KONTEXT Extra:
Erinnern an Gerda Taro

Am 26. Juli 1937 wurde Gerda Taro im Spanischen Bürgerkrieg von einem Panzer überfahren. Die wohl erste weibliche Kriegsfotografin war da gerade mal 26 Jahre alt. Anlässlich ihres 80. Todestages wird morgen, am 26. Juli, auf dem Stuttgarter Gerda-Taro-Platz ein Erinnerungsabend stattfinden.

Gerta Pohorylle, so ihr bürgerlicher Name, wird 1910 als Tochter eines jüdischen Kaufmanns aus Galizien in Stuttgart geboren. Hier verbringt sie Kindheit und Jugend, ehe sie 1929 mit ihrer Familie nach Leipzig zieht. Bald engagiert sich die überzeugte Sozialistin gegen die aufkommende nationalsozialistische Diktatur, setzt sich aber 1933 mit einer Freundin nach Paris ab. Dort lernt sie ein Jahr später den ungarischen Fotografen André Friedemann kennen, wird seine Schülerin und Geliebte. Die beiden nennen sich fortan Robert Capa und Gerda Taro. Nach dem faschistischen Putsch General Francos geht sie mit Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner zu dokumentieren. Ein Jahr später stirbt sie während eines Angriffs der deutschen Legion Condor. Ihr Trauerzug, angeführt von Pablo Neruda, wird zu einer Demonstration gegen den Faschismus.

Gerda Taros Leben und Werk bleiben lange vergessen, erst mit der Umbenennung des vorher namenlosen und unscheinbaren Platzes zwischen Dannecker- und Alexanderstraße im Jahr 2008 nimmt sich die Stadt Stuttgart der Erinnerung an eine ihrer großen Töchter an. Mehr über ihr Leben wird morgen Abend zu hören sein. Ab 18 Uhr sprechen die Autorin ihrer Biografie, Irme Schaber, und der Historiker Michael Uhl, Joe Bauer moderiert, Stefan Hiss wird für passende musikalische Begleitung sorgen. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Theater am Olgaeck statt. (25.7.2017)

Dazu: Fotografien gegen den Krieg, Kontext-Ausgabe 132, und Die Frau hinter Taro, Kontext-Ausgabe 284


Lindenhof kriegt eine Million vom Land

Das Theater Lindenhof ist ein Unikum in der baden-württembergischen Bühnenlandschaft, ein Regionaltheater in dem nicht einmal 1000 Seelen zählenden Dorf Melchingen, das mit Aufsehen erregenden Inszenierungen, etwa 2016 einem Stück mit syrischen Geflüchteten, immer wieder weit ins Land hinaus wirkt. Seit langem allerdings stehen in dem 1981 gegründeten Theater umfangreiche Umbauarbeiten an, um die Standards für Zuschauer und Schauspieler auf ein zeitgemäßes Niveau zu heben, unter anderem einen barrierefreien Zugang zu gewährleisten.

Für dieses Vorhaben gibt es nun eine Förderung von einer Million Euro vom Land. Am Freitag überreichte Peter Hauk (CDU), Minister für den ländlichen Raum, Lindenhof-Intendant Stefan Hallmayer den Zuschussbescheid. Eine stattliche Summe, Hallmayer ist dennoch "nicht überrascht" über die Höhe. "Wir hatten ja Anträge in bestimmten Höhen gestellt, das ist alles vorbesprochen worden." Schon bisher wird das Theater von den Landkreisen Tübingen, Reutlingen und Zollernalb, der Sitzgemeinde Burladingen und vom Land gefördert, insofern entsprächen auch der Finanzierungsmix für den Umbau dieser Konstruktion. Trotzdem ist der Intendant ungeheuer froh über die jetzt bewilligte Landesförderung, denn immerhin habe es über acht Jahre von den ersten Plänen bis jetzt gedauert, die Umbaufinanzierung sicher zu stellen. "Es hat schon viel Überzeugungsarbeit bedurft", sagt Hallmayer, und auch nach dem Wechsel vom früheren zuständigen Minister Alexander Bonde (Grüne) zu Peter Hauk nach der Landtagswahl 2016 habe man wieder neuen Anlauf nehmen müssen. "Aber wir haben gemerkt, dass von allen Fraktionen eine außergewöhnliche Wertschätzung für das Theater da war."

