Symbol der Zerbrechlichkeit: der Staufenkrug. Foto: www.staufenstiftung.de

Symbol der Zerbrechlichkeit: der Staufenkrug. Foto: www.staufenstiftung.de

Ausgabe 428
Politik

Stiftung Zwecklos

Von Jürgen Lessat
Datum: 12.06.2019
Nachdem Geothermie-Bohrungen Hauswände in Staufen (Breisgau) schwer beschädigten, wollte Bürgermeister Michael Benitz mit einer gemeinnützigen Stiftung helfen. Doch am Spendensammeln verdienten bislang nur Dritte. Kein einziger Euro floss in die Sanierung beschädigter Gebäude.

Der Sage nach soll ein gewisser Johann Georg Faust um 1541 im Hotel zum Löwen in Staufen im Breisgau versucht haben, Gold herzustellen. Angeblich experimentierte der Wunderheiler, Wahrsager und Alchimist, dessen Leben Goethe als historische Vorlage für seine Faust-Tragödie diente, im Auftrag des Freiherrn von Staufen. Dem reichten die örtlichen Silberminen nicht, um ein angemessenes Leben als Adeliger zu führen.

Vielleicht sah sich Staufens heutiger Bürgermeister Michael Benitz fast fünfhundert Jahre später in einer ähnlichen Situation. Nämlich viele Euro zu benötigen, die es im Stadtsäckel nicht gab. Wobei der parteilose Schultes, dies sei ausdrücklich betont, uneigennützig nach sprudelnden Geldquellen suchte, als ihm die Idee kam, eine Stiftung zu gründen.

Auslöser von Benitz' Geldsuche war eine geologische Katastrophe, welche die Faust-Stadt bis heute zerreißt. Bei Bohrungen für eine Erdwärmeheizung des Rathauses war man im Herbst 2007 auf Grundwasser gestoßen, das den darüber liegenden Gipskeuper zum Quellen brachte. Seither hebt und verschiebt sich die historische Altstadt, was bis heute rund 270 Häuser beschädigte (Kontext berichtete).

"Der Schaden ist unabsehbar und wird große finanzielle Anstrengungen zur Behebung fordern. Staufen darf nicht allein gelassen werden", heißt es fast schon flehentlich in den Publikationen der "Stiftung zur Erhaltung der historischen Altstadt von Staufen", die im Januar 2010 auf Benitz' Betreiben von der Stadt gegründet wurde. Als Vorstandsvorsitzender fungiert seitdem der Rathauschef selbst. Die "Beseitigung von Schäden an Gebäuden, die durch Hebungsrisse entstanden sind" ist laut Satzung Zweck der Stiftung. Verwirklicht werde dies, indem "die erforderlichen Gutachten und Sanierungsarbeiten von der Stiftung unmittelbar selbst in Auftrag gegeben und bezahlt werden", heißt es weiter.

Politik und Prominenz mit im Boot

Etliche Prominente ließen sich dafür vor den Stiftungskarren spannen: Der frühere baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Erwin Teufel, Ex-Daimler-Vorstand Klaus Mangold und der Verleger der "Badischen Zeitung" Christian H. Hodeige etwa kamen im Kuratorium unter. Auch der damalige Direktor des Vitra Design Museums in Weil am Rhein, Alexander von Vegesack, sowie der ehemalige Freiburger Landrat Jochen Glaeser nahmen den Ruf in das Gremium an. ZDF sowie der Südwestrundfunk stiegen als Medienpartner mit ins Boot. Die Sender berichteten zumindest anfangs wiederholt über die Rissekatastrophe.

Später gab sich Ex-Kanzler Gerhard Schröder noch für die Stiftung her. Zusammen mit anderen Promis wie TV-Moderator Frank Elstner, Mr. Tagesthemen Ulrich Wickert und SWR-Intendant Peter Boudgoust rief der Genosse der Bosse in Zeitungsanzeigen und auf Litfaßsäulen zu Spenden per SMS auf, unter dem Solidarität heischenden Slogan "Staufen darf nicht zerbrechen".

