Da packt uns die Wut

Von Gastautor Gerd Rathgeb

Die Welt ist aufgeschreckt. Der Regenwald in Brasilien brennt. Unser Autor weiß, warum das so ist. Er fährt seit Mitte der 1980er Jahre nach Amazonien, um mit dem Verein Poema der indigenen Bevölkerung zu helfen. In Kontext schreibt er, was zu tun wäre.

Apokalypse konstruktiv

Am vergangenen, teils doch tragischen Wahl-Sonntag war Kontext eingeladen zum Workshop auf dem Campfire Festival in Düsseldorf, veranstaltet vom Recherche-Kollektiv Correctiv. Thema: konstruktiver Journalismus. Ein wachsender Trend in der Branche, erfunden von Ulrik Haagerup aus Dänemark, der sich seit Jahren gegen die medial vermittelte, tägliche Apokalypse einsetzt. Die LeserInnen, sagt er und präsentiert Statistiken und Umfragen, seien längst…

Manhattan in Bad Cannstatt

Von Jürgen Lessat

Bis Stuttgart 21 in Betrieb genommen werden kann, rollen Züge und S-Bahnen über die alte Eisenbahnbrücke zwischen Hauptbahnhof und Bad Cannstatt. Danach könnte das nicht mehr benötigte Bauwerk zum "Park über dem Neckar" werden. Ganz nach New Yorker Vorbild.

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Persil mit Gummibär

Von Heinrich Steinfest

Auf Schautafeln sehe der künftige S-21-Bahnhof immer strahlend rein aus, schreibt der mehrfach preisgekrönte Stuttgarter Literat Heinrich Steinfest. Dort fühle man sich womöglich "wie ein leibhaftig gewordener Dreiwettertaft". Und dann all die Gummibärchen, mit denen die Deutsche Bahn ihn ständig abzuspeisen versucht. Ein Lamento zum Umbau des Bonatzbaus.

"Wir sind am Abgrund"

Von Johanna Henkel-Waidhofer (Interview)

"Starke Persönlichkeiten und Teams mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Erfahrungen – und mit eigenen Ideen für die Zukunft der SPD", so preist das Interimstrio an der Bundesspitze im aktuellen Mitgliederbrief die KandidatInnen an. Eine von ihnen ist die linke Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis.

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"Einfach nicht zu Ende scheitern"

Von Oliver Stenzel (Interview)

Die S-21-Baugrube als Bühne der Avantgarde: Der Theaterregisseur Schorsch Kamerun wird hier "Motor City Super Stuttgart" inszenieren, eine "Dystopie-Sinfonie". Ein Gespräch über Stuttgart 21, die gesellschaftliche Notwendigkeit zur Reduktion und die Ambivalenzen einer Inszenierung von Gnaden der Bahn.

Teufel nochmal

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Draußen stieg die 256. Montagsdemo gegen Stuttgart 21, drinnen im Marmorsaal verlieh Winfried Kretschmann seinem Vorvorvorgänger den Ehrentitel Professor, "für die geistigen Spuren, die er gelegt hat". Auf mindestens eine hätten Stadt und Land gut und gerne verzichten können. Zum 80sten von Erwin Teufel (CDU) er selbst im O-Ton.

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Das Schweigen im Osten

Von Rupert Koppold

Der Film "Und der Zukunft zugewandt" erzählt von einer deutschen Kommunistin, die aus sowjetisch-stalinistischer Lagerhaft entlassen wird und in der jungen DDR versucht, weiter an ihre politischen Ideale zu glauben. Ein Stück deutsche Geschichte, im Westen kaum bekannt und ein wenig aus der Zeit gefallen.

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Top 5 im August

Von unserer Redaktion

"Wir pampern die Konzerne nicht", sagt Minister Winfried Hermann im Interview. Das fanden unsere LeserInnen durchaus lesenswert. Ebenso wie Stuttgarts Geisterbahnhof, grundsätzliche Kapitalismuskritik und einen blauen Brief im Pressehaus.

Die Gockelretterin

Von Hans-Ulrich Grimm

Skandalthema Kükenmord: Inga Günther kämpft dagegen – und gegen die Vorherrschaft der Agrarkonzerne. Sie züchtet das "Ökohuhn der Zukunft". Schmeckt gut, ist glücklich und gesund. Aus dem Kontext-Archiv, Ausgabe 236, April 2016.

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Stimmen der Toten

Von Dietrich Heißenbüttel

Während man zu Hause im Württembergischen Kunstverein Familientreffen feiert, kuratieren die beiden WKV-Familienoberhäupter Iris Dressler und Hans D. Christ eine große Ausstellung im fernen Bergen. Dem Namen nach eine Versammlung, die ganz wörtlich Gespenster erwecken will.

Die Mafia mit der Gartenschere

Von Minh Schredle Fotos: Jens Volle

Der Bürgerschreck kommt in der Nacht, und dann raucht er dein Blumenbeet: Hortensien-Junkies haben es auf die Zierpflanze abgesehen, weil das Quarzen ihrer Knospen klatschen soll wie Cannabis. Stimmt zwar nicht, aber Medien verbreiten das Gerücht hartnäckig. Und sie wissen dabei ganz schön viel über die Motivation von Tätern, die nie erwischt wurden.

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