"Wir sind nicht Teil des neoliberalen Parteienkartells", sagt Sahra Wagenknecht. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 297
Politik

Intellektuell prügeln

Von Anna Hunger und Elena Wolf (Interview)
Datum: 07.12.2016
Sahra Wagenknecht versteht es, zu verstören. Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag greift in die Kiste rechter Rhetorik und bringt linke Wähler und ihre Partei gegen sich auf. Andererseits gilt sie als schärfste Kapitalismuskritikerin in ihren Reihen. Was treibt diese Frau um? Ein Gespräch über Sozialismus, Angst und Superhelden.

Gerade sind Sahra Wagenknecht und ihr Co-Fraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch zu Spitzenkandidat und -kandidatin für die anstehende Bundestagswahl gekürt worden. Vergangenen Donnerstag, am 1. Dezember, war die 47-Jährige Stargast der Literaturtage in Esslingen bei Stuttgart. Rund tausend Gäste kommen zu ihrer Lesung ins Neckar-Forum, der Saal ist voll, kein einziger Stuhl ist mehr frei. Wir treffen sie vor ihrem Auftritt in der Garderobe, wo sie sich durch mehrere Stapel ihres Buchs "Reichtum ohne Gier" signiert. Die Parteilinke kennt man vor allem akkurat bis stocksteif, oft mit Zornesfalte zwischen den Augenbrauen. Die Sahra Wagenknecht im Kontext-Gespräch ist eine fast herzliche Frau. Ab und zu lacht sie sogar.

Frau Wagenknecht, wir würden Ihnen gerne zwei Fragen aus dem Quiz "Radical Pursuit" vom Schmetterling Verlag stellen.

Okay. 

Welches Werk hat Karl Marx zu Lebzeiten veröffentlicht? A: Zur Kritik der politischen Ökonomie, B: Das Kapital Band I, C: Das Kapital Band III.

Also Kapital Band I ist auf jeden Fall zu seinen Lebzeiten veröffentlicht worden. Das hat sogar Marx' wirtschaftliche Situation verbessert. 

Sind Sie sicher?

Ja natürlich.

Sie haben Recht. Noch eine Frage aus dem Quiz: Wie kann die Wiederholung historischer Fehler vermieden werden? A: Durch bedingungslosen Aktivismus. Theorie ist unnötig und hält nur von den wichtigen Aufgaben ab. B: Durch die Neuauflage früherer Konstellationen, um es dieses Mal besser zu machen. C: Durch die Aneignung der eigenen Geschichte und der Bereitschaft, daraus zu lernen.

Na, da würde ich mal sagen C. 

Wieso versuchen Sie dann, AfD-WählerInnen zurückzugewinnen, und fischen am rechten Rand?

Das hat nichts mit einem Fischen am rechten Rand zu tun. Ich möchte als Linke die erreichen, die unzufrieden sind. Damit sie nicht aus Verzweiflung AfD wählen.

Aber das ist ja trotzdem passiert ...

Naja, wenn alle Unzufriedenen AfD wählen würden, dann hätten wir ganz andere AfD-Ergebnisse. Das wäre dramatisch. Ich wünsche mir natürlich, dass alle Menschen, die mehr soziale Gerechtigkeit wollen, Die Linke wählen. Weil sie die einzige Partei mit einem sozialen Programm ist. Wir sind, anders als die AfD, nicht Teil des neoliberalen Parteienkartells, sondern als eine Partei gegründet worden, die die Agenda 2010 ablehnt und den Sozialstaat wiederherstellen will. Das sollten wir deutlicher machen, statt zu viel über Rot-Rot-Grün zu reden.

Stichwort "deutlich machen": Sie haben in letzter Zeit ein paar Sätze fallen lassen, von denen Sie als intelligente Frau wissen, was damit getriggert wird: "Kapazitätsgrenzen", "wer Gastrecht missbraucht, hat es verwirkt" oder "nicht alle Verarmten und Verelendeten können zu uns kommen". Ist das linker Populismus?

Meine Strategie ist nicht, Ressentiments zu bedienen. Das darf Die Linke nicht. Aber sie muss Ängste ernst nehmen. Dass Menschen, die in Deutschland leben, sich an die Gesetze und Regeln halten, die es hier gibt, ist ein ganz normaler Anspruch. Auch für jemanden, der aus dem Ausland nach Deutschland kommt. Zumal er hier Schutz und Hilfe bekommt.

