Versprochen! Gebrochen?

Von der langen Bank in den Gully: Ausgerechnet Innenminister Reinhold Gall (SPD) stiftet seine Partei dazu an, ein Wahlversprechen zu brechen. Er stellt die – unter dem Eindruck des Schwarzen Donnerstags – im Januar 2011 mit Riesenmehrheit beschlossene Kennzeichnung von Polizeibeamten bei Demos grundsätzlich in Frage. Er will neue Verhandlungen. Und rechte Sozialdemokraten hoffen auf billige Punkte.

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Aha, Herr Gall!

Reinhold Gall (SPD) ist zuständig für Recht und Ordnung. Als Innenminister muss er darauf achten, dass die Bürger einerseits nicht über die Stränge schlagen, andererseits nicht unnötig geschlagen werden. Dafür hat er die Polizei, die immer irgendwie dazwischensteht, Respekt einfordert und nicht im gewünschten Maße kriegt, weil sie, um es freundlich auszudrücken, bisweilen größere Probleme hat, die Bürger respektvoll zu behandeln. Diesen Eindruck…

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Fürsorglich geblendet?

Der Wasserwerferprozess macht Sommerpause. Kontext stellt bald vier Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag die Frage: Warum sind eigentlich jene fünf Fälle von fahrlässiger Körperverletzung der ganze klägliche Rest an juristischer Aufarbeitung eines Polizeieinsatzes mit mehr als 400 Verletzten? Weil die Staatsanwaltschaft nicht mehr anklagen konnte. Vor allem aber nicht wollte.

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Korntal: die Lehrerin und der Fahrradkeller

Sie war eine gute Lehrerin. Das sagen nicht nur die traumatisierten Heimkinder von Korntal, die um Anerkennung kämpfen und darum, endlich gehört zu werden. Heide Scherer hat Ende der 60er-Jahre diese Heimkinder unterrichtet. Sie stellt sich ihrer Verantwortung, und das erwartet sie auch von der Evangelischen Brüdergemeinde.

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Europa am Abgrund

Es droht ein unkontrollierter Wirtschafts- und Finanzkrieg, sagt Dieter Spöri. Verursacht durch eine naive Politik, die glaubt, mit Sanktionen Russlands Präsident Putin "aus dem Sattel heben" zu können. Streng immanent argumentierend, wirft der Ex-Wirtschaftsminister der EU vor, kaum noch "bis zum zweiten Zug" zu denken.

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Schall und Rauch auf der Südbahn

Kritiker von Stuttgart 21 haben es schon immer vermutet: Die Verbuddelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde und der Bau der Trasse nach Ulm verschlingen dermaßen viel Geld, dass für andere Schienenwege wenig bis nichts übrig bleibt. Jüngstes Beispiel: die Südbahn von Ulm über Friedrichshafen nach Lindau, deren Elektrifizierung seit Jahren versprochen, aber immer wieder aufgeschoben wird.

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Tod im Zirkuszelt

Der Blutzoll, den der Süden im Ersten Weltkrieg zahlte, war hoch: Hundertausende Soldaten verloren ihr Leben an der Front, Bomben und Mangelernährung forderten viele Opfer auch unter der Zivilbevölkerung. 120 Menschen starben bei einem Fliegerangriff auf den Zirkus Hagenbeck. Der letzte Teil der Kontext-Serie "Der Weltkrieg im Südwesten".

Milliardendeal im Schweinsgalopp

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn und die LBBW haben die Stadträte aufgefordert, grünes Licht für den Verkauf von Schrottpapieren der Bank zu geben. Das haben sie brav getan, das Anlagegift in Höhe von 4,7 Milliarden Euro wurde verhökert. Über die Risiken und Nebenwirkungen hat sie keiner aufgeklärt. Eine Analyse.

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Sie sind noch unter uns

Jahrzehnte nach der Befreiung vom Nationalsozialismus sorgen ehemalige Mörder der Waffen-SS noch immer für bundesweite Schlagzeilen. Denn viele der einstigen Schergen der SS und des NS-Apparats können weiterhin ungeschoren von deutschen Gerichten ihren Lebensabend genießen.

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