Das Programm für die ersten 100 Tage, mit dem AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund durch die Lande zieht, lässt erkennen, wie allein Sachsen-Anhalt unter allen Bundesländern dastünde im Falle einer Alleinregierung. Und was der Republik blühte, sollte die Partei jemals eine Bundesregierung anführen. Die Rundfunkstaatsverträge würden sofort einseitig gekündigt, Asylbewerber:innen zur Arbeit verpflichtet, Demokratieprogrammen wie "Schule ohne Rassismus" alle Zuschüsse gestrichen, Regenbogenflaggen verboten.
"Alles ist möglich" lautet das Motto der Rechtsradikalen. Alles sollte zum "Wohl der Bürger in Sachsen-Anhalt" sein, wie es im Wahlprogramm heißt. Dieses Wohl sei "einzig und allein unser Maßstab". Ausgerechnet den jedoch hat Siegmund elf Tage vor dem in jedem Fall historischen Urnengang im drittgrößten der fünf ostdeutschen Bundesländer umdefiniert. Beim TV-Wahlkampfduell des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) schlug er neue Töne an: Das Land sei abhängig "von den völlig verrückten Entscheidungen in Berlin". Es geht ihm nicht mehr vorrangig um die Menschen in Sachsen-Anhalt. "Das große Rad muss in Berlin gedreht werden", verkündet er und nennt den 6. September "einen ersten Schritt" hin zu Veränderungen in ganz Deutschland.




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Als Ossi, der mit 39 Jahren 1998 als Wirtschaftsflüchtling in Schwetzingen landete, stellte sehr schnell fest, dass die Diskrepanz zwischen der uns von Buschzulagenbesseren vorgehaltenen Moral und Ethik und dem realen Leben im Westen sehr groß war und ist!
Kommentare anzeigenDr. Jürgen Enseleit
vor 8 StundenIch verstehe zur Zeit wieder einmal nicht…