Ja, wo laufen sie denn? Ihre Parteifreunde wetzten noch nicht die Messer, als Angela Merkel 2013 zum Tag der Deutschen Einheit Stuttgart besuchte. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 396
Politik

Das Heulen der CDU-Männer

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 31.10.2018
Eines kann Angela Merkel in diesen Stunden ganz bestimmt: an den Reaktionen von Parteifreunden ablesen, wie viele Wunden sie anderen in ihren langen Jahren an der Spitze geschlagen hat. Tatsächliche, gefühlte, aus strategischen Gründen erfundene oder selbstverschuldete. Und das gerade in Baden-Württemberg.

Angela Merkel hat hunderte Reden gehalten, Abgeordnete in ihren Wahlkämpfen unterstützt, auf Abschlusskundgebungen getrommelt für Erwin Teufel, Günther Oettinger, Stefan Mappus und Guido Wolf, sie hat Stuttgart 21 verteidigt bis aufs Messer. Vor zehn Jahren ist sie oben auf den Fildern mit fast 97 Prozent zur Bundesvorsitzenden wiedergewählt worden. Die Kanzlerin war ein im Südwesten gern gesehener Gast – jedenfalls solange sie so mächtig war, dass eine offene Gegnerschaft leicht Job, Mandat und Ansehen kosten konnte.

Seit Montagvormittag erodiert dieses System. Und mit einem Mal sind sie wieder da, die Kritiker von früher, die, die noch eine Rechnung offen haben mit der Naturwissenschaftlerin aus dem Osten. Mit einem Mal wollen möglichst viele schon möglichst lange mit von der Partie gewesen sein beim Kungeln, Strippenziehen und Plänemachen für die Nach-Merkel Ära. Und manche waren es wirklich. Wolfgang Schäuble beispielsweise, heute Bundestagspräsident, hat nie vergessen, wie Merkel ihn im Zuge des Spenden-Skandals 2000 nach nur zwei Jahren vom Parteivorsitz verdrängte, um ihn selbst einzunehmen. Und obwohl er doch seine EU-Kommissars-Karriere zweifellos der Pastorentochter zu verdanken hat, nimmt ihr Günther Oettinger bis heute krumm, dass sie ihn vorher, unter anderen wegen seiner verunglückten Filbinger-Trauerrede, nicht mehr als Regierungschef in Baden-Württemberg halten mochte – hauptsächlich aus Angst vor einer CDU-Pleite bei der nahenden Landtagswahl.

Die Kränkungen hinter sich zu lassen, schafften die beiden Herren bis heute nicht so recht. Nicht nur durchs Netz schwirren Hinweise, wie Schäuble seit Wochen im kleinen Kreis immer neue Gegenkandidaten für den Hamburger Bundesparteitag ins Spiel zu bringen versuchte. Und Oettinger soll, unter anderem gemeinsam mit dem ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch und Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl, sogar Teile des legendären Anden-Pakts aufstrebender (Jung-)Unionisten aus den Achtzigerjahren wiederbelebt haben, um – mit Erfolg – den ebenfalls noch immer auf Revanche sinnenden Friedrich Merz zur Rückkehr in die Politik zu bewegen.

Merz sammelt Aufsichtsratsposten wie andere Leute Bierdeckel

Seit die Zeitung mit den großen Buchstaben am Montagvormittag den bald 63-Jährigen Juristen Merz als möglichen Gegenkandidaten promotete, stapeln sich jedenfalls die Ergebenheitsadressen aus der Südwest-CDU. Dabei könnte das Eis noch ganz schön dünn werden. Seit 2016 ist der alte und neue Liebling des wirtschaftsliberalen Flügels, neben einer kaum übersehbaren Menge von Posten in Aufsichts- und Verwaltungsräten, Aufsichtsratschef des Deutschen Ablegers von BlackRock, einem Unternehmen, das weltweit Finanzvermögen von sage und schreibe 6,2 Billionen Dollar verwaltet. Beim Amtsantritt des Sauerländers hieß es offiziell, er nehme "eine weiter gefasste Beraterrolle ein, in der er die Beziehungen mit wesentlichen Kunden, Regulierern und Regulierungsbehörden in Deutschland fördern wird".