Aber das ist doch klar. Muss man das wirklich extra sagen, wenn man ganz genau weiß, was man mit solchen Aussagen bedient?

Ich weiß nicht, ob das so klar ist. Bei vielen Menschen ist der Eindruck entstanden, es würden keine Regeln mehr gelten. Und das schürt Angst. Merkels Politik läuft darauf hinaus, dass sozial Schlechtergestellte gegen Flüchtlinge ausgespielt werden, weil man Konkurrenzsituationen schafft. Bei bezahlbaren Wohnungen, bei Niedriglohnjobs. Integration kann nur gelingen, wenn es ausreichend Wohnraum und genug Arbeitsplätze gibt. Und wenn man es den Rechten überlässt, Probleme anzusprechen, die es wirklich gibt, macht man sie stark. 

Früher, in den linken Hochschulgruppen an unseren Universitäten, war noch klar, wer der Feind ist. Wenn in Versammlungen jemand mit AfD-Gelaber ankam, hatte man keinen Bock zu diskutieren. Auch weil man die Erfahrung macht, dass Reden nix bringt.

Von Studis kann man das meinetwegen verlangen. Aber wenn man alle Menschen, die Ängste, Ressentiments und Vorurteile haben, abhakt, dann wird man eine marginale Partei bleiben. Denn nicht wenige von denen, die in ihrem Leben nie die Chance auf gute Bildung hatten, die oft unter unsäglichen Bedingungen arbeiten und miese Löhne kriegen, die kommen eben auch mit dem, was Sie gerade "AfD-Gelaber" genannt haben – und die will ich nicht der AfD überlassen.

Wieso fischen Sie nicht bei anderen Parteien? Vielleicht SPD- und Grünen-WählerInnen? 

Viele zur AfD Übergelaufene kommen doch aus den traditionellen SPD-Milieus. Didier Eribon hat das für Frankreich in seinem Buch beschrieben [Anm. d. Redaktion: "Rückkehr nach Reims", Suhrkamp 2016]. Leute, die früher sozialdemokratisch und links gewählt haben, wählen in Frankreich jetzt zu großen Teilen Front National, weil sie sich von den Hollande-Sozialisten im Stich gelassen fühlen. Eine ähnliche Entwicklung gibt es in Deutschland. Wenn Sozialdemokraten, die viele Leute mit Links identifizieren, in der Regierung Hartz IV einführen und in ihrer Steuerpolitik die Reichsten privilegieren, sagen sich viele "Links ist Mist" und gehen dann nach rechts. Die gewinnt man nicht einfach mit ein paar flotten Sprüchen zurück. 

Leni Breymaier, die neue SPD-Landeschefin in Baden-Württemberg, könnte das schaffen. Sie hat Feuer, hält linke Reden und hat Lust auf linke Politik.

Natürlich gibt es Leute in der SPD, die links sind. Aber in der Regierung macht die SPD doch das Gegenteil linker Politik. Und das seit vielen Jahren.

Haben Sie angesichts der ganzen salonfähigen Ismen und Phobien vor irgendwas Angst? Was lässt Sie nachts wachliegen?

Natürlich die Angst, dass es in Europa massiv nach rechts geht. Es ist denkbar, dass Marine Le Pen die nächste französische Präsidentin wird. Bei Donald Trump hätte noch vor einem Jahr keiner gedacht, dass dieser Typ auch nur Präsidentschaftskandidat wird – und jetzt ist er Präsident. Ich habe die große Sorge, dass sich die ganze Wut, die sich bei Menschen aufgestaut hat, die sich abgehängt und alleingelassen fühlen, in hohen Ergebnissen für Rechtsparteien entlädt. Und wer das verhindern will, muss genau diese Menschen ansprechen und darf nicht auf sie herabsehen. Sonst kann sich das gesamte politische System verändern. Es ist nicht ausgemacht, dass die Grundsätze von Rechtsstaatlichkeit oder von Oppositionsrechten für die Ewigkeit sind.

Leben wir momentan in einer Zeit, in der wir uns mehr denn je bewusst machen müssen, dass gesellschaftliche Errungenschaften, wie etwa Frauenwahlrecht oder die Abschaffung des Paragrafen 175, verteidigt werden müssen und nicht für immer zementiert sind?

