Windkraftgegner freut's, nicht nur im Schwarzwald: kaum neue Rotoren. Fotos: Joachim E. Röttgers

Windkraftgegner freut's, nicht nur im Schwarzwald: kaum neue Rotoren. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 448
Gesellschaft

Staatlich unterstützte Sabotage

Von Jürgen Lessat
Datum: 30.10.2019
Windenergie könnte das Zugpferd von Energiewende und Klimaschutz sein. Doch inzwischen ist der Zubau von Rotoren fast komplett eingebrochen. Immer mehr Windparks landen vor Gericht – weil Ministerien und Behörden fanatischen Windkraftgegnern besondere Klagerechte einräumen.

Pleiten, Pech und Pannen bekamen ein Millionenpublikum. Genüsslich spotteten die Satiriker Max Uthoff und Claus von Wagner in der jüngsten ZDF-"Anstalt" übers grüne Versagen beim Klimaschutz. "Baden-Württemberg hat im letzten Halbjahr nur ein neues Windrad gebaut", kritisierte ein junger Fridays-for-Future-Aktivist (von Wagner) den weißhaarigen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Uthoff). "Sie haben starke Überzeugungen, aber es kommt halt immer etwas dazwischen. Zum Beispiel Windkraftgegner", stichelte der junge "FfF-Aktivist" unter Gelächter des Publikums.

Rotoren ausgebremst

Die grün geführte Landesregierung in Baden-Württemberg hat sich vom ambitionierten Ziel, bis 2020 zehn Prozent des Stroms durch heimische Windräder zu erzeugen, schon seit Längerem verabschiedet. Ende 2017 lieferten die Rotoren magere 3,4 Prozent der benötigten Elektrizität. Derzeit drehen sich 720 Rotoren zwischen Hohenlohe und Bodensee mit einer installierten Leistung von 1572 Megawatt. Viel mehr werden es auf absehbare Zeit nicht werden, denn es herrscht Flaute bei Bauanträgen und Genehmigungen. Ablesen lässt sich diese Entwicklung an den Inbetriebnahmen: Während 2017 noch 123 neue Rotoren mit rund 300 Megawatt Leistung in Betrieb gingen, sank ihre Zahl im vergangenen Jahr auf 35, was den Zubau auf 110 Megawatt reduzierte. Bis zur Jahresmitte 2019 ging nur ein neues Windrad in Betrieb. (jl)

Was als Spaß daher kommt, ist realer Ernst. Nicht nur im grün regierten Südwesten: Bundesweit bekämpfen Dutzende Verbände und rund 1000 Bürgervereine die Windenergie. Sobald Pläne für einen neuen Windpark bekannt werden, regt sich Widerstand. Die Argumente von Initiativen wie "Vernunftkraft", "Gegenwind" oder "Windwahn" gleichen sich. Glaubt man ihnen, dann bereichert sich eine "profitgierige Windkraftindustrie" auf Kosten aller, macht Menschen "krank durch Infraschall", zerstört intakte Wälder, verspargelt Landschaften und schreddert Vögel.

Objektives, etwa die strengen Auflagen bei Arten-, Natur- und Landschaftsschutz, bleibt auf der Strecke. Stattdessen haben Fakes und Verschwörungstheorien Hochkonjunktur. Windkraft leistet "nachweislich keinen Beitrag zum Klimaschutz", behaupten die Gegner beispielsweise. Tatsächlich vermieden laut Umweltbundesamt (UBA) erneuerbare Energien im Stromsektor im vergangenen Jahr insgesamt 144 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Allein die Windenergie ersparte dem Klima 76,3 Millionen Tonnen.

Genehmigte Windräder landen immer häufiger vor Gericht

Bislang begnügten sich organisierte Windkraftgegner mit Webseiten, Plakaten, Kundgebungen und einer Flut von Leserbriefen, Stimmung in ihrem Sinne zu machen. Seit kurzem schwappt zusätzlich eine Prozesswelle durchs Land: Immer mehr Windparks landen vor Gericht. Laut einer aktuellen Umfrage der Fachagentur Windenergie an Land (FA Wind) werden deutschlandweit derzeit mindestens 325 Windturbinen mit mehr als 1000 Megawatt (MW) Leistung (was der eines Atomkraftwerks entspricht) beklagt. Davon sind knapp 100 Anlagen bereits in Betrieb. Tatsächlich dürften noch mehr Turbinen vor dem Kadi stehen, da die Umfrage nur eine Stichprobe abdeckt.

Dennoch ist sie aufschlussreich. So steht Windenergie besonders in Bayern und Hessen im Fokus, wo fast jedes zweite genehmigte Windrad vor Gericht landet. Laut FA Wind sind die häufigsten Klagegründe im Artenschutz verortet. Bei der Hälfte aller betroffenen Windräder werden Verstöße gegen den Schutz von Vögeln und Fledermäusen angeführt. Die Umfrage verrät auch, wer die Klagehansel sind: Umwelt- und Naturschutzverbände. Sie prozessieren gegen 198 Anlagen. Zwar nennt die FA Wind keine Namen. Doch ist es ein offenes Geheimnis, dass der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zahlreiche Klagen anführt. Allein gegen 93 Anlagen streite der Verband, der sich "zum Hauptkläger gegen neue Windparks in Deutschland entwickelt hat", kritisiert Andreas Lahme, Vizechef des Landesverbandes Erneuerbare Energien Nordrhein-Westfalen, im Magazin "Klimareporter". Der NABU widerspricht. Man habe bundesweit nur 44 Klagen gegen Windparks in den vergangenen zehn Jahren eingereicht. Bei rund 9000 Anträgen für Windturbinen in dieser Zeit seien das nur etwa 0,5 Prozent. Von den Klagen sind 20 abgeschlossen, bei denen die Gerichte planungsrechtliche Fehler urteilten. 24 laufen noch.

Dabei holen andere auf. Laut FA Wind tritt ein bayerischer Naturschutzverband bei 37 Windenergieanlagen als Kläger auf – nach Kontext-Recherchen der "Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern" (VLAB). Eine in Rheinland-Pfalz ansässige Vereinigung, die "Naturschutz-Initiative" aus Quirnbach im Westerwald, klagt gegen 27 Windturbinen. 22 Windräder beklagt ein Verband in Niedersachsen. Vier weitere Verbände prozessieren gegen insgesamt 19 Windräder in drei Bundesländern.

Vor Gericht ziehen inzwischen auch Bürgerinitiativen: sie prozessieren aktuell gegen 47 Anlagen. Auffallend: Einige Verbände und Initiativen beklagen nicht nur Windräder in ihrem regionalen Umfeld, sondern greifen Windparks bundesweit an. Das bestätigt den Eindruck, dass die Bewegung inzwischen länderübergreifend tätig und gut vernetzt ist. "Uns stehen immer systematischer und professioneller auftretende Windkraftgegner gegenüber", sagt Christoph Zipf, Sprecher des Bundesverbands Windenergie (BWE).

Mit freundlicher Genehmigung Ihrer Umweltschutzbehörde

Klagen im Namen anderer sieht unser Rechtssystem eigentlich nicht vor. Eine Ausnahme ist die sogenannte Verbandsklage. Diese können Vereinigungen anstrengen, die nach Paragraf 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz als Umwelt- oder Naturschutzorganisation anerkannt sind. Die Prüfung entsprechender Anträge haben sich Bund und Länder aufgeteilt. Das Umweltbundesamt (UBA) ist zuständig für inländische Vereinigungen, die über ein Bundesland hinaus tätig sind. Die Landesbehörden prüfen Anträge von innerhalb eines Bundeslandes tätiger Organisationen. In Baden-Württemberg ist das Umwelt- und Energieministerium von Franz Untersteller (Grüne) zuständig.

