Ausgabe 377
Zeitgeschehen

Schweigend Leben gerettet

Von Lothar Letsche
Datum: 20.06.2018
Vor genau 80 Jahren wurde die Kommunistin und Anti-Kriegs-Aktivistin Liselotte Herrmann wegen Landesverrat und Vorbereitung zum Hochverrat von den Nazis hingerichtet. Wer war die Frau, die dem Linken Zentrum in Stuttgart ihren Namen geliehen hat?

Von 8. bis 12. Juni 1937 tagte in Stuttgart der Zweite Senat des Volksgerichtshofs. Die Richter waren extra aus Berlin angereist. Dieses Gericht war 1934 neu geschaffen worden; gegen seine Urteile war keine Berufung möglich. Gleichzeitig war das Gesetz gegen den Hochverrat drastisch verschärft worden. Verhandelt wurde gegen vier Männer und eine Frau: Artur Göritz, Alfred Grözinger, Stefan Lovász, Josef Steidle – und Liselotte Herrmann.

In den Prozessunterlagen wird festgestellt: "Zum Zwecke der sogenannten Antikriegspropaganda verwendet die KPD in ihrer internationalen Hetzpresse ganz planmäßig geheime, den Stand der Rüstung aufzeigende Nachrichten aus deutschen Rüstungsbetrieben und knüpft hieran die Behauptung, die Reichsregierung bereite einen Angriffskrieg vor."

Darum ging es. In der Begründung des Urteils hieß es, in Verfahren gegen Angehörige der KPD seien "vielfach Schriften der zentralen Leitung beschlagnahmt worden, die teilweise Zusammenstellungen über den Stand und die Art der deutschen Rüstungen aus fast allen Teilen Deutschlands enthielten". Irgendwo mussten diese "Zusammenstellungen" herkommen.

Am 12. Juni 1937 wurde das Urteil verkündet. Vier Todesurteile – drei gegen Göritz, Steidle und Lilo Herrmann wegen "Landesverrats in Verbindung mit Hochverrat unter erschwerenden Umständen", bei dem im Untergrund tätig gewesenen KPD-Bezirksleiter Lovász wegen "Hochverrat unter erschwerenden Umständen". Sein Stuttgarter Mitarbeiter Grözinger erhielt zwölf Jahre Zuchthaus wegen "Vorbereitung zum Hochverrat", die er im KZ Mauthausen überlebte.

Lilo Herrmann war früh politisch aktiv

Liselotte Herrmann, am 23. Juni 1909 in Berlin geboren, erlebte die Zeit des Ersten Weltkriegs als Kind behütet im gutsituierten Elternhaus. Ihr Vater war ein angesehener Ingenieur, der berufsbedingt mehrmals umzog. Als Schülerin kam Liselotte Herrmann in Frankfurt am Main in Kontakt mit sozialistischen Ideen. Als Abiturientin schloss sie sich in Berlin-Wilmersdorf dem Sozialistischen Schülerbund (SSB) an, der zur KPD tendierte. Aus Beiträgen in dessen Zeitschrift "Schulkampf" kann man entnehmen, dass sie an ihrer Schule von den Lehrern mit Gedankengut traktiert wurde, das – entgegen den von der Weimarer Republik unterschriebenen Friedenspakten und Konventionen – die Vorbereitung des Angriffskriegs propagierte. Ihr Abitursaufsatz behandelte zwei Dramen von Friedrich Hebbel über bemerkenswerte Frauen in der Antike und dem ausgehenden Mittelalter.

Im Jahr 1929, nunmehr 20-jährig, begann Liselotte Herrmann an der Technischen Hochschule Stuttgart ein Studium der Chemie. "Am Mühlrain 5", unterhalb der Alten Weinsteige in Stuttgart, stand auf der Visitenkarte von "Stud. chem. Liselotte Herrmann", mit der sich Studierende damals einen Platz im Hörsaal reservierten.

Lilo Herrmann setzte in Stuttgart ihre politische Arbeit für den Sozialistischen Schülerbund fort. Der damals 17-jährige Oberrealschüler Kurt Hager erinnerte sich Jahrzehnte später, wie die Studentin ihn mit der SSB-Zeitschrift "Schulkampf" und mit Materialien der Marxistischen Arbeiterschule ("Masch") versorgte. Lilo suchte und fand Anschluss an den Kommunistischen Jugendverband, zeitweise war sie dessen Bezirkskassiererin.