Mit nur 50.000 Euro Kapital ausgestattet war der Zweck der Stiftung zunächst offenbar ein anderer als die Satzung vorgab. Statt Schäden zu sanieren galt es,  Zustiftungen zu generieren, sprich: Geld einzusammeln. Fürs sprudelnde Fundraising engagierte die Stadt die Identis GmbH aus Freiburg.

Agenturchef Pölzelbauer legte im Herbst 2010 für die Staufen-Stiftung ein Konzept zur Spendenakquise vor, das in der Folge ein wahres Feuerwerk an Benefizkonzerten, Kunstauktionen und Verkaufsaktionen von Merchandising-Artikeln zündete. Unter letzteren wurde der Staufenkrug zum Symbol der Zerbrechlichkeit. In limitierter Auflage von 5000 Stück wurde das Steinzeuggefäß bei der staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe zum Stückpreis von 31 Euro inklusive Mehrwertsteuer geordert. "Unterstützen Sie die Stadt Staufen! Schenken Sie reichlich ein, damit unsere Geschichte in schönster Form sichtbar bleibt", fabulierten die Identis-Werber zum Kruge.

Der Verkauf läuft nur schleppend

Doch die Benefizaktionen liefen nicht wie geschmiert, auch wenn Identis-Chef Pölzelbauer Design-Preise wie den Red-Dot-Award für die Staufen-Kampagne einheimste. So waren etwa die Krüge für 68 Euro das Stück nur schwer unters Volk zu bringen. Noch bis heute sind sie im Online-Shop zu haben – inzwischen zum Schnäppchenpreis von 41 Euro.

Nur mittelmäßig erfolgreich verlief auch eine Kunstauktion im Mai 2011, bei der rund 46 .000 Euro zusammenkamen. 88 Kunstwerke wurden versteigert, auf 90 weiteren blieb man sitzen. Sie werden bis heute über die Internetseite der Stiftung weiter zum Kauf angeboten.

Besser über den Tisch ging die "Staufentasche", die Designer Pölzelbauer mit den charakteristischen roten Staufen-Pflastern als Verschlüsse entwarf. Vorsichtshalber wurden nur 1000 Exemplare von der Messenger-Bag aus PVC-freiem Tarpaulin gefertigt, die inzwischen zum Stückpreis von 39,50 Euro abverkauft wurden. Dagegen liegen Staufen-Sonderbriefmarken mit Solidaritätsaufschlag wie Blei im Online-Shop-Regal. Obwohl die Stiftung bereits Ergänzungsmarken beifügt, um das zwischenzeitlich gestiegene Brief-Porto auszugleichen.

Die Russland-Connection der Identis

Unter den Referenzen der vor allem regional tätigen Design- und Werbeagentur Identis sticht ein Kunde besonders heraus: der russische Energiekonzern Gazprom. Für diesen realisierten die Freiburger die Markenauftritte für die Ostsee-Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2. Letztere ist gerade in Bau und hoch umstritten. Die neue Pipeline zementiere auf Jahrzehnte die Energieabhängigkeit Deutschlands von Russland, so Kritiker. Zudem verhindere sie den schnellen Umstieg auf erneuerbare Energien, die für das Erreichen der Pariser Klimaschutzziele unabdingbar seien.

Wie Agenturchef Joseph Pölzelbauer zunächst die Russen und danach die Staufener als Auftraggeber gewann, darüber kursieren in der Werbebranche Gerüchte. Tatsache ist, dass Staufen-Spendeneinwerber Schröder kurz nach seiner Abwahl als Kanzler im November 2005 als Vorstandsvorsitzender zur Nord Stream AG wechselte. Während viele Politiker empört auf den Drehtür-Effekt reagierten, begrüßte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft Schröders Karriereschritt ausdrücklich. An der Spitze des Gremiums stand damals Ex-Daimler-Manager Klaus Mangold, der ebenfalls enge Beziehungen zu Russland unterhält. In 2017 wurde durch die „Paradise Papers“ bekannt, dass das Kuratoriumsmitglied der Staufen-Stiftung, der in der Nachbargemeinde Münstertal wohnt, auch Geschäfte mit dem russischen Oligarchen Boris Abramowitsch Beresowski machte. Dieser war nach Meinungsverschiedenheiten mit Russlands Präsident Wladmir Putin nach Großbritannien emigriert, wo er am 23. März 2013 unter ungeklärten Umständen starb.

