Wie hoch muss die Standardrente sein, damit sie reicht? Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 356
Politik

Rente für Fortgeschrittene

Von Martin Staiger
Datum: 24.01.2018
Union und SPD haben sich auf ein Rentenniveau von 48 Prozent bis 2025 geeinigt. Das Thema betrifft alle – und trotzdem blickt kaum einer durch. Unser Autor räumt auf mit dem Kuddelmuddel um Nettorentenniveau, Standardrente und Besteuerung. Und stellt fest: Höhere Renten sind bezahlbar.

Ganz oben auf der von der SPD als ihr Erfolg propagierten Rentenreformliste steht die Stabilisierung des Rentenniveaus auf 48 Prozent bis 2025. Zu teuer, sagen die Arbeitgeber, geht in Ordnung, sagt der Deutsche Gewerkschaftsbund, zu wenig, sagt die Linke. Und die hat Recht. 48 Prozent sind alles andere als ein ambitioniertes Ziel. Um das aber zu durchschauen, braucht es ein gewisses Grundwissen. Denn was in der Diskussion um das Rentenniveau niemand erklärt: Was das Rentenniveau überhaupt ist. Und so ist die Rentendebatte für diejenigen, die existenziell davon betroffen sind – und das ist der Großteil der Bevölkerung – kaum durchschaubar.

Das Rentenniveau ist … nun ja: netto oder brutto? West oder Ost? Vor oder nach Steuern? Konzentrieren wir uns auf das Nettorentenniveau, denn das ist in der Regel gemeint, wenn vom Rentenniveau die Rede ist, und als in Stuttgart erscheinende Wochenzeitung auf das Rentenniveau West.

Anders, als man es als Laie vermuten könnte, ist das Nettorentenniveau nicht einfach das Verhältnis von Nettorente zum Nettoeinkommen. Sondern das Verhältnis der Nettostandardrente zum Durchschnittsbruttoeinkommen abzüglich des durchschnittlich zu entrichtenden Arbeitnehmersozialbeitrags einschließlich des durchschnittlichen Aufwands zur zusätzlichen Altervorsorge.

Standardrente kriegt nur der Standardrentner

Beginnen wir mit der Nettostandardrente. Die Nettostandardrente ist die Rente eines Rentners, der 45 Jahre lang sozialversicherungspflichtig bis zum Renteneintrittsalter erwerbstätig war und über den gesamten Zeitraum genau durchschnittlich verdient hat. Das Renteneintrittsalter lag 2016 bei 65 Jahren und vier bzw. fünf Monaten, das Durchschnittseinkommen betrug rund 3016 € brutto und die Nettostandardrente lag 2016 bei 1197 € – allerdings "vor Steuern". Netto vor Steuern – in der Umgangssprache gibt es das nicht. Im Rentenversicherungskauderwelsch gibt es das schon.

Hintergrund der Nettostandardrente vor und nach Steuern ist die sogenannte nachgelagerte Besteuerung. Die vom Arbeitseinkommen zu bezahlenden Rentenversicherungsbeiträge werden seit 2005 schrittweise von der Steuer freigestellt, die ausbezahlten Renten werden im Gegenzug schrittweise besteuert. Wer 2016 in Rente ging, muss über die ganze Zeit seines Rentenbezuges 72 Prozent seiner Rente versteuern. Wer 2017 in Rente geht, muss 74 Prozent, wer dieses Jahr in Rente geht, bereits 76 Prozent der Rente versteuern. Bis zum Renteneintrittsjahrgang 2020 steigt der Satz um jährlich zwei Prozentpunkte, ab 2021 um einen Prozentpunkt, sodass Rentner, die 2040 oder später in Rente gehen, ihre Rente komplett versteuern müssen. Ein alleinstehender "Standardrentner", der 2016 in Rente geht, muss knapp 40 Euro Steuern zahlen. Die Nettostandardrente von 1197 € vor Steuern beträgt also nach Steuern nur noch rund 1157 €.