Im Sommer 1930 wurde sie zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie in Esslingen Flugblätter verteilt hatte. In den Strukturen, die in jenen Jahren in Stuttgart zum kulturellen Umfeld der Kommunistischen Partei gehörten, war auch Lilo Herrmann anzutreffen: in der "Masch", den Waldheimen und der Parteibuchhandlung, wo ihr Freund Leo Rosenthal arbeitete, der sie auch später in Berlin unterstützte. Eine Gruppe von "Jungpionieren" hat sie allerdings nicht geleitet, wie es bisweilen fälschlicherweise heißt.

An der Technischen Hochschule Stuttgart bildete sich 1930 die Rote Studentengruppe mit 25 bis 40 Mitgliedern, die Querverbindungen zur Interessengemeinschaft oppositioneller Lehrer (IOL) hatten. Wer dort mitarbeitete, sympathisierte mit der KPD, aber nur wenige waren in ihr organisiert. Mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchte diese Gruppe gegen das überwiegend von korporierten Studenten und deutlichen Nazi-Sympathien geprägte politische Klima an der Hochschule anzukämpfen. Ende Januar 1933, als Hitler schon an der Macht war, brachte ein "überparteilicher Aktionsausschuss" aus Roter Studentengruppe, Republikanischen Studenten und Unorganisierten noch ein Flugblatt heraus mit dem Aufruf, "gemeinsam mit der Arbeiterschaft gegen die Regierung Hitler-Papen-Schleicher und gegen eine Politik des Eroberungskriegs und der militärischen Intervention" zu kämpfen.

Lilo Herrmann hatte allerdings schon im November 1931 Stuttgart verlassen, war zuvor noch in die KPD eingetreten und schrieb sich an der Berliner Universität für Biologie ein. Auch dort war sie politisch aktiv. Am 14. Oktober 1933 wurde sie wegen "kommunistischer Betätigung" relegiert, also vom Studium an allen deutschen Hochschulen ausgeschlossen. Grundlage war ein Erlass des Preußischen Ministeriums für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung vom 29. Juni 1933: "Zur Feststellung der betreffenden Studierenden ist die Mitarbeit der örtlichen Studentenschaft heranzuziehen", das heißt "vor allen Dingen die Mitglieder des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes".

Fritz Rau war der heimliche Vater von Walter Herrmann

Lilo Herrmann schlug sich als Kinderpflegerin durch, unterstützte den kommunistischen Untergrund und brachte am 15. Mai 1934 ihren Sohn zur Welt. Als Namensgeber wurde ihr damaliger Mitstreiter Walter Ehlen vermutet, denn die Identität des wirklichen Vaters – des zeitweilig bei ihr untergetauchten Stuttgarter Kommunisten Fritz Rau – hielt Lilo selbst vor ihren Eltern und Genossen geheim. Rau war im September 1933 verhaftet und im Dezember desselben Jahres im Gefängnis Berlin-Moabit totgeschlagen worden. Für Walter Herrmann löste sich dieses Rätsel erst 1991, nach dem Tod von Raus seinerzeitigen Verlobten.

Ende 1934 zog Lilo Herrmann mit dem Baby zu ihren Eltern nach Stuttgart in die Hölderlinstraße 22 in der Nähe der Gedächtniskirche, wo 2008 ein Stolperstein für sie verlegt wurde. Zurückgezogen arbeitete sie als Sekretärin für das private Ingenieurbüro ihres Vaters. Auch hier gliederte sie sich in den kommunistischen Widerstand ein, und zwar in zweifacher Weise. Über den arbeitslosen Lehrer Erwin Petermann, den sie durch die Rote Studentengruppe kannte, kam sie in Kontakt mit dem Stuttgarter KPD-Organisationssekretär, der die Verbindung zu dem im Untergrund lebenden KPD-Bezirksleiter Lovász herstellte. Für ihn tippte Lilo Herrmann Texte und Flugblätter und erstellte eigene Ausarbeitungen. Als Stenotypistin im Büro ihres Vaters konnte sie das unauffällig tun. Zugleich arbeitete Lilo Herrmann, wie schon zuvor in Berlin, zusammen mit Diethelm Scheer für den geheimen Nachrichtenapparat der KPD, der Beweise für die illegale Aufrüstung Nazideutschlands sammelte und darüber Enthüllungsbücher im Ausland veröffentlichte. Diese Verbindung hielt sie über Josef Steidle, doch ihr engster Mitarbeiter war Adolf Butz, Assistent am Geographischen Institut der TH Stuttgart, der vielfältige Kontakte zu verschiedenen Kreisen von Gegnern des Nationalsozialismus unterhielt. Auch ihn kannte sie aus der Roten Studentengruppe. Im April 1935 trat Butz sogar dem NS-Fliegerkorps bei, in der Hoffnung, dort interessante Informationen zu erhalten.