Im Klartext: Der frühere Spitzenpolitiker soll als Lobbyist Aufträge und Kohle ranschaffen, in schönem Zusammenspiel mit geneigten Leuten aus Firmen und Ministerien. Auf den "Nachdenkseiten" schrieb Jens Berger schon vor Jahren: "BlackRock ist an jedem Dax-Konzern beteiligt, an 80 Prozent der Dax-Konzerne sogar mit fünf Prozent und mehr, bei mehr als der Hälfte der Dax-Konzerne ist BlackRock sogar der größte Anteilseigner." Und weiter: "Noch nie waren die Entscheidungsprozesse über wirtschaftliche Prozesse undemokratischer als heute in der BlackRock-Ära."

Dennoch outete sich CDU-Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart wenige Stunden nach der BILD-Meldung eilig als Merz-Fan und nannte ihn "ein hochattraktives Angebot, da er die CDU wieder auf einen wirtschaftsliberalen Kurs bringen würde". 16 frühere und aktive Abgeordnete, OBs, Kreisvorsitzende oder Stellvertreter formieren sich sogar zu einer "Initiative pro Merz" und wollen "klar eine Stimmung an der CDU-Basis, nach allem was wir landesweit hören", zu seinen Gunsten wahrgenommen haben. Ihre Prognose: "Nur mit einer inhaltlichen Erneuerung in seiner Person kann die CDU mittelfristig wieder aus dem Umfragekeller herauskommen."

Nebeneinkünfte offenlegen – das war zuviel für den "Heilsbringer"

Ein Merkel-Gegner der zweiten Generation ist MdB Christian von Stetten. Er räsoniert über den "verlorenen Stolz", den der Großverdiener der CDU wieder zurückgeben könne. Sogar zum "Wertkonservativen" wird der Heilsbringer stilisiert – obwohl der Erfinder dieses Begriffs, der linke Sozialdemokrat Erhard Eppler, darunter etwas ganz anderes verstand. Als Bewahrer der Umwelt, als Anwalt der Solidarität ist Merz noch nie in Erscheinung getreten.

Eher im Gegenteil: Seinen Abschied aus der Politik nahm er nach einer Niederlage vor dem Bundesverfassungsgericht, nach der er als Bundestagsabgeordneter die Öffentlichkeit über seine üppigen Nebeneinkünfte informieren musste  – Merz hatte dagegen geklagt. "Eine Zahl mit zu vielen Nullen", hieß es damals selbst in seinem NRW-Landesverband. Und das "manager-magazin" hielt ihm die Unternehmen vor, in denen er "entgeltlich mitwirkt: BASF, Borussia Dortmund, Commerzbank, DBV-Winterthur, Deutsche Börse, Interseroh, IVG Immobilien und Stadler Rail in der Schweiz", zuzüglich der Einkünfte durch Mandate, "die er als Sozius in der US-Anwaltskanzlei Mayer, Brown, Rowe & May" erhalte.

Guido Wolf fordert "neue Köpfe" - über seine Ministeriumspressestelle

Noch nicht pro Merz, aber kontra Merkel reagierte einer besonders schnell, der ebenso nicht vergessen kann: Guido Wolf. Der heutige baden-württembergische Justiz-, Europa- und Tourismusminister hatte 2016 das Duell mit Winfried Kretschmann um die Villa Reitzenstein verloren. "Wir brauchen neue Köpfe, die sich bewähren können - um für die Zeit nach der Kanzlerschaft von Angela Merkel gerüstet zu sein", ließ Wolf über seine Ministeriumspressestelle (!) mitteilen. Als Spitzenkandidat hatte er sich damals drei Wochen vor der Landtagswahl offen gegen die Flüchtlingspolitik seiner Bundesvorsitzenden gestellt. Genutzt hat's bekanntlich nichts.

Aber Merkel wird nicht nur wegen ihrer Flüchtlingspolitik für die schwierige Lage ihrer Partei im zweitgrößten CDU-Landesverband nach NRW verantwortlich gemacht. Mitschuld soll sie sein an den Gräben, die die Partei hier seit mehr als einem Jahrzehnt durchziehen. 2004 war die ihr bis heute eng verbundene damalige Kultusministerin Annette Schavan gegen Oettinger ins Rennen gegangen um die Nachfolge von Erwin Teufel. Dass dieser in Wirklichkeit den Schlamassel wesentlich mitverursacht hatte, weil er einerseits nicht rechtzeitig abtreten wollte und andererseits den Mut zum offenen Konflikt mit seinem ungeliebten Kronprinzen Oettinger nicht aufbrachte, wird bis heute in der Partei nach Kräften verdrängt.