Der Betrag, durch den die Nettostandardrente nun geteilt wird, um das "Nettostandardrentenniveau vor Steuern" zu erhalten, ist aber weder das durchschnittliche Brutto-- noch das Nettoeinkommen, sondern ein fiktiver Wert dazwischen, der auf keiner Lohnabrechnung auftaucht und sich auch aus keiner Lohnabrechnung errechnen lässt.

Gerechnet wird mit fiktiven Werten

Vereinfacht erklärt ist dieser Wert der Bruttoeinkommen abzüglich der Abgaben zur Sozialversicherung und der durchschnittlichen Ausgaben für "Riesterrenten". Das ist aber sehr vereinfacht gesprochen, da mit den "durchschnittlichen" Abgaben zur Sozialversicherung gerechnet wird und damit auch Einkommen in die Berechnung eingehen, für die prozentual weniger oder gar keine Abgaben zur Sozialversicherung gezahlt werden müssen. Der langen Rede kurzer Sinn: Dieser fiktive Wert lag 2016 bei 2 490 € pro Monat. Das Nettostandardrentenniveau ergibt sich nun, wenn man die Nettostandardrente vor Steuern durch den Fiktivwert teilt. Ergebnis: Das "Nettostandardrentenniveau vor Steuern" 2016 betrug 48,1 Prozent.

Doch was das Nettostandardrentenniveau praktisch bedeutet, wird erst deutlich, wenn man die Nettostandardrente ins Verhältnis zum tatsächlichen Nettodurchschnittseinkommen setzt. Da das Nettoeinkommen unter anderem davon abhängt, in welcher Steuerklasse man ist, in welcher Krankenversicherung und ob man Kirchensteuer zahlt, lässt sich eine allgemeingültige Relation von Nettorente und Nettoeinkommen kaum berechnen. Stellen wir uns also eine in Baden-Württemberg lebende alleinstehende Person vor, die 45 Jahre lang genau das Durchschnittseinkommen verdient hat und im Laufe des Jahres 2016 in Rente ging. Sie hat keine Kinder, keine über die Pauschale hinausgehenden Werbungskosten, zahlt den durchschnittlichen Eigenbeitrag zur Krankenversicherung und ist Kirchenmitglied. Ihr letztes Einkommen lag bei 3016 Euro brutto und rund 1889 Euro netto pro Monat. Die Nettostandardrente nach Steuern von 1157 Euro entsprach damit 61,2 Prozent ihres letzten Nettoeinkommens.

Diese Zahl ist die einzige Größe, die Rentner wirklich interessiert, nicht das abstrakte Rentenniveau, das mit 48,1 Prozent wesentlich unter diesem Wert liegt. Läge das Rentenniveau bei 53 Prozent, wie es zum Beispiel Die Linke fordert, würdenalleinstehende Standardrentner eine Nettorente nach Steuern in Höhe von rund 1260 Euro erhalten. Das wären im Beispiel der alleinstehenden Person rund 66,7 Prozent des letzten Nettoeinkommens.

Der Durchschnittsrentner kriegt viel weniger als die Standardrente

Die Standardrente ist allerdings alles andere als ein Durchschnittswert, obwohl sie in vielen Medien immer wieder als Durchschnittsrente bezeichnet wird. Viele Menschen verdienen weniger als das Durchschnittseinkommen, und vielen gelingt es auch nicht, 45 Jahre erwerbstätig zu sein. Und so liegt die Durchschnittsrente tatsächlich deutlich unter der Standardrente. Die Zahlbeträge der Altersrenten lagen 2016 bei durchschnittlich 819 Euro im Westen und 1012 Euro im Osten. Differenziert nach Männern und Frauen ergibt sich folgendes Bild: Die Frauen im Osten erhielten 894 Euro, die West-Frauen 606 Euro. Die Männer in den neuen Bundesländern bekamen 1171 Euro, die in den alten Bundesländern 1096 Euro.