Die Türkei unter Atatürk war eine Türkei, die sich in eine säkulare Richtung entwickelte. Die Türkei heute ist eine islamistische Diktatur. Da wird mittlerweile über die Wiedereinführung der Todesstrafe debattiert – dort kann man den Rückschritt mit Händen greifen. Klar, Deutschland ist nicht die Türkei. Insoweit kann man das nicht vergleichen. Aber wenn man nicht versucht, den Anfängen zu wehren, kann man irgendwann in einem Land aufwachen, in dem man nicht mehr leben möchte. 

In welches Land würden Sie dann auswandern? 

Also darüber möchte ich jetzt wirklich noch nicht nachdenken. 

Ja, aber wo kann man denn noch hin? Überall wo's warm ist, ist es gerade nicht so toll. 

Naja, ich würde mal sagen: lieber kalt, als verfolgt.

Sie sprachen vorhin schon von der Türkei und den USA. Sehen Sie eine internationale politische Perspektive, die Chance für ein grenzüberschreitendes linkes Projekt? Oder glauben Sie, dass eine Rückkehr zum abgeschotteten deutschen Wohlfahrtsstaat eine Lösung sein kann? 

Ich fände es toll, wenn wir wenigstens in Europa eine engere Zusammenarbeit linker Parteien erreichen würden. Wir haben ja in einigen Ländern starke Linksparteien, in Spanien, in Portugal. Aber zunächst einmal müssen diese Länder wieder eigenständig Politik machen können, statt sich Brüsseler Technokraten oder arroganten Berliner Politikern unterwerfen zu müssen. Eine Wiederherstellung des Sozialstaates wird erst mal nur im Rahmen der Staaten funktionieren, die wir haben.

Wie schaffen Sie es eigentlich, immer so cool zu bleiben? Egal, ob sich Markus Lanz selbstgefällig an Ihnen abarbeitet oder Ihnen eine Schokotorte ins Gesicht fliegt. Sie wirken immer unfassbar gefasst.

Also bei der Torte, da bin ich mir nicht so sicher. Ansonsten versuche ich tatsächlich, mich zu disziplinieren. Wenn ich die Fassung verliere, hat der andere gewonnen. Solange ich sachlich bleibe und argumentiere, verliert der, der mich unter Niveau angreift. Immer wenn ich das Gefühl habe, ich würde jetzt am liebsten auf jemanden losgehen und ihn verprügeln, sag' ich mir: Okay, bleib ruhig, verprügel ihn intellektuell, das ist besser.

Wen haben Sie denn zuletzt geistig verprügelt?

Och, da gibt es einige – bei jeder Bundestagsrede. Was man da teilweise für saudämliche Zwischenrufe bekommt. Das ist einem Haus, das sich das Hohe nennt, oft nicht würdig.

Sie und der Philosophie-Professor und Publizist Hans Heinz Holz, bei dem Sie auch Ihre Magisterarbeit geschrieben haben, waren mal auf einer Wellenlänge. Holz war bis zu seinem Tod brennender Kommunist. Dann haben sie miteinander gebrochen. Holz warf Ihnen vor, erhebliche Positionen für die Karriere in der Politik aufgegeben zu haben. 

Ich habe das bedauert, und es hat mich geärgert. Holz war ein hervorragender Philosoph, aber er hatte eine sehr strikte Auffassung von der Geschichte des Realsozialismus. Dazu gehörte für ihn zum Beispiel, dass die Massenmorde der Stalinzeit keine schlimmen Verbrechen waren. Für ihn war das revolutionärer Kampf. Dass ich das anders gesehen und irgendwann auch öffentlich gesagt habe, hat er nicht gutgeheißen. Aber mir zu unterstellen, dass ich das aus Karrieregründen getan hätte, war unredlich.

Haben Sie denn Positionen für die Karriere aufgegeben?

Nein. Ich vertrete, was ich für richtig halte. Seine Position war ja: Wir brauchen wieder eine Diktatur des Proletariats. Ich halte das für gefährlich. Man darf mit dem Diktaturbegriff nicht spielen.

Noch zwei persönliche Fragen: Batman oder Spiderman? 

Keine Ahnung.

Na, wen finden Sie cooler? Sie kennen die doch ...

Nee ...

Okay. Katzen oder Hunde?

