Zehn Jahre nicht nur Bahnhof

Am 26. Oktober 2009 fand in Stuttgart die erste Montagsdemo gegen Stuttgart 21 statt. Im Theaterhaus wird kommende Woche das Zehnjährige gefeiert. Wie begannen die Demos, was waren die Höhe- und Wendepunkte, was haben sie gebracht? Wir haben einige der Aktiven der allerersten Stunden befragt.

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Happy Birthday, Montagsdemo!

Wer die Kraft hat, seit zehn Jahren jeden Montag gegen ein Bahnprojekt auf die Straße zu gehen, der möge die Hand heben. In Stuttgart sind es derzeit mehrere Hundert Menschen – übrig geblieben aus einer Zeit, in der Zehntausende die Straßen der Stadt füllten. Sie sind standhaft geblieben bis heute, und sie werden auch am kommenden Montag wieder auf der Straße stehen – ehe einen Tag darauf, am 8. Oktober, im Stuttgarter Theaterhaus der zehnte…

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Roter Dauerlauf

Die SPD sucht eine neue Spitze – mit vollen Häusern, viel Elan bei den KanditatInnen-Paaren wie auch im Publikum, und einer ordentlichen medialen Resonanz. Doch bevor es im November in die Stichwahl geht, wird der Ton in der Partei bereits rauer.

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Dem Krautkopf geht's an den Kragen

Während die Welt aufschreit, weil in Brasilien gerade der Amazonas-Regenwald für Soja und Rinder abgebrannt wird, verschwinden hierzulande beste Böden beinahe unbeachtet unter Beton. Im Süden von Stuttgart vertilgt der Flächenfraß seit Jahrzehnten das berühmte Filderkraut. Aber was ist wichtiger: Kraut oder Wohnraum? Keine einfache Frage.

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Neue braune Normalität

Zu viele Nazis sind schlecht fürs Image, darum werden sie kurzerhand umbenannt. Der verharmloste Rechtsextremismus ist außerdem so erfolgreich, weil er ideologisch nicht mit dem totalitären Konkurrenzdenken bricht, das bereits in allen Gesellschaftsschichten verankert ist. Er überführt vorhandene Tendenzen lediglich in ihr barbarisches Extrem.

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Österreich ist anders

Natürlich hat sich Sebastian Kurz in seiner ÖVP ohne Anstand nach ganz oben geputscht. Natürlich weiß der 33-jährige Kirchgänger, dass Menschen verrecken wegen seiner Flüchtlingspolitik. Natürlich trägt er Mitschuld am Koalitionscrash nach Ibiza, weil er die Rechtsnationalisten der FPÖ überhaupt in die Regierung geholt hat. Natürlich wurde er wiedergewählt.

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"Zwei Leute, ein Text und los geht’s"

Linker Ursprung, demokratischer Wille: "Bildung und Kultur für alle" war die Parole, die nach dem Ersten Weltkrieg der gerade ausgerufenen Republik auf die Sprünge helfen sollte. Die Württembergische Landesbühne Esslingen hat in dieser Bildungsoffensive ihre Wurzeln. Diese Saison wird sie 100 Jahre alt.

Krebs und Menschenrechte

Öffentlich-rechtliche Politikmagazine stehen oft in der Kritik. Doch lange nicht alle Vorwürfe sind gerechtfertigt. Im Gegenteil: "Panorama", "Report" und "Monitor" liefern teilweise echte Glanzstücke ab. In denen Politiker lieber nicht so gern zu Wort kommen möchten.

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Top 5 im September

Von den Blättern im Pressehaus totgeschwiegen – vielleicht gerade deshalb war "Kein Thema" über die Resonanz auf Arno Luiks Bahn-Buch der meistgelesene Kontext-Beitrag im Monat September. Danach folgten Artikel über Drogen aus dem Blumenbeet, die seltsame Verbindung von SWR und Waldorf-Bewegung, zum "Bahnkrott" und über Greta.

Briefe aus der Hauptstadt

In Siegfried Lenz' "Deutschstunde" muss ein junger Strafgefangener kurz nach dem Zweiten Weltkrieg einen Aufsatz über "Die Freuden der Pflicht" schreiben. Christian Schwochow hat den Roman, der in ein norddeutsches Dorf zur Nazi-Zeit zurückführt, beeindruckend adaptiert.

Vom Schandfleck zum Venedig des Südens

Matera, in der Region Basilicata im Süden Italiens gelegen, ist in diesem Jahr eine der beiden Kulturhauptstädte Europas. Es war ein langer Weg, denn in der Nachkriegszeit galt die Stadt mit ihren 60 000 Einwohnern einmal als "nationale Schande".

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