Nun kann sofort mit dem Bauen begonnen werden, "der Bagger ist schon da", so Hallmayer. An den auf 2,5 Millionen Euro veranschlagten Baukosten beteiligen sich auch die angrenzenden Landreise und die Gemeinde Burladingen, und mit 750 000 Euro Eigenmitteln auch die Stiftung Theater Lindenhof. "Einen Teil davon haben wir schon", sagt Hallmayer, "für einen Teil wollen wir noch Unternehmen als Partner werben." (23.7.2017)


Fahrverbote: Unterstützung aus Bayern

Es wird immer enger für Dieselfahrzeuge. Seit Monaten kämpft Winfried Hermann hinter den Kulissen gegen eine Aushöhlung des Konzepts zur Luftreinhaltung in der Landeshauptstadt und damit auch für Beschränkungen an Feinstaubtagen. Jetzt hat der grüne Landesverkehrsminister Unterstützung ausgerechnet aus Bayern bekommen. Eine „Karte des Grauens“ nennen nicht nur Umweltschützer das Gutachten zur Luftqualität in München. Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), so der Vorwurf der Deutschen Umwelthilfe (DUH), hat es über drei Wochen zurückgehalten. Jetzt wurde es publik und offenbart, dass an 260 (!) Straßen im Stadtgebiet der Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten wird. Darunter sind ein Viertel aller Hauptstraßen oder 123 von 511 Kilometern. An 50 Messstellen liegen die Werte sogar über 60 Mikrogramm pro Kubikmeter. Schon Anfang 2017 - nach einer Klage der DUH - ist der Freistaat nicht nur dazu verpflichtet worden, das Gutachten zu veröffentlichen, sondern auch ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung vorzulegen.

Wie sich die Bilder gleichen: Seehofer und sein Südschienen-Partner Winfried Kretschmann (Grüne) möchten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge verhindern. Die Realisten hingegen, darunter vorsichtig auch Münchens SPD-OB Dieter Reiter, halten diese Maßnahme angesichts des Ausmaßes der Luftverschmutzung ohnehin für nur noch schwer abzuwenden. Und Winfried Hermann wiederholt gebetsmühlenhaft, dass Fahrverbote nicht vom Tisch sind. Die EU weiß er an seiner Seite: Am Freitag wurde bekannt, wie die zuständige EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska alle manipulierten Fahrzeuge radikal aus dem Verkehr ziehen will – nicht irgendwann, sondern schon 2018. Zugleich nimmt die Polin die nationalen Prüfbehörden ins Visier und findet klare Worte: Die hätten versagt. (21.7.2017)


Der doppelte Martin

Wo war Martin Schulz am Montagabend? Die "Stuttgarter Zeitung" behauptet, der Kanzlerkandidat sei bei ihr gewesen. Bei "StZ im Gespräch". Die "Stuttgarter Nachrichten" schreiben, Schulz sei bei ihnen gewesen. Beim "Treffpunkt Foyer". Recherchen von Kontext haben ergeben, dass der Spitzengenosse tatsächlich bei beiden war. Zur gleichen Zeit am gleichen Ort bei den gleichen Besuchern. Gesagt hat er auch das Gleiche, nur die Überschriften waren anders. Bei der StZ greift Schulz die Kanzlerin scharf an, bei den StN bläst er zur Aufholjagd, und die Chefredakteure dürfen auf den Titelblättern verschieden von vorne gucken. Fritz Kuhn wiederum, der Oberbürgermeister, klatscht in beiden Zeitungen gleich. Es ist einfach immer wieder schön zu sehen, dass eine Gazette so tut als wäre sie zwei. Das ist wichtig, wegen der Presse- und Meinungsvielfalt. (18.07.2017)


