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Erinnern an Shmuel Dancyger

"Schläft wieder die Welt?"

Erinnern an Shmuel Dancyger: "Schläft wieder die Welt?"
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 Fotos: Jens Volle 

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Datum:

Am 29. März 1946 wurde der Auschwitz-Überlebende Shmuel Dancyger bei einer antisemitisch motivierten Polizei-Razzia in Stuttgart erschossen. Anlässlich seines 80. Todestages erinnern eine Ausstellung und eine Veranstaltungsreihe an ihn.

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Elliot Ginsburg zieht sich die Kapuze seiner Daunenjacke über den Kopf. Der 73-Jährige mit den grauen Locken scheint ein sonniges Temperament zu haben, er lacht viel und ansteckend, doch jetzt ist es offenbar auch ihm zu kalt. Es ist auch wirklich ziemlich zugig auf dem Shmuel-Dancyger-Platz im Stuttgarter Westen, doch am vergangenen Sonntag haben sich am frühen Nachmittag trotzdem rund 50 Menschen hier versammelt, sitzen auf Stühlen oder stehen am Rand, um der Audio-Installation "Hejst dos Bafrajung?!" (etwa: "Nennt sich das Befreiung?!") zu lauschen.

Ginsburg ist Professor für Jüdische Studien an der University of Michigan in Ann Arbor in den USA, er ist Rabbi, und er ist zum ersten Mal in seinem Leben in Stuttgart. Vor 80 Jahren lebte sein Vater Bernard Ginsburg eine Zeitlang hier, er war einer der rund 1.400 jüdischen Überlebenden der Schoah, die hier als "Displaced Persons", kurz DPs, lebten – so wurden ehemalige KZ-Häftlinge, Zwangsarbeiter:innen und Kriegsgefangene bezeichnet, die infolge des Kriegs heimatlos geworden waren. Bernard Ginsburg war Fotograf und Redakteur der jüdischen Zeitung "Oyf der Fraj", was auf deutsch "Wieder frei" heißt. Dass sein Sohn Elliot heute hier ist, ist eines der vielen unglaublichen Details dieser Geschichte.

Die Audio-Installation ist eine Art Collage aus Zeitzeugenberichten und Texten aus "Oyf der Fraj", vorgetragen auf Jiddisch und Deutsch. Sie erzählt von den 2.187 jüdischen Männern aus der polnischen Stadt Radom, die 1944 in das Konzentrationslager in Vaihingen/Enz kamen. Sie erzählt von dem langen Graben, den die Häftlinge für die Toten ausheben mussten, und der offen blieb, bis er voll war. Am 7. April 1945 befreite die französische Armee das Lager, die Überlebenden kamen im August 1945 nach Stuttgart. Ihnen folgten immer weitere Überlebende.

An der Reinsburgstraße entsteht ein Lager für die DPs. Kein Lager, wie man es sich vorstellt, eher ein kleines Stadtviertel. Die US-Militärregierung requirierte Häuserzeilen, schmiss die deutschen Familien raus, damit jüdische Familien, oft mehrere in einer Wohnung, dort leben konnten.

Ein Mikrokosmos voller Lebenshungriger

Und dann blüht das Leben wieder auf. "Wir bilden (hier) eine große gemeinschaftliche Familie. Jeder von uns hat bereits seinen Winkel in Stuttgart", so ein Zeitzeugenbericht. Die Stuttgarter Siedlung habe nicht den Charakter eines Ghettos, "die Juden sehen gut aus und fühlen sich würdig. Wenn man sie ansieht, würde niemand glauben, dass diese Menschen in Treblinka, Chelmno, Auschwitz gewesen sind". Auch neues kulturelles Leben erwacht, ein religiöses Ressort wird gegründet, Schulen, eine historische Kommission, eine medizinische Ambulanz, ein Sportclub, ein Kulturhaus. Theatervorstellungen und Konzerte werden organisiert, eine Bibliothek entsteht und Werkstätten, um junge Leute in verschiedenen Handwerken auszubilden. Und eine Zeitung, "Oyf der Fraj", die im Dezember 1945 erstmals erscheint. Ein Mikrokosmos voller Lebenshungriger.