UBA und Länder pflegen Listen aller anerkannten Vereinigungen. Neben bekannten Verbänden wie BUND und NABU stehen dort auch immer mehr Vereine, die sich mehr oder weniger offen als Windkraftgegner zeigen So erkannte das UBA etwa die "Bürgerinitiative Gegenwind Flörsbachtal", "Gegenwind Bad Orb" und die "Bürgerinitiative: Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur" als klageberechtigt an. Kurz nach dem UBA-Bescheid gingen letztere im Juli 2018 gerichtlich gegen den Windpark Flörsbachtal-Roßkopf im hessischen Teil des Mittelgebirges vor. Im Februar 2019 schoben die Initiatoren den Appell "Die Einzigartigkeit des Naturparks Spessart erhalten!" nach. Diesen unterschrieb unter anderen Fritz Vahrenholt, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung (DWS) in Hamburg, die mit finanzieller Unterstützung des Kohlekonzerns RWE Windenergie bekämpft, wie Kontext bereits berichtete.

Zu den Unterzeichnern des Appells gehört auch Johannes Bradtka, Vorsitzender des VLAB. Der Verein aus dem oberpfälzischen Erbendorf wurde im Juli 2015 durch den Freistaat Bayern als Umwelt- und Naturschutzvereinigung anerkannt. Im Januar 2019 erfolgte die bundesweite Anerkennung durch das UBA. Die Klagen des VLAB richten sich in erster Linie "gegen die Auswüchse der Energiewende", wie es auf der Homepage heißt. "Insbesondere der Bau und Betrieb von Windrädern in Wald und Kulturlandschaften schaffen den Charakter eines Industrieraumes und schädigen deren Biodiversität, den Erholungswert und die landschaftsästhetische Funktion", beschreibt die VLAB-Satzung, was man darunter versteht.

Weitere Hinweise auf das Gedankengut der Vereinsmitglieder finden sich auf der Facebook-Seite des VLAB. So wird dort etwa das Bevölkerungswachstum in Asien und Afrika als eine der "Hauptursachen des Klimawandels und Artensterbens" benannt. Im Kontext mit dem türkischen Einmarsch nach Syrien wird der Fridays for Future-Bewegung "Realitätsverlust" unterstellt: "Während unschuldige Menschen verstümmelt, getötet und vertrieben werden, demonstriert FFF für eine vegane Lebensweise und gegen Flugreisen." Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un wird als Vorbild gepriesen.

Wie erwähnt, gehört zum exklusiven Kreis der Verbandskläger auch die Naturschutz-Initiative. "Wir geben den Themen, die im derzeitigen 'Mainstream' und in der öffentlichen Berichterstattung durch eine verengte und ideologisch gefärbte 'Klimaschutzpolitik' kaum noch vorkommen, wieder mehr Raum", heißt es im besten Populisten-Sprech auf der Homepage. Der Verein, 2015 von Harry Neumann, einem einstigen BUND-Vorsitzenden in Rheinland-Pfalz, gegründet, arbeitet ebenfalls mit der Deutschen Wildtier Stiftung zusammen.

Das UBA steht zu den Anerkennungen

"Neumann hatte sich damals völlig unkritisch zum Zugpferd der radikalen Windkraftgegner aufgeschwungen und dadurch den Landesverband völlig gespalten", erinnert sich Egbert Bialk, BUND-Kreisvorsitzende in Koblenz. Auf Druck der Basis musste Neumann den Landesvorsitz abgeben. "Seitdem stellt er sich als Opfer einer Verschwörung der 'Windindustrielobby' dar", so Bialk. In windkraftkritischen Medienberichten wird Neumann seitdem als "Experte gegen Windkraft" geführt.

So penibel prüft das UBA

Aus der Antwort des UBA auf eine Presseanfrage: "Für den Nachweis einer tatsächlichen Tätigkeit entsprechend der Umweltschutzziele der Satzung, den eine antragstellende Vereinigung führen muss, sind uns aussagekräftige Informationen und Belege aus den drei Jahren vor der Antragstellung vorzulegen. Das sind soweit vorhanden insbesondere Protokolle der Jahresmitgliederversammlungen, Jahres- oder Tätigkeitsberichte und Stellungnahmen in Zulassungs- und Rechtsetzungsverfahren, darüber hinaus auch Positionspapiere, Mitgliederzeitschriften, Rundbriefe, Flugblätter und Presseartikel. Ergänzend zu den von der Vereinigung vorzulegenden Unterlagen führen wir eine eigene Internetrecherche über die Vereinigung durch, wobei wir uns insbesondere (aber nicht allein) die in der Regel vorhandene Internetseite der Vereinigung anschauen. Zudem führen wir eine Abfrage unter den Anerkennungsstellen der Länder durch, um zu erfahren, ob dort Informationen zu der Vereinigung vorhanden sind." (jl)

Das UBA steht auf Anfrage zur Anerkennung von Vereinen wie VLAB und NI. Zwar sei die Prüfung "teilweise nicht einfach, weil die Vereinigungen im Bereich eines Zielkonfliktes zwischen unterschiedlichen Umweltschutzinteressen – nämlich Klimaschutz versus Naturschutz- und Landschaftsinteressen – agieren", so ein Sprecher. Zum Zeitpunkt der Anerkennung bestand "nach den uns vorliegenden Informationen kein Zweifel an einer sachgerechten Förderung von Umweltschutzzielen". Man prüfe, wie er betont, "sehr genau, ob eine Vereinigung tatsächlich als Sachwalterin von Umweltschutzinteressen auftritt und beispielsweise sachgerecht Umweltbelange in ein Zulassungsverfahren einbringt".

Beim jüngsten, vom baden-württembergischen Umweltministerium anerkannten Verein dürfte ein solcher Nachweis schwierig sein. Die Landschafts- und Naturschutzinitiative Schwarzwald e.V. (LANA) aus St. Märgen entpuppt sich bei Recherchen als Phantom. Eine Internetpräsenz ist für Suchmaschinen unauffindbar. Auch der Versuch, via E-Mail Kontakt aufzunehmen, scheitert. Anfragen bleiben "nicht zustellbar". Unter der postalischen Anschrift findet Google einen Kleiderkindermarkt und eine Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins. Im Webarchiv dann ein aufschlussreicherer Treffer: Bis Mitte 2018 residierte unter gleicher Adresse die "Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwalds". Laut Gerhard Bronner, Vorsitzender des angesehenen Landesnaturschutzverbands (LNV), ein Sammelbecken "fanatischer Windkraftgegner".

Keine inhaltliche Bewertung der Argumente

"Allein die Tatsache, dass eine Vereinigung sich gegen den Bau von Windkraftanlagen ausspricht, ist kein Kriterium für eine Ablehnung der Anerkennung", erklärt Ralf Heineken, Sprecher des Stuttgarter Umweltministerium auf Nachfrage, wie es zur Anerkennung von LANA kam. Auch bewerte man nicht die Argumente, die die Vereinigung gegen deren Bau vorbringt.