Im Juni 1935 gelang es der Politischen Polizei mithilfe des für sie arbeitenden KPD-Funktionärs Eugen Wicker, den KPD-Bezirksleiter Lovász zu verhaften. Butz verschwand aus Stuttgart, wurde Flugmeteorologe und blieb das – als von den Nazis niemals aufgespürter aktiver Antifaschist – bis zum Kriegsende. Am 7. Dezember 1935 wurden Lilo Herrmann und Josef Steidle verhaftet. Zum Verhängnis wurde ihr eine Lichtpause mit dem Plan einer Munitionsanlage in Scheuen bei Celle, die man – hinter einem Spiegel versteckt – bei ihr fand.

Die teils brutalen, teils psychologisch raffinierten und auf Tarnung des Spitzels Wicker abgestimmten Verhörmethoden führten dazu, dass am 18. Mai 1936 auch noch der 29-jährige Facharbeiter Artur Göritz in einer Karosseriefabrik in Ravensburg verhaftet wurde. Er kannte Steidle aus der Stuttgarter Arbeitersportbewegung und hatte 1934 in Friedrichshafen Motoren in die damals neuesten Flugzeugtypen von Dornier eingebaut.

Lilo Herrmann und Artur Göritz verhielten sich bei den Verhören mutig und konsequent. Beide versuchten niemanden zu belasten. Gleichzeitig begründete Lilo Herrmann, warum sie es für ihre Pflicht gehalten habe, Widerstand zu leisten. Gefragt, warum sie sich als junge Frau aus gut gestellten Kreisen der KPD angeschlossen habe, erklärte sie:

Schwieriges Gedenken

Während im Osten Deutschlands viele Straßen nach Lilo Herrmann benannt wurden, tat man sich in Stuttgart lange schwer. 1988 errichteten der Stadtjugendring, der Personalrat der Uni Stuttgart, die gewerkschaftlichen Hochschulgruppen und die VVN-Bund der Antifaschisten mit Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Manfred Rommel (CDU) im Stadtgarten einen Gedenkstein für Lilo Herrmann. Der Stein war umstritten. Nicht zuletzt wegen eines Gutachtens von Eberhard Jäckel, des damaligen Lehrstuhlinhabers für Neuere Geschichte, der vor allem Herrmanns Zuwendung zum Kommunismus verurteilte, eine Bewegung, die „die Freiheit von Forschung und Lehre sowie die Freiheit und Menschenrechte allgemein“ unterdrücken wollte. Der Stein allerdings blieb, weil er nicht auf Universitätsgrund sondern auf einem Landesgrundstück neben der Uni aufgestellt war. (ana)

"Wenn ich über das mir bekannte Ziel des Kommunismus befragt werde, dann kann ich dies in einem Satz ausdrücken, und der heißt: das größte Glück der größten Menge. [...] Wenn ich weiter gefragt werde, wie ich mir den Weg zu diesem Ziel vorgestellt habe, dann antworte ich darauf: Durch Überzeugung der Massen und Schaffung einer Mehrheit für den Kommunismus."

Das Verhörprotokoll vom 9. März 1936 endet:

"Ich bleibe [...] dabei, dass ich nur eine Lichtpause gefertigt und diese bei mir zuhause aufbewahrt habe. Wenn man glaubt, ich hätte bereits eine Lichtpause weitergegeben und mich deswegen verurteilt, dann gibt es eben einen Justizmord mehr. Ich kann auch bei Gegenüberstellung mit W. bei meinen Angaben bleiben. Ich bitte aber, dass diese Gegenüberstellung vom Gericht und nicht von der Polizei vorgenommen wird. In dem Wort Gericht liegt wenigstens noch etwas von dem Worte 'Recht', während man bei der Polizei überhaupt kein Recht hat. Sonst kann ich nichts mehr angeben."

Ein Jahr zwischen Urteil und Vollstreckung

Im Anschluss an das Verhör wurde sie am 11. März 1936 offiziell in Untersuchungshaft genommen. Butz, Petermann und andere haben später immer wieder betont, dass ihnen und ihren Familien Lilo Herrmanns Schweigen Schlimmstes erspart und wahrscheinlich sogar das Leben gerettet habe.

