Das große Wegschweigen

Zwei Männer suchen einen Raum, in dem sie eine Nazi-Geschichte erzählen können. Nicht irgendeine, sondern eine über Fürst Ernst II. von Hohenlohe-Langenburg, der Hitler für ein Geschenk Gottes hält. Die beiden Männer finden keinen Saal, weil sie keinen kriegen sollen. In Langenburg und anderswo.

Bleiben Sie freundlich!

Wo hätten wir nicht überall sein müssen in den letzten Tagen: Nazi-Schmierereien an der Moschee in Emmendingen, brauner Aufmarsch in Pforzheim, Hanau-Mahnwachen im ganzen Land. Doch auch eine Kontext-Redaktion hat ihre Grenzen. Das hat unser Vereinsvorstand richtig erkannt und nach einem kritischen Blick in die Kasse befunden: Eine Stelle, befristet auf ein Jahr, können wir nach den Prinzipien einer schwäbischen Hausfrau finanzieren. Deshalb…

Gefahren von rechts

In Hanau tötet rassistischer Terror elf Menschen. Die Stadt Pforzheim will vor diesem Hintergrund einen Aufmarsch von Neonazis verbieten. Doch Gerichte intervenieren. Außerdem wird Stuttgart zum sicheren Hafen für Geflüchtete und Günther Oettinger wohl zum Berater unter Viktor Orbán. Eine Wochenschau.

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Kopfkrieg

Vor fast 40 Jahren hat unser Autor einen Text über seine Besuche bei der extremen Rechten der Achtzigerjahre geschrieben. Die Parallelen zu heute sind so erstaunlich wie besorgniserregend.

Scharfes Auge

Die große Klappe ist im großen Sport eingebaut. Aber wo bleiben sie denn, die Lautsprecher, wenn es um die braune Brut in ihren Stadien geht? Ihre Reichweite wäre riesig.

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Willkommen in Öhningen

Als ehemalige Sozialarbeiterin ist Doris Künzel Kummer gewöhnt. Doch was die ehrenamtliche Flüchtlingshelferin in Öhningen am Bodensee zu sehen bekam, hat sie fassungslos gemacht.

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Geisterfahrer auf der Gäubahn

Die Gäubahn hat aktuell zwei große Baustellen: den seit 1996 mit der Schweiz vertraglich vereinbarten Ausbau, um Fahrzeiten zu verkürzen. Und die Frage, wie sie wegen S 21 ab 2025 an den Stuttgarter Hauptbahnhof angeschlossen werden soll. In den beiden Fällen wird wild durcheinander argumentiert.

"Wir haben schwere Fehler eingestanden"

Die CDU-Spitze hofft auf Ahnungslosigkeit in weiten Teilen der Öffentlichkeit, wenn sie mantra-artig behauptet, die Linkspartei habe die SED-Vergangenheit nicht aufgearbeitet. Der Vorwurf ist schlicht falsch, und das nicht nur für Thüringen.

Der Staat als Zuhälter

"Kein Orgasmus – Freier verklagt Prostituierte" lautete die Überschrift eines Artikels in der "Winnender Zeitung" letzte Woche. "Was so lustig und auch absurd klingt, hat einen heftigen politischen Hintergrund, und als Exprostituierte, politische Aktivistin und als Frau vergeht mir da das Lachen", kommentiert unsere Autorin – und verbindet ihren Gastbeitrag mit einem Aufruf.

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"Für den Papst bin ich ein Auftragsmörder"

Der Paragraf 218 hat sein Berufsleben bestimmt: Friedrich Stapf kämpft seit Jahrzehnten für die Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs, begründete das "Beratungsmodell" mit und führt eine Abtreibungsklinik in München. Den Kliniknotstand in Stuttgart kennt er nur zu gut.

Feindbilder

Der Reporter von morgen textet nicht nur: Als mediales Multitalent liefert er Bilder, Ton und Film gleich mit dazu. Der Berliner "Tagesspiegel" streicht aktuell seine Fotoredaktion, weil die "anachronistisch" sei. Als Warnung in Form und Inhalt, wohin das Sparen an der falschen Stelle führt, hat Kontext den Rollentausch gewagt: Hier schreibt der Fotograf, und der Texter steuert Bilder bei.

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