Und dann, am 29. März 1946, scheint die überstandene Hölle zurückzukommen. Die deutsche Polizei führt, genehmigt von der US-Militärregierung, eine Razzia durch. Angeblich, um den Schwarzmarkt zu unterbinden. 250 Polizisten, sie gehen äußerst brutal vor. "Sie rissen Tapeten von den Wänden, zerhackten Bilder, zerrissen Vorhänge im Kulturhaus 'Beit Bialik' mit den Ausrufen: 'Es ist zu schön für euch'", so ein Bericht. Die Camp-Bewohner:innen widersetzen sich, protestieren, werfen leere Dosen und Holzstücke aus den Häusern auf die Polizisten. Dann fallen Schüsse. Und Shmuel Dancyger liegt tot auf dem Boden.

Die Presse in Stuttgart, und in Deutschland überhaupt, berichtete eher zurückhaltend, wiegelte ab. International ging der Fall dennoch durch die Medien, besonders in den USA. Wütend und scharf kommentieren in der Installation einige gesprochene Textschnipsel die Reaktionen, geißeln den nach wie vor herrschenden Antisemitismus in Deutschland. In einer Extraausgabe von "Oyf der Fraj" erscheint am 8. April das Gedicht "Der Tod des Dancyger Szmil" von Szama Waks zu den Ereignissen: "Sie sind da, mit Hunden, wieder dieselben, wilde Horden, zum Schlagen, zum Morden, rauben und jagen! (...) Schläft wieder die Welt, geht die Zeit zurück?!"

Am Ende des Hörstücks auf dem Shmuel-Dancyger-Platz herrscht mehrere Sekunden Stille, dann erst erhebt sich Applaus. Elliot Ginsburg nennt die Installation "sehr bewegend", gerade an diesem Ort. Er habe in den letzten Tagen viel Neues über seinen Vater gelernt, obwohl dieser oft über die Zeit in Stuttgart gesprochen habe. Er habe sich auch das Haus angeschaut, in dem sein Vater gelebt hatte. Was seine Gedanken, seine Erfahrungen aus den Tagen in Stuttgart seien? Das werde er wohl erst in etwa einer Woche vollständig beantworten können, sagt Elliot Ginsburg bereits drei Stunden vorher bei einer Gedenkveranstaltung für Shmuel Dancyger. Sie findet statt im Württembergischen Kunstverein (WKV), wo gerade auch eine Foto-Ausstellung zu dem Fall läuft.

Die Künstlerinnen Judith Engel und Ann-Kathrin Müller haben das Audio-Stück konzipiert, die Quellen recherchiert und zusammengestellt. 2021 haben sie begonnen, sich mit dem Fall Shmuel Dancygers zu befassen, und auf ihre Initiative hin wurde der Platz im September 2025 nach ihm benannt. Bei dessen Einweihung war auch Shmuel Dancygers Enkel Howard Dancyger in Stuttgart.

Howard Dancyger ist auch bei der Gedenkveranstaltung am vergangenen Sonntag dabei, wenn auch nur per Video aus Kanada zugeschaltet. Er hat an diesem Tag, dem Todestag seines Großvaters, Geburtstag, "a fateful coincidence", ein schicksalhafter Zufall, wie er es nennt. Im Gespräch sagt er, dass über den Tod seines Großvaters zwar sehr viel in der Familie gesprochen wurde, dass er aber nie wusste, wie mit der Tat in Deutschland umgegangen wird.

Kurz gesagt: Ziemlich schändlich. Sie wurde vergessen, willentlich vergessen, wie es die Journalistin Tina Fuchs sagt. Dass Shmuel Dancyger dem Vergessen entrissen wurde, ist im Wesentlichen ihr und der Historikerin Josefine Geib zu verdanken. Doch der Reihe nach.

Wer war der Täter?