Nach den Todesurteilen verstrich über ein Jahr. Lilo Herrmann kam ins Berliner Frauengefängnis in der Barnimstraße und verbrachte ihre letzten Wochen in der Todeszelle im Zuchthaus Berlin-Plötzensee. Sie war gefasst und gab anderen Häftlingen Kraft. Nur ihren Verwandten durfte sie schreiben. Ihre Eltern nutzten jede Gelegenheit, sie in der Haft zu besuchen. Im Herbst 1937 zogen sie nach Berlin. Verständlicherweise steht in Lilos Briefen ihr Sohn Walter im Mittelpunkt. Ihr letzter erhalten gebliebener Text vom 17. April 1938 klingt fast heiter:

"Der Zoo wird Euch und den Kindern im Sommer sicher viel Freude machen und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir beim nächsten Besuch auch einige von den dort gemalten Tierbildern zeigen könntet. Wie schön man mit dem Apparat Blumenbilder aufnehmen kann, habe ich ja im vorigen Jahr an der Fliederknospe gesehen."

Am 20. Juni 1938, morgens um 5 Uhr, erfolgten die vier Hinrichtungen, minutiös protokolliert sowie im Rundfunk und in den Zeitungen bekanntgegeben. Wo die Hingerichteten früher gewohnt und gearbeitet hatten, wurden auffällige rote Plakate angeschlagen. Gräber für sie gibt es nicht. Die Körper wurden dem Anatomischen Institut der Charité übergeben.

Das Schicksal der jungen Mutter berührt die Öffentlichkeit

Für die zum Tod Verurteilten, vor allem für Lilo Herrmann, wurde von der Internationalen Roten Hilfe in mehreren Ländern Europas eine Solidaritätskampagne organisiert. Sie war breit angelegt und bezog in erheblichem Umfang auch Frauen aus bürgerlichen Kreisen ein. Zu Beginn einer "Europäischen Konferenz für Recht und Freiheit in Deutschland" am 13. und 14. November 1937 in Paris wurde – wie damals üblich – ein symbolisches Ehrenpräsidium gewählt, bestehend aus den inhaftierten Nazigegnern Carl von Ossietzky, Ernst Thälmann, Carlo Mierendorff, Kaplan Joseph Rossaint und Lilo Herrmann.

Zu den berührenden Dokumenten dieser Kampagne gehört eine in Frankreich und Belgien in zwei Auflagen gedruckte Broschüre, in der ein maschinenschriftlich geführtes Tagebuch Lilo Herrmanns über die Entwicklung ihres kleinen Kindes mit Fotos abgebildet ist. (...)

Stefan Lovász hinterließ bei seiner Hinrichtung vier Töchter in Bremen. Doch Lilo Herrmanns Schicksal als junge Mutter hat die antifaschistische Öffentlichkeit damals in Europa, später in der DDR und im Raum Stuttgart über Parteigrenzen hinweg am meisten berührt. Es war im Nazireich der erste justizförmige Mord an einer Frau wegen Handlungen des politischen Widerstands.

 

Info:

Zum Gedenken an Lilo Herrmann gibt es gleich zwei Veranstaltungen: Heute, Mittwoch den 20. Juni um 17.30 Uhr, rufen die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA e.V.) Baden-Württemberg und die Hausgruppe des Linken Zentrum Lilo Herrmann zur Kundgebung auf. Ort: Gedenkstein für Lilo Herrmann, Universitätsbereich Stadtmitte, Keplerstraße 7.

Am Dienstag, den 26. Juni um 19 Uhr, laden die VVN-BdA e.V. und das Universitätsarchiv Stuttgart unter dem Titel "Lilo Herrmann – Kontroversen und neue Erkenntnisse über eine hingerichtete Widerstandskämpferin" zu einem Vortrag von Lothar Letsche ein.

Der Beitrag ist leicht gekürzt und dem Band "Mut bewiesen. Widerstandsbiographien aus dem Südwesten" entnommen. Für Euro 6,50 zu erwerben bei der Landeszentrale für politische Bildung.


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1 Kommentar verfügbar

  • Schwa be
    am 23.06.2018
    So wie diese bewundernswerte Frau das Unheil (z.B. die Angriffskriege Hitlers) hat kommen sehen und nach ihren Möglichkeiten dagegen gekämpft hat, so gibt es diese mutigen BürgerInnen auch heute. Genau wie damals werden solche mutigen Leute heute zwar (noch) nicht hingerichtet aber - dem Zeitgeist entsprechend - zumindest schikaniert, bloßgestellt, diskreditiert und kriminalisiert. Und genau wie damals schaut die Mehrheit zu, feiert Partys und frönt dem Egoismus während die regierenden PolitikerInnen Deutschland aufrüsten, sich an Angriffskriegen beteiligt und damit gegen das eigene Grundgesetz verstößt!die Verfassung verstößt (welche auf Frieden und dem Völkerrecht fußt).

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