Landesregierung zu Fahrverboten: Aus Ja wird Jein

Vier Tage vor dem nächsten Termin am Stuttgarter Verwaltungsgericht in Sachen Feinstaub steigt die Nervosität. "Bei der Diskussion um den Luftreinhalteplan steht der Gesundheitsschutz der Bürger im Vordergrund und das Gebot, die Luft, die wir alle atmen, sauber zu halten", sagt Andreas Schwarz, Fraktionschef der Grünen um Landtag. Und doch muss er zusehen, wie seiner Partei die schärfste Maßnahme, die Möglichkeit, Straßen an Feinstaubtagen für den Verkehr zu sperren, aus der Hand geschlagen wird. Bereits Anfang Juli hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) darüber informiert, dass er streckenbezogene Fahrverbote für rechtlich nicht zulässig hält, wenn durch die Kombination dieser Straßen de facto eine Fahrverbotszone gebildet wird. Dementsprechend sah der Anwalt des Landes jetzt die Notwendigkeit, dem Verwaltungsgericht im Vorfeld des Verfahrens am kommenden Mittwoch mitzuteilen, dass am Instrument der Fahrverbote nicht weiter festgehalten wird.

Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) will im Kabinett am Dienstag dagegen durchsetzen, im Luftreinhalteplan einen solchen Rückzieher nur für den Fall festzuschreiben, dass die Nachrüstung älterer Diesel-Fahrzeuge jenes Minus an Emission bringt, das auch Fahrverbote bringen würden. "Der Luftreinhalteplan, wie er von beiden Koalitionspartnern und den betroffenen grün- und CDU-geführten Ministerien vorgesehen ist", erläutert auch Schwarz, "macht noch einmal klar: Verkehrsbeschränkungen würde es dann geben, wenn die Nachrüstung verschleppt wird oder nicht die erwartete Wirkung bringt." Und der Kirchheimer Abgeordnete, der die Fraktion seit gut einem Jahr führt, spielt den Ball zurück an Dobrindt: Jetzt sei der Bund in der Pflicht, denn der müsse "dringend alle technischen und rechtlichen Fragen zur Nachrüstung für verbindlich erklären und die Blaue Plakette einzuführen, denn sie ist das beste Mittel, um allgemeine Fahrverbote zu vermeiden". (15.7.2017)


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Steht für "die Menschheitsfrage Ökologie": Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen zur Bundestagswahl. Foto: dpa

Steht für "die Menschheitsfrage Ökologie": Katrin Göring-Eckardt, Spitzenkandidatin der Grünen zur Bundestagswahl. Foto: dpa

Ausgabe 320
Politik

Die Bienenkönigin

Von Johanna Henkel-Waidhofer (Interview)
Datum: 17.05.2017
In aktuellen Umfragen stehen die Grünen bundesweit gerade noch bei sechs Prozent. Ein Wert, so tief wie seit fast zehn Jahren nicht mehr. Aufstehen, Krönchen richten, lautete die Losung der Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt nach der Wahl in NRW. Damit wird es aber bei Weitem nicht getan sein.

Frau Göring-Eckardt, verraten Sie uns, mit gerichtetem Krönchen, wie Sie sich die Niederlagen in NRW erklären?

Da steckt sehr viel Landespolitik drin mit heftigen Angriffen auf die Bildungsministerin und grüne Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann. Was mir aber sehr zu denken gibt für die Bundestagswahl, ist, dass es uns nicht gelungen ist, dem Eindruck entgegenzuarbeiten, die Ökologie sei der Bremser der Ökonomie. Wir werden klarmachen, dass die Wirtschaft nur erfolgreich sein kann, wenn sie auf Nachhaltigkeit setzt und Schluss macht mit dem Raubbau an der Natur. Ich will, dass der nächste Tesla in Sindelfingen oder Wolfsburg gebaut wird und nicht nur in China.

Nochmals zur Bildungsministerin, die gerade bei so sensiblen Fragen wie der Inklusion herabgewürdigt wurde von CDU und FDP. Vergeht Ihnen da nicht die Lust auf eine gemeinsame Regierung im Bund?