Allerdings ist für viele SeniorInnen die gesetzliche Rente nicht die einzige Einnahmequelle. Viele RentnerInnen haben zusätzlich zu ihrer gesetzlichen Rente Einkünfte aus betrieblichen oder privaten Renten, aus Zinsen, Dividenden oder aus der Vermietung von Immobilien. Deswegen müssen bei der Beurteilung, ob die Rente ausreicht, die gesamten Haushaltseinkommen betrachtet werden.

Viele RentnerInnen, deren Erwerbsleben dem eines "Standardrentners" nahekam, erhalten in der Tat eine Betriebsrente oder Zahlungen aus einer privaten Versicherung oder sie leben im abbezahlten Wohneigentum, sodass ein Rentenniveau von 48 Prozent bei vielen, aber bei weitem nicht bei allen, zur Sicherung ihres Lebensstandards ausreicht. Wer aber im Laufe seines Erwerbslebens unterdurchschnittlich verdient hat oder deutlich weniger als 45 Jahre erwerbstätig sein konnte, hat in der Regel geringere oder keine Betriebsrentenansprüche und konnte auch weniger oder gar nicht privat vorsorgen. Für diesen in den letzten Jahrzehnten größer gewordenen Personenkreis reicht ein Rentenniveau von 48 Prozent zur Sicherung des Lebensstandards bei weitem nicht aus. Und so ist schon heute die Zahl der in prekären Verhältnissen lebenden SeniorInnen erheblich.

Nach dem bisher letzten im Jahr 2016 erschienenen Alterssicherungsbericht der Bundesregierung hatten 20 Prozent der alleinstehenden Männer und 25 Prozent der alleinstehenden Frauen der Generation 65+ Einkünfte von unter 1000 Euro pro Monat. Mehr als ein Drittel dieser Personen hatte sogar monatliche Einnahmen von nicht einmal 750 Euro.

Für immer mehr Menschen reicht die Rente nicht

Da die Zahl der Niedriglohnbeschäftigten in den 1990er und den 2000er Jahren stark angewachsen ist und im Laufe der 2000er Jahre die Rentenversicherungsbeiträge für Langzeitarbeitslose in mehreren Schritten bis auf Null abgesenkt wurden, wird die Zahl der in prekären Verhältnissen lebenden RentnerInnen immer weiter ansteigen. Denn mit jedem Rentnerjahrgang werden mehr ehemalige Niedriglohnbeschäftigte und ehemalige Langzeitarbeitslose, die für die Zeit ab dem zweiten Jahr ihrer Arbeitslosigkeit keine oder nur minimale Rentenansprüche haben, in Rente gehen.

Also ist ein Rentenniveau von 48 Prozent alles anderes als ein ambitioniertes Ziel. Gelingt es nicht, eine politische Mehrheit zu organisieren, die ein höheres Rentenniveau durchsetzt, werden für eine immer größer werdende Zahl von RentnerInnen ihre Alterseinkünfte nicht mehr ausreichen. Das gerne nachgeplapperte Argument, höhere Renten seien unbezahlbar, ist nicht stichhaltig.

Wurden 2005 noch 10,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt von der gesetzlichen Rentenversicherung ausgegeben, waren es 2016 nur noch 9,2 Prozent. Geld wäre also genügend vorhanden. Es fehlt aber der politische Wille, RentnerInnen nicht in erster Linie als Kostenfaktoren, sondern als Menschen zu betrachten. Und die haben einen Anspruch auf einen menschenwürdigen Lebensabend.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

5 Kommentare verfügbar

  • D. Hartmann
    am 26.01.2018
    Eine ganz wichtige Zusammenstellen, vielen Dank!
    Ein Aspekt kommt aber zu kurz:
    Die Rentenkürzungen seit Mitte der 90er Jahre dienten nur der Finanzierung der Wiedervereinigung. Mit ihnen wurde die Lücke in den Einnahmen der Rentenversicherung geschlossen, die durch den Beitritt der neuen Länder entstanden war.
    Für die "Neumitglieder" (ab. 03. Okt. 1990) des gesetzlichen Rentensystems der BRD mussten (und müssen noch einige Jahre) erhebliche Rentenleistungen gezahlt werden. Vor dem 03.10.1990 hatten sich diese Neumitglieder nicht am System beteiligt. Trotzdem erhielten sie nach dem Beitritt ihre Rente aus diesem System.
    Die Beitragszahlungen von den Arbeitnehmern in den neuen Ländern aber waren (und sind wahrscheinlich heute noch) in der Summe niedriger als die Summe der Auszahlungen an die dortigen Rentner. Dies liegt an der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung in diesen Ländern mit den in der Folge niedrigeren Löhnen und höheren Arbeitslosigkeit.