Ganz unbekannt war der Fall auch davor nicht, aber nie sehr präsent innerhalb der Stadtgesellschaft. Bereits vor zehn Jahren schrieb Jürgen Bartle in Kontext sehr detailliert über Shmuel Dancyger, die unfassbare Tragik der Geschichte wurde schon da deutlich: Ein Mann, der das Ghetto Radom, das Vernichtungslager Auschwitz und den Todesmarsch nach Mauthausen überlebt hat, findet in Stuttgart seine Familie wieder, seine Frau Regina, seinen Sohn Marek und seine Tochter Yaffa, die ebenfalls Auschwitz überlebt haben. Und dann, nach diesem kaum fassbaren Glück, wird er kurz darauf bei der Razzia erschossen.

Einiges war 2016 noch nicht bekannt – so kam Dancyger nicht erst einen Tag vor der Razzia aus Paris nach Stuttgart, wie im Kontext-Artikel stand, sondern bereits im Januar. Und Bartle schrieb damals: "Vermutlich wurde noch nicht mal ermittelt." Das "vermutlich" kann man mittlerweile streichen. Die Ausstellung im WKV dokumentiert auch eine Notiz des damaligen Stuttgarter Polizeichefs an Oberbürgermeister Arnulf Klett, man werde die Sache jetzt auf sich beruhen lassen. Und mittlerweile ist auch bekannt, wer – mit hoher Wahrscheinlichkeit – der Täter war: Der Polizeiobermeister Arthur Koch.

Wie kam Tina Fuchs, Wirtschaftsredakteurin beim SWR, überhaupt zu diesem Thema? Sie erzählt, sie habe lange nicht gewusst, dass es nach dem Krieg in Stuttgart ein DP-Camp gegeben habe – "das hat mich umgehauen". Sie ging an den Ort, zur 2018 dort aufgestellten Erinnerungsstele, las darauf, dass der Täter nie ermittelt wurde. Sie recherchierte, spielte mit Schreibweisen des Namens – in vielen früheren Berichten zum Thema wird Dancyger meist eingedeutscht Samuel Danziger genannt – und stolperte durch Zufall über das Interview eines Journalisten aus Hawaii. So kam sie auf Shmuels Sohn Marek, der sich mittlerweile Morris Dancyger nennt und in Calgary lebt, und auf dessen Sohn Howard. Mit ihm nahm sie Kontakt auf.

In Stuttgart wiederum traf sie sich mit einer alten Vermieterin in der Reinsburgstraße. Und die schob Fuchs den Brief einer jungen Historikerin zu, die in der Reinsburgstraße aufgewachsen war und zum DP-Camp recherchierte: Josefine Geib. An ihr erstes Telefonat kann sich Fuchs noch gut erinnern: "Es war etwa so: 'Hallo hier ist Tina Fuchs.' - 'Hallo, hier ist Josefine Geib. War es Arthur Koch?' - 'Ja, es war Arthur Koch.'" Beide waren schon im Laufe ihrer Recherchen zu dem Ergebnis gekommen, auch wenn der endgültige Beweis fehlt und daher nur vom "mutmaßlichen Täter" gesprochen werden kann.

Erst ein Buch, dann ein Film, nun die Ausstellung

Aus den Recherchen der beiden wurde zunächst ein Aufsatz in der dritten Auflage des "Stuttgarter NS-Täter"-Buchs (Kontext berichtete). Geib schrieb ihre Masterarbeit zum Thema, veröffentlichte sie 2024 als Buch mit dem Titel "Tödliche Razzia". Und Fuchs machte daraus einen Dokumentarfilm. "Sechs Millionen. Und einer" heißt er, Bezug nehmend auf die sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden. Während Shmuel Dancygers Sohn Morris nicht Teil davon sein wollte, konnte Fuchs dessen Sohn Howard gewinnen. Der Film begleitet ihn auf gemeinsamen Recherchen mit Josefine Geib in Deutschland und den USA, oft spannend wie ein Krimi, und er gibt Einblicke in den Umgang eines nach dem Holocaust geborenen Juden mit der Vergangenheit – und wie sie auch bei den Nachgeborenen noch weiter wirkt. Am Sonntag wurde der Film im WKV zum ersten Mal in Deutschland gezeigt.

