Huch, was ist denn da los bei Daimler? Foto und Montage: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 349
Wirtschaft

Paradox mit Stern

Von Jürgen Lessat
Datum: 06.12.2017
Ab 2018 drohen Fahrverbote wegen zu hoher Schadstoffbelastung der Luft. In der Feinstaubhauptstadt Stuttgart träfe dies auch die Verursacher des Übels. Wie reagieren Daimler und Co? Sie bezahlen MitarbeiterInnen Bus- und Bahntickets. Und werfen neue Spritfresser auf den Markt.

Was für eine Paradoxie: Just als Verwaltungsgerichte Städten wie München, Düsseldorf und Stuttgart Fahrverbote zur Luftreinhaltung auferlegten, feierte Mercedes-Benz die Premiere seiner neuen X-Klasse. Seit Anfang November steht der Pick-Up mit Stern in den Autohäusern – und wirkt angesichts überhöhter Stickoxidwerte in Städten und steigender Erdtemperatur völlig aus der Zeit gefallen. Zwar soll der wuchtige Pritschenwagen, der rund 2,2 Tonnen auf die Waage bringt, unter 8 Litern Diesel auf 100 Kilometern schlucken, verspricht der Prospekt. Doch das ist Schönfärberei: Mit 190 PS bläst der Selbstzünder 209 Gramm CO2 pro Kilometer in die Luft – und damit mehr als das Doppelte des Grenzwertes von 95g, den die EU ab 2020 für neu zugelassene PKW vorsieht.

Tatsächlich dürfte die neue Nobel-Pritsche noch viel klima- und umweltschädlicher sein, glaubt man dem International Council on Clean Transportation (ICCT). Erst jüngst stellte die Organisation fest, dass Neuwagen real 42 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen als von den Herstellern angegeben. Besonders peinlich war das Ergebnis für Daimler: Mit mehr als 50 Prozent fielen gerade Mercedes-Modelle als Spritschlucker auf.

Daneben sprengt die X-Klasse größenmäßig jeglichen Rahmen. Mit fünfeinhalb Metern Länge und zwei Metern Breite passt sie weder in Parkhäuser noch auf Stellplätze am Straßenrand – ein Elefant selbst in autogerechten Innenstädten. "SUV-Fahrer repräsentieren den rücksichtslosen Konsum unserer Gesellschaft", sagt der Berliner Politologe Markus Wissen zur miesen Ökobilanz der kleineren Sport Utility Vehicles. Was sind dann erst X-Klasse-Besitzer? "Auto-Bild" jedenfalls vermutet bereits den Beginn eines neuen Hypes: "Wenn das Fahrzeug wirklich genauso gut funktioniert, wie es Mercedes sich vorstellt, dann geraten andere Hersteller wie Audi und BMW auch unter Zugzwang, einen Pick-Up auf die Beine zu stellen."

Umwelt-Offensive beim Daimler-Betriebsrat

Während Mercedes-Benz modelltechnisch auf dicken Maxe macht, sorgt sich der Betriebsrat im Untertürkheimer Stammwerk um das Umweltbewusstsein der Führungsebene. Daimler, mit 20 000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber in Stuttgart, drohe ein folgenschwerer Imageschaden, sollte der Konzern nicht adäquat auf die Feinstaubalarme im Talkessel reagieren. "Zu einem Premiumhersteller gehören auch Premium-Mobilitätsangebote für Mitarbeiter. Nur dann bleibt Daimler ein Unternehmen, auf das die Bürger in und um Stuttgart stolz sind", sagt Wolfgang Nieke, Betriebsratsvorsitzender im Werk Untertürkheim.

Pendlerstadt Stuttgart

Von den rund 396 000 versicherungspflichtig Beschäftigten in Stuttgart pendeln 240 000 täglich in die Stadt zur Arbeit, der Anteil liegt bei 60 Prozent. Aber auch in umgekehrter Richtung wird viel gependelt. Von den rund 245 000 Beschäftigten, die in der Landeshauptstadt wohnen, fahren 87 000 ins Umland zur Arbeit. Die meisten Pendler sind im Auto unterwegs: 55,5 Prozent aller Wege in Stuttgart werden damit zurückgelegt, nur 15,1 Prozent mit Bus und Bahn, nur 7,5 Prozent mit dem Rad. Täglich überqueren rund 820 000 Fahrzeuge die Gemarkungsgrenze, und dies im Berufsverkehr meist schleichend. 34 Minuten steht der durchschnittliche Stuttgarter Autofahrer täglich im Berufsverkehr im Stau. (jl)

