Das Wissen um die Vergangenheit hilft, die Gegenwart zu verstehen, meint Muhterem Aras. Foto: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 388
Politik

Nachhilfe im Erinnern

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 05.09.2018
Muhterem Aras will Geschichte ins Jetzt holen. Bald bekommt die Landtagspräsidentin Gelegenheit dazu, wenn sie den AfD-Fraktionsvorstand zum Gespräch empfängt. Die RechtspopulistInnen brauchen dringend Nachhilfe in Sachen Erinnerungskultur.

In der ersten Ferienwoche ist die Migrantin mit den kurdischen Wurzeln und dem deutschen Pass seit Jahrzehnten zu ihrer "Gedenkstättenreise" aufgebrochen. Fünf historische Orte dies- und jenseits des Rheins: Kippenheim, Haslach im Kinzigtal, Emmendingen, Breisach und Natzwiller. Im Emmendinger Rathaus hielt den Festvortrag zum Thema Erinnerungskultur der Freiburger Zeithistoriker Jörn Leonhard. Die grüne Landtagspräsidentin lobte in ihrer Begrüßung vor 150 Gästen das Engagement von ehrenamtlich tätigen Mitbürgern und Mitbürgerinnen. Seit ihre Partei die Landesregierung führt, sind die Mittel in Sachen Erinnerungskultur auf eine Million Euro etwa vervierfacht worden. Und die Präsidentin versprach weitere Unterstützung.

Dabei allerdings ließ sie es nicht bewenden. Aras spannte zugleich den Bogen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg und bis in die Gegenwart: "Der Holocaust wirkt bis heute nach." Allen Forderungen nach einem "Schlussstrich", wie er auch schon von einem Landtagsabgeordneten gefordert worden sei, erteilte sie eine klare Absage. An den Völkermord durch die Nazis müsse schon deshalb immer wieder erinnert werden, um die "Grundlagen unseres Staatswesens" hoch zu halten, weil "gerade ein so brutaler und tiefer Einschnitt wie der Holocaust eben kein Vogelschiss ist, den man vom glänzenden Lack made in Germany abwischen kann".

Aras kämpft gegen Ausgrenzung und Rassismus

Alle im Sitzungssaal des Emmendinger Rathauses wussten, wovon und von wem die Rede war. Alexander Gauland, Parteichef und Vorsitzender der AfD-Bundestagsfraktion, früher CDU-Staatssekretär in Hessen, hatte beim Bundeskongress des AfD-Nachwuchses "Junge Alternative für Deutschland" (JA) im Juni Hitler und die Nationalsozialisten als "Vogelschiss" im Vergleich mit einer erfolgreichen und jahrtausendealten deutschen Geschichte bezeichnet. Die Empörung war groß, zumal der 77-jährige gebürtige Chemnitzer Wiederholungstäter ist. Vor einem Jahr, auf einem der inzwischen berüchtigten Kyffhäuser-Treffen der AfD-Ultras, plädierte er für einen Schlussstrich unter die Zeit des Nationalsozialismus. Aydan Özoguz (SPD), die frühere Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, wollte er wenig später "in Anatolien entsorgen" und "Frau Merkel oder wen auch immer jagen". Nicht zu vergessen sein Appell, "unser Land und unser Volk zurückholen".

Aras' Satz "Je größer das Wissen darüber, wo wir herkommen, desto leichter fällt es uns, die Gegenwart zu verstehen und mit ihr umzugehen" ist von einer derart kalkulierten Geschichtsvergessenheit Antipoden-weit entfernt. Es ist nicht nur das Recht der Landtagspräsidentin, genau dagegen anzuarbeiten und sich der Erinnerungskultur im Südwesten zu widmen. Es ist sogar ihre Pflicht. Moralisch, politisch und zuständigkeitshalber: 2013 wurde die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) vom Geschäftsbereich des Staatsministeriums in den des Landtags geholt. Eine auch parteitaktisch motivierte Aktion, denn der Parlamentspräsident hieß damals Guido Wolf. Als einziger CDU-Politiker hatte er nach dem Machtwechsel noch ein Spitzenamt inne. Weil die Grünen 2016 sogar stärkste Partei wurden und selbst diesen Posten besetzen konnten, ging diese Rechnung nicht wirklich auf.