"Er starb ein zweites Mal"

Bei der Gedenkstunde für Shmuel Dancyger am 29. März im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart hielt Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) ein Grußwort, aus dem wir Auszüge dokumentieren:

“Wir gedenken heute Shmuel Dancyger. Geboren im polnischen Radom; Überlebender der Shoa; nach Jahren der Erniedrigung ein auf eine bessere Zukunft wartender Familienvater; erschossen von einem deutschen Polizisten hier in Stuttgart. Heute vor 80 Jahren, am 29. März 1946. Möge seine Seele eingebunden sein in den Bund des Lebens. (...) Wir lesen hier in der Ausstellung, wie der Polizeipräsident dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Klett rät, ”die Sache" ruhen zu lassen. (…) Man wollte nicht ermitteln. Man entschied, Shmuel Dancyger und sein Schicksal dem Schatten des Vergessens zu überlassen. So starb Shmuel Dancyger in Stuttgart ein zweites Mal. (...) Als die Alliierten den Deutschen Stück für Stück staatliche Kompetenzen zurückgaben, kehrten viele der Täter in ein normales Leben und auch auf Stellen im öffentlichen Dienst zurück: In der Verwaltung, in der Justiz, in der Polizei. Einer Polizei, die in Stuttgart gezielt und beharrlich versuchte, ihre Befugnisse immer weiter auszubauen. Und die am 29. März 1946 ihre Chance sah, um die – Zitat – "verdammten Juden endlich dranzukriegen", wie es ein beteiligter Polizist laut Zeugenaussage ausdrückte. Sprache und Haltung der Stuttgarter Polizei unterscheiden sich kaum von denen der NS-Zeit: Vordergründig ging es um eine polizeiliche Maßnahme zur Bekämpfung des Schwarzmarktes. Tatsächlich jedoch war es eine antisemitische Machtdemonstration. (...) Die fehlende disziplinarische und strafrechtliche Verfolgung der Tötung Shmuel Dancygers war und ist ein unverzeihliches Unrecht. (...) Als Stuttgarter Bürgerin – und im Namen des Landtages von Baden-Württemberg – kann ich nur um Entschuldigung bitten für das Unrecht, das der Familie Dancyger angetan wurde."  (red)

Seine Welturaufführung erlebte der Film aber schon im Mai 2025 vor der jüdischen Community in Calgary, und für diesen Anlass fragte Fuchs bei der baden-württembergischen Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) ein Grußwort an. Durch die Korrespondenz mit Aras entwickelte sich dann im Grunde die Stuttgarter Ausstellung. Was man denn noch machen könne, habe Aras gefragt, erinnert sich Fuchs. "Und ich habe gesagt: Es gibt viele Fotos." Aras ist nun auch wieder dabei, bei der Gedenkveranstaltung am Sonntag hält sie eine beeindruckende Rede, in der sie auch im Namen des Landtags um Entschuldigung bittet "für das Unrecht, dass der Familie Dancyger angetan wurde" (siehe Kasten).

Diese alten Fotos, die Fuchs und Geib in verschiedenen Archiven gefunden haben – viele davon von Bernard Ginsburg – bilden den Grundstock der kleinen, aber inhaltlich extrem dichten Ausstellung "Der Fall Shmuel Dancyger". Trotz finanzieller Förderung von der Baden-Württemberg-Stiftung, der Bürgerstiftung Stuttgart und dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum sei sie im Wesentlichen ehrenamtlich umgesetzt worden. Sie ist in drei Kapitel unterteilt: Im ersten geht es um die Ankunft der DP in Stuttgart, der zweite Teil dokumentiert den Ablauf der Razzia und die behördlichen Reaktionen. Der dritte Teil schließlich zeigt die Reaktionen auf Danzygers Tod: Deutschlandweit demonstrierten damals rund 35.000 Jüdinnen und Juden in den DP-Camps, sie forderten die Bestrafung der Nazi-Mörder und, dass ihre Ausreise nach Palästina endlich ermöglicht würde. Dass dieses Deutschland ihnen keine Zukunft bieten würde, hatte der Fall Dancyger vielen klar gemacht.