Das Unternehmen habe sich in seinen Grundsätzen zur sozialen Verantwortung verpflichtet, mit neuen Mobilitätskonzepten in wachsenden Ballungsgebieten Umweltbelastungen zu senken, erinnert Nieke. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müsste die Werksleitung endlich in die Gänge kommen. Knapp zwei Dutzend Maßnahmen haben die Arbeitnehmervertreter formuliert. So sollte der Autobauer Beschäftigte fördern, die mit Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen. Für Pendler mit E-Bikes müssten Ladestationen installiert werden. Zwischen den Werken Sindelfingen und Untertürkheim sollten nur Elektro- oder Brennstoffzellen-Bussen pendeln. Daneben sei ein Parkleitsystem einzurichten, um den Suchverkehr zu vermindern und auch eine Mitfahrer-App anzubieten. "In vielen dieser Themen arbeitet Daimler an innovativen Lösungen. Daraus sollten aber auch gemeinsame Projekte mit der Stadt Stuttgart und anderen Partnern entstehen, die neue Mobilitätslösungen in Stuttgart sicht- und erlebbar machen", fordert Nieke.

Über die Umweltoffensive seines Betriebsrats zeigt sich der Konzern verwundert. "Bei Daimler greifen an Feinstaubtagen zahlreiche Maßnahmen", sagt Unternehmenssprecher Oliver Wihofszki. So informiere das Unternehmen speziell an Alarmtagen alle Mitarbeiter im Raum Stuttgart über die teilweise kostenlosen ÖPNV-Fahrten über die eigene Mobilitätsplattform moovel und die günstigeren Tarife des zum Konzern gehörenden Mietwagen-Dienstleisters car2go. Zudem rege man die Bildung von Fahrgemeinschaften oder mobiles Arbeiten an und weise auf Telefon- und Videokonferenzen hin, um den Pendelverkehr zwischen den Standorten zu reduzieren. Im Mitarbeiterportal gebe es im Modul "Mobil zur Arbeit" die Möglichkeit, Fahrgemeinschaften zu bilden oder ihnen beizutreten. Man habe auch auf fünf Mitfahr-Apps verlinkt. Selbstverständlich gebe es für Fahrradpendler an allen Standorten überdachte Fahrradständer, Kleiderspinde und sogar Duschmöglichkeiten.

10 Euro Zuschuss im Monat für Öffi-Nutzer

Doch das sei nicht alles, betont der Sprecher: Unabhängig von der Feinstaubsaison erhalten Daimler-Mitarbeiter einen Zuschuss von 10 Euro pro Monat vom Unternehmen und zehn Prozent Rabatt vom Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart, wenn sie den öffentlichen Nahverkehr nutzen", verweist Wihofszki auf das Jobticket, das der Konzern seit Jahresbeginn anbietet.

Ebenso setze sich das Unternehmen seit langem dafür ein, die Werke besser an den öffentlichen Nahverkehr anzubinden. "So fordert Daimler am Standort Stuttgart eine Verlängerung der Stadtbahnlinie U19 bis hin zum Mercedes-Benz-Stadion", sagt der Sprecher. Derzeit endet die Linie einen Kilometer vor dem Werkstor des Stammwerks Untertürkheim und der Konzernzentrale.

Die schlechte Luft ist auch ein Thema im Stuttgarter Norden, wo Porsche seinen Sitz hat. Im Zuffenhausener Stammwerk greift ebenfalls ein Maßnahmenbündel, um Verkehr und Luftbelastung am Standort zu reduzieren. So schicke der Sportwagenhersteller an Feinstaubtagen nur Hybridfahrzeuge auf Testfahrt durchs Stadtgebiet, betont das Unternehmen. Im werksinternen Verkehr kommen Fahrräder zum Einsatz. Auf eigene Rechnung baute Porsche eine Bahnunterführung, um die Wege zwischen zwei Werksteilen zu verkürzen.

"Wir nehmen auch ordentlich Geld in die Hand, um die Mitarbeiter zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen", sagt Porsche-Sprecher Matthias Rauter, zuständig für Personal und Nachhaltigkeit. So habe man allen 20 000 Porsche-Mitarbeitern in der Region den Zuschuss fürs ÖPNV-Monatsticket auf 20 Euro verdoppelt. Als besonderen Clou preist der Sportwagenbauer ein Angebot, das für die 10 000 Mitarbeiter des Stammwerks bei Feinstaubalarm gilt: "Der Firmenausweis gilt an diesen Tagen als Fahrausweis für Bahnen und Busse in Stuttgart", so Rauter.