Wie ein roter Faden zieht sich seither der Kampf gegen Ausgrenzung und Rassismus durch Aras' Engagement. Im Dezember 2016 hat sie, unterstützt von der Landeszentrale, die Veranstaltungsreihe "Wertsachen" ins Leben gerufen: "Was bis vor wenigen Jahren noch als unangefochten gegolten hat, steht plötzlich im Zentrum der öffentlichen Diskussion: Grundrechte werden angezweifelt, Grundwerte unserer Demokratie skeptisch hinterfragt, demokratische Institutionen angezweifelt". Die öffentliche Debattenkultur verrohe, beklagte sie zum Auftakt, im Internet grassierten Hassbotschaften, die Medienlandschaft werde als Lügenpresse bezeichnet: "Vor diesem Hintergrund ist es angezeigt, sich mit der Basis unseres Zusammenlebens auseinanderzusetzen, nämlich mit Grundgesetz und Landesverfassung."

Keine Argumente, nur Beleidigungen

An ihrer Tonlage hat sich seither nichts geändert. "Es begann nicht mit dem Bau von Konzentrationslagern und Gaskammern", sagt die Stuttgarter Abgeordnete, die bei der Landtagswahl mit dem landesweit besten Direktergebnis ins Parlament einzog, "es beginnt mit 'Wir gegen die', mit Hass und Verachtung." Beides schlägt ihr seit vielen Monaten von der ganz rechten Seite entgegen. Gepostet werden unvorteilhafte Fotos, Szenen, die ihre Überforderung in der Sitzungsleitung zeigen sollen, ein Video ist wieder gelöscht.

AfD-Fraktionsvize Emil Sänze erlaubte sich per Pressemitteilung einen beispiellosen Rundumschlag, bei dem er sogar Unwahrheiten über ihre Familie verbreitete. Die Aufregung war groß, anstatt in sich zu gehen, legte der Volksvertreter in der FAZ nach: Aras werde in Deutschland "nie voll integriert sein qua ihrer Herkunft".

Sänzes O-Ton in seinem schriftlichen Verteidigungsstatement spricht für sich: "Frau Aras selber ist es, die fast täglich betont, dass sie hier nicht geboren wurde und was sie alles erreicht hat. Sachliche Argumente aber gegen die richtige Feststellung, dass Frau Aras mit aufdringlicher Belehrungsintention an die hier Geborenen über eine Geschichte doziert, die objektiv völlig ohne sie stattfand, und dabei auch noch aus ihrem merkwürdigen Amtsverständnis heraus im Rahmen eines Gedenkanlasses an Diktatur und Mord eine demokratische Partei angreift, hat Frau Aras nicht. (...) Sie beherrscht die Klaviatur ihres Amtes offenkundig nicht, aber wer dem Dauersolo nicht klatscht, der heißt dann 'Rassist'. 'Rassismus' ist im Vokabular der Herrschaften Aras, Sckerl, Özdemir, Sofuoğlu, Gall, Kern, Razavi - und wer immer nicht zu faul war, sich hier zu äußern - zu einem allerbilligsten politischen Kampfbegriff degeneriert, schuld an allen persönlichen und kollektiven Niederlagen, mittels welchem jegliche Kritik an Ausländern und an Menschen mit ausländischen Wurzeln grundsätzlich verunmöglicht werden soll."

Starker Tobak, aber beileibe kein Einzelfall. Rüdiger Klos, ebenfalls Fraktionsvize, arbeitet sich nicht weniger an Aras ab, die aus seiner Sicht "wie ein Hütchenspieler" agierte, als sie entgegen dem Willen der AfD die Einberufung einer Präsidiumssondersitzung ablehnte. Damit habe sie "den vom Recht gesetzten Rahmen verlassen und weiteren schweren Schaden für die Glaubwürdigkeit, das Amt und den Landtag verursacht", lautete Klos' Vorwurf. Und weiter: Wenn Frau Aras glaube, "ihr permanenter Rechtsbruch werde ohne Konsequenzen sein, dann hat sie nicht verstanden, dass wir hier in Baden-Württemberg in einer Demokratie und nicht in einem diktatorischen Präsidialsystem leben". Natürlich kann von Rechtsbruch keine Rede sein, sondern nur davon, dass der direktgewählte Mannheimer Abgeordnete weder die Realität noch die Geschäftsordnung zur Kenntnis nimmt. Letztere kennt gar keine Sondersitzung und einzuladen ist allein dem Präsidenten, wie es offiziell noch immer heißt, vorbehalten.