Bis heute firmieren viele lokale Windkraftgegner im Schwarzwald als "Regionalgruppe" der unauffindbaren BI. Darunter auch ein Verein "Arten- und Landschaftsschutz Länge-Ettenberg (ALLE)" im Schwarzwald-Baar-Kreis. Dieser kämpft seit Jahren erfolglos gegen die geplanten Windparks Länge und Blumberg. So verbissen, dass sich Minister Untersteller im vergangenen Jahr veranlasst sah, in einem offenen Brief an die BI auf die Rechtsstaatlichkeit der Genehmigungspraxis hinzuweisen.

Heute würde der Minister den Brief wohl nicht mehr versenden. Denn im vergangenen März gingen beim Verwaltungsgericht Freiburg zwei Eilanträge gegen die beiden Windparks ein. Der Absender: Harry Neumanns Naturschutz-Initiative aus dem Westerwald. Das Gericht verhängte daraufhin wegen möglicher Fehler im Genehmigungsverfahren einen Baustopp für beide Projekte. Eine endgültige Entscheidung will es in einem noch laufenden Hauptsacheverfahren treffen. Dagegen hat das Land beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Rechtsmittel eingelegt. Auch diese Entscheidung steht noch aus.

Bislang haben weder Umweltbundesamt noch Stuttgarter Umweltministerium einer anerkannten Umwelt- oder Naturschutzvereinigung das Verbandsklagerecht wieder entzogen.

Klimaschutz ade

Laut Klimaschutzprogramm der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2030 erneuerbare Energieträger 65 Prozent zur Stromversorgung beitragen, und bis 2050 sogar 80 Prozent. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft haben die Erneuerbaren in den ersten drei Quartalen 2019 zusammen 42,9 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt – fast fünf Prozentpunkte mehr gegenüber dem Vorjahreszeitraum und ein neuer Bestwert. Im März erreichten die Erneuerbaren aufgrund des außerordentlich starken Windaufkommens sogar 52 Prozent.

Die Rekordzahlen stehen im Kontrast zur dramatischen Situation der Windenergie: Zwischen Januar und Oktober wurden deutschlandweit nur 165 Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von 555,9 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen (Stand 22.10.2019). Im Vorjahr war der Bruttozubau bereits auf 740 Windturbinen eingebrochen. Im Rekordjahr 2017 waren dagegen 1800 WEA mit 5330 MW Leistung in Betrieb gegangen. Insgesamt waren damit Ende 2018 über 29 000 Windenergieanlagen an Land mit einer Leistung von fast 53 000 MW am Netz. Um die Ziele von Energiewende und Pariser Klimaschutzabkommen zu erreichen, müssten jährlich 1000 bis 1500 neue Windturbinen in Deutschland in Betrieb gehen. (jl)


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

34 Kommentare verfügbar

  • Kurt Werner
    vor 1 Woche
    Also ich finde den Artikel von Herrn Lessat durchaus lesenswert. Vielen Punkten stimme ich zu.
    Zum Thema "selbsternannte Klimaretter..." in Deutschland gibt es das Recht auf freie Meinung. Was ist schlecht sich für den Erhalt des natürlichen Klimas einzusetzen?
    Eigentlich kann zum Thema Energiewende gut mit Fakten argumentiert werden.
    Die Gegner haben natürlich das Recht nicht mit Fakten, sondern mit viel Polemik ihre Weltanschauung zum Besten zu geben. Jedem so wie es ihm beliebt.
    Wer auf Basis von Fakten die Diskussion führen möchte kann sich gerne an mich wenden. Ich stelle mich gerne in einem eigenen Vortrag gegen einen Vortrag der Gegner.
    Was die Leistungsfähigkeit der WK angeht gibt es einschlägige Seiten. Zum Thema Umweltverträglichkeit muss differenziert werden. Grundsätzlich kann WK naturverträglich ausgebaut werden.
  • Josef Tura
    vor 2 Wochen
    Klagehansel? Das Wort hab ich ja noch nie gehört. Heißt das nicht vielleicht "Prozesshanseln"? Und auch sonst ist Herr Lessat (dessen Journalismus-Verständnis mir in letzter Zeit hier schon unangenehm aufgefallen ist) wieder mal einseitig und verbohrt. Windkraftgegner sind für ihn natürlich "fanatisch". Leute, die nachfragen, was mit den ganzen Anlagen in 30 Jahren passieren soll, und ob der so erzeugte Strom wirklich günstig ist, wenn man alle Kosten gegenrechnet, Leute also, die etwas hinterfragen und nicht einfach als gegeben hinnehmen (was ein guter Journalist übrigens auch tun sollte!) und nicht alles glauben, was einem die Industrie einredet, solche Leute sind für Herrn Lessat also fanatisch. E-Scooter, E-Autos, Windkraft, alles was die selbsternannten Klimaretter da so hochjubeln, hat eine Kehrseite. Ich sage nur Lithium, Batterien entsorgen, Rotorblätter. Deswegen ist es durchaus sinnvoll und gut, daß die Leute klagen. Zum Beispiel gegen Anlagen in Gegenden, wo der Wind ungefähr fünf Minuten vor einem Gewitter ein bißchen weht, ansonsten aber Flaute herrscht. Beispiel gefällig? Auf dem Schurwald bei Esslingen wurden von Windpark-Lobbyisten Werte prognostiziert, die äussersten Falles bei einem Vulkanausbruch denkbar wären. Die fertigen Anlagen haben meines Wissens dann auch nur einen Bruchteil des vorhergesagten erbracht. Manchmal sind die Parallelen zwischen Tunnelbauern (S21) und Windkraftfirmen unübersehbar: beide wollen halt Gewinn machen. Und Frage an Herrn Lessat, was ist das denn für eine Einstellung zu unserem Rechtsstaat: Nur weil Ihnen ein Klagerecht nicht in den Kram paßt, soll man´s abschaffen? Ein doch eher merkwürdiges Demokratieverständnis... Also - w e r ist denn nun hier der Fanatiker?
    • Karl Heinz Siber
      vor 1 Woche
      Dass alle Windkraftgegner Fanatiker sind, wird in dem Artikel nicht behauptet. Ich kenne persönlich eine Windkraftgegner-Initiative, die jahrelang gegen das Windkraftprojekt einer Energiegenossenschaft agitiert und prozessiert hat, und habe den Fanatismus der führenden Köpfe dieser Initiative hautnah erlebt. Die paar Naturschützer, die da mitgemacht haben, waren Mitläufer, triftige naturschutzrechtliche Argumente gegen das betreffende Windrad gab es nicht. Hauptargumente der Gegner waren die angeblich fehlende Wirtschaftlichkeit wegen zu geringer Windhöffigkeit und die behaupteten gesundheitlichen Risiken durch Schattenwurf und Infraschall, beides offensichtliche Hirngespinste. Und Ihr Hinweis darauf, dass Windmühlenbetreiber Geld verdienen wollen und deshalb nicht besser sind als "Tunnelbauer (S21)", ist, naja, sehr billig. Auch Mafiabosse wollen Geld verdienen, sind Windmüller deshalb nicht besser als Mafiabosse?
    • Alexandra Mayer
      vor 1 Woche
      Es wäre schön, wenn Herr Tura seine Argumentation etwas logischer fassen würde. Entweder wollen Windkraftbetreiber Geld verdienen - dann bauen sie die Anlagen dorthin, wo sie damit Geld verdienen können, sprich wo für die Anlage genug Wind weht.

