Drei Mädchen in Badeanzügen und Schwimmwesten stehen vor einem klapprigen Holzpodest unter der Fahne der Vereinigten Staaten. Die drei – zwei Schwestern und eine Cousine – blicken eher missmutig drein und sehen nicht so aus, als könnten sie Amerika einmal wieder groß machen, wie das die MAGA-Rhetorik (Make America Great Again) von Präsident Donald Trump verspricht. Doch zumindest die Fahne ist groß in Macksville, Kansas, das wohl schon einmal bessere Zeiten gesehen hat.
Das Bild ist Teil der Serie "Spina Americana" (amerikanische Wirbelsäule) des Fotografen Richard Sharum, durchweg in Schwarz-Weiß, die nun mit zwei anderen im Stadthaus Ulm ausgestellt ist. "Im Schatten des amerikanischen Traums" lautet der Untertitel der Amerika-Trilogie. Nach dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021, am Ende von Trumps erster Amtszeit, setzte sich Sharum in sein Auto und fuhr los. Er wollte sich selbst ein Bild machen, mit eigenen Augen die Bundesstaaten ansehen, in denen Trump die meisten Stimmen erhalten hatte: von Texas nordwärts bis an die kanadische Grenze nach North Dakota.




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