Nach außen gibt der Kommissar aktuell den Loyalen. Noch vor der Vorstandssitzung vom Montag sprach er sich vor laufenden Kameras sogar für Merkels erneute Kandidatur aus, danach mochte er sich "zu Namen nicht äußern", und schließlich sprach er kurzerhand gleich für die gesamte EU-Kommission: "Wir in Brüssel wollen, dass sie ihre drei Jahre noch einbringt." Aus Kreisen Eingeweihter ist hingegen zu hören, welche Rolle Oettinger in den vergangenen Monaten tatsächlich spielte. Unter anderem gab es die dringende Anregung interessierter Parteifreunde, er möge Merz von der Notwendigkeit seines Antretens zu überzeugen und am besten rechtzeitig auch Jens Spahn zum Verzicht bewegen - weil sich die beiden Männer beim Bundesparteitag Anfang Dezember sonst gegenseitig die Stimmen wegnehmen und so Annegret Kramp-Karrenbauer zur lachenden Dritten machen könnten.

Strobl-Stellvertreterin Widmann-Mauz: klar für AKK

Apropos AKK, wie die vor Monaten mit fast 99 Prozent zur Generalsekretärin gewählte Saarländerin parteiintern gern genannt wird: Weil eine der StellvertreterInnen von Thomas Strobl im Landesvorsitz, Annette Widmann-Mauz, zugleich Bundeschefin der Frauen-Union ist, lässt sich sogar an der Spitze der Südwest-CDU wie durch ein Brennglas betrachten, was auf die Partei in den nächsten Tagen und Wochen zukommt. Egal, ob drei oder noch mehr ernsthafte AspirantInnen antreten. "Wir werden unser Gewicht in die Waagschale werfen", für AKK, kündigte Widmann-Mauz an. Die Staatsministerin in Merkels Kanzleramt argumentiert ebenfalls mit der Basis und insbesondere jenen Mitgliedern, die auf Kontinuität und auf Glaubwürdigkeit setzen. In Netz ist viel von den "breiteren Machtoptionen" die Rede, die die Union mit einer neuen Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer behalten könnte.

"Das Merz-Bild", schreibt ein weiblicher Fan der Generalsekreätin auf Facebook, habe "sowieso viele Kratzer". Als Aufsichtsratschef des Köln-Bonner Flughafens sei er "ohne Gestaltungskraft" geblieben. Ein anderer erinnert an "sein schönes Zitat" aus einem Spiegel-Streitgespräch mit Robert Habeck - "Der Konsument ist der wahre Souverän in einer marktwirtschaftlichen Ordnung" - und wünscht der Union "gute Reise mit dem Chef-Lobbyisten". Es wird digital über die 5000-Euro-Tageshonorar diskutiert, die er als schlussendlich gescheiterter Verkäufer der WestLB verdient haben soll oder über sein Buch "Mehr Kapitalismus wagen" mitten in der Finanzkrise.

Ohnehin ist Vieles unvergessen. Etwa der Artikel von Jan Fleischhauer, der 2010 im "Spiegel" schrieb, Merz habe sich immer für den Klügeren gehalten und es nie verwunden, "dass Merkel, mit der er gleichberechtigt war, an ihm vorbeizog: 'Die Dame hätte nie Kanzlerin werden dürfen', entfuhr es ihm einmal in kleiner Runde. 'Wenn ich mir etwas vorwerfe, dann, ihren Charakter nicht durchschaut zu haben. Sie ist zur Loyalität nicht fähig'". Und Fragen über Fragen stellen die, die wissen wollen, welche Spuren Merz eigentlich ab 2014 als offizielles Mitglied der CDU-Zukunftskommission hinterlassen hat. Unmut gegen den Rückkehrer regt sich nicht nur in den östlichen Landesverbänden, sogar die Stuttgarter Bundestagsabgeordnete Karin Maag geht in die Offensive: Der Name Merz stehe gerade nicht für "Erneuerung".