Zur Staufener „Russland-Connection“ zählt auch Matthias Warnig. Der ehemalige Stasi-Offizier, der heute in Staufen lebt, ist aktuell Geschäftsführer der Nord Stream 2-Bau- und Betreibergesellschaft. Zuvor schon hatte er mehrere Aufsichtsratsmandate in russischen Atom- und Energiekonzernen inne. Warnig gilt als enger Vertrauter von Kreml-Chef Putin (Kontext berichtete). (jl)

Mittlerweile ist es ruhiger um die Stiftung geworden. Im Internet datiert der letzte Eintrag unter "Aktuelle Aktivitäten" auf den 16. April 2018. Damals war eine 28-köpfige Delegation aus dem bayerischen Oberstaufen zu Besuch. Als Überraschung hatte diese einen Spendenscheck über 500 Euro im Gepäck. "Wir bedanken uns sehr herzlich für dieses Zeichen der Solidarität mit unseren Rissgeschädigten", heißt es unter dem Bild, das Bürgermeister Benitz mit bayerischem Amtskollegen zeigt. Scheckübergaben mit dem Rathauschef sind im Übrigen ein gern publiziertes Bildmotiv, wie sich beim Scrollen durch die Seite zeigt. Auf exakt der Hälfte der 32 veröffentlichten Fotos lächelt Benitz in die Kameras.

Während der Bürgermeister inflationär Präsenz im Internetportal zeigt, fehlen Angaben zur finanziellen Situation der Stiftung. Wie viele Spenden akquiriert und welche Ausgaben getätigt wurden? Fehlanzeige! Während die meisten Stiftungen regelmäßig Jahresberichte zum Herunterladen im Netz anbieten, um Transparenz über Aktivitäten und Vermögen zu schaffen, behandelt die Staufener Stiftung dies als Geheimnis. "Die Jahresberichte werden jährlich der Stiftungsaufsicht beim Regierungspräsidium Freiburg vorgelegt", sagt Bürgermeister Benitz auf Nachfrage. Einsehbar sind sie dort für Außenstehende jedoch nicht.

Wer genauer wissen will, wie es um die Staufen-Stiftung bestellt ist, muss wie Kontext beim Schultes nachbohren. Und dessen schriftliche Antwort offenbart Überraschendes. "Bis dato wurden rund 1,19 Millionen Euro an Einnahmen erzielt und zwar nicht nur durch Spenden, sondern auch durch größere Benefizaktionen wie zuletzt die große Lotterie 'Los! Für Staufen.' mit dem Verkauf von 50.000 Losen", teilt er per Mail mit.

Was zunächst nach viel klingt, schrumpft im nächsten Satz zusammen. "Dem stehen Ausgaben für die professionelle Begleitung durch eine Kommunikationsagentur, Produktionskosten zum Beispiel für 5.000 Staufenkrüge und 1.000 Staufentaschen, Briefmarkensets etc. in Höhe von circa 625.000 Euro gegenüber", beziffert Benitz die Passiva-Seite. "Derzeit stehen somit rund 520.000 Euro an Stiftungsvermögen zur Verfügung", so die aktuelle Bilanz nach fast zehn Stiftungsjahren. Wer den Taschenrechner bemüht, kommt allerdings auf 565 000 Euro, die momentan auf Konten der Stiftung liegen sollten.