Zurzeit habe ich kein Tier. Aber Hunde sind liebesbedürftiger und reagieren stärker auf Menschen. Ich hatte früher mal einen Hund.



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49 Kommentare verfügbar

  • Daniel Dragmanli
    am 15.12.2016
    Nachtrag: wesentlich informativer zum Thema Wagenknecht / Linkspartei ist der nachstehende Artikel bei indymedia.org.:

    https://linksunten.indymedia.org/node/172982/unfold/all

    Sehr lesenswert für alle, die noch an das Gute in der Linkspartei glauben, und entsprechend garniert mit hasserfüllten Leserreaktionen, die einem AfD-Forum alle Ehre machen würden. Zudem ein Paradebeispiel für alle, die sich fragen, warum man heute als Linker daran verzweifeln muss, eindeutig Position zu beziehen.
    Meine 82jährige Mutter (nicht linksparteiverdächtig) schrieb mir dazu:
    "Mir scheint auch, daß die Intelligenz von Frau Wagenknecht überschätzt wird. Indem sie die Ängste der Bevölkerung artikuliert wird sie wohl kaum jemanden dazu bekehren können, Anhänger der Linkspartei zu werden. Da stimmen die Leute doch lieber gleich für die AfD, da können sie sicherer gehen." Diesem Statement möchte ich mich anschließen.
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 14.12.2016
    Also fortgesetzt den Kommentar von 09:36 Uhr!

    http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/17/17188.pdf
    Heike Hänsel (DIE LINKE) (Erklärung nach § 31 GO) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22734 D
    Ich erteile nun der Kollegin Heike Hänsel das Wort zu einer persönlichen Erklärung.
    (Beifall bei der LINKEN – Unruhe)
    – Nehmen Sie doch bitte Platz. Das Stehen beschleunigt das Verfahren nicht, und im Sitzen ist es auch eine Spur gemütlicher. – Bitte schön, Frau Kollegin Hänsel.
    Heike Hänsel (DIE LINKE):
    Danke schön. – Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und …

    Dieses hinzugenommen 26.02.2010
    Eklat im Bundestag: DIE LINKE wird des Saales verwiesen - Die ganze Geschichte.

    https://www.youtube.com/watch?v=tc4eoIiASBQ&feature=youtu.be ab Min. 05:20
    Sämtliche Mitglieder der Partei DIE LINKE wurden am 26.02..2010 im Bundestag des Saales verwiesen. Nachdem die Abgeordneten den Saal verlassen haben, setzt sich Bundestagsabgeordneter Stroebele (Bündnis 90/Die Grünen) für die Kollegen von der Partei DIE LINKE ein.

    SPIEGEL-ONLINE 26. Februar 2010, 09:54 Uhr Afghanistan
    Lammert wirft Linke aus dem Bundestag
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afghanistan-lammert-wirft-linke-aus-dem-bundestag-a-680472.html
    Im März 2003 war es zu einem ähnlichen Eklat gekommen. Damals hatten Abgeordnete der Linken mit Streikwesten und Transparenten ihre Solidarität mit der Gewerkschaft in einem Tarifstreit bekundet.

    Übrigens, Art. 5 GG hat gelesen zu werden als:
    "Verpflichtung die Öffentlichkeit zu informieren -über das Tatsächliche-
    damit sich die Öffentlichkeit eine _eigene_ Meinung bilden kann – ausgehend vom Tatsächlichen!"
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 14.12.2016
    Intellektuell prügeln?!

    Ohne Umschweife gleich zu einer "Prügelei" in unserem Bundestag.
    ESM Fiskalpakt - Abstimmung im Bundestag, die Aussprache vor der Abstimmung!
    Eine aus Baden-Württemberg tritt an das Rednerpult und leitet ihre Rede -ins Gewissen- mit den Worten ein:
    (Erklärung nach § 31 GO)
    „Danke schön. – Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Mir ist es wichtig, als Parlamentarierin heute auch eine persönliche Erklärung zu meinem Abstimmungsverhalten abzugeben, weil es hier um fundamentale Rechte in der Bundesrepublik Deutschland geht.