Noch so haltlose persönliche Attacken können zudem nicht verbergen, dass es der AfD um mehr geht, als allein die Spitzen-Grüne in ein schlechtes Licht zu rücken. Das zeigte sich spätestens bei den Haushaltsberatungen vom Dezember 2017. Nicht nur die 120 000 Euro für die Gedenkstätte im südfranzösischen Gurs, wohin im Oktober 1940 6592 Männer, Frauen und Kinder aus Baden, der Pfalz und dem Saarland verschleppt worden sind, sollte gestrichen werden, sondern die acht Millionen Euro für die LpB insgesamt. Eine Begründung: Die Landeszentrale liefere ja doch nur den Nachschub im linksextremistischen und Antifa-Milieu, so Rainer Podeswa, damals noch ein AfD-Fraktionsvize. Ausdrücklich ausnehmen wollte die AfD nach öffentlicher Kritik dann doch die Gedenkstättenarbeit. Gerade deren Würdigung durch Aras sorgt jetzt aber seit Wochen für den Aufreger.

Dabei hat es so lange gemangelt an Anerkennung vor Ort, weil sich Honoratioren oder GemeinderätInnen der Vergangenheit nicht stellen mochten. Es sei eine "Besonderheit der Gedenkstättenlandschaft in Baden-Württemberg, dass sie weithin von ehrenamtlichem Engagement geprägt ist", schreibt Sibylle Thelen, die Leiterin der LpB-Abteilung "Demokratisches Engagement", die auch die zweitägige Reise organisiert hat, in einem Aufsatz für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Gerade ihre Entstehung gehe auf den Einsatz von Bürgerinnen und Bürgern zurück. Sie seien es gewesen, die in den Siebziger und Achtziger Jahren "in einem Akt zivilgesellschaftlicher Selbstermächtigung begannen, die Spuren der NS-Zeit zu Tage zu fördern, oftmals gegen erklärte Widerstände vor Ort, trotz allgegenwärtiger Mauern des Schweigens, in Opposition nicht zuletzt zur universitären Geschichtswissenschaft".

Inzwischen gibt es eine weitere und von der Landtagspräsidentin ebenfalls ausdrücklich unterstützte Triebfeder. "In Zeiten, in denen von 'Schuldkult', von 'Erinnerungsdiktatur', von der angeblichen Notwendigkeit einer 'erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad' geredet wird, zeigt sich umso deutlicher, wie wertvoll die Arbeit der Gedenkstätten ist", so Thelen weiter. Sie öffne die Augen "für die Abgründe und Katastrophen unserer Geschichte, schärfen das Bewusstsein für die Fragilität von Zivilisation und Demokratie, regen zur kritischen Selbstbefragung an: In welcher Gesellschaft wollen wir leben?"

Testbild Kartoffeln

Stolpersteine in echt. Foto: Joachim E. Röttgers

Schlechte Kopie

Dass Erinnern nicht gleich Erinnern ist, beweist die „Alternative für Deutschland“ mit ihrer Kopie der Stolpersteine. Mehr als 60 000 der kleinen Metallwürfel von Gunter Demnig sind seit 1992 auf Gehsteigen in ganz Europa verlegt worden, um an das Schicksal von Hausbewohnern zu erinnern, die in der NS-Zeit, verfolgt, deportiert, in den Selbstmord getrieben oder ermordet wurden. Seit Kurzem kursieren auf AfD-Seiten im Netz Abbildungen von Kopien der Stolpersteine, versehen mit den Namen von Opfern von Verbrechen, die von Migranten in Deutschland verübt wurden – eine teils gedankenlose, teils zynisch gewollte Verharmlosung staatlich organisierter Vernichtung von Millionen durch Gleichsetzung mit einzelnen Mordtaten. „Und das schlachten durch Merkel ihre Gäste geht weiter“, postet ein Kommentator auf der Seite der AfD-Landtagsabgeordneten Christina Baum. Ihr früherer Fraktionskollege Wolfgang Gedeon hatte vor einer Stolperstein-Verlegung in Singen für die Familie des im KZ ermordeten Ernst Thälmann eine angebliche „Erinnerungsdiktatur“ gerügt. Und damit eine scharfe Replik des heutigen Bundesaußenministers Heiko Maas (SPD) ausgelöst: „Umso lauter ihr Ende gefordert wird, desto mehr Stolpersteine brauchen wir.“ Die von Gunter Demnig. (jhw)