Bisher floss kein Cent für die Opfer

Unstrittig ist, dass die Werbe- und Verwaltungskosten der Staufen-Stiftung einen außergewöhnlich hohen Anteil von rund 53 Prozent ausmachen. Zum Vergleich: Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI), das auf Antrag die Seriosität von Spendenorganisationen prüft und mit einem Spenden-Siegel bestätigt, hat eine Höchstgrenze für Werbe- und Verwaltungsausgaben festgelegt. Im Durchschnitt aller Siegel-Organisationen liegt der Anteil bei rund 14 Prozent.

Anders gesagt: Spendengelder, die an die Staufen-Stiftung gehen, stehen nicht einmal zur Hälfte den potenziellen Empfängern, den Opfern der Risse-Katastrophe zur Verfügung. An den zahlreichen Benefizaktionen haben bislang vor allem die Freiburger Werbeagentur Identis, einige Merchandising-Hersteller und die Deutsche Post verdient. Nicht zu vergessen das Finanzamt, das Mehrwert- und Lotteriesteuer bei Krügen und Verlosungen kassierte.

Darüber hinaus verschweigen die Stiftung und ihr Vorstandsvorsitzender, dass bis heute kein einziger Euro für "die Beseitigung von Gebäudeschäden" ausgegeben wurde, was laut Satzung der eigentliche Stiftungszweck ist. Dies bestätigt Stiftungsvorstand Helmut Zimmermann auf Kontext-Anfrage: "Die Stiftung hat noch keine Gelder für Entschädigungen ausgegeben."

Tatkräftige Hilfe leistet in Staufen dagegen eine unabhängige Schlichtungsstelle, die bereits im Jahr 2010 im Stadtbauamt in Absprache mit der Interessengemeinschaft der Rissgeschädigten eingerichtet wurde. Sie vermittelt und bezahlt bei Schäden, von der kaputten Tür bis zur gerissenen Kanalleitung. Als Schlichter arbeiten zwei ehemalige Richter. Seit es die Stelle gibt, sind 520 Anträge eingegangen. Bezahlt werden Bau- und Vermögensschäden oder Mietausfälle aus einem 30 Millionen-Euro-Topf, den nach einer Finanzierungsvereinbarung vom März 2014 das Land und die baden-württembergische Kommunen mit jeweils 12 Millionen Euro füllen. Die Stadt Staufen selbst zahlt sechs Millionen Euro ein. Sollte die Summe nicht reichen, haben sich die Partner verpflichtet, weitere Finanzmittel nachzuschießen. Für Erkundungen, Schadensabwehr und Sanierungen wurden bis heute rund 14 Millionen Euro ausgegeben.

Welchen Zweck erfüllt dann überhaupt noch die Staufen-Stiftung? Für eine Antwort war Stiftungsvorsitzender Benitz urlaubsbedingt nicht zu erreichen. "Das Wichtigste ist, dass wir keine Missstimmung in der Stadt haben", sagt Vorstandsmitglied Zimmermann. Man werde demnächst entscheiden, wie und an wen das Stiftungsvermögen auszuschütten sei.

Laut Satzung könnte sich die Stiftung auch anderen Aufgaben zuwenden, falls sich doch kein Modus Operandi zur Geldverteilung findet. Dies lässt die Satzung ausdrücklich zu, sobald sich "die Verhältnisse derart ändern, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks nicht mehr für sinnvoll erscheint". Auch wenn die Stiftung eines Tages aufgelöst würde – verloren wäre das Stiftungsvermögen nicht: es fiele an die Stadt Staufen. Die es aber laut Satzung nur für einen gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zweck verwenden dürfte, der dem ursprünglichen Stiftungszweck möglichst nahe kommt.

Johann Georg Fausts alchimistische Gold-Experimente in Staufen gingen übrigens schief. Es kam zu einer Explosion. Sein Leichnam wurde in "grässlich deformiertem Zustand" vorgefunden. Man schloss daraus, dass der Teufel höchstpersönlich sich seiner Seele bemächtigt habe.