      Oder sie wollen kein Geld verdienen und bauen die Anlagen irgendwohin, nur um die Bürger vor Ort zu ärgern.

      Letzteres halte ich für nicht so wahrscheinlich, so dass das Argument „da weht nicht genug Wind“ ein Argument des Laien ist, der nicht so viel von der Sache versteht wie der Profi.

      Zum Thema Entsorgung: Warum macht man sich darüber nur bei neuen Technologien Gedanken und bei allem Alten ist es egal? Wir haben viele problematische Stoffe heutzutage (z.B. Karbon). GFK ist kein wirkliches Problem bei der Entsorgung..
  • Anarchrist
    vor 2 Wochen
    Die Naturschutzbünde verinnerlichen mehr und mehr Leute aus dem rechten politischen Spektrum. Völkisch heisst Heimatliebe und Heimatliebe heisst Naturschutz. Natürlich nur da, wo es der eigenen Bequemlichkeit, Herrschlichkeit und Pomp nicht im Wege steht. (Aber psssst, nicht weitersagen.)

    Es ist also nur folgerichtig, dass die dargeboten (angeblichen) Argumentationen dümmer und dümmer werden und mehr und mehr auf die Misrepräsentation von Daten beruhen, also Fakenews sind.

    Da werden aus Meldungen wie '2000 Hektar von Wald A fallen dann der Windkraft zum Opfer', im Handumdrehen Lesermeinungen wie ''Wald A wird komplett vernichtet". Dass die 2000 Hektar nur eine Fläche von 0,5% des Waldes A sind, also von Vernichtung keine Rede sein kann, wird geflissentlich ignoriert und verschwiegen.

    Also, liebe Umweltverbände, passt gut auf euch auf.
  • Kurt Werner
    vor 2 Wochen
    Das Ausbremsen der Windkraft ist fatal. Natürlich können Windräder nicht überall gebaut werden, deswegen ist es umso wichtiger potenteil geeignete Flächen nicht auszuschließen. Abstrate Alternativen wie spartanischer Lebensstil sind kontraproduktiv. Fakt ist, die CO2-Emissionen bleiben auf hohem Niveau. Wälder die vor Windkraft geschützt werden sollen werden durch den Klimawandel stark bis irreversibel geschädigt. Wer tatsächlich Natur und Wälder schützen will sollte sich gerade für den Ausbau der Windkraft einsetzen. Windräder sparen eben CO2 ein.
    Bis jetzt habe ich noch kein vernünftiges Argument von Windkraftgegnern gelesen oder gehört. Was fehlt ist eindeutig das Kolektiv der Windkraftbefürworter. Offensichtlich ist es leichter gegen etwas zu sein, als für etwas.
  • Hermann Dirr
    vor 2 Wochen
    Zitat aus dem Artikel: "Objektives, etwa die strengen Auflagen bei Arten-, Natur- und Landschaftsschutz, bleibt auf der Strecke. "

    Bleiben wir bei dem Artenschutz:
    Kleine Anfrage im hessischen Landtag des Abg. Rock (FDP) vom 04.10.2016
    betreffend Windkraft und Ausnahmen vom Tötungsverbot gemäß Bundesnaturschutzgesetz
    und
    Antwort der Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

    Die Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt:

    Frage 1. Wurden in Hessen im Zusammenhang mit der Genehmigung von Windkraftanlagen von Bauwilligen Anträge auf Ausnahmen vom Tötungsverbot gemäß §44 Bundesnaturschutzgesetz gestellt?

    Bei den Regierungspräsidien als Genehmigungsbehörden wurden bislang in sieben Fällen Anträge auf Ausnahmen nach § 45 Abs. 7 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) vom Tötungsverbot gemäß § 44 BNatSchG gestellt.

    Frage 2. Um welche konkreten Vorhaben handelte es sich dabei?

    Im Regierungsbezirk Darmstadt wurden bislang fünf Ausnahmegenehmigungen erteilt. Bei vier Windparks wurden artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigungen nach § 45 Abs. 7 BNatSchG wegen eines signifikant erhöhten Kollisionsrisikos für die Art Mäusebussard erteilt.

    Es handelt sich um die

    Windparks Buchonia (Sinntal),
    Greiner Eck (Hirschhorn/Neckarsteinach),
    Weilrod (Weilrod) und Geisberg (Erbach/Mossautal).

    Beim Windpark Greiner Eck wurde eine Ausnahme für den Fichtenkreuzschnabel im Zusammenhang mit der Baufeldfreimachung zugelassen.

    Im Regierungsbezirk Gießen wurden bisher zwei Anträge auf Ausnahmen vom Tötungsverbot gemäß § 44 BNatSchG im Zusammenhang mit der Genehmigung von Windenergieanlagen gestellt. Dies betrifft folgende Vorhaben:

    Windkraftanlagen Rabenau Geilshausen: Vorsorglicher/überschießender Ausnahmeantrag für den Schwarzstorch (Bescheid nach dem BundesImmissionsschutzgesetz vom 6. August 2013),
    Windkraftanlagen Gladenbach-Rachelshausen: Ausnahmeantrag für den Mäusebussard (laufendes Verfahren).
  • Urban Denz
    vor 2 Wochen
    Was für eine üble Schreibe! Die klageberechtigten Naturschutzverbände und Vereine sind demzufolge Saboteure des Windkraftausbaus und was macht man mit Saboteuren? Hinrichten. Unrechtsregime lassen grüßen, gell. Noch sind wir ein demokratisches Land, in dem jeder Bürger und eben auch Verbände das Recht haben, zu klagen. Und sollte Herrn Lessat das Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz entgangen sein, worin der Europäische Gerichtshof mit einem Richterspruch die Rechte der Umweltschützer gestärkt und Deutschland das Gesetz zu deren Gunsten angepasst hat? Dann sollte er sich vielleicht einmal damit befassen. Schönes Foto übrigens. Mit besten Grüßen aus dem Schwarzwälder Widerstand! https://www.fachagentur-windenergie.de/fileadmin/files/Veroeffentlichungen/FA_Wind_Hintergrundpapier_UmwRG_Klagemoeglichkeiten_12-2017.pdf?fbclid=IwAR3iTb_cKBssEnXY2zljh74TgMCKawnR-lsMMR2IEWjv6BDbz_4Bc_iIVnY
    • Anarchrist
      vor 2 Wochen
      "was macht man mit Saboteuren? Hinrichten."

