Schon Rotkäppchen machte keine guten Erfahrungen mit einem Problemwolf, das vor Schrecken bleich gewordene, friedliche Lamm am Flussufer auch nicht und die sechs verspeisten der sieben Geißlein mussten ihm zwecks Wiederbelebung aus dem Bauch geschnitten werden. Gruselgeschichten über Meister Isegrim sind Teil der deutschen DNA bis ins dritte Jahrtausend. Märchen und Fabeln reichen bis nach Baden-Württemberg. Derzeit besonders, denn die CDU will die Grünen vor sich hertreiben. Wölfe, Biber und Saatkrähen sollen leichter getötet werden dürfen, "letal vergrämt", wie es in der Fachsprache heißt.
Das Thema ist komplex und das Spannungsfeld – etwa zwischen den Rechten von Weidetierhalter:innen und der Bedeutung ehedem ausgerotteter Tiere für ihre angestammte Heimat – einer breiten Öffentlichkeit im Detail kaum zugänglich. Wer kann schon unterscheiden zwischen Naturschutz-, Jagdgesetz oder Jagd- und Wildtiermanagement (JWMG)? Kaum jemand dürfte auch das wachsweiche Versprechen im CDU-Landtagswahlprogramm richtig deuten können, "bei Konflikten mit dem Wolf praxistaugliche Lösungen für unsere Landwirte zu ermöglichen".




1 Kommentar verfügbar
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Eine grundsätzliche Frage: Warum werde ich in englischer Sprache angesprochen?
Kommentare anzeigenPeter
12 hours agoZum Thema: Wo liegt der nachweisliche Schaden für das Ökosystem, wenn Biber, Wolf und Krähe etwas kürzer gehalten werden?