Aras will mithelfen, darauf tragfähige Antworten zu finden. Schon allein deshalb ist an Themen in dem von der AfD erbetenen Gespräch kein Mangel. "Mit 'Vogelschiss' anzudeuten, Gedenken sei beschränkt auf eine kurze und außerdem ja immer weiter zurückliegende Zeitspanne, ist eine relativierende und geschichtsverfälschende Denkweise", sagte die 52-Jährige in Emmendingen. Das dahinter steckende Kalkül greife "das Wertefundament unserer Gesellschaft" an. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen (LAGG) in Baden-Württemberg weiß sie dabei an ihrer Seite. Die kennt ebenfalls keine Scheu vor deutlichen Worten an die Adresse der AfD: Die diskreditiere den "langen gesellschaftlichen Lernprozess im Umgang mit den NS-Verbrechen". Sie verunglimpfe die "historische Aufklärungsarbeit, die von einer kritischen Zivilgesellschaft getragen und mit hohen professionellen Standards an Schulen und Gedenkstätten umgesetzt wird".

Und vor allem heißt es in der LAGG-Stellungnahme zur Geschichtspolitik der Rechtsaußen-Opposition: "Die Kritik an der Erinnerungskultur und der vermeintlich verengten Geschichtsbetrachtung wird in dem typischen Sprachduktus der Behauptung, Verleumdung und Unterstellung faktenfrei vorgetragen." Nach der Geschäftsordnung des Landtags hält die Präsidentin übrigens die Ordnung im Parlament aufrecht, hat Hausrecht sowie sogar Polizeigewalt. Und sie ist verantwortlich für die Wahrung der Würde nicht nur im Hohen Haus, sondern des Hohen Hauses. Woran die AfD mit ihren Verbalinjurien ganz und gar nichts ändern kann.


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11 Kommentare verfügbar

  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 11.09.2018
    Danke den Kommentieren für ihre Aussagen zu einem (kleinen) Teil der Rechtsgrundlagen in unserem Landtag. :-)
    Der Vorstellung Raum gegeben, das würden die "Volljährigen" im Jahr 1957 bereits so diskutiert haben – 3. Bundestagswahl!!! Es würden bedeutungsvolle Weichen zur "Weiterfahrt" in Richtung Demokratie damals gestellt worden sein. [b][1][/b]

    Landtag: Hans-Ulrich Rülke (FDP) geht auf Verwaltungsrichter los
    http://up.picr.de/33795552lr.pdf 490 KB
    Gericht kommentiert Rülke nicht
    Die Richterschelte sollte Wolfgang Kern treffen. Kern muss gemeinsam mit zwei weiteren
    Berufsrichtern über den Fortgang beim Thema Fahrverbote entscheiden. Das Thema ist laut
    Geschäftsverteilungsplan in seiner Kammer verortet. Beim Verwaltungsgericht hält man sich zu
    Rülkes verbaler Attacke zurück: [i]„Das Gericht will solche Äußerungen nicht kommentieren“[/i], heißt
    es aus der Pressestelle knapp.
    ENDE Auszug

    Haben wir nicht die Gewaltenteilung? - Zumindest dann, wenn demokratische Grundlagen
    gelebt werden!
    Unser Grundgesetz ist wohl in "guter Verfassung", jedoch die Anwender und Umsetzer sind nach
    wie vor dem Text-Gehalt gegenüber auf Distanz!!!