Auch Strobl hat noch eine Rechnung offen

Aber für Rache. Deshalb darf gespannt erwartet werden, wann und wie der Landesvorsitzende aus der Deckung kommt. In seinem Umfeld wird erzählt, dass ihm schon allein der Umstand, kalt erwischt worden zu sein vom Rückzug Merkels ("Das hatte keiner auf dem Zettel"), die Zornesröte ins Gesicht getrieben hat. Natürlich hat auch Strobl, der immer gerne ganz vorne dabei ist (Kontext berichtete), noch eine alte unbeglichene Rechnung: Merkel ließ ihn nie Bundesminister werden. Dass daran vor allem sein Schwiegervater Wolfgang Schäuble beteiligt war, weil der so lange nicht weichen mochte und die Kanzlerin keine Verwandten in ihrer Ministerriege haben wollte, tut wenig zur Sache. Programmatisch sind die Schnittmengen von Merz und Strobl unübersehbar: Der Sauerländer war nicht nur der - erfolglose - Erfinder eines Steuersystems, bei dem die Steuererklärung auf einen Bierdeckel passen sollte, sondern zugleich Protagonist der "deutschen Leitkultur" und wusste damit den Heilbronner fest an seiner Seite.

Der bisher größte Coup wurde allerdings versemmelt. 2005, als es nach den Unionsverlusten von 3,3 Prozent für die von den jungen (wirtschaftsliberalen) Wilden so sehr herbeigesehnte CDU/CSU/FDP-Koalition nicht reichte, soll der vom Fraktionschef inzwischen zum einfachen Abgeordneten abgestiegene Merz eine Reihe von Parteifreuden angerufen haben, darunter auch Strobl, den damals neuen Generalsekretär der Südwest-CDU. Sein Verlangen war kein Geringeres, als gegen Merkel zu putschen: "Ich sage um fünf nach sechs ,Rücktritt', wenn ihr zehn nach sechs ,Rücktritt' sagt." Die Revolution blieb allerdings aus, weil keiner der potentiellen Unterstützer die Bahnsteig-Karte lösen mochte. Auch das, erzählen Berliner InsiderInnen bis heute, habe Merz bis heute nicht verwunden.


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9 Kommentare verfügbar

  • M. Stocker
    am 05.11.2018
    Ach je, was muss uns das Gejammer und die Tränen von alten Säcken, frühvergreisten Merzen und Spahns, und von notorisch untergebutterten Frauen interessieren. So gehts halt zu, in einer schon immer Autoritarismus- und Paternalismus-kranken Partei, die ihren stahlharten Alphamännchen-Nachwuchs aus ein paar pickeligen JU-Bübchen selektieren muss. Viel schwieriger und absurder finde ich die rührungsvollen Tränen und die Legendenbildungen von Anja Maier et al. in der Taz:
    https://www.heise.de/tp/features/Die-Heiligsprechung-der-Angela-Merkel-im-gruenen-Milieu-4210179.html
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 06.11.2018
      Danke für den Link zu diesem Heise-Artikel. :-)

      Gejammer, Tränen und die Säcke, die sich dadurch bilden, sind ein fester Bestandteil der überforderten und aus dem Gleichgewicht geratenen Abiturienten / Abiturientinnen! Wie?
      Na ja, die möchten halt nix machen, haben jedoch mit _ihren_ Bildungsabschlüssen die Voraussetzung um sich für den gehobenen STAATSDIENST bewerben zu dürfen. [b][1][/b]
      Jetzt wird niemand gewählt, in den Staatsdienst berufen, um als Amtsträger nichts zu machen oder gar sich gegen seinen Auftrag / Amtseid zu stellen; was jedoch allzu alltäglich von uns Bürger/Innen erlebt wird!
      Erlebt im Umgang mit jenen, angenommen mit "Handkuss" um sich schützend vor _ihre_ Vorgänger/Innen zu stellen, anstatt den berühmten Besen zu schwingen, der zum "Auskehren" in Anwendung zu bringen ist! [b][2][/b]
      Tust Du mir nix, tu ich Dir auch nix. – Gelebte Wirklichkeit im hierarchisch angelegten Lebensumfeld der ewig Gestrigen!!