Auch bei Bosch gilt der Firmenausweis als ÖPNV-Ticket

Ähnliche Angebote hält auch der Autozulieferer Robert Bosch GmbH bereit. Die über 15 000 Mitarbeiter mit Arbeitsplätzen in Stuttgart können an Feinstaubalarmtagen ebenfalls ihren Firmenausweis als ÖPNV-Ticket nutzen. Daneben bezuschusst Bosch das Jobticket, setzt auf Home Office und Gleitzeit, damit Beschäftigte außerhalb von Stoßzeiten unterwegs sind. "Bosch will so auch die städtischen Maßnahmen bei einem Feinstaubalarm unterstützen", betont Geschäftsführer Rolf Bulander.

Doch neben kurzfristigen Maßnahmen sei vor allem die mittel- und langfristige Anpassung an eine neue mobile Welt essenziell, heißt es bei Bosch. "Schon 2050 wird es mehr als sechs Milliarden Großstadt-Einwohner geben, doppelt so viele wie heute", skizziert Bulander. Es sei aber kaum vorstellbar, dass der zunehmende Verkehr nur auf vier Rädern rollt. Bosch suche daher nach neuen Lösungen für den Transport von Menschen und Gütern, über das Auto hinaus.

Geht es nach OB Fritz Kuhn (Grüne) soll der Verkehr im Talkessel um 20 Prozent abnehmen. Als wirksamstes Mittel, dieses Ziel zu erreichen, gilt bislang das Firmenticket des Verkehrsverbunds: Mehr als 620 Unternehmen in Stuttgart und Region bezuschussen inzwischen ihren Mitarbeitern diesen Monatspass.

Allein bei der Stadt Stuttgart und im städtischen Klinikum nutzen derzeit rund 11 500 Mitarbeiter das Jobticket – damit hat sich die Zahl der Nutzer seit der Einführung vor drei Jahren mehr als verdoppelt. "Über 60 Prozent der städtischen Beschäftigten fahren inzwischen mit dem Jobticket zur Arbeit", so eine Sprecherin. Dies liege auch am Zuschuss der Stadt: Ein Jobticket fürs Stadtgebiet kostet die Mitarbeiter nur knapp 30 Euro, während es am Automaten mit 84,80 Euro zu Buche schlägt.

Das klingt alles prima. Nur: Wie stark die Beschäftigten der Autoindustrie auf die "Öffis" abfahren, lässt sich nicht sagen. Weder die Unternehmen noch der Verkehrsverbund wollen verraten, wie viele Mitarbeiter Busse und Bahnen mit Job- oder Feinstaubtickets nutzen. "Zu internen Mitarbeiterangeboten nennen wir keine Details", bittet der Daimler-Sprecher um Verständnis. Porsche-Sprecher Rauter verweist auf fehlende Zählungen.

Am 22. Februar 2018 verhandelt das Bundesverwaltungsgericht höchstrichterlich in Leipzig zu Diesel-Fahrverboten in Düsseldorf. Das Urteil in diesem Rechtsstreit könnte bundesweite Bedeutung haben – und damit auch Mitarbeiter von Daimler und Co. zum Umstieg auf Busse und Bahnen zwingen.


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9 Kommentare verfügbar

  • M. Stocker
    am 11.12.2017
    "In der Feinstaubhauptstadt Stuttgart träfe dies auch die Verursacher des Übels."

    Leider nein. Denn die Mitarbeiter, die lohnabhängig Beschäftigten, sind genauso Opfer der Innovationsverweigerer der Vorstandsetagen wie alle anderen auch. Als Kunden, die sich darauf verlassen haben, dass das, was im Fahrzeugschein steht (Einhaltung von Abgas-Euronorm 5 oder 6) auch gilt, und die wie fast alle anderen Diesel-Kunden mit dem nahezu funktionslosen Technologiemüll des Speicherkats abgespeist wurden. Genauso, wie die Mitarbeiter, die gleichzeitig Bewohner der Innenstadt sind, die als lebende Feinstaubfilter und NOx-Absorber fungieren müssen. Erst wenn die Fahrverbote dazu führen, dass Bänder stehen oder wegen permanentem S-Bahn-Chaos niemand mehr rechzeitig in die Werkshallen kommt und die Ausbringung dramatisch sinkt, dann, ja dann trifft es die Richtigen.