    [b][1][/b] https://deraeltestenrat.wordpress.com/2018/09/04/ernest-erneut-in-erzwingungshaft-genommen/#comment-268
    2DF So. 09.09. um 21:15 Uhr Video
    Ab Min. 2:20 [i]„Wir müssen dringend über Demokratie reden.“[/i]
    Ab Min. 10:25 Sprecherin im Film auf großer Leinwand [b][i]„Dann empfehlen wir das Grundgesetz. Lesen Sie mal rein. Es sind kurze Sätze. Extra simpel formuliert. Grundgesetz: Bei hartnäckigen Verständnisproblemen MENSCHENRECHTE – Grundgesetz: kapiert jeder; versprochen.“[/b][/i]
  • Peter Cuenot
    am 07.09.2018
    @ Johanna Henkel-Waidhofer
    Die nächste Präsidiumssitzung am 18.09.2018 ist eine "reguläre Sitzung".
    § 14 (2) der Geschäftsordnung des Landtags von BW zielt aber auf nicht-reguläre/außerordentliche Bewandtnisse ab, die nach Ansicht der Antragsteller keinen Aufschub bis zur nächsten regulären Sitzung dulden.
    Die Landtagspräsidentin, Frau Muhterem Aras, zeigt in dieser Angelegenheit dennoch eine gewisse Grösse, indem sie zwar den Antrag der AfD auf eine Sitzung vor dem 18.09.2018 abgelehnt hat, aber eine Einladung an den Fraktionsvorstand der AfD zu einem Gespräch vor der nächsten regulären Sitzung des Präsidiums ausgesprochen hat.
    Vermutlich werden auch die Journalisten von Kontext gespannt darauf warten, welche Vorwürfe und Erwiderungen Inhalt dieses Gesprächs sind bzw. ob gewisse Vorwürfe ausgeräumt oder gar verhärtet werden.
  • Rolf Steiner
    am 06.09.2018
    Der fanatische Gedeon ist wirklich der Allerletzte, der zu dem von Nazis vermordeten Thälmann eine kompetente Aussage machen darf. Erst recht nicht eine von allen guten Geistern verlassene Frau Baum, die in der Geschichte unseres Landes noch weniger als ein Vogelschiss ist. Auch sie ist ein Wirtschaftsflüchtling aus Thüringen. Dass es solchen eindeutig lächerlichen Witzfiguren immer wieder gelingt, Wählerstimmen einzusacken, spricht nicht für die Intelligenz der AfD-Wähler.

    Wichtig ist, dass es Frau Aras gelingt, die Verwahrlosung dieser moralisch durch und durch verkommenen AfD-Landtagsabgeordneten immer wieder an den Pranger zu stellen. Dazu wünsche ich ihr viel Kraft und Ausdauer. Vor allem in Anbetracht dessen, dass die demokratischen Parteien nicht immer - wie erwünscht - rückhaltlos hinter ihr stehen. Die müssten auch dem vorsätzlich entgleisenden und notorischen Demokratie-Querulanten Sänze mit aller Kraft politische Maulschellen verpassen.
  • Peter Cuenot
    am 06.09.2018
    Liest man auf der Internetseite des Landtags von BW unter https://www.landtag-bw.de/home/aktuelles/dpa-nachrichten/2018/August/KW34/Freitag/6b33491a-020d-4258-a1eb-ce082386.html wo es ausdrücklich heißt "Nach der Geschäftsordnung des Landtags muss das Präsidium einberufen werden, wenn mindestens drei seiner Mitglieder es verlangen - die AfD hat genau drei Sitze im Präsidium-", dann ist die diesbezügliche Darlegung im Artikel hinterfragendswürdig.
    • Johanna Henkel-Waidhofer
      am 06.09.2018
      Der Paragraph 14 der Geschäftsordnung des Landtags, der die Sitzungen des Präsidiums regelt, geht über die zitierte Passage hinaus. Unstrittig kann die AfD - siehe Absatz zwei - mit ihren drei Vertretern eine Sitzung verlangen, die einberufen werden muss. Im Satz davor werden aber dem Präsidenten, wie es heißt, umfassende Rechte eingeräumt: "Der Präsident beruft die Sitzungen des Präsidiums ein. Er setzt die Tagesordnung fest und leitet die Verhandlungen." Und er Begriff "Sondersitzung", den die AfD verwendet, ist frei geschöpft, denn die Möglichkeit einer Sondersitzung kennt die Geschäftsordnung nicht.
  • Schwa be
    am 06.09.2018
    Mit elitären Reisen zu elitären Kreisen, um in Sonntagsreden die "Grundlagen unseres Staatswesens" (Völkerrecht?!) hoch zu halten bekämpft man/frau die AfD nicht bzw. die Unzufriedenheit von bis zu 17 % der Wählerschaft + Dunkelziffer (Nichtwähler).
    Da hift es auch nicht wenn sich die Grüne Partei selbst beweihräuchert weil diese mehr Geld für den m.E. viel zu verkopften Begriff der "Erinnerungskultur" ausgibt, mit dem die meisten "Betroffenen" (AfD-Wähler und Sympathisanten) m.E. eh nichts anfangen können und/oder wollen.
    • Joe Remmele
      am 07.09.2018
      Über den Sinn, die Funktion und die Bedeutung von Besuchen und Angeboten an Gedenkstätten kann man streiten. Aber: Diese Reise ging unter anderen nach Emmendingen. Dann irgendwas von "elitär" zu schreiben ist schon sehr fantastisch.
  • Waldemar Grytz
    am 05.09.2018
    Ob bei "Hooligans in Nadelstreifen" Nachhilfe in Sachen Erinnerungskultur noch hilft, wage ich zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt zuletzt!
  • Renate Thon
    am 05.09.2018
    Muhterem, durchhalten!!!!!!!
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 05.09.2018
    Aus der Vergangenheit, in der Gegenwart, für die Zukunft! (von J. Eichelhaeher) [b][1][/b]

