Rechtsstaat nach Gusto

Der Aufschrei war groß 2018: "Asyl-Aufstand" in Ellwangen! Großrazzia! Polizisten verletzt! Die Bilder waren martialisch, die Worte auch – Social Media kochte über vor Wut auf Flüchtlinge, die sich der deutschen Polizei widersetzen. Aber das Ende vom Lied, fast zwei Jahre später? Interessiert kaum.

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Skandal! Skandal!

Meistens ist das so. Medien vermelden eine Sensation, mindestens etwas Aufregendes, und am besten: einen Skandal! Egal ob es Lungenärzte sind, die für den Diesel streiten, oder Klimawandelleugner, die vor den Gefahren der Windkraft warnen. Die erste mediale Aufregung bleibt immer hängen, die erste Sau, die sprichwörtlich durchs Dorf gejagt wird, quietscht immer am lautesten. Und hinterlässt Spuren im Hirn. Deutlich und nachhaltig. Was danach…

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Die Hölle auf Erden

Seit der sogenannten Flüchtlingskrise 2015 gibt es das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos. Die Lage dort verschlechtert sich stetig. Jetzt, im März 2020 und mit einem drohenden türkischen Präsidenten im Nacken, hat sich Deutschland entschlossen, anderthalbtausend Kinder aus den griechischen Lagern herauszuholen. Für die verbliebenen Menschen bleibt es fürchterlich.

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Genossen gegen Genosse

Es ist wie bei KaninchenzüchterInnen: Ein Verein gibt sich Regeln, schreibt sie in seiner Satzung fest. Wer dagegen verstößt, wird sanktioniert. Und so droht dem Tengener SPD-Bürgermeister Marian Schreier nun der Parteiausschluss. Aber der will jetzt erst recht Stuttgarts nächster Oberbürgermeister werden.

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Kontrolle kontrolliert

Bei der Reform des Polizeigesetzes und dem Bleiberecht für Geflüchtete hat sich die grün-schwarze Landesregierung auf einen Kompromiss verständigt. Polizisten dürfen unter Auflagen in Privatwohnungen filmen und müssen protokollieren, warum sie Menschen auf Großveranstaltungen durchsuchen. Das begeistert nicht alle Fußballfans.

Die Kunst des gemeinsamen Denkens

Trotz heftiger Kritik bleibt es dabei: Zufällig ausgewählte BürgerInnen werden sich mit der Sanierung der Stuttgarter Oper befassen und ein Votum abgeben. Tatsächlich hat sich das Beteiligungsverfahren hierzulande vielfach bewährt. Und ist andernorts sogar in der Verfassung verankert.

Nicht zu viel loben

Dass es am Stuttgarter Opernhaus irgendwie anders zugeht – leiser, achtsamer, auf Augenhöhe –, das versucht der Film "Das Haus der Guten Geister" zu zeigen. Nur kann ihm das nicht gelingen, denn er folgt nur einer einzigen Produktion des Ex-Intendanten Jossi Wieler.

Durchatmen, bitte!

Der "Hurensohn" geht im Stadion nicht mehr als Folklore durch, seit damit ein Schwergewicht des Investorenfußballs geschmäht wurde. Unser Kolumnist sieht das als Chance für eine allgemeine Bewegung gegen den Hass. Den KSC will er aber weiterhin beleidigen dürfen.

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Wie ein Pfeil ins Herz

Ein Mann guckt und Hunderte Menschen sind verzückt. Weil dieser Mann nämlich den "gebenden Blick" hat – und eine Menge Goldschmuck zu verkaufen.

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Massenmord mit SPD-Billigung

Rechter Umsturzversuch: Am 13. März jährt sich der Kapp-Putsch zum hundertsten Mal. Klaus Gietinger hat darüber und über den darauffolgenden Ruhraufstand ein Buch geschrieben, das viele bislang unbeachtete Quellen berücksichtigt. Die damaligen Sozialdemokraten kommen nicht gut weg.

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