    Allerdings in einer komplett sinnlosen Weise. Selbst wenn eine der Firmen eine Pleite hinlegen würde, wir hätten durch die Fahrverbote immer noch keine Nachrüstung mit Harnstoff-Kat für alle Fahrzeuge ab Baujahr 2007. Denn seit 2007 gibt es die SCR-Kat-Technik als Serienprodukt für PKWs.
  • Der Anarchrist
    am 11.12.2017
    "2050 wird es mehr als sechs Milliarden Großstadt-Einwohner geben"
    Bitte nicht. Das ist selbst fuer die groesste Stadt zu viel.

    Ich selbst biete meinen Mitarbeitern auch was fuer den ÖPNV, naemlich 50% Zuschuss. Aber nur, wenn sie eines meiner Fahrzeuge gekauft haben und nachweisen koennen, dass sie regelmaessig zur Mammographie oder Prostatauntersuchung gehen. Ausgeschlossen sind Mitarbeiter, die schon einmal eine Infektionskrankheit hatten. Jo, ich tu was fuer die Umwelt.
  • Andrea K.
    am 08.12.2017
    Es ist hier nur eine Randnotiz - aber wäre es nicht essenziell die Attraktivität des ÖPNV zu erhöhen? Wie viele Gewerbegebiete haben wir denn, die nicht gut angeschlossen sind? Was nutzt das Jobticket, wenn der Weg zur Arbeit einfach zu lang ist? Ganz abgesehen davon, dass die Ersparnis auch eher überschaubar ist.

    Und die Meinung eines Politologen zum SUV in Ehren - aber sollte man sich nicht einmal aus gesellschaftlicher Sicht fragen, warum die Menschen glauben, so große Autos zu brauchen? Warum fahren so viele Menschen SUVs, obwohl sie im Stadtverkehr offensichtlich gar nicht damit zurecht kommen? Ich denke, sie fühlen sich darin einfach sicher. Geschützt vor der Gesellschaft, die so ist wie sie ist.

    Da interessiert man sich nicht für Feinstaub oder Spritverbrauch, da geht es um das eigene Empfinden.

    Was diese Verbrauchswerte angeht: Es ist hinreichend bekannt, dass Laborbedingungen der Realität nicht entsprechen, sie machen aber Fahrzeuge vergleichbar (naja, die Software wird vergleichbar). Sich darüber aufzuregen ist kalter Kaffee. Interessant sind die neuen "Testbedingungen", die unsere Regierung plant. "Mehr Realitätsnähe" wird versprochen. Bei den starken Beschleunigungen und dem hohen Tempo das hier geplant ist, wird der SUV aber im Vergleich zum Kleinwagen besser abschneiden. Hier sitzt ein Problem - aber das ist ein bisschen komplexer als die Abweichung Labor zu Autobahn.
    • Der Anarchrist
      am 11.12.2017
      Ich finds auch daneben.

      Zum SUV-Hype gibt es was lesenswertes:
      http://www.sueddeutsche.de/stil/auto-trend-suv-das-wird-man-ja-wohl-noch-fahren-duerfen-1.2640443