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7 Kommentare verfügbar

  • Peter Meisel
    am 14.06.2019
    Man hätte es wissen können: "Der Sage nach soll ein gewisser Johann Georg Faust um 1541 im Hotel zum Löwen in Staufen im Breisgau versucht haben, Gold herzustellen. Angeblich experimentierte der Wunderheiler, Wahrsager und Alchimist, dessen Leben Goethe als historische Vorlage für seine Faust-Tragödie diente, im Auftrag des Freiherrn von Staufen. Dem reichten die örtlichen Silberminen nicht, um ein angemessenes Leben als Adeliger zu führen."
    Ein solches Gestein umgibt auch Stuttgart? Die Tunnelbohrungen bis unter das zweitgrösste Mineralwasser Vorkommen Deutschlands werden es zeigen?
    Für 80 ha Gleisgelände als "Bauerwartungsland" in Stuttgarts Stadtmitte wird eine Stadt zerstört. Auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes war der Bürgermeister damals bereits. Eine alte Bauernregel sagt: Gier macht dumm! Deutschlands dümmstes Großprojekt ist Stuttgart 21! (qed: quod erat demonstrandum)
  • staufenversteher
    am 13.06.2019
    So geht ideologiegetriebener Tendenzjournalismus: Man nehme eine steile These, picke sich ein paar vermeintliche Fakten heraus und schon hat man die nächste Skandal-Story, die irgendwie auf böse Russlandconnections und andere verschwörerische Machenschaften abzielt.

    Wenn man genau dahinter schaut, bleibt kaum Substanz übrig.

    Allein schon die Rechnung, wie der Autor darauf kommt, dass 53 Prozent der Spendengelder nicht den Risseopfern zur Verfügung stünden, ist abenteuerlich. Natürlich muss man die Herstellungskosten der Merchandising-Artikel abziehen und die reine Spendensumme ins Kalkül ziehen, bevor man eine solche Berechnung anstellt. So wie bei jedem anderen Verein und jeder anderen Stiftung ist doch der "Reinerlös" entscheidend, hier also jetzt - wie auf der Stiftungshomepage nachzulesen - pro Krug noch 18 Euro an Spendenanteil von jetzt noch 49 Euro (und nicht 41 wie im Text vermerkt) an Kaufpreis für einen Krug. Und dieser Reinerlös fließt zu 100 Prozent in die Stiftung.

    Im Übrigen ist die Stiftung alles andere als "zwecklos", wie es die unverschämte Überschrift suggerieren will. Die Stiftung und die symbolkräftigen Aktionen, die Statements Prominenter, Merchandising-Artikel, Plakate u.ä. und die dadurch erreichte hohe Publizität haben ganz gewiss maßgeblich dazu beigetragen, dass durch die Hilfen von Land und Städtetag eine letztlich weitgehend friedliche Beilegung der katastrophalen Folgen der Hebungsrisse möglich war. Eine juristische Lösung wäre heute noch nicht beendet und hätte die Stadt zerrissen. Die Stiftung und die durch sie ausgelöste Aktivität war ein großer Erfolg bürgerschaftlichen Engagements.

    Aber was soll man schon von einem "Journalisten" erwarten, der im Hauptberuf offenbar PR macht, also Propaganda, und der damit wirbt: „Die Zielvorgabe ist eindeutig: Kommunikation einsetzen - zum Nutzen unserer Geschäftspartner und Kunden." Vielleicht sollte Kontext mal in den eigenen Reihen recherchieren, wer der Kunde war?
  • Jörg Selinger
    am 12.06.2019
    Herr Müller, die Landesregierung BW gab über 20 Mio. € für die Reparatur der Schäden. Das steht auch in dem Artikel. Was schreiben Sie da für einen Käse zusammen. Hier liegt der Schwarze Peter nicht beim Land BW sondern bei der Stadt Staufen. Diese hat in gefährdetem Gebiet, wissentlich Erdbohrungen vorgenommen und damit einen nicht reparablen Schäden angerichtet. Die Betonung liegt auf wissentlich. Und der Herr Bürgermeister Benitz, steht immer als Saubermann da. Die Badische Zeitung in Freiburg bewirft ihn höchstens mal mit Wattebäuschchen, lässt Ihm aber stets die Deutungshoheit über das Verfahren. Und noch etwas zum Schluss. Das Geld das das Land BW zur Verfügung gestellt hat, könnten wir an anderer Stelle, (Bildung, ÖPNV usw. ) ganz gut gebrauchen.
  • Marla M.
    am 12.06.2019
    Jetzt fordere ich seit Jahren vom Kontext mit grauen Kästchen bestimmte Aussagen zu belegen oder zu hinterlegen.... Und nu das?

    #Russophobie allerorten, die den kalten Krieg der 50ger nur mit neuen Waffen und mit riesen NATO-AnnektionsGebieten erneuern will?

    Identis böse, weil Verträge mit Gazprom.... Und dann schwadroniert man weiter an einer RussenKontaktschuld?

    Kontext hat sich ja schon sehr "verdient" daran gemacht: rechts eine Kontaktschuldschleife zu konstruieren, nun also die mit den Russen?
    Ah und wenn man dann analog der RechtsKontaktschuld arbeitet, müsste man dann nicht auch weiterspinnen? identis=gazprom=EnBW=EuropaparkRust gleich igitt Russe?

    Was soll der Sch....?
    Es geht um Stiftungsgelder, die offensichtlich versanden.... die Fragen sind warum, wohin, wer profitiert? Und ja, es geht darum, warum die Gelder in unnützes Tand (Klima?) versickern, anstatt direkt vor Ort eingesetzt werden!

    Und sich den lüsternden (;) Herrenclub sowohl im Vorstand als auch im Kuratorium der StaufenStiftung mal genau anzusehen!
    Vll geht es diesen Herren gar nicht um Staufen, sondern eher um PR für sich selbst?
    Je mehr shake hands Auftritte desto mehr Renomee?
    • Bernhard Meyer
      am 12.06.2019
      Ist ja sinnigerweise auch ein grüner und kein grauer Kasten.
  • Karl Heinz Siber
    am 12.06.2019
    Die Deutschen sind relativ spendabel, wenn es um Hilfe für die Opfer von Naturkatastrophen geht. Was in Staufen passiert ist, war jedoch keine Naturkatastrophe. Deshalb wäre es für jede Stiftung schwer, Geld einzusammeln. Als mitdenkender Bürger fragt man sich natürlich: Wer hat diese Katastrophe verschuldet? Wie ist es mit der Haftung der Schuldigen für die Schäden? Ist das nicht ein klassischer Versicherungsfall? Warum soll ich als Bürger Geld spenden, wenn sich die Verantwortlichen und ihre Versicherungen offensichtlich um ihre Haftpflicht drücken? Die Frage, ob die Einrichtung dieser Stiftung eine gute Idee war, ob sie jemals eine Chance hatte, viel Geld einzusammeln, und wie gut oder schlecht sie arbeitet, erscheint mir absolut nachrangig. Ebenso der Exkurs über die Russland-Connections einiger Beteiligten.
  • Karl Müller
    am 12.06.2019
    Als häufiger Besucher bei Freunden in der Stadt Staufen und mit den
    Problemen des Desasters durch die Hebungen vertraut, befremdet mich der
    Artikel doch sehr. Siehe vor allem der "Kasten".
    Was hat das Russenbashing mit der katastophalen Bohrung zu tun?
    Was hat der BM der Stadt mit Rußland und Nordstream2 zu tun?
    Wenn die angebotenen Artikel der Stiftung keinen Markt finden, was hat das mit Rußland zu tun?
    Offensichtlich sind die GRÜNEN Netzwerker gegen Rußland wieder
    mal am Werke. Wo bleibt die Hilfe der Grünen Landesregierung für die Stadt?
    Wo Russenfreunde am Werke sind, sind die GRÜNEN Russenbasher nicht weit.
    Echt armselig!!!

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