgen stellten das etablierte Verständnis von Wohnen und Stadtbild infrage. Gleichzeitig entwickelte sich früh eine starke überregionale Vernetzung der Wagenszene. Regelmäßige Wagentreffen dienten dem Austausch über Alltagspraktiken, Selbstversorgung, ökologische Infrastruktur, politische Strategien und rechtliche Fragen. Bei Räumungen, Konflikten mit Behörden oder akuten Krisen unterstützten sich die Gruppen gegenseitig, oft mit konkreter logistischer Hilfe. 

Die Wagenszene bildete so ein bundesweites Netzwerk, das weit über lokale Initiativen hinausreichte und dessen Verbindungen bis heute bestehen. Anfang der 1990er-Jahre entstanden auch in Tübingen die ersten Wagenburgen. Die Gründung von Kuntabunt markierte den Beginn einer eigenen, lokalen Geschichte des Wagenlebens.

Uni-Projekt Tübinger Hausbesetzungen

Seit 1968 wurden in Tübingen Häuser besetzt. Die Münzgasse 13, die Schellingstraße 6 oder die Ludwigstraße 15, sie alle wurden – oft mithilfe des Mietshäuser Syndikats – dem Immobilienmarkt entzogen. Die Tübinger Verwaltung hat bei alldem eine rühmliche Rolle gespielt, denn im Gegensatz zu anderen Städten, die besetzte Häuser oft brachial räumen ließen, galt dort ab Ende der 1970er die "Tübinger Linie": Das Studentenwerk hat häufig die Trägerschaft für die Häuser übernommen, die Wohnraum boten oder aktuell noch bieten in einer Unistadt, in der günstiges Wohnen Mangelware ist. 

Elias Raatz, Tübinger Autor, Journalist und Medienwissenschaftler, hat 2025 zusammen mit dem Journalisten Lucius Teidelbaum ein Buch geschrieben über das Tübinger Epplehaus – einst besetzt, heute ein selbstverwalteter Jugendclub. Als Gastdozent am Institut für Medienwissenschaften hat er in Kooperation mit dem Tübinger Experten Marc Amann und der Kontext-Wochenzeitung im vergangenen Wintersemester ein ganzes Journalistik-Seminar zu Tübingens ehemals oder noch heute besetzten Häusern angeboten. Herausgekommen sind acht sehr gut recherchierte und geschriebene Texte, die die ganz eigenen Geschichten der einzelnen Häuser beschreiben und von den Träumen, Gedanken und Erfahrungen der Besetzenden und Bewohner:innen erzählen. Demnächst werden sie in ein zweites Buch gegossen. In den kommenden Wochen veröffentlichen wir jede Ausgabe einen gekürzten Beitrag daraus. Bereits erschienen: 

•  Menschenrecht auf Wohnen verteidigen
•  "Wir hol'n jetzt unser Haus!"
•  Gefängnisgitter im Keller
•  Ein Zuhause gegen alle Widerstände
•  Raum für Selbstbestimmung
•  Tod im Würgegriff  (red)

Entstehung der Wagenburg Kuntabunt 

Kuntabunt entstand im Jahr 1991 am Aischbach im Tübinger Neckartal auf einer Wiese unterhalb des Tierheims. Gegründet wurde die Wagenburg am 17. April 1991 unter anderem von Dirk Ottenheym. Alles begann mit der Besetzung einer städtischen Grünfläche, es gab keine Genehmigung oder irgendeine Form von Infrastruktur, kein Wasser, keinen Strom, keine sanitären Anlagen.

Dirk Ottenheym: "Unser Alltag war viel improvisiert. Wir haben drei Bauwagen ohne Räder gekauft und sie auf eine freie Fläche am Aischbach gestellt. Zusammenhang war der, dass wir ein Dach über dem Kopf brauchten und gemeinsam frei leben wollten. Das Wagenburgprojekt war für mich konstruktiv erschaffend: nicht gegen, sondern dafür. Aufbruchstimmung. Neuanfang. Möglichkeiten. Visionen. Freude. Ich war begeistert und enthusiastisch."

Die Gruppe um Kuntabunt war klein und über längere Zeit zusammengewachsen, stark politisch geprägt und trat nach außen geschlossen auf, mit vergleichsweise klaren Entscheidungsstrukturen. Im Frühjahr und Sommer 1991 stufte die Stadt die Nutzung der Fläche am Aischbach allerdings als unzulässige Inanspruchnahme öffentlichen Grundes ein. Kurze Zeit später wurden die Wagenbewohner*innen aufgefordert, das Gelände zu verlassen. 

Die darauffolgende Zeit war von Bewegung und Unsicherheit geprägt. Kuntabunt hatte keinen festen Ort, sondern hielt sich im Umland von Tübingen auf. Von den Aischbachwiesen zog die Wagenburg unter anderem auf die Weilheimer Wiesen (Festplatz), dann auf Flächen der Hindenburg-Kaserne, unter anderem den früheren Hubschrauberlandeplatz. Jede dieser Stationen hatte Räumungsandrohungen oder -verfügungen zur Folge. Immer wieder musste die Gruppe weiterziehen: "Irgendwann kam jedes Mal die städtische Behörde und sagte: 'Ihr müsst hier jetzt weg!' Das ging mehrmals so, bis am Ende das heutige Gelände gefunden wurde. Am Anfang wurden wir überall recht schnell vertrieben", so Dirk Ottenheym.

Im November 1991 beschloss der Tübinger Gemeinderat auf Vorschlag der Stadtverwaltung, die Einrichtung eines Bauwagenprojekts grundsätzlich zu ermöglichen. In der Folge wurde der Wagenburg eine Fläche am Eingang des Wankheimer Täles an der heutigen Eisenhutstraße 66 als provisorischer Standort zugewiesen, auf dem sich Kuntabunt einrichten konnte.

Rechtlich blieb die Situation weiterhin unsicher, einen langfristigen Vertrag gab es nicht. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen mit Stadtverwaltung und Ordnungsamt, etwa in Bezug auf Brandschutz, Hygiene, Infrastruktur, Lärmschutz und die Sorge vor einer dauerhaften Verfestigung der Wohnform.

In den folgenden Jahren fanden die Stadtverwaltung und die Bauwagenleute einen Kompromiss. Ab Mitte der 1990er-Jahre wurde Kuntabunt nicht mehr nur geduldet, sondern über einen Mietvertrag zwischen der Stadt Tübingen und dem neu gegründeten Kuntabunt e.V. legalisiert. Die Nutzung der Fläche an der Eisenhutstraße 66 wurde vertraglich begrenzt und mit Auflagen versehen (unter anderem zur Personenzahl, zur Abfall- und Abwasserentsorgung und zu Veranstaltungen). Das Projekt wandelte sich also langsam von einer informellen Besetzung zu einem rechtlich erfassten Wohnstandort – und befindet sich dort bis heute.

Die Anfänge der Bambule

Während Kuntabunt vor allem Verwunderung bei der Stadtgesellschaft und im Gemeinderat auslöste, war die Auseinandersetzung um die später gegründete Bambule von Beginn an deutlich härter. Diese zweite Tübinger Wagenburg entstand aus einer Dynamik der Tübinger Hausbesetzungsszene Anfang der 1990er-Jahre heraus. Der Mitgründer der Bambule Steffen Hoheisel, der dort bis ins Jahr 2000 lebte, erinnert sich: "Selbstbestimmtes Wagenleben bot viel Raum für unsere Ideen. Für uns war klar: Wir machen im Bauwagen weiter, wenn man trotz bester öffentlicher Unterstützung kein Hausprojekt durchsetzen kann."

Zentrale Sorge war nicht die Frage nach einem Platz, sondern die nach Bauwagen. Der Standort, war man sich einig, würde sich "schon auftun". Durch Glück fand sich eine Baufirma, die von Wagen auf Container umstellte und Bambule mehrere blaue Bauwagen zur Verfügung stellte. Als Zwischenlager diente eine Halle auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne. Durch die einheitliche blaue Farbe wirkten die abgestellten Wagen wie ein regulärer Abstellplatz einer Baufirma; die Stadt nahm zunächst keine Notiz davon. Bereits im Sommer 1992 gab es einen kleinen Küchenwagen, einen Gemeinschaftswagen und zahlreiche Einzelwagen. Langsam stellte sich jedoch heraus, dass es erheblich schwieriger war, einen Ort zum Bleiben zu finden.

Die erste konkrete Platzsuche führte in den Schindhau-Wald oberhalb des heutigen Französischen Viertels auf ein ehemaliges Schießgelände der Französischen Garnison: "Wir kletterten über den Zaun und sahen uns um", erzählt Steffen Hoheisel. "Die Wälle der Schießbahnen störten unsere Idee eines offenen Platzes, aber das schien lösbar. Ein kleines Steinhaus am Rande schien uns ideal als Gemeinschaftsraum. Seltsam war nur eine einzelne abgestellte Autotür eines Polizeiautos. Das passte irgendwie nicht zur Garnison."

Doch die Tür des Polizeiautos passte retrospektiv betrachtet doch besser aufs Kasernengelände, als es anfangs den Anschein hatte: Das Gelände stellte sich wenig später als Übungsplatz der Landespolizei heraus. In der Gruppe wuchs die Ungeduld.

Mangels besserer Alternativen entschieden sich die Bewohner*innen der Bambule im Sommer 1992 für einen provisorischen Start auf dem Gelände der ehemaligen Hindenburg-Kaserne. Die Wagen mussten nur wenige Meter aus der Halle verschoben werden.

Steffen Hoheisel: "Die Anfangszeit war gefüllt mit dem Ausbau des kleinen Küchenwagens, dem Besorgen von alten Möbeln für den Gemeinschaftswagen und dem Aufbau eines Klos. Die persönlichen Wagen waren vorerst nachrangig. Aus Zeitnot besorgten wir uns einen gebrauchten Kunststofftank, auf den wir eine Toilettenschüssel und einen halbhohen Sichtschutz montierten. Der Tank war erst einmal nicht transportabel. Es gab keine Räder, keinen Anhänger oder ähnliches. Wie die Kloake zur Entsorgung kommen könnte, war völlig unklar. Wir hatten einfach gehofft, zwischen den Baracken der Reiterställe irgendwie unauffällig leben zu können."

Schon nach zwei Wochen wurde die Stadt aufmerksam. Der damalige Oberbürgermeister Eugen Schmidt machte deutlich, in Tübingen solle es nur eine Wagenburg geben und erteilte der Gruppe ein Stadtverbot. Als Antwort darauf dachte die sich einen neuen Namen aus: aus "Die Blaumeisen" wurde "Bambule".

Kein Rückzug, sondern Widerstand

Da die Gruppe an keinem Ort dauerhaft geduldet wurde und immer wieder Räumungsaufforderungen erhielt, war Bambule gezwungen, ständig weiterzuziehen. Auf eine Obstbaumwiese bei Mähringen, an den Rand von Gomaringen, auf das Sudhausgelände in Derendingen, nach Wurmlingen, auf den Festplatz am Tübinger Freibad, auf einen Waldparkplatz hinter Bebenhausen und schließlich bis nach Dettenhausen.

Für den Winter 1992/93 fand Bambule einen Kompromiss: Die Wagen durften wieder in einer Halle auf dem Gelände der Hindenburg-Kaserne abgestellt werden, das Wohnen darin war aber verboten. Trotzdem schliefen Bewohner*innen bei völliger Dunkelheit in ihren Wagen, während der Lärm der B27 und B28 in die Halle drängte. Als ein Teil der Bambule im Februar 1993 auf eine Wiese unterhalb der Kuntabunt zog, reagierte die Stadt mit einer Räumungsverfügung. Es kam zur Eskalation: Alle Wagen wurden beschlagnahmt, auch die in der Halle. In einem improvisierten Fluchtversuch koppelte die Gruppe mehrere Wagen aneinander und versuchte, sie durch den Hinterausgang des Kasernengeländes Richtung Lustnau in Sicherheit zu bringen. Doch die Polizei stoppte den Konvoi und die Wagen wurden abgeschleppt.

Daraufhin zog die Gruppe auf den Marktplatz vors Rathaus und campierte zwei Wochen lang bei Minusgraden unter den Arkaden, erzählt die ehemalige Mitbewohnerin Halima Waltner: "Es war mitten im Winter und sehr kalt. Ein befreundeter Gebrauchtwarenhändler kam mit einem Lastwagen vor das Rathaus gefahren und hat uns ganz viele Matratzen hingekippt. Dann konnten wir im Eingangsbereich ein Matratzenlager machen und 'warm' schlafen. Das war echt nett."

Im Kontext der Bambule verschob sich die öffentliche Wahrnehmung nach der Eskalation im Winter 1993 zunehmend in Richtung offener Konfrontation. Steffen Hoheisel erinnert sich: "Die Räumung und Beschlagnahmung der Wagen war ein großer politischer Fehler der Stadt. Die Besetzung des Marktplatzes und das Camp unter den Rathaus-Arkaden hat den Konflikt nochmals in den öffentlichen Fokus geholt. Auch bis dahin unbeteiligten Menschen wurde klar, dass niemand freiwillig bei zweistelligen Minusgraden über zwei Wochen draußen schläft. Wir erfuhren viel Hilfe von teils fremden Menschen, die Anteilnahme zeigten, Essen vorbeibrachten oder uns anderweitig unterstützten. In der Stadtöffentlichkeit entstand so Druck auf die Verwaltung, sich politisch zu bewegen."

