Brücke nach rechts

Der Kopp-Verlag in der Bischofsstadt Rottenburg am Neckar ist für die einen ein Hort der Spinner, für die anderen ein Grenzgänger auf rechts außen. Seine Gegner sagen, er verbreite Geschichtsrevisionismus und Nazipropaganda. Verlagschef Jochen Kopp sagt, er verkaufe "unterdrückte Wahrheiten". Kontext hat ihn besucht, in seinem kargen Verlagsgebäude inmitten saftiger, grüner Idylle. Von dort aus führt er seine Geschäfte. Und die laufen gut.

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Fürsten der Finsternis

Es passt alles: Die Fürsten der Finsternis erheben am 18. April 1994 das Glas auf den Tunnelbahnhof, die Bahn ruft ihre Privatisierung aus, und jetzt, 20 Jahre danach, wird Bilanz gezogen. Einen "Kopf machen" wollen sich alle, die immer eine Bürgerbahn gewollt und einen marktradikalen Konzern bekommen haben. Drei Tage lang (25. bis 27. April) stecken sie die Köpfe in Stuttgart zusammen, Experten aus der ganzen Republik, Kritiker allesamt. Von den…

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Der versteckte Regierungschef

Winfried Kretschmann ist der erste und bis auf Weiteres einzige grüne Regierungschef, er ist beliebt wie nur wenige Politiker, und sein Landesverband ist mächtig stolz auf ihn. Und doch führt der Ministerpräsident bei den Grünen selbst in Wahlkämpfen eher ein Schattendasein. Was auch an einem skurrilen Verständnis der Trennung von Staatsamt, Mandat und Parteiaufgaben liegt.

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Fehlgeburt Stuttgart 21

Die Deutsche Bahn AG wird 20. Zeitgleich mit der Umwandlung der Bundesbahn in eine Aktiengesellschaft wurde im Jahr 1994 auch das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 verkündet. Zum Doppeljubiläum sprach Kontext mit dem ehemaligen Bahnmanager Karl-Dieter Bodack über die Zukunft des Milliardenprojekts Tiefbahnhof.

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Die Journalistin ist frei geboren

Ein Heer von Journalistinnen und Journalisten schreibt frei und lebt dabei prekär. Unsere Autorin absolviert derzeit ihr Volontariat an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin und hat gerade vier Wochen bei Kontext reingeschnuppert. Als Freie mit wenig Aussichten auf anständige Bezahlung macht sie sich Gedanken über die eigene Zukunft und die des Journalismus.

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Seelenlose Stadt

Shoppingmalls auf der grünen Wiese lassen die Innenstädte verwaisen: So lautete in den 1970er-Jahren die Kritik. Heute entstehen riesige Einkaufspaläste in Deutschland fast nur noch in Stadtzentren. Doch die Stadt selbst beginnt sich nach dem Prinzip der Shoppingmall zu verwandeln. An die Stelle der Stadtplanung tritt der Verwertungsdruck. Wer die steigenden Mieten nicht zahlen kann, gerät in die Schuldenfalle.

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Parteispende? Nö Danke!

Der Stuttgarter Autobauer Daimler verschenkt wieder viel Geld an Parteien. Auch die Splitterpartei FDP erhält reichlich Moneten vom Konzern mit Stern. Leer geht dagegen die größte Oppositionspartei im Bundestag aus: die Linke. Wir fragten deren Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger, was sie falsch macht.

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Auf Wunsch

Seit Wochen wird spekuliert über den Inhalt einer Mail aus der Villa Reitzenstein. Mit der sollen im Justizministerium "die Ermittlungs- und Strafverfahren der vergangenen 14 Monate im Zusammenhang mit S 21" erfragt worden sein. Die Regierungszentrale reagiert auf Anfragen zugeknöpft. Denn in der Mail fallen die Namen der beiden obersten Chefs, Winfried Kretschmann und Silke Krebs.

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Panzer statt Pofalla

Die Petition, die die Deutsche Bahn im Fall von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla an den eigenen Ethikkodex erinnert, endet bald. Inzwischen gibt es Nachahmer: Die "Bild"-Zeitung hat ebenfalls eine Petition gestartet, wenn auch mit völlig anderer Zielsetzung. Leider, meint Kontext-Petent Jürgen Lessat, zur Boulevardkampagne gegen ein russisches Kriegsdenkmal.

 

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