    Ich stimme gegen den Fiskalpakt, weil ich auf dem Boden des Grundgesetzes stehe und weil dieser Fiskalpakt ein Anschlag auf die Demokratie in Europa ist. ...“

    Sie, diese aus Baden-Württemberg Abgeordnete, setzt sich auf ihren Platz, und bekommt folgendes zu hören:
    Präsident Dr. Norbert Lammert
    ... mit Blick auf Ihren Eingangssatz gestatte ich mir den klarstellenden Hinweis, dass für die Feststellung der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen nicht Fraktionen zuständig sind, nicht einmal das Verfassungsorgan Deutscher Bundestag, sondern das Bundesverfassungsgericht. Ich finde, es ist ein Mindestgebot des Respekts gegenüber den Kollegen wie gegenüber dieser Zuständigkeit unserer Verfassungsordnung, hier nicht Alleinzuständigkeiten zu reklamieren.
    (Beifall bei der CDU/CSU, der SPD, der FDP und dem BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
    ENDE Auszug aus dem Plenarprotokoll 17/188
    Deutscher Bundestag Stenografischer Bericht 188. Sitzung Berlin, Freitag, den 29. Juni 2012

    Was sich den Fragen von 3-jährigen Kindern als nicht beantwortbar zeigt: „Du sag mal. Warum verbietet der Mann der Frau das Grundgesetz zu nennen? Die müssen doch im Bundestag das Grundgesetz kennen! Die können doch keine Entscheidungen treffen, ohne zu wissen, was in unserem Grundgesetz steht! Oder?

    Mir ist nicht bekannt, dass auch nur eine Abgeordnete, nur ein Abgeordneter, klarstellende Worte geäußert hätte - bis heute nicht.
    Na dann weiter so, wie seit hunderten von Jahren - Verfassungen haben, allerdings auf keinen Fall in Anwendung nehmen!!
    Besonders nicht im hohen Haus, dem obersten Organ unserer Verfassung - nach wie vor als Grundgesetz bezeichnet.
  • Pierre C.
    am 13.12.2016
    Das ist ja genau das Problem. Die meisten Wähler/innen wählen genau darum S. Wagenknecht bzw. deren Partei nicht, weil diese als "intellektuelles Kaliber" und Hochdeutsch Sprechende bei insbesondere älteren Wählern nicht vertrauenserweckend und althergebrachtes bewahrend, sondern abgehoben, wirkt.

    Man stelle sich einmal auf Baden-Württemberg bezogen vor, Herr Kretschmann wäre einen Kopf kleiner und würde intellektuel (wirkend) und dazu noch Hochdeutsch daherreden.
  • Peter S.
    am 13.12.2016
    Wirklich ein grauenhaftes Interview und eine verschenkte große Chance.
    Gerade wenn man ein intellektuelles Kaliber wie Frau Wagenknecht zu Gast hat, muss man das als Journalist doch nutzen.
    Die Dame kann nicht nur hervorragend reden, sondern hat auch einen glasklaren Verstand, was bei Politikern extrem selten ist.
    Und sie ist auch nicht so parteihörig wie 99% der Berufskollegen.
    Die Linke ist für mich zwar keine wählbare Alternative, da noch zuviel SED drin ist, aber eine linke Partei mit SW Spirit hätte sicherlich eine gute Chance die SPD zu ersetzen und deren verzweifelte Wähler zu übernehmen.
  • Schwabe
    am 12.12.2016
    Ich unterstelle jedem Menschen auf dieser Erde eine gewisse Heimatverbundenheit, einhergehend mit Stolz und Gastfreundschaft.
    Diese Heimatverbundenheit ist nach meiner Auffassung zu aller erst einmal unpolitisch, friedlich und entspringt eher der Kultur und den Traditionen als der nationalen Zugehörigkeit (in einer Nation kann es unterschiedlichste Kulturkreise geben).

    Wird das Leben/der Alltag in der Heimat für viele Menschen immer beschwerlicher (prekäre Beschäftigung, schwierige Wohnsituation, Hartz IV, arbeitslos, illegale Kriege, Flüchtlinge, Globalisierung, etc.), verursacht durch die in Deutschland vorherrschende Politik der sogenannten "Mitte" (also durch CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP), entstehen bei vielen Menschen/Wählern Ängste. Und diese Ängste sollte man gerade von links ernst nehmen - genau wie von Sarah Wagenknecht gefordert.

    In dem Moment wo diese, von der Politik der "Mitte" geschaffenen Ängste der Menschen (die ein leichtes Opfer für Populismus sind) von der AfD aufgegriