Nepal, Patan, Durbar Square: in aller Frühe an einem Wintermorgen vor dem Krishna-Tempel.

Nepal, Kathmandu, Durbar Square: Professionelle Sadhus vor dem Shiwa-Parvati-Tempel am Durbar Square posieren für Touristen.

Indien, Kashmir, Srinagar: Gebet in der Jamia-Moschee.

Nepal, Bhaktapur: Szene in einem heftigen Monsunregen.

Indien, Kashmir, Srinagar: Szene an einem Bunker der indischen Armee im Stadtteil Habba Kadal.

Nepal, Thimi: Szene am Markt in der Altstadt.

Nepal, Pharping: Mönche während der Einweihungsfeierlichkeiten des neuen Rigon-Tashi-Choeling-Klosters in Dallu.

Nepal, Bhairav Dance: Unter den vielen traditionellen religiösen Tänzen ist der Bhairav Pyakhan, der Bhairav-Tanz, einer der beliebtesten und spektakulärsten Maskentänze Nepals. Der Tanz stellt den Kampf zwischen den bösen Mä

Ein Yak blickt auf das Drira-Phug-Kloster auf 4998 Meter hinab. Das Kloster liegt an der Kailash-Kora, dem 56 Kilometer langen Rundgang um das größte gemeinsame Heiligtum der Hindus, Buddhisten, Bön und Dshain.

Auf der Kailash-Kora, nahe Drira Phug (4998 Meter): Nur Anhänger der vorbuddhistischen Religion Bön umrunden den Kailash gegen den Uhrzeigersinn, Hindus, Buddhisten und Dshains im Uhrzeigersinn.

Tibet, Gyantse: Blick in eine Wassermühle, in der geröstete Gerste, Hauptnahrungsmittel im Himalayagebiet, gemahlen wird.

N

Indien, Kashmir, Srinagar: Blick auf die alte hölzerne Zero-Brücke. Ein Junge auf dem Weg zum Markt. Dort wird er seine Luftballons verkaufen.

Ausgabe 189
Schaubühne

Transit Tibet

Von unserer Redaktion
Fotos: Herbert Grammatikopoulos
Datum: 12.11.2014
Morgens um sieben Uhr geht ein kleiner Junge über eine Holzbrücke bei Srinagar in Kaschmir, Indien. Er hat einen Strauß bunter Luftballons dabei, die er auf dem Markt verkaufen wird. Von dem Geld, das er dabei verdient, bezahlt er das Mittagessen in der Schule. Um neun muss er dort sein. Dann beginnt der Unterricht. Eindrücke aus einer der ältesten Kulturregionen der Welt von Herbert Grammatikopoulos.

Der Fotograf Herbert Grammatikopoulos hat in Tübingen Ethnologie studiert. Schwerpunkt: "Alles östlich von Indien", sagt er. Seit vielen Jahren bereist er die Himalayaregion und fotografiert Szenen aus dem Alltagsleben in Nepal, Kaschmir und Tibet. Er fasst die Wiedersprüche einer Region in Bilder, die so exotisch anmutet, so mythenumwoben ist, wie kaum eine andere auf der Welt. Vieles davon ist kriegsgebeuteltes Land. Geprägt von unüberwindlichem Klan- und Kastenwesen, schwerer Armut auf der einen und immensem Reichtum auf der anderen Seite. Und eines voller bezaubernder Landschaften, bedeckt von einem Mosaik unterschiedlicher Kulturen, Glaubensrichtungen und Menschen.

"Ich möchte in meinen Bildern die Transformation dieses Ortes zeigen", sagt der Fotograf über seine Arbeit. "Die eklatanten Widersprüche zwischen einer postfeudalen Klangesellschaft und der neoliberalen Moderne, die sich rasant ausbreitet. Was in unseren Breiten Jahrhunderte gedauert hat, vollzieht sich dort innerhalb einer Generation." Das ist es auch, was ihn wieder und wieder an den Fuß des höchsten Berges der Welt zieht.

Die Fotografien von Herbert Grammatikopoulos werden seit Beginn dieser Woche und noch bis zum 12. Januar 2015 im Café Nepomuk im Reutlinger Kulturzentrum FranzK und im Stuttgarter Welthaus zu sehen sein.


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