      Zeitweise wird halt doch aus dem Kästchen geplaudert werden, welches nicht mit Nähutensilien gefüllt ist.
      Allerdings werden die Plauderer gerne mit dem Attribut "Denunziant" oder auch Whisteblower* defektiert.
      [b]Whistelblower[/b]* = im deutschen Sprachgebrauch [b]Hinweisgeber, Enthüller oder Skandalaufdecker[/b]

      [b][1][/b] Ko mr do no ebbes macha? ____ Mr ko – mr muss bloss wissa wia. |;-))
      https://www.kontextwochenzeitung.de/medien/84/na-ja-man-kann-halt-nix-machen-918.html#tx-tc-ct-18418

      [b][2][/b] 29. Okt. 2014 „Der Streit geht weiter“ https://up.picr.de/34271434qb.pdf
      … Volker Kauder sagte doch tatsächlich, in einer SWR1 Leute-Sendung, „Abgeordnete sind keine Amtspersonen“ – das hätten die Volksvertreter gerne so!?! Wie schon geschrieben, wenn unsere LVerf B-W und unser GG _außer Acht_ gelassen wird!
  • Schwa be
    am 02.11.2018
    Die CDU und deren Politik ist hauptverantwortlich für das erstarken der AfD bzw. für deren Existenz! Die CDU praktiziert den globalen, marktradikalen Freihandel und zerstört damit andere Länder und deren Gesellschaften. Die CDU beteiligt sich ohne mit der Wimper zu zucken an (völkerrechtswidrigen) Kriegen. Die CDU betreibt skrupellose Privatisierung im eigenen Land und deren fatale Folgen für das Gemeinwohl. Die CDU treibt Repressionsmaßnahmen gegen die eigene Bevölkerung voran. Die CDU unterstützt fossile Energieversorgung. Die CDU hat Kreaturen wie Friedrich Merz (m.E. von Schäuble ins Spiel gebracht) in ihren Reihen, die der globalen Finanzwirtschaft zum weiteren Durchmarsch verhelfen wollen, etc., etc,!

    Vor diesen dramatischen Hintergründen halte ich den Artikel von Frau JHW wieder einmal für äußerst dürftig und fragwürdig, da mir völlig unverständlich/zu undeutlich/zu feige (evtl. aus einer zu wenig ablehnenden Haltung heraus?!). Aber auch die Kommentare, die sich - weshalb auch immer - um den Kindergarten Personaldiskussion Männlein/Weiblein drehen verstehe ich nicht. Es ist doch scheiß egal welche Kreatur eine menschenverachtende Politik betreibt. Die Parteiräson muss hinterfragt werden!
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 03.11.2018
      „… der globalen Finanzwirtschaft zum weiteren Durchmarsch verhelfen wollen, etc., etc,!“

      Tja Lieber Schwa be,
      da sollte erinnert werden an die Aussagen der Konservativen in den 50er und 60er Jahren, dass es keine Globalisierung gibt! [b][1][/b] Verschlafen, was weltweit bekannt war? Also erst zum ENDE der 70er Jahre die Globalisierung? [b][2][/b]
      Im Gegenteil, es wurde 1919 die internationale Handelskammer gegründet https://up.picr.de/34241196jv.pdf
      Ab Seite 4 beginnen meine drei Kommentare zur ICC-Arbeitsweise
      Geschichte
      1919 erfolgte die Gründung der [b]Internationalen Handelskammer (ICC)[/b]. ...
      Schon bald hatten die führenden Vertreter der ICC erkannt, dass der Wiederaufbau der
      internationalen Wirtschaftsbeziehungen ohne Einbeziehung der Deutschen nur unvollständig gelingen konnte. So kam es im Jahr 1925 zur Gründung des deutschen Nationalkomitees.
      ...
      Im November 1948 konnte die Deutsche Gruppe ihre Arbeit in der ICC wieder voll aufnehmen. www.iccgermany.de/ueber-icc-germany/geschichte.html

      [b][1][/b] bpb 19.12.2013 Kurze Geschichte der Weltwirtschaft Von Nikolaus Wolf http://www.bpb.de/apuz/175486/kurze-geschichte-der-weltwirtschaft?p=all
      Um das Jahr 1000 war Europa ein rückständiger Teil Asiens, in seiner Wirtschaft und in seinem Handel weit unterentwickelt im Vergleich zu den islamischen Reichen im Nahen und Mittleren Osten oder China. Großzügig geschätzt lag der Anteil Europas an der Weltbevölkerung zu dieser Zeit bei etwa 15 Prozent, der Anteil an der Weltwirtschaft mag vergleichbar gewesen sein. ...
      [b]Aufstieg Europas[/b]
      ...

      [b][2][/b] 2011 Boris Loheide [b]Seit wann gibt es Globalisierung?[/b] https://www.vsa-verlag.de/detail/artikel/seit-wann-gibt-es-globalisierung-1/ 96 Seiten
      Theorie und Geschichte kapitalistischer Industriegesellschaften
      [b]Kurztext:[/b] "Globalisierung" ist nur scheinbar ein junges Phänomen. Dieser AttacBasisText geht ihren Ursprüngen nach und entwirft ein eigenständiges, theoretisch fundiertes Globalisierungsmodell.

      "Globalisierung" wird in der Regel als ein Phänomen verstanden, das seinen Ursprung im Ende des "Bretton Woods"-Systems der festen Wechselkurse und der Entstehung der G8 am Ende der 1970er Jahre hat.
      ...
    • Liliane .
      am 03.11.2018
      Sorry @Schwabe.... Nur in eine Richtung Schnappatmung zu bekommen untertützt das Wachsen der AfD.
      "Sag mir wo die Menschen sind, sag mir wo sind sie geblieben"
      Ja wo sind Menschen, die systemisch/soziologisch/machtpsychologisch analysieren?

      Es sind LügenPolitiker, LügenPresse, LügenJustiz, LügenParlamente, LügenWissenschaftler, LügenPRler, LügenKulturler, LügenVerwaltungen, LügenExperten, es ist LGPCK, das die AfD nahezu herbeigerufen hat! Es sind LügenGeschichten, die nicht mehr zu ertragen sind!

      Der Ruf nach einem starken Staat wird gern als nur von Rechten gesehen (weil Mitte-Linke offensichtlich per se nicht nur feige und sondern auch noch betriebsblind sind!) sondern es ist eine ganz massiv linke Forderung!

      Eine gut funktionierende Demokratie braucht einen starken Staat, damit er stark im Auftritt gegen die Ökonomie-Diktatur ist! Damit er sozialstaatl. das Haben von Mutter Natur und Haben der Bevölkerung mütterlich verteilt: gerecht, fair und bedarfsorientiert!

      Seit Kohl/Genscher spätestens sind die staatl.und halbstaatlichen Institutionen und (Institutionen insgesamt) zu sabbernden, Schleimspur erzeugenden - Huren und Puffmüttern zugleich- Hechlern der Mächigen geworden!
      Wir haben systematisch einen schwachen Staat entwickelt (ab 45?) um ihn dann ab 90ern endgültig in einen 'faschistischen' RechtsStaat umzuwandeln!

      Stuttgart21 ist doch der 'lebende Beweis'!

      Die Überschrift wäre eigentlich richtiger: das Heulen der Männer!
      (Denn im "Gruppenbild mit Dame" spielt Frau statistisch gesehen nur eine Randrolle! Aber da Mensch gern pegidisiert, braucht er einen Tagesschuldigen! Vll durften ja deswegen Frauen am Machtisch Krümel auflesen, damit Mann "Schuldige" hat?)

      (Ps: ist Frau Merkel unschuldig? Opfer? Nein! Nur... haben nicht die 68 beim Marsch durch die Institutionen erlebt: man kann besser Menschen 'refomieren' als auch nur eine steinerne Institution!)
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 02.11.2018
    Das Mädchen aus der Uckermark liest die Wunden derer, die sich meinten an _ihr_ abarbeiten zu können?
    Nicht doch!

    Merz, der sammelt was von anderen längst als unwürdig erachtet wird – unansehnlich seine Menschenverachtung!
    Fraktionschef Reinhard, die "Identität" der Missachtung von Vertragsrecht als festen Bestandteil seiner konservativen Haltung als Grundlage hat – gleich die Verweigerung "Mehr Frauen in die Parteigremien", wie "Neues Landeswahlgesetz für mehr Frauen in den Landtag"!!
    Wolf im Schafspelz, der seinen Amtseid ablegt, gleich in die unterste Schublade, zu der er für den U-Ausschuss vorzulegende Unterlagen gleich mit versenkt – und vergessen haben will!!!
    Strobl, der "Frauenversteher" genannte, der nicht mal sich selbst zu verstehen weiß, schon gar nicht unsere Landesverfassung und unser Grundgesetz – er versucht's halt immer wieder, die Weimarer Republik auferstehen zu lassen!!