    Das sog. "demographische Problem" wird die gesetzliche Rentenversicherung erst in ca. 10 Jahren so richtig treffen, wenn die sog. "Baby Boomer" Jahrgänge in Rente gehen. Derzeit sind diese Jahrgänge im Westen der BRD die Stütze des Systems, da die meisten Arbeitnehmer dieser Jahrgänge gut verdienen und relativ sichere Arbeitsplätze haben. Dies erklärt auch, warum mit Ausnahme des ehemaligen Ostblocks so gut wie alle Nachbarstaaten der BRD heute (noch?) ein weit besseres Rentensystem haben, obwohl die meisten dieser Staaten (außer Frankreich) sehr ähnliche demographische Verhältnisse aufweisen.
  • Antje Steen
    am 25.01.2018
    Wäre das alles möglich, wenn 1957 von Anfang an alle Einkommen einzuzaheln hätten? Rentner sind auch Konsumenten, die ihr Geld ausgeben, so sie etwas übrig haben, was auch der Wirtschaft und Arbeitsplätzen zugute kommt. Zum Alterseinkünftegesetz dürfte auch Martin Staiger klar sein, wie (u.a. dank Rürup) mit falschen Zahlengrundlagen das Alterseinkünftegesetz zurecht gestrickt wurde und warum es falsch ist (s. auch altersarmut-per-gesetz). Die gRV ist seit 1957 immens durch rentenfremde, allgemeinstaatliche Aufgaben belastet, die durch die Bundeszuschüsse seit dem in keinem Jahr vollständig erstattet wurden, s. u.a. Teufeltabelle. Dies wurde von den BVerfG-Richtern abgesegnet, wohl auch um diesen dreisten Rentenraub im nachhinein zu legitimieren. Desweiteren ist die Rente durch die Agenda 2010 teilprivatisiert, einhergehend mit den Rentenkürzungsfaktoren (Riester, Maschmeyer etc.). Über die Rente entscheiden nur Personen, die nicht betroffen sind. Die notwendige Konsequenz aus dem im Bericht gut dargestellten Zustand der gRV wird nicht gezogen. Akzeptierter, friedenssichernder und solidarischer kann nur eine Altersversorgung sein, in die alle Einkommen einzahlen (ja, alle haben dann auch einen Anspruch), ohne Beitragsbemessungsgrenze, Auszahlungen nach unten wie oben gedeckelt (je nach Einzahlung), um endlich dieses zutiefst ungerechte System aus dem Ständestaat des 19. Jahrhunderts zu beenden. Die Verwalter der gRV sind weit davon entfernt, ihren treuhänderischen Pflichten über die Beiträge aus den Löhnen der Einzahler nachzukommen, indem sie alles tun, um die gRV zu stärken, zu sichern, auszubauen und vor allem vor politschen Eingriffen zu schützen. Sie sind ja auch nicht betroffen.
    • Heinz Greiner
      am 25.01.2018
      Die ,ich deute es vorsichtigst an , althergebrachten Grundsätze des Berufsbeamthentums führten dazu , daß sie in die neue Bundesrepublik übernommen und 1957 bei der Rente vorsätzlich festgeschrieben wurden .Auch das Ständewesen sollte, soweit noch vorhanden , erhalten werden . Wir haben über 160 000 Anwälte , von denen ein großer Teil als Angestellte arbeitet , die sich ständisch versichern dürfen . Mediziner, Pfarrer und ihre Bischöfe und andere auch , wobei die Vorteile ja nicht mehr ganz so wie einstens inzwischen sind , sieht man von der durch die Beamtenbeihilfen getragenen PKV ab und der Pensionenrettung der Finanzkrise durch den Steuerzahler .
      Unvorstellbar ist die von H. Teufel ermittelte Zahl von über 700 Mrd. die der Rentenversicherung von der Politik versicherungsfremd aufgehalst wurden , die in den Bundeshaushalt gehört hätte .
      Eine ( Arbeitnehmer ) Zweitsteuer , die dem Artikel 3 des GG krass widerspricht. Man darf vermutlich kein Jurist sein um das zu erkennen .
      Da das Schauspiel so von der apathischen Bevölkerung hingenommen wurde, konnte es 1990 von H. Schäuble , H. Sarrazin und H. Köhler neu aufgeführt werden mit den DDR Renten .
      Bei den Gesundheitskosten für Flüchtlinge funktioniert es aktuell zum Dritten mal .
      Wenn das die Kanzlerin wüßte ...
  • Heinz Greiner
    am 24.01.2018
    In vorbildlicher Weise beschreibt H. Staiger wie die Rente funktioniert . Manchem Politiker und Redaktor wird es vermutlich neu sein .
    Ergänzen kann man das noch :
    Maximalrente nach Entrichten von ca. 500 000 € ohne Zinsgewinn knapp über 2000 € .
    A8 bei Beamten liegt schon darüber .
    Bei vergleichbarem netto Arbeitnehmer - Beamter , Pension Faktor 2
    zur Rente .
    Soziologie-und andere Professoren noch mehr .
    Politiker auch .
    17 Jahre Pensionszeit : 442 000 € hinzu .
    Macht die Million Differenz zum Lebenseinkommen , mit PKV weit mehr .
    Kosten nennt sich das .
    Mehrkosten um genau zu sein ...
    • Peter Kurtenacker
      am 25.01.2018
      Also mein Kreditpunkt an den Artikel: bis ca.1500€ zahlt man als Einzel-Rentner keine Steuern. Ehepaare entsprechend höherer Betrag.
      Aber happig Sozialabgaben. Und da ist die besondere Gemeinheit das man mehr zahlt als früher, da der Arbeitgeberanteil gedeckelt ist.
      Mir fehlt da der anteilige Buß- und Bettag, wo ich über die Sünden der Politiker nachdenken könnte ;-)
      Älter wissen auf was ich anspiele.

