Die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) haben CDU/CSU und SPD bereits durchgepeitscht, unterstützt von den Ländern, die das Paket im Bundesrat zähneknirschend durchwinkten. Doch damit ist bekanntlich noch nicht Schluss mit dem Sparen (siehe Kasten). Dass die Sparpläne vor allem diejenigen treffen, die eh schon mit dem Alltag kämpfen, verwundert nicht. Kanzler Friedrich Merz, CDU, hat's mit den normalen Menschen bekanntlich nicht so und sein Vize Lars Klingbeil ist halt SPD, offensichtlich nicht so durchsetzungsfähig, und schaufelt mit seiner Zustimmung zum Sozialabbau gerade wahrscheinlich das Grab seiner Partei. Zur Erinnerung: In Baden-Württemberg hat es die SPD zur Landtagswahl im März mit 5,5 Prozent gerade noch in den Landtag geschafft, in Sachsen-Anhalt steht sie in Umfragen bei fünf Prozent.
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Das Wohngeld soll gekürzt werden, die Bafög-Reform ist verschoben, eine Steuerreform soll Menschen mit nicht so hohen Einkommen angeblich entlasten (was für viele nicht funktionieren wird, da die Sozialabgaben steigen), das Elterngeld soll gekürzt werden, der Unterhaltsvorschuss ebenso. Das Rentenalter soll steigen, die Renten sollen auch am Kapitalmarkt finanziert werden (ohne dass die Renten steigen), wer 45 Jahre gearbeitet hat, soll trotzdem bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter arbeiten, Krankschreibung wird ab dem ersten Tag verpflichtend, telefonische Krankschreibung ist für schwarz-rot auch bäh. 6,8 Milliarden Euro sollen bei der Eingliederungshilfe, also bei Behinderten, sowie in der Kinder- und Jugendhilfe eingespart werden. In der Altenpflege sollen die Kosten für die Bewohner:innen steigen und später gezahlt, der Zugang zu einem Pflegegrad erschwert, Rentenansprüche für pflegende Angehörige gekürzt werden. Die beitragsfreie Familienkranken- und -pflegeversicherung wird eingeschränkt und der Kinderlosenzuschlag für die Pflegeversicherung weiter erhöht. Mit Verabschiedung der GKV-Reform müssen gesetzlich Versicherte bei Medikamenten und Zahnersatz mehr zahlen. Eine Zusammenfassung findet sich hier. (lee)




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