    Rechnen, also tatsächlich rechnen, kann _keiner_ der Benannten – sie können nicht einmal mit sich selbst rechnen; damit rechnen die deutsche Sprache zu verstehen.
    Und wehe, das WELTBILD der Konservativen könnte auch nur angekratzt werden, dann…

    Mit seinem Buch "Scheißkerle" war Roman Maria Koidl auf Lesereise und in Fernsehsendungen und Hörfunksendungen, wie bei uns in STUTTGART in der SWR1 Leute Sendung am 12.05.2010 https://www.swr.de/swr1/bw/programm/leute/koidl-roman-maria-unternehmer-und-autor/-/id=1895042/did=6304766/nid=1895042/1jmq6pg/index.html Audio 30:48 Min.
    Unternehmer und Autor
    "Die wahren Schlampen sind heute männlich", meint der Buchautor Roman Maria Koidl, der mit seinem Buch "Scheißkerle" die deutschen Männer entlarvt und bloßstellt. …
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 04.11.2018
      SWR1 Thema Heute am 29.10.2018: Nach der Hessen-Wahl "Das Ende der Ära Merkel" [b][1][/b]

      Tatsächlich das ENDE einer Ära?
      Oh diese Männer, die allenthalben darauf aus sind, dass sich in _ihrem_ Umfeld Frauen befinden, die bereit sind die "Kohlen aus dem Feuer zu holen".
      Oh diese Männer, die all überall die _Bestimmer_sein wollen, und wenn es dann schief zu gehen droht, dann sind sie weg; so schnell kann Mann gar nicht schauen!
      Oh diese Männer, die von Udo Jürgens in seinem Lied "Der Mann ist das Problem", zutreffend beschrieben sind! [b][2][/b] „… Doch die Frauen lieben ihn trotzdem …“
      Oh diese Männer, die also so lange weiter machen (können) wie seit Jahrhunderten, denn _sie_ können sich ja darauf verlassen, dass es auf Dauer Frauen geben wird.
      Tatsächlich?

      Aktuell bewerben sich in den USA so viele weibliche zur anstehenden Kongress-Wahl, wie nie zuvor – Heidewitzka, Herr… [b][3][/b]

      [b][1][/b] Bundeskanzlerin Angela Merkel wird im Dezember nicht wieder als CDU-Parteivorsitzende kandidieren. Zugleich kündigte sie an, zum Ende der Legislaturperiode das Amt der Kanzlerin abzugeben und auch nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren. War nach den beiden großen Wahlschlappen für die CDU in Hessen und die CSU in Bayern der Druck und die Personaldiskussion zu groß geworden? Die zweite Frage: ist jetzt auch die GroKo am Ende?
      https://www.swr.de/swr1/bw/programm/29-das-ende-der-aera-merkel/-/id=446250/did=22740448/nid=446250/8830va/index.html mit 13 Einzelbeträgen

      [b][2][/b] Offizielles Video https://www.youtube.com/watch?v=9-hl6xPv9-s 4:19 Min.

      [b][3][/b] WDR5 US-Wahl – viele neue Kandidaten https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/neugier-genuegt/feature-usa-kandidaten-midterms-100.html
      Neugier genügt - das Feature | 31.10.2018 | Audio 21:56 Min.
      Die Politik Trumps hat in diesem Jahr besonders viele Frauen und Quereinsteiger
      motiviert, sich als Kandidaten zu bewerben. In New York gilt Shooting-Star
      Alexandria Ocasio-Cortez, eine 28jährige Latina, als gesetzt für den Kongress.
  • Liliane .
    am 01.11.2018
    Spätestens als Merkel zum trockenen Süchtigen (Alkoholkranker) incl einem Vater-Sohn-Problematiker reiste, um diesem Möchtegern 82 Millionen Menschen zu Füssen zu legen.... erübrigte sich jedwede 'menschlich-weibliche' Solidarität!