      Danke für den Einblick in ihr extremistisches Inneres. Nichts hätte entlarvender sein können.
    • Josef Tura
      vor 2 Wochen
      @ anarchrist
      Wenn man keine Ahnung (von Ironie) hat und/oder mit erkennbar denunziatorischen Absichten bestimmte Äußerungen fehlinterpretiert, einfach mal.......
      In der Zwischenzeit könnten Sie ja die Fakten nachlesen, die Werner Adrion hier aufgelistet hat.
    • Urban Denz
      vor 2 Wochen
      Haha, sagt einer, der mit "Anarchrist" Wortspielereien betreibt und sich als Anarchist outet!
    • Dani
      vor 1 Woche
      Na, da kann ich sie beunruhigen:
      ich bin auch Anarchist.
  • Immo Vollmer
    vor 2 Wochen
    Möglicherweise repräsentativer Artikel für dieses Blatt, denn beim Öffnen des Artikels klappt der Werbebanner des Blattes auf mit der Aufschrift: "Wir sind die Guten – gehören Sie schon dazu".
    Das sagt doch eigentlich alles: Das steht doch für Fanatismus, fern einer objektiven Berichterstattung, die auch die berechtigten Argumente der anderen Seite würdigt.
    Leider gibt es in dieser hitzigen und v.a. mit Angst machenden Weltuntergangzenarien geführten Periode bei vielen so wenig objektiven Sachverstand wie zu der ähnlich aufgeheizten Zeit der Hexenverbrennung.
    Fakt ist, dass wir die negativen Wirkungen unseres ausschweifenden Lebensstiels möglichst schnell korrigieren müssen. Das darf aber dann nicht dazu führen, dass unser unbändiger Verbrauchshunger an Energie die uns umgebende Landschaft und Natur zerstört.
    Es gibt zahlreiche wissenschaftliche Forschungen die gerade bei der Windkraft die Verluste auf bestimmte Vogel- und Fledermausarten in Beziehung zur Nachwuchsrate setzen. Das Ergebnis: wir nähern uns einer Obergrenze an, unter der die Population dieser Arten zusammenbrechen wird. Diese Größe liegt leider in etwa schon beim aktuellen Ausbauzustand. Nur ein Grund warum es nur noch schleppend weiter gehen kann.
    Warum fordern eigentlich der halbblinde Artikelschreiber nicht das Ausschöpfen des Einsparpotenzials und auch das Energieproduzierpotenzial bei jedem Einzelnen, v.a. jedem Hausbesitzer? Das Potenzial der Siedlungen zur Stromerzeugung und Einsparung ist noch gigantisch. Vielleicht weil es der neu etablierten Energieindustrie keine Gewinne verspricht.
    Wir haben aktuell einen Sinneswandel in der Umweltschutzpolitik. Während man zwischen der Ideologie „Macht Euch die Erde untertan“ und der sich ab den 70-er Jahren einsetzenden Einsicht, „das die Natur ihrer selbst willen schützenswert ist“ und große Bereiche von Besiedlung und industriell verfremdender Nutzung geschützt wurde, scheint jetzt jede Nutzung wieder möglich zu sein, die dem Zweck entspricht – Natürlich nur wenn man zu den „Guten“ gehört.
  • Michael Musil
    vor 2 Wochen
    Eine Industrie, die sich etabliert hat und an die GRENZEN des Wachstums stößt muss natürlich reagieren. Ob das mit erzwungenem Wachstum der richtige Weg ist wage ich zu bezweifeln. Tüftler und Erfinder, die auch andere Alternativen aufzeigen werden mit schöner Regelmäßigkeit nieder gemacht, weil deren Erkenntnisgewinn entweder mit dem veralteten Schulwissen nicht in Einklang zu bringen ist, oder weil der Return of Invest noch nicht abgewickelt ist und man schlecht eingestehen kann, dass man auf das falsche Pferd gesetzt hat. In den Kreisen, die sich mit den sog. "Erneuerbaren Energien" (der Begriff verträgt sich eigentlich nicht mit dem viel gebrauchten "Energieerhaltungssatz") kennt man scheinbar nichts anderes als Sonne, Wind und Biomasse. Die Entwicklungen gehen inzwischen aber viel weiter und kommen mit weitgehend weniger Naturverbrauch und Beeinträchtigung aus, als das derzeit der Fall ist. Nur die Uneinsichtigkeit Derjenigen, die in die vermeintlich richtige Richtung investiert haben und den Irrweg nicht zugeben wollen verhindert eine nachhaltige Lösung. Beispiele gibt es in Hülle und Fülle und schon seit Jahrzehnten. Ein aktuelles sei hier genannt: https://youtu.be/JQa2xjWa9RQ
    Ich hoffe die stehen das durch und werden nicht wie viele Andere platt gemacht.
    • Dani
      vor 2 Wochen
      Hab mal kurz auf den Link zu Youtube geklickt und was finde ich:
      ein paar Leute, die glauben mit "freier Energie" ein Perpetuum Mobile betreiben zu können, was sie natürlich nicht so nennen, weil es ja mit "freier Energie" arbeitet.
      Das ist bösartiger Esoterikquatsch, mit dem schon viele Leute hinters Licht geführt wurden.

      Ich zitiere mal aus der Wikipedia (ja, ich weiß, nicht der Quell aller Weisheit, aber über die Suchbegriffre "Freie Energie + Betrug" gibts im Internet noch andere Quellen):

      "Die Existenz einer solchen Energiequelle ist weder belegt noch wissenschaftlich anerkannt. Menschen, die an ihre Existenz und Nutzbarkeit glauben, beantworten die ihnen entgegengebrachte Skepsis oft mit Verschwörungstheorien."

      Den Leuten, die an "freie Energie" glauben, möchte ich , wie Greta den Politikern, zurufen:
      Hört endlich auf die Wissenschaft.
  • Jörg Rupp
    vor 2 Wochen
    Am Ende hilft es nichts - der Rechtsstaat muss funktionieren. Alles was hülfe, wäre, mehr Richterstellen zu schaffen, damit die Entscheedungen zügiger voran gehen und die Windräder gebaut werden können.
    Denn es bleibt keine Kulturlandschaft, die die Gegner erhalten wollen,wenn der Klimawandel so fortschreitet, wie prognostiziert. Es ist kaum anzunehmen, dass es keine Auswirkungen auf uns hat, wenn halb Holland unter Wasser steht. Und es ist kaum anzunehmen, dass der Wald sich erholt, wenn noch ein trockener Sommer kommen sollte- zum Glück war der Herbst einigermaßen feucht.
    Energieerzeugung kostet schon immer Geld, deshalb ist das Rentabilitätsargument keines. Atomkraftwerke und Khlkraftwerke haben uns Milliarden und Abermilliarden gekostet, bei der Atomkraft sitzen wir auf weiteren Milliarden Entsorgungskosten. Da fallen ein paar Millionen für Windenergie nicht ins Gewicht. Wenn man die Atomforschung aufgegen würde, hätte man sie schon.
    • Anarchrist
      vor 2 Wochen
      Danke, Herr Rupp, für ihre differenzierte Sicht der Sachlage. Es müssen allerdings nicht unbedingt mehr Richter her. Die bestehenden könnten auch entlastet werden, z.B. durch die Legalisierung von Cannabis.

      Auf Seiten der Legislative schlummert auch noch viel Potential. Der Ausdruck von Rechtsstaatlichkeit erfüllt sich in der Anwendung geltenden Rechts durch den Staat. Wir haben keine einheitlichen Regeln und ich denke ohne EU-Rechtsnorm, wird es die in Deutschland auch nicht geben. Es werden zu viele Süppchen im Kleinen gekocht, obwohl der Esstisch - als auch der anhängliche Abwasch - global sind.
  • Matthias Dahlmann
    vor 2 Wochen
    Der Autor hat wohl den Ernst der Lage nicht begriffen. Viele Windpark Projekte landen vor Gericht, weil die Planer gegen alle Regeln verstoßen. Gutachten werden gefälscht, Abstände nicht eingehalten und störende Horste seltener Vögel vorsätzlich zerstört. Wenn Klimaschutz gleich Umweltzerstörung bedeutet, dann gute Nacht.
    Die Windkraftmafia muss aufgehalten werden, bevor auch das letzte Naturschutzgebiet zertrampelt ist.
    Wacht bitte mal auf ihr heuchlerischen Klimaschützer. Fahrt Fahrrad statt E-SCOOTER.
    • Alexandra Mayer
      vor 2 Wochen
      Niemand ist gegen gerichtliche Überprüfung von Genehmigungsverfahren. Aber die Windkraft per se ist nicht das Problem.
      Für den Braunkohletagebau werden ganze Dörfer und Wälder abgebaggert. Ist aber halt nicht hier in der heilen Welt von BW. Hier wollen wir keine Kernkraft und keine Windkraft und keine Steinkohle und keine Braunkohle, Geothermie auch nicht und Flächen-PV ist häßliich. Ich wäre immer dafür, dann halt den Strom abzustellen, weil ihn ja offenbar keiner haben will.
  • Volkhard Wille
    vor 2 Wochen
    Vorweg: Eine naturverträgliche Energiewende ist notwendig und möglich.