Die alten Sterotype leben weiter

Sehr drastisch sind dabei sowohl Fotos des erschossenen Shmuel Dancyger als auch dokumentierte Texte. Ein Satz aus dem Wochenbericht des Stuttgarter Polizeipräsidiums an den amerikanischen Militärgeheimdienst vom 8. März 1946 – drei Wochen vor der Razzia: "Es geht das Gerücht um, die jüdischen DP hätten Kinder entführt, geschlachtet und als Kalbfleisch in Büchsen auf dem Schwarzen Markt verkauft." Ein uraltes antisemitisches Stereotyp, die Legende vom Ritualmord an christlichen Kindern, neu verpackt.

Das Bild, das sich aus diesen verschiedenen Original-Dokumenten ergibt, ist so faszinierend wie aufwühlend. Besonders faszinierend ist auch, wie auf einem großen Monitor mit modernster Technik das Camp und die Razzia dreidimensional zum Leben erweckt werden. Auf Basis eines 3D-Scans wurde das komplette Viertel nachmodelliert, wie es 1946 aussah, und auf Basis der alten Schwarz-Weiß-Fotos einige bewegte Szenen umgesetzt. Möglich wurde diese computergenerierte Visualisierung durch eine Kooperation mit dem Hochleistungsrechenzentrum Stuttgart und durch die akribische Arbeit des Stuttgarter 3D-Designers Oliver Kentner, der selbst einzelne Dachziegel zeittypisch nachmodellierte. "Wir sind nur faktenbasiert vorgegangen, wollten nichts à la Spielberg", betont Co-Kurator Bernhard Kinzler. Es ist eine Art der Darstellung, die die Vergangenheit sehr plastisch, sehr gegenwärtig macht. "Es ist nur 80 Jahre her", sagt Kinzler, und jetzt gebe es gesellschaftliche Entwicklungen, die diese Vergangenheit zwar nicht genau wiederholten, aber doch einige Parallelen zeigen.


Die Ausstellung "Der Fall Shmuel Dancyger" ist noch bis zum 3. März in den Querungen des Württembergischen Kunstvereins (WKV) in Stuttgart, Schlossplatz 2, zu sehen. Öffnungszeiten: Di., Do. bis So. 11 bis 18 Uhr, Mi. 11 bis 20 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Dokumentarfilm "Sechs Millionen. Und Einer" wird noch am 15. April (18 Uhr), am 22. April (16 Uhr), am 29. April (18 Uhr) sowie am 3. Mai (16 Uhr) im WKV gezeigt, außerdem am 22. April (18 Uhr) im Atelier am Bollwerk. Weitere Infos zur Ausstellung und zu Begleitveranstaltungen gibt's hier.

Die Audio-Installation "Hejst dos Befrajung?!" ist am Samstag, 4. April im Rahmen der Veranstaltung "Stuttgart, 1946" um 14 Uhr auf dem Shmuel-Dancyger-Platz noch einmal zu erleben. Am selben Tag findet hier ab 13 Uhr ein Quartiersrundgang mit Judith Engel und Ann-Kathrin Müller entlang der Orte des ehemaligen DP-Camps statt (Treffpunkt: Reinsburgstraße 208 B). Ebenfalls am 4. April findet von 16 bis 17.30 Uhr unter dem Titel "'Was sind wir?' – Eine jiddische Stimme aus dem DP-Lager Stuttgart" ein Workshop mit dem Judaisten und Künstler Tal Hever-Chybowski statt. Für den Rundgang und den Workshop wird um Anmeldung gebeten unter info--nospam@stuttgart-reinsburgstrasse.de.

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