Es ist wahr, dass das Thema Bildung und Inklusion für den NRW-Wahlkampf von CDU und FPD instrumentalisiert wurde – auf Kosten der Menschen und vor allem der Kinder. Das geht nicht. Aber Wahlkampf ist immer hart. Auch wir werden unsere Positionen im Bundestagswahlkampf sehr deutlich vertreten. Im Wahlkampf sollte für alle Parteien gelten: Keine Angriffe unter die Gürtellinie.

Können Sie sich noch an Ihren Wahlkampf-Auftritt auf dem Stuttgarter Schlossplatz 2013 erinnern, als sie eine ganze Rede lang von Stuttgart-21-GegnerInnen ausgebuht wurden?

Natürlich. Es gibt Menschen, die trotz Volksentscheid unzufrieden waren. Das ist auch ein Teil der Zivilgesellschaft. Und vor allem ist es erlaubt, sich trotzdem zu wünschen und dafür zu kämpfen, dass es anders wird. Ich bin in der DDR aufgewachsen, und ich weiß, was Meinungsfreiheit bedeutet.

Die aktuelle Lage ist auch nicht rosig. Aber die jüngsten Wahlniederlagen der SPD spielen insofern in die Hände, als die grüne Beweglichkeit plötzlich wieder eine Tugend ist. 

Von der SPD machen wir uns genauso wenig abhängig wie von anderen Parteien. Alle Wahlen, die stattgefunden haben, bestätigen uns in unserer Strategie als eigenständige Kraft, die für Ökologie steht, für eine vielfältige Gesellschaft, für den europäischen Zusammenhalt und die soziale Gerechtigkeit, thematisiert aus dem Blickwinkel der sozial Schwächeren. Es fällt uns nicht schwer zu sagen, dass wir in gesellschaftspolitischen Fragen die meisten Gemeinsamkeiten mit der SPD haben, während sie uns in Strukturfragen nicht sehr nahe steht. Ich will einen Wahlkampf aus einer Position der Stärke herausführen.

Die Ökologie ist grüner Markenkern. Haben Sie das Gefühl, dass zu vielen nicht bewusst ist, dass wir die letzte Generation sind, die umsteuern kann?  

Nein, ich habe das Gefühl, dass zu viele meinen, wir können nichts machen, dass die ganze Entwicklung, die Erderwärmung und die Klimakatastrophe, die Verwüstungen und die Überschwemmungen, unumkehrbar sind. Das ist falsch. Wir können umsteuern und wir müssen umsteuern, und das wird ein ganz zentrales Thema unseres Wahlkampfes sein.

Wahlkampfendspurt mit Cem Özdemir in Köln.
Wahlkampfendspurt mit Cem Özdemir in Köln. Foto: Grüne NRW/Flickr, CC BY-SA 2.0

Vor der NWR-Wahl gab es so viele Fernseh-Umfragen, bei denen immer ein Mikro in ein Auto gehalten wurden, besetzt mit einem Menschen, der sich dann über die Staus im Land beschwerte. Da ist doch was falsch gelaufen, oder?

Wir haben viele Vorschläge für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege gemacht, die könnten sofort greifen. Es muss sich was ändern. Mehr Busse und Bahnen sind weniger Stau. Öffentlicher Nahverkehr muss günstiger und einfacher werden. Auch mir ist das Ticketsystem viel zu kompliziert – in jeder Stadt andere Systeme und andere Automaten. Warum gibt es nicht längst die App, die alles erledigt? Das verbundübergreifende Baden-Württemberg Ticket ist da der richtige Weg.

Apropos Nahverkehr. Auch der Stuttgarter Appell, an Feinstaub-Tagen das Auto freiwillig stehen zu lassen, hat nicht wirklich gefruchtet.

Das Entscheidende sind doch nicht zuerst die Verbraucher und Verbraucherinnen, das Entscheidende ist der Bundesverkehrsminister der CSU, der sich Null komma Null um dieses Thema gekümmert hat. Ich finde die Stuttgarter Bemühungen, Verkehr und Gesundheit in Einklang zu bringen, sehr bemerkenswert.

2013 haben konkurrierende Parteien das grüne Wahlprogramm als linkes Zwangsbeglückungsprogramm madig gemacht. Was muss diesmal anders laufen?

Wir stehen für die Menschheitsfrage Ökologie und für Toleranz und Vielfalt. Und wir machen deutlich, dass wir für die stehen, die keine oder nur eine sehr kleine Lobby haben: Alleinerziehende mit Kindern, Pflegekräften, Hebammen und Krankenschwestern, die sich krumm schuften und am Ende doch in der Altersarmut landen.

Martin Schulz würde sagen: Willkommen im Club.

Das ist doch gut, nicht allein zu kämpfen.

Winfried Kretschmann wird und soll im Wahlkampf eine wichtige Rolle spielen. Nur ist der in der wichtigen Frage Umverteilung etwas eigen.

Also ich finde Winfried Kretschmann nicht eigen, sondern ich halte ihn für einen sehr liebenswerten Menschen und einen klugen Ministerpräsidenten, der zu Steuern eine andere Position vertritt als die Mehrheit der Partei. Aber wir haben im vergangenen Spätherbst einen Kompromiss gefunden, und der gilt.

Wird dieses verhaltene Ja zur stärkeren Besteuerung sehr Reicher im Wahlprogramm noch einmal aufgeschnürt?

Es gibt Änderungsanträge. Aber ich gehe davon aus, dass der Kompromiss steht.

Kretschmann hatte der Bundespartei empfohlen, mit einer einzigen markanten Figur in den Wahlkampf zu ziehen und sogar die Doppelspitze abzuschaffen. Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir als gewählte Spitzenkandidaten, dazu Robert Habeck und Jürgen Trittin als einflussreiche Köpfe im Hintergrund – wie passt das zusammen mit Kretschmanns Rat?

Spitzenkandidaten sind Cem und ich, wir sind in einer Urwahl gewählt. Bei uns ist die Basis Boss. Und jetzt freuen wir uns auf die Unterstützung aus den Ländern. Gerade dass wir in so vielen Ländern mitregieren, zeigt, dass grüne Politik mehrheitsfähig ist. Klar ist aber auch, die Länder sind die Länder und der Bund ist der Bund. Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg ist beeindruckend, ich freue mich immer, wenn ich da bin. Klar ist aber auch: Baden-Württemberg ist nicht der Rest der Republik. Deshalb ist es gut so, dass wir im Team Wahlkampf machen.

Sie sind schon lange dabei. Wir erleben eine Phase, in der – siehe Frankreich – Parteien regelrecht weggeschwemmt werden von Bewegungen. Macht Ihnen das Sorge?

Das Erstarken der Zivilgesellschaft ist positiv. Wir brauchen beides – starke Parteien und eine starke Zivilgesellschaft, denn beides ist gut und richtig. Politik, Parteien und Zivilgesellschaft, das gehört für mich zusammen.

Sie wollen die Strategie des Offenhaltens der Koalitionsfrage tatsächlich durchziehen? Sie werden immer mehr Wähler und Wählerinnen treffen werden, die vorher wissen wollen, was mit ihrer Stimme nach der Wahl geschieht.

Wer uns wählt, kriegt grüne Politik, das ist unser Versprechen. Und unsere Themen sind aktueller denn je: Wir haben einen stummen Frühling, weil es immer weniger Vögel und Bienen hierzulande und weltweit gibt. In China werden Bäume mit Pinseln bestäubt, weil es keine Bienen mehr gibt. Da lohnt es zu kämpfen und am Ende zu schauen, mit wem wir die meisten unserer Anliegen durchsetzen können.

Das wollen die anderen demokratischen Parteien auch.

Da bin ich aber sehr gespannt, ob irgendwer sonst noch dafür kämpft, dass unsere Felder frei bleiben von giftigen Schadstoffen, damit die Vögel und Insekten überleben.


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Letzte Kommentare:



Ausgabe 330 / Alarm im Autoland / Schwa be / vor 19 Stunden 28 Minuten
Meines Erachtens eine sehr gute Idee!!





Ausgabe 330 / Alarm im Autoland / stefan notter / vor 23 Stunden 5 Minuten
bin dabei, stefaNo








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