    Ich empfinde den Artikel als einseitig und einige Fakten sind auch falsch. So kommt eine nicht unerhebliche Zahl der Klagen aus Artenschutzgründen von der Windkraft-Industrie selber, die sich damit gegen Auflagen (z. B. Abschaltzeiten) wehrt. Warum wird das im Artikel unterschlagen?

    In der zitierten Umfrage der Fachagentur Windkraft an Land steht eben auch, dass von den insgesamt derzeit 2225 blockierten Windenergieanlagen rund 1000 (45%) wg. Drehfunkfeuer/Luftverkehr, über 900 (40%) wg. Militär und 325 (15%) aufgrund von Klagen blockiert sind. Von den Klagen erfolgen 195 u. a. auch wg. Artenschutz (8,7%). Warum wird nicht über die wichtigsten Blockadegründe gesprochen bzw. geschrieben?

    Nur dann, wenn Genehmigungen nicht nach Recht und Gesetz erfolgt sind, können Klagen überhaupt erfolgreich sein - das ist Rechtsstaat. Ein Klage kostet schon in der ersten Instanz einige zehntausend Euro, so dass "Klage-Hansel" schnell die Lust verlieren.

    Die Frage wer nach Umweltrechtsbehelfsgesetz anerkannt ist und klagt, ist völlig unerheblich. Vor Gericht entscheiden allein sachliche und juristische Gründe.

    Natur- und Artenschutz im Sinne des allgemeinen Biodiversitätsschutzes ist ein hohes und eigenständiges Schutzgut, dass man auch beim Ausbau der Erneuerbaren Energien beachten muss. Und da gibt es - wissenschaftlich gut begründet - durchaus erhebliche Probleme. Es gibt z. B. vom Bundesamt für Naturschutz gute Konzepte, wie man den Ausbau der Erneuerbaren Energien und gleichzeitig den Schutz der Biodiversität organisieren kann.

    Die Windkraftlobby muss sich fragen lassen, ob sie mit diesem künstlich hochgezogenen Konflikt wirklich an der "richtigen Schraube" dreht - oder ob nicht durch die (ebenfalls überzogenen) Gegenreaktionen vor allem im ländlichen Raum die politische Blockade der Energiewende nicht erst befördert wurde.
  • Real Ist
    vor 2 Wochen
    Markus Mann

    Eigentlich wollte ich mich nicht zum Thema äußern, aber so eine fatale Unkenntnis kann man nicht unwidersprochen stehen lassen, es gibt Fakten bis zum Umfallen, man müsste sie nur mal lesen.

    "Wir haben ein Klimaproblem - wer das bestreitet sollte das mit Fakten belegen."

    https://galileoverschworung.wordpress.com/tag/keine-globale-erwaermung-seit-1998/

    https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/wp-content/uploads/2019/04/WMO_Grafik_WaermsteJahre_2014_bis_2018_20190422.jpg

    Der erste Link zeigt verlässliche Satellitendaten von RSS und UAH von 1998 bis 2015 an.

    Der zweite Link zeigt die Temperatur von 2014 bis 2018 an, die Daten sind vom WMO Genf und können ebenfalls nicht ernsthaft bestritten werden.

    Fazit:
    Es ist in keinster Weise ein Erderwärmungsproblem vorhanden, seit 1998 bis heute macht die Erderwärmung eine Pause, die Idealtemperatur von 15 Grad wurde im genannten Zeitraum kein einziges Mal erreicht oder überschritten.

    Die Horrorszenarien der Alarmisten sind nicht eingetroffen und können mit keinem einzigen pysikalischem Experiment belegt werden.
    • Nico
      vor 2 Wochen
      So so.

      Real ist:

      Bangladesh - suchen nach "flooding school cropland Bangladesh"

      Und man findet:

      https://www.thedailystar.net/backpage/flood-in-bangladesh-takes-heavy-toll-schools-1771993

      und viele andere mehr.

      Klar: für uns ist das nicht "real". Ist ja in Bangladesh.

      Das Ungeschickte an der Ignoranz ist, dass man sie selber nicht einfach erkennen und durchschauen kann.

      Alles ist mit Allem verbunden.

      "I am no rock - I am no island".
    • Real Ist
      vor 2 Wochen
      Überschwemmungen in sind ein immer wieder gern verwendetes Argument der Klimakirche für Leichtgläubige, die alles glauben, was Pfaffen von der Kanzel runterpredigen.

      Religion beiseite und zu den Fakten, die wahren Ursachen für die ständigen Überschwemmungen sind nicht etwa ein besorgniserregender Anstieg des Meeresspiegels durch eine (wie oben eindeutig belegt) nicht existente gefährliche Klimaerwärmung, die wahren Ursachen sind die geographische Lage, Sedimentverfestigungen und umweltschädliche Baumrodungen, mit CO2 haben diese Überschwemmungen so viel zu tun, wie eine Kuh mit Mathematik.

      https://diercke.westermann.de/content/bangladesch-%C3%BCberschwemmungen-978-3-14-100700-8-166-4-0

      Die Überschwemmungen werden verstärkt durch den Holzeinschlag im Mangrovenwald und im Khasigebirge. Die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen durch Brandrodung hat an ganzen Bergflanken zu Kahlschlägen geführt. Die Regenmassen der Sommermonate spülen dort den Boden ab.

      https://www.eike-klima-energie.eu/2011/05/27/der-grosse-schwindel-mit-dem-meeresspiegel-es-gibt-keinen-alarmierenden-anstieg-des-meeresspiegels/

      https://kaltesonne.de/flussdeltas-in-indien-und-bangladesch-saufen-ab-n24-lasst-kustenabsenkung-als-folge-der-sedimentverfestigung-als-wichtigsten-grund-unerwahnt/
    • Jue.So Jürgen Sojka
      vor 2 Wochen
      @Real Ist, mit derart wenigen Worten derart realitätsfremde Aussagen "tätigen" ist die standardisierte Handlungsweise von Realitätsfremden! [1]

      Nun begibt sich der Artikel-Schreiber Jürgen Lessat in eine Ecke der Sprachanwendung, die von Ideologen nur zu gerne angewandt werden »fanatischen Windkraftgegnern«, um die nicht dem eigenen WELTBILD zugehörenden in eine andere Ecke zu stellen!
      Nicht dienlich der Kommunikation und der Bereitschaft im Dialog Ansichten und Meinungen zu tauschen – ohne zu befürchten die eigene Meinung austauschen zu müssen!!!
      bpb 1.10.2011 http://www.bpb.de/gesellschaft/medien-und-sport/krieg-in-den-medien/130729/johan-galtung
      Johan Galtung ist Friedensforscher und anerkannter Mediator. Er zeigt Wege auf, wie Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen sind. Galtung gilt als Gründungsvater der Friedens- und Konfliktforschung.
      SWR1 B-W Leute am 13.10.2011 https://c.web.de/@337901998990951104/Isl9e9qRTTGXSo_GvPn6EA/721233104462676648
      Ab Min. 11:20 Basis der Konfliktbewältigung: „Also die Methode ist Dialog. Dialog ist immer mit Fragezeichen und immer in Konjunktiv. Deswegen ist die Deutsche Sprache eine ausgezeichnete Vermittlersprache und die _englische_ sehr schlecht, die _norwegische_ unmöglich!“

      [1] Horst Seehofer am 20.05.2010 bei Pelzig unterhält sich https://www.youtube.com/watch?v=MDWqSWKCAs8#t=4m38s E. Pelzig „Ich hab jetzt für die Sendung sehr viel gelesen. Weil ich gedacht hab, ich will jetzt mal nichts glauben, sondern ich möchts wissen! Und dann versuch ich zu wissen. Und dann entdecke ich für jedes meiner Vorurteile gibt es irgendeinen Professor der's bestätigt. Also am Ende muss ich wieder entscheiden: Wem von den Vögeln soll ich glauben. Und Ihnen geht's ja eigentlich auch net besser. Sie können ja au net alles wissen. Wie entscheiden Sie den, wem Sie was glauben?“
      H. Seehofer „Ich ä versuche nach dem logischen Menschenverstand zu entscheiden. Denn es is so wie Sie sagen: Diejenigen die entscheiden ham, sind nicht gewählt. Und diejenigen die gewählt werden ham nichts zu entscheiden.“
      +++ Wie entscheidet Horst Seehofer? Nach dem logischen Menschenverstand. Aha. +++
  • werner adrion
    vor 2 Wochen
    Windkraft hat dann eine Berechtigung wenn die notwendige Windhöffigkeit gegeben ist. Das ist im Norden Deutschlands der Fall. Die unterste Ertragsschwelle liegt bei 60 % des Referenzertragswertes und das 5 Jahre zusammenhängend. Die Wirtschaftlichkeits-schwelle liegt bei 80 %.

    Bei uns im Südwesten schaut es aus wie folgt :
    Der Windpark Hasel erreichte 2018 ca, 50,6 %, Amtenhauserberg bei Geisingen 49 %, Verenafohren bei Tengen knapp 45 %, Tännlebühl ca. 50 % und die Anlage Weißmoos bei Emmendingen knapp 56 %.

    Dabei war 2018 ein überdurchschnittliches Windjahr. Neben der deutlich mangelhaften Produktion und der fehlenden Wirtschaftlichkeit, sind Anlagen im Südwesten weitab von einer Systemtauglichkeit, sondern das Gegenteil ist der Fall.

    Der Schwarzwald sollte sich zu schade sein sich für eine ausschließliche Symbolpolitik, verschandeln zu lassen, ansonsten ist dabei kein Nutzen zu erkennbar.
  • Leonardo-41
    vor 2 Wochen
    Das eigene Leben belastet immer ein anderes oder auch mehrere.
    Wir haben ein Kliomaproblem - wer das bestreitet sollte das mit Fakten belegen.
    Die Verbrennung von fossilen Stoffen zur Strom- oder Wärmegewinnung sollte so schnell als möglich eingestellt werden.
    Strom ist ein guter Vorreiter dafür - das konnte man in den letzten Jahren erfahren.
    Die Landschaft verändert sich - unbestritten. Aber besser so als dass keine Landschaft mehr da ist.
    Windenergie (WEA) sind in den Jahren 2018 und aktuell so stark eingebrochen weil es die Regierung - vertreten durch Gabriel und Altmaier - so wollte. Berechtigte Einwände der Naturschützer sollten berücksichtigt werden und das werden sie auch - die Ausgleichsmaßnahmen können dann gerne mitgestaltet werden. Dadurch profitiert der Natur- und Artenschutz sogar.
    Es werden keine Wälder gerodet für WEA - das ist Quatsch. Eine WEA braucht die Hälfte eines Fußballfeldes an Platz und nochmal die gleiche Menge an Zuwegung.
    Schaut mal auf Google Earth und sucht die WEA im Verhältnis zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen oder den zugepflasterten Flächen der Bebauung.
  • Markus Mann
    vor 2 Wochen
    Der Artikel greift das Dilemma in dem die Menschheit steckt sehr gut auf. Leider wird von dem frühpensionierten Schulleiter Harry Neumann (Naturschutzinitiative), der sich selbst Experte nennt, kein plausibler Vorschlag für eine alternative Energieversorgung unterbreitet. Es ist auch rätselhaft, wie sich die Gegner von erneuerbaren Energien (Vernunftkraft, Wildtierstiftung, Naturschutzinitiative, ...) eigentlich finanzieren.
    Es wird in Zukunft an motivierten Energiegenossenschaften und Kleinprojektierern fehlen. Das Risiko einer Projektentwicklung im Bereich der Windkraft kann kaum ein Mittelständler oder eine Genossenschaft mehr übernehmen. Ich glaube, wenn das Werk der Gegner vollbracht ist und das Projekt der weiteren "Demokratisierung und Dezentralisierung" zerstört ist, wird sich in ein paar Jahren die Politik hilfersuchend an die großen Monopolisten der Vergangenheit wenden und um den Ausbau der erneuerbaren Energie flehen. Die Gesetze werden dann passend gestaltet und neue Windkraftanlagen werden errichtet. Leider nicht vom Mittelstand und Energiegenossenschaften. Eines ist sicher: Am Ende wird es für alle viel teurer und wir haben wertvolle Jahre verloren!
  • Gerald wissler
    vor 2 Wochen
    Ohne Paragraf 3 Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz hätte auch die Deutsche Umwelthilfe keine einzige Klage einreichen können. Das Wesen des Rechtsstaates ist es nun einmal, daß Gesetze für alle gelten.
    Wer also also das Verbandsklagerecht abschaffen will, soll das auch offen sagen.
    Außerdem, ob eine Klage letztlich erfolgreich ist, entscheidet nicht der Kläger, sondern unabhängige Richter. Und wenn deshalb der eine oder andere Rotor nicht gebaut wird, ist das auch gut so.
  • Andreas Bitz
    vor 2 Wochen
    Geht es nicht noch etwas fanatischer und einseitiger? Wie wäre es, die gewichtigen Argumente von Windkraftgegnern, Bürgerinitiativen, betroffenen Bürgern aus der Zivilgesellschaft nicht in Bausch und Bogen zu verdammen. Fakt ist doch, daß noch so viele Windkraftanlagen gerade in wertvollen Kulturlandschaften und in gerodeten Wäldern bei Flaute, Nebel, nachts etc. nichts, aber auch gar nichts zur Energiewende beitragen können. Es geht nicht um Prozesshanseln, sondern um die Möglichkeit gerichtlicher Prüfung des Behördenhandelns im Sinne des Arten- und Naturschutzes, des Landschaftsschutzes. Das sind ehrenwerte Anliegen, die nicht den einseitigen Wirtschaftsinteressenten von Lobbyisten geopfert werden dürfen.
    • Alexandra Mayer
      vor 2 Wochen
      Ich finde den Artikel ziemlich ausgewogen. Er beleuchtet halt mal die andere Seite. Das sollte man aushalten können.

      Zum "Fakt, dass Windkraftanlagen bei Flaute nichts zur Energiewende beitragen können": das ist natürlich richtig. Deswegen baut man Windkraftanlagen dort, wo es selten Flaute gibt und man nimmt Schwachwind-optimierte Anlagen. Denn auch wenn nach allgemeiner Auffassung der Strom aus der Steckdose kommt - irgendwie muss er auch produziert werden. Und wer einmal an den Tagebaustätten im Osten vorbeigefahren ist, ist für jedes Windrad dankbar.

      Ansonsten geht es im Artikel nicht um die völlig akzeptierte gerichtliche Überprüfung von Behördenhandeln, sondern um professionelle Windkraftgegner, die sich das Prozesshanseln zum Beruf gemacht haben. Und das muss man kritisieren.
    • Karl Heinz Siber
      vor 2 Wochen
      Ihr mit "Fakt ist doch" beginnender Satz zeigt, was für ein dickes Brett Sie vor dem Kopf haben. Im Artikel wird doch mit Zahlen belegt, welch großen Beitrag die Windkraft an Land zur CO2-Vermeidung leistet. Sie behaupten schlicht das Gegenteil. Aber so sind sie halt, die Windkraftgegner.
    • Hermann Dirr
      vor 2 Wochen
      So sind sie die Windkraftgegner, recherchieren und zweifeln Ergebnisse, auch die des Umweltbundesamtes an.
      Zitat: "Tatsächlich vermieden laut Umweltbundesamt (UBA) erneuerbare Energien im Stromsektor im vergangenen Jahr insgesamt 144 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Allein die Windenergie ersparte dem Klima 76,3 Millionen Tonnen."

      Windkraft und PV sind als die beiden Hauptstandbeine diese sogenannten Energiewende auserkoren. Windkraft will man trotz fehlender Speicher bis zum Jahr 2040 auf ca 275 GW ausbauen und PV auf 415 GW
      Das sind Zahlen die Greenpeace in einer Studie verbreitet wurden.
      Dazu Biomasse auf 20 GW und Wasserkraft auf 7 GW.

      Nun rechnen wir mal. Nachts liegt die PV bei Null, das bleibt auch bei 415 GW so, von privaten Haushaltsspeicher mal abgesehen.

      Bei der Windkraft lag die gesicherte Leistung (in 2018) bei 0,277 GW, bei einer installierten Leistung von 59 GW.

      Das bedeutet, die gesicherte Leistung läge bei 275 GW installierter Leistung, bei gleichen Windvorraussetzungen, auf gerade mal 1,29 GW

      Da der Strombedarf eher noch rasant steigen wird, kommen wir bei den EEs, wenn es gut läuft auf gerade mal 20 GW Biomasse plus 7 GW Wasserkraft plus 0 GW PV plus 1,29 GW Windkraft, auf 28,29 GW gesicherte EE-Leistung.

      Ja natürlich können wir Kohle und Atom durch Gaskraftwerke ersetzen. Aber dann benötigen wir die EEs nicht.
      Aber uns wird vorgemacht, dass EEs durch Senkung des CO2 Ausstoßes unser Klima retten können.
      Aber wo bleibt diese Senkung?
      1999 lagen die "Treibhausgas-Emissionen" bei der Energiewirtschaft bei 345 Millionen Tonnen.
      2017 bei 313 Millionen Tonnen
      Macht ein Rückgang von 32 Millionen Tonnen, trotz einer installierten EE-Leistung von 111,26 GW (Stand 2017)
      Die Fa Juwi, aber auch andere Windkraftunternehmen, rechnen uns vor, dass eine 3 MW Anlage im Jahr 5.500 Tonnen Treibhausgase vermeidet.
      Auch da rechnen wir mal.
      2017 lag die installierte Leistung der Windkraft bei 55.720 MW
      Macht 55.720 / 3 * 5.500 = 102 Millionen Tonnen vermiedene Treibhausgase, nach der Juwi-Rechnung
      Dazu sollten ja die anderen EEs auch Treibhausgase vermeiden, denn darum werden sie dem Volk ja als Klimaretter verkauft.
      Lege ich die gesamte installierte Leistung der EEs zugrunde und setze voraus, dass die anderen EES ebenso wie die Windkraft zur Senkung der "Treibhausgasemissionen" beitragen, dann hätte der Rückgang bei 204 Millionen Tonnen eingesparte "Treibhausgasemissionen"liegen müssen.
      Das Umweltbundesamt verzeichnet in dieser Zeit, ich schrieb es oben schon, nur einen Rückgang von 32 Millionen Tonnen.
      Macht einen Fehlbetrag von 172 Millionen Tonnen.
      Wo ist der Rückgang, den uns die Klimaretter verkaufen?
      Allein bei Windkraft sollten es doch 102 Millionen Tonnen sein.
    • PL
      vor 2 Wochen
      Das Nachts die Sonne nicht scheint war mir ja schon fast klar, aber wusste gar nicht das Nachts der Wind abgestellt wird.

      Wo denn bitte kommen die 0,277 GW gesicherte Leistung her.

      Mit Ihrer Rechnung gehen Sie davon aus das jeder Windkraftanlagen Typ das selbe einspart. Dies kann so aber nicht funktionieren, da ältere Anlagen weniger Leistung heben und somit auch weniger. Wenn Sie das schon rechnen dann hängen Sie einen Wert an die kW/h.

      Insgesamt wurden 2018 rund 187 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente durch die Nutzung erneuerbarer Energien vermieden. (Quelle: Umwelt Bundesamt)

      Als prinzipieller Windkraftgegner können Sie sich das ja gerne schön reden.

      Denn nur kritisieren hilft auch nicht weiter. Nur weil z.B jetzt die Technologien für effiziente Speichertechnologien noch nicht ausgereift sind, weiter auf Kohle oder Atomstrom zu setzen macht das ganze auch nicht besser.
    • Jue.So Jürgen Sojka
      vor 2 Wochen
      @Andreas Bitz,
      Durch Erlass des Bundesministers des Innern vom 28. Dezember 1971 (abgedruckt in Anhang II, Ziffer 1) ist ”zur periodischen Begutachtung der Umweltsituation und der Umweltbedingungen in der Bundesrepublik Deutschland und zur Erleichterung der Urteilsbildung bei allen umweltpolitisch verantwortlichen Instanzen sowie in der Öffentlichkeit” ein Rat von Sachverständigen für Umweltfragen gebildet worden (§1).
      Dies der Auszug aus meinem Kommentar in KONTEXT 421 "Scheuer und wie er die Welt sieht" https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/421/scheuer-und-wie-er-die-welt-sieht-5873.html#comment23280
      Umweltgutachten 1976 PDF mit 91 MB – 1978 mit 143 MB – 1987 mit 172 MB
      +++ Erlass vom BMI 1971 _ lesen, aufnehmen und zum eigenen Denken erwählen! +++

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochvormittags unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.JETZT ANMELDEN

Letzte Kommentare:







Ausgabe 450 / Wir schweigen nicht / Peter Bahn / vor 6 Stunden 12 Minuten
Kann man auch per PayPal spenden?








Ausgabe 450 / Wir schweigen nicht / Nick Rudnick / vor 1 Tag 2 Stunden
Auf hoher See und vor Gericht ...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!