      Außerdem fallen so Sachen wie Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld usw. weg. Da sind manche Rentner gerade um diese Zeit aufgewacht, wenn auf einmal das Weihnachtsgeld fehlt, das man bisher für die Versicherungen usw. benutzte.

      Rentner, die Steuern zahlen, sind schon fast privilegiert.
      Die theoretisch mögliche Höchstrente liegt bei knapp 2700 Euro monatlich.
      Waren vor ein paar Jahren einmal 4 Rentner in ganz Deutschland.
      Für die 2700 Euro komplett ausgezahlt bekommt man in Stuttgart vermutlich kaum einen Altenheimplatz (anscheinend gibt es in Zuffenhausen eine preiswerter Möglichkeit, wie man mir erzählte ?).

      Wobei es auch eine Sauerei ist wenn man die ganzen Formulare ausfüllen muss, die eh als Datensätze bei den entsprechenden Ämtern und Sozialkassen vorhanden sind.
      Ältere Leute sind hier zum Großteil überfordert, sollen das ganze am besten noch per Computer machen. Niemand berücksichtigt zum Beispiel bei den Steuer automatisch Krankheitskosten, usw. als außergewöhnliche Kosten.
      Allein was der Statt hier spart, weil die Leute nicht ihr auf Ausgleich einfordern, ist wahrscheinlich eine Riesensumme.

      Jetzt könnte man noch das Trauerspiel beschreiben wenn der Ehemann stirbt und die Frau oft kaum etwas noch bekommt... Altersarmut ist weiblich!

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochvormittags unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.JETZT ANMELDEN

Letzte Kommentare:
















Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!