Nach zwei Wochen wurden die Bauwagen von der Stadt wieder freigegeben. Zugleich erlaubte die Stadtverwaltung der Gruppe, sich vorübergehend auf Flächen rund um die bestehende Wagenburg Kuntabunt aufzustellen. Politisch wurde diese Lösung als Kompromiss formuliert: Tübingen habe weiterhin nur einen Wagenplatz, dieser bestehe nun jedoch aus zwei Wagenburgen.

Die realen Bedingungen der beiden Wagenburgen in ihren Anfangszeiten waren hart. Keine Aussteigeridylle, sondern ein intensiver Lernprozess und soziale Erprobung. Die Ressourcen waren begrenzt, der Alltag war eng an äußere Bedingungen gebunden, Wetter, Jahreszeiten und auch der Boden, auf dem die Wagen standen, wirkten direkt auf das Leben. Halima Waltner: "Es gab kein fließendes Wasser und keinen Strom aus der Steckdose, anfangs hatten wir Kerzen und Petroleumlampen. Um einiges später kamen dann Solarzellen dazu."

Was zunächst als kleines, randständiges Wohnexperiment wahrgenommen wurde, entwickelte sich zu einem Thema, das in der Stadt diskutiert wurde. Die Wagenburgen standen dabei bald für grundsätzliche Fragen: die Nutzung knapper Flächen in einer wachsenden Universitätsstadt, alternative Lebensentwürfe und das Verhältnis zwischen gesellschaftlichen Ordnungsvorstellungen und individueller Selbstbestimmung.

"Dann kommen von allen Seiten immer mehr"

Innerhalb der Stadtverwaltung setzte sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die bisherige Strategie an ihre Grenzen gestoßen war. Die Wagenburgen ließen sich weder einfach räumen, noch aus dem öffentlichen Diskurs verdrängen. Vielmehr waren sie zu einem sichtbaren Teil der Stadt geworden und damit zu einem politischen Thema. Rückblickend beschreibt Sybille Hartmann, die damals als Umweltbeauftragte der Stadt tätig war, die Debatten im Gemeinderat: In einer Stadt wie Tübingen, die ohnehin als liberal galt, habe man befürchtet, "wenn man das jetzt zulässt, kommen von allen Seiten immer mehr und irgendwann hat man es nicht mehr im Griff".

An die Stelle reiner Konfrontation trat schrittweise der Versuch, den Konflikt durch Gespräche und Verhandlungen zu beenden. Mitte der 1990er-Jahre wurde ein runder Tisch eingerichtet, wo Vertreter*innen der Wagenburgen, der Stadtverwaltung, des Gemeinderats sowie Anwohner*innen aus dem Umfeld zusammenkamen. Die teils illegalen Wohnformen sollten so organisiert werden, dass klare Zuständigkeiten und feste Ansprechpartner entstanden.

Die Ausarbeitung der ersten Miet- und Pachtverträge erwies sich jedoch als komplex. Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr wurden Detailfragen verhandelt wie die genaue Begrenzung der Flächen, der Umgang mit Fahrzeugen, die Energieversorgung, freilaufende Tiere und die Anmeldung von Veranstaltungen. Die Verträge wurden schließlich Ende 1994 unterzeichnet, eine zusätzliche Absicherung erhielten die Wagenburgen durch ihre Aufnahme in die städtische Planung. Mit dem Bebauungsplan Nr. 444 "Französisches Viertel/Wankheimer Täle" wurden die bestehenden Wagenburgen erstmals ausdrücklich berücksichtigt und ihre Flächen vor kurzfristiger Verdrängung geschützt.

Heute sind die Wagenburgen in Tübingen weitgehend Teil des städtischen Alltags. Dirk Ottenheym beschreibt seine Zeit in Kuntabunt als etwas Bleibendes, dessen Alltag ein starkes "Wir-Gefühl" prägte. Jenny Pfeiffer, die seit fast 24 Jahren in einer Tübinger Wagenburg lebt, beschreibt es so: "Die Existenz einer Wagenburg bedeutet für eine Stadt, Gemeinde oder Kommune gleichermaßen ein politisches Statement und hinterlässt einen politischen Eindruck. Sie zeugt von Zugewandtheit sowie von der Bemühung und Offenheit gegenüber gesellschaftlichen Kleinstprojekten, die eine alternative Wohnform darstellen. Die Wagenburgen sind selbstverwaltet, was viel Eigenverantwortung und Verantwortung für die Gruppe abverlangt und herausfordernd sein kann. In gewisser Weise proben sie eine Gesellschaft im Kleinen und richten dabei auch einen kritischen Blick auf hierarchische Strukturen."

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