Hören ja, aber nicht erhören

Das Gehörtwerden hat sich Winfried Kretschmann (65) offenbar einfacher vorgestellt. Der "Floh der Besserwisserei" sei auf die Zivilgesellschaft übergesprungen, sagt der grüne Ministerpräsident im Gespräch mit Kontext und beklagt, dass sich Teile des Protests "fanatisieren". Das bezieht er auf Stuttgart 21, den Nationalpark und die Akzeptanz der sexuellen Vielfalt an Schulen. "Dieser Käs", so Kretschmann, "ist noch nicht gegessen". Er habe nicht vor, das Land zum "größten Debattierklub aller Zeiten" zu machen.

 | Fotos: Joachim E. Röttgers
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"Lass das nicht eskalieren"

Es kann ja nicht schaden, hat sich Kontext gedacht, dem Ministerpräsidenten auf die Sprünge zu helfen. Mit dem Buch "Politische Justiz in unserem Land" – das sollte er lesen, und deshalb haben es ihm Susanne Stiefel und Johanna Henkel-Waidhofer überreicht. Den Kontext-Comic "Ökodiktator" inklusive. In der Hoffnung natürlich, dass es zur Bewusstseinsschärfung beiträgt. Denn via Buch kann Winfried Kretschmann noch einmal die Vorgänge einordnen, die…

Lächerliche Luftnummer

Ex-CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus hat einen angemessenen Preis beim EnBW-Deal bezahlt. Das sagt der Anwalt von Dirk Notheis, der den Aktienkauf mit eingefädelt hat. Wer anderes behaupte, übersehe Hunderte Millionen an Fördergeldern, die an das EnBW-Kernkraftwerk Philippsburg fließen würden. Doch von dem Geldsegen weiß selbst der AKW-Eigentümer nichts.

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Meiler mit Macken

Block B des Kernkraftwerks Gundremmingen an der Donau macht wieder Probleme. Der letzte Reaktor vom Typ Fukushima in Deutschland, betrieben von den Energieriesen RWE und EON, stand wegen "meldepflichtiger Ereignisse" zwei Wochen lang still. Umstritten ist auch das Zwischenlager; es soll jetzt eine weitere Schutzmauer erhalten.

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Strompreis-Blödsinn 2.0

SPD-Energiesuperminister Sigmar Gabriel hat ein 12-seitiges Papier vorgestellt, mit dem er die Förderung der erneuerbaren Energien reformieren will. Kontext-Redakteur Jürgen Lessat lässt kein gutes Haar am "EEG 2.0", wie Gabriels Vorschlag medienwirksam heißt. Der Bürger wird weiter betrogen und belogen, kommentiert der Energieexperte unserer Redaktion.

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Aufklären, bevor es wieder brennt

Die Aufnahme von Flüchtlingen stellt viele Gemeinden vor Probleme. Mancherorts vermengen sich die Ressentiments der Bevölkerung mit der rassistischen Hetze der organisierten Rechten – teils kommt es sogar zu Anschlägen. Doch wo frühzeitig informiert wird, gibt es positive Erfahrungen.

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NSU-Prozess: "Zu viele Zufälle"

Martin Arnold, dem beim Polizisten-Mordanschlag auf Michèle Kiesewetter auf der Heilbronner Theresienwiese in den Kopf geschossen wurde, hat am vergangenen Donnerstag beim NSU-Prozess in München ausgesagt. Kontext hat mit Arnolds Rechtsanwalt Walter Martinek gesprochen.

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Die Quelle der Lust

Die Kehrwoche gehöre zu den Schwaben wie Maultaschen und Häusle bauen, schreibt die "Bild". Und die "Stuttgarter Nachrichten" erheben sie in den Rang von Lederhose und Sauerkraut. Jetzt soll der organisierte Putzfimmel 300 Jahre alt geworden sein. Eine kleine Sensation, sagt Kontext-Redakteurin Anna Hunger, die über die Kehrwoche geforscht hat.

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Schweigen auf der Burg

Roman Herzog (79), ehemaliger Bundespräsident, ist es zu verdanken, dass der 27. Januar zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus wurde. Zweimal hat der CDU-Politiker selbst die Gedenkrede im Deutschen Bundestag gehalten. Beide Male fand der Jurist deutliche Worte. Zu den SS-Gedenksteinen vor seiner Bürotür fehlen sie ihm.

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