    Nur sagen sollte Frau:
    Es gab eine Männer- vor Merkel-Geschichte!
    Wie nahezu noch immer werden/dürfen/müssen Frauen ran, wenn Männer den Karren an die Wand geklatscht haben! (Warum in dem Moment Frauen nicht die Flucht ergreifen ist mir ein Rätsel!?)
    Die MännerRiege Kohl (die AltHerrenRiege Kohl, Kanther, Geissler, Barschel, Biedenkopf etc pp nebst den Jungen Wilden a la Merz, Wulf, Koch, Merz u.A.) hatte die CDU dermaßen in den Boden gerammt, dass eine christliche Beerdigung opportun erschien!
    Doch in den letzten Atemzügen installierte man als 'Prellbock' das Mädchen vom Kohl!
    Genial: auf die Art konnten sich die angeschlagenen Herren in Kur begeben und die jungen, mit den Füsse scharrenden CDUJungs in einer Schonfrist vorbereiten!!!
    Nu kam aber alles anders:
    Erstens rief Schröder vorzeitige Wahlen aus! Die Jungstars hatten also keine Zeit mehr, das Mädel abzukanzeln!
    Zweitens machte die Frau das, was seit Jahrtausende bis ins Tierreich Männersache ist: Konkurrenten wegbeißen, wegjagen oder töten!
    (Warum man/frau bei Merkel aber 'weibliches' Tun verlangte ist mir widerum ein Rätsel! Im Gegenteil: wer sich die permantene Übergriffe (in Arm nehmen, anlangen etc) seitens der Männer während der Mädelzeit anschaut, dem wird wie mir ein Schauder über den Rücken laufen! Ergo: hatte sie mehrfach Gründe diese Jungs in die Verabnnung zunschicken!)
    Die Jungs widerum hatten bei ihren JungsTreffen wahrscheinlich schon alle Posten, alle politischen Weihenstellungen, etc pp durchgekakelt! Und jetzt machte eine Frau(!!) auch noch das was männliches Eigentum ist: die Macht ausweiten, durchsetzen und verteidigen! Die Wut setzt da an: denn ohne Merkel hätte #Koch nicht so einen Absturz erlebt, #Merz ware evtl der neue Kohl: hier aussitzen, dort brutalst-möglich zuschlagen Bundeskanzler, #Wulf wäre Außenminister, #Wissmann weiterhin Verkehrsminister mit 400 Nebenjobs,
    (Frauen waren im "AndenPakt" übrigens nicht geduldet! s.Wiki)

    PS: was mich weiterhin fasziniert: während unter Machtmännern durchaus 'junge Wilde', Kritiker, Gegner ihre Existenz einfordern.... scheinen sie unter FrauenMacht (aufgrund von Kastrationsängsten ?) komplett zu verschwinden!
    Sind Frauen an der Macht Männer-mordend?
    Oder sind das vorauseilende Horrorträume seitens der Männer?

    PPS: nachdem die Jungs (Mappus Notheis Merz) Merkel so unterirdsch gemobbt haben (hätten diese auch von "Vati, den habe ich im Griff geschrieben?") waren wir vor Mappus Repolitisierung sicher.... Wette, Mappus wirft seinen Hut demnächst in den Ring?
  • Heinz Greiner
    am 31.10.2018
    Ganz feiner ,hochinformativer und leider wohl zutreffender Artikel .
    Die " Konservativen " werden sich gerne hinter ihm scharen . Deutschland von dessen Ausverkauf der Herr Jurist profitierte wie einstens allenfalls Lambsdorff noch , in einen Status führen unterhalb der USA Kolonie , das Risiko zum Schlachtfeld auf eine Weise erhöhen , wie das seine " Partner " vorgeben und das Land vollends wirtschaftlich zerstören .
    Die Berufspolitiker , fast alle Genannten sind das ja , werden es mitmachen . Wenigstens die SPD ist überflüssig . Zu Grün bestehen ja ohnehin nicht geringe Schnittmengen . An denen wird's jedenfalls nicht scheitern , an der SPD scheiterte es auch nicht , würden sie noch gebraucht und gefragt . Gell Andrea , Olaf , Nils , Kevin , Boris , Rudolf , Heiko und so immer fort ...

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