      Ich zitiere: "Ist das nicht alles absurd, unlogisch, irrational? Ein Anruf bei Rüdiger Trimpop, Professor in Jena, einer der renommiertesten Verkehrspsychologen. "Von wegen", ruft er in den Telefonhörer und schaltet gleich den rhetorischen Allradantrieb an: "Grün-alternative Großstädter wie Sie überrascht das vielleicht - aber das Image, das ein Auto mit sich bringt, ist fast allen Leuten wichtiger. Umweltschutz? Pfff, wir trennen doch den Müll!" Die Deutschen hätten zur Zeit viel Geld angespart, gerade sind Kredite billig wie nie - also verwirklichen sie sich ihren Imagetraum. Aber, Herr Trimpop, die fossilen Brennstoffe? Das Klima?! - "Ja, gut", schnaubt der Professor. "Dann werden die halt irgendwann knapp. Aber solange der Sprit noch so billig ist, ist das eher ein Grund, sich erst recht ein großes Auto zu leisten. Solange man es noch kann!""
    • M. Stocker
      am 11.12.2017
      Diese Ausrede, dass man sich nur in einem Brötchenhol-Panzer sicher fühlen kann, habe ich auch schon zu oft gehört. Dagegen gibts ein ganz einfaches Rezept: Tempolimit von 130 km/h auch endlich auf den deutschen Autobahnen. Und schon hört der Krieg auf den Straßen auf, und schon fühlt man sich auch in einem normalen Auto sicher. Zur Hälfte des Leergewichts und des Spritverbrauchs, versteht sich.
      Übrigens: der Kleinwagen wird immer besser abschneniden, wenn man nicht meint, sinnlose, uneinsetzbare Leistung einbauen zu müssen. Und wenn man uns bei Dieselmotoren nicht mehr mit dem Speicherkat-Müll bescheißen kann, sondern wie bei LKWs seit Jahren erprobt, mit Harnstoffkat das Wirkungsgrad-Optimum rausholt. Keine Chance für SUVs (Sprit-Suff s).
  • Peter Petersen
    am 07.12.2017
    Das Jobticket rabattiert den Abo Preis um 10 oder 20 Euro pro Monat. Ein Abo im Geltungsbereich des VVS Netzes kostet für Erwachsene mit Rabatt 179€ pro Monat. Da frage ich mich wer sich so etwas leisten kann. Einen Elektro Smart kann man bereits je nach Ausstattung ab 160€ monatlich bekommen. Benzinautos sogar noch günstiger. Macht also rein rechnerisch überhaupt keinen Sinn auf den ÖPNV umzusteigen.
    • Onkel Blinki
      am 07.12.2017
      Echt so teuer? In der zugegeben eher kleinen Gemeinde namens Wien kostet das Jahresticket 365€. Was haben die, was wir nicht haben? keine Autokanzler(in).
    • Anton Esslinger
      am 13.12.2017
      Wenn Sie den Preis des Jobtickets mit der Leasingrate eines Autos vergleichen wollen, dann müssen Sie realistischer Weise noch die Kosten für Sprit/Strom und Versicherungen+Reperaturen zu den Automobilen Koseten hinzurechen!
      Desweiteren kommen noch die Kosten für "im Stau stehen in der Stadt", die Luftverschmutzung und die Umweltkosten für die Bereitstellung von Erdöl bzw (Braun)Kohle zwecks Tankfüllung. Uns Allen kommt das Autofahren weit teurer auf die Rechnung… dann benötigen Sie für ihr Vehikel noch eine meist kostenpflichtige Garage oder sie stellen den Blechkasten für Umsonst im öffentlichen Raum ab, was meistens kein schöner Anblick ist.
      Also ein ÖPNV-Ticket ist nicht nur weit billiger, sondern auch menschenfreundlicher, aber wem sag ich das hier ?
  • Peter Meisel
    am 06.12.2017
    Ein Paradoxon (Plural Paradoxa; auch Paradox oder Paradoxie, Plural Paradoxe bzw. Paradoxien; vom altgriechischen Adjektiv παράδοξος parádoxos „wider Erwarten, wider die gewöhnliche Meinung, unerwartet, unglaublich“) ist ein Befund, eine Aussage oder Erscheinung, die dem allgemein Erwarteten, der herrschenden Meinung ...
    Die Stuttgarter Tiefgaragen Plätze sind zu klein für Monsterkarossen und zum Aussteigen zu eng. Der wuchtige Pritschenwagen, der rund 2,2 Tonnen mit gigantischen Rädern passt in kaum eine Garage.
    Selbst der ruhende "Verkehr" verbraucht Parkflächen, die zu klein markiert sind.
    Da frage ich mich warum die Dinosaurier ausgestorben sind? Die Erde ist nicht mit gewachsen! Mercedes-Benz "feiert"die Premiere seiner neuen X-Klasse??
    So hat auch das Tanzorchester auf der Titanic weitergespielt als die Schlagseite spürbar war.
    Ich empfinde dieses Verhalten wie das sture nein, das will ich nicht essen! Ein trotziges Verschrotten überflüssigen Materials. Kindlich: "Ihr werdet schon sehen, wie das ist, wenn ich Hunger habe!"
    Der Schwachsinn passt zu einer Stadt, die sich zur grössten Baustelle aller Zeiten entwickelt? Der Hauptbahnhof, ein Grabturm mit Stern und Bauerwartungsland, wie ein Palmyra für die Milliarden Euro, die uns wie Bitcoins virtuell Wohlstand simulieren sollen.
    Wo bleibt die Löschtaste?
    Mir hat gefallen, das Tesla-Deutschland seinen Hauptsitz ausgerechnet nach Stuttgart verlegt hat.
    Ich habe mein Auto vor dem Haus abgestellt nachdem ich es zum Plakatständer für kritische Kommentare umfunktioniert habe. Die Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe nennt dies Umnutzung: Aus Marktkonformer Demokratie wird Menschenkonforme Demokratie mit der ich meine Meinung kommuniziere.

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