    Ja, ohne Vergangenheit gibt es die Gegenwart nicht, so wie wir diese erleben.

    Also erinnert an die KONTEXT-Ausgabe 385 "Heilige Maria, hilf!" [b][2][/b]

    [b][1][/b] 2010.11.15 07:41 Uhr Grundsätzlich immer, ohne Ausnahme http://up.picr.de/33743776jv.pdf

    Die Erinnerung, als Gewesenes, einbeziehend
    in ihr stetes Denken und Handeln, um immer
    auf der Höhe der Zeit zu sein, im Hier und Jetzt,
    für die Zukunft - für ihre Spezies,
    und für alles Leben auf diesem Planeten Erde!

    [b][2][/b] Kommentar 16.08.2018 um 10:00 Uhr https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/385/heilige-maria-hilf-5281.html#tx-tc-ct-20688
    In der Antwort darauf Rückblicke enthalten bis ins Jahr 2013
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 06.09.2018
      "VorDenken" um nicht das "NachSehen" verantworten zu _müssen_.
      Nun ist zum Allgemeinwissen zu zählen, dass Worte, die ausgesprochen sind, nicht zurückgenommen werden können!

      Geschichte wiederholt sich, so das Volk seine Verantwortung für _ihre_ Gesellschaft nicht wahr nimmt; indem abgegeben wird, was nicht abgegeben werden darf – an einen Führer (richtiger an einen kleinen Kreis, dem willenlos gefolgt wird)!!!

      Aktuell hier das Vergessen, mit den Worten dieses Meinungsführers, eines Mittelschülers, veröffentlicht. [b][3][/b]
      Da ist wohl der Wunsch der Vater des Gedanken - MANN bedenke!

      [b][3][/b] 06. Sept. 2018 um 6:59 Uhr Web.de [i]Medien: Innenminister Horst Seehofer nennt Migration "Mutter aller Probleme"[/i]
      Lange schwieg Horst Seehofer zu den Vorfällen in Chemnitz. Auf einer CSU-internen Tagung soll der Bundesinnenminister laut Medienberichten nun Verständnis für die Demonstranten gezeigt und Migration als "Mutter aller Probleme" bezeichnet haben.

      *** Tatsächlich ist der Grund für alles Übel selbstgemacht. Gemacht durch FRAUEN, die keine Mütter sein wollen. ***
      Udo Jürgens "Der Mann ist das Problem" https://www.youtube.com/watch?v=9-hl6xPv9-s
      [i]„…Doch die Frauen
      Lieben ihn trotzdem

      Das ist nun mal die Wahrheit
      …“[/i]

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