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Die Bahnpostoper

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 Fotos: Joachim E. Röttgers 

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Datum:

Seit November sind sich alle einig: Während der Sanierung des Stuttgarter Opernhauses soll der Betrieb im ehemaligen Bahnpostamt weitergehen. Marc-Oliver Hendriks, der geschäftsführende Intendant, bietet Kontext eine exklusive Führung.

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Im Scherenschnitt sind die Beatles zu sehen, wie sie auf dem Cover der LP "Abbey Road" die Straße überqueren. Weitere Stellwände zeigen die Konterfeis von Martin Luther King und dem Boxer Muhammad Ali, außerdem eine unbekannte Frau mit Kopftuch und kleinem Kind. Die Stellwände im ehemaligen Paketpostamt in der Stuttgarter Ehmannstraße stammen aus einem Schülerprojekt. Sie sollten die große, kahle Halle wohnlicher machen, als diese im Jahr 2015 vom Land Baden-Württemberg angemietet wurde, um hier die größte Flüchtlingsunterkunft der Landeshauptstadt einzurichten. Doch dazu kam es nicht.

2001 hatte die Stadt Stuttgart das gesamte Gleisvorfeld des Hauptbahnhofs der Bahn abgekauft. Nur das frühere Bahnpostamt, an der äußersten Ecke zwischen Rosensteinpark und Unterem Schlossgarten gelegen, befindet sich weiterhin im Besitz der Deutschen Post. Auf dem Vorplatz und in der unteren Etage lädt der zur Post gehörige Paketdienst DHL weiterhin Pakete vom LKW auf kleine Elektroscooter, um sie im Stuttgarter Stadtgebiet zu verteilen. Die große Halle darüber steht weiter leer.

Nach langem Hin und Her haben sich im vergangenen November fast alle Gemeinderatsfraktionen sowie die Intendanten der Staatstheater dafür ausgesprochen, das ehemalige Paketpostamt während der Sanierung des Opernhauses als Interimsstandort zu nutzen. 34 431 Quadratmeter Flächenbedarf hatten die Staatstheater angemeldet, 35 000 stehen zur Verfügung. Nicht vor Ende 2023 soll die Sanierung beginnen und der Umzug ins Bahnpostamt stattfinden. Mindestens fünf Jahre muss die Oper dann dort bleiben.

Kontext hat wiederholt über die Entwicklungen rund um den Interimsstandort berichtet. Daraufhin meldete sich der geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks und bot eine Führung an. 


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2 Kommentare verfügbar

  • Mia Paule
    am 14.02.2018
    Antworten
    Also muss Stadt das Postamt noch kaufen? Oder wird es gepachtet? Und was spendieren die KuhnsBackes dem Opernfans? Damit eine Interimsspielestätte entstehen kann? Natürlich mit allen Annehmlichkeiten, die das so verwöhnte gehobene Kulturheuschreckenpublikum fordert!

    Und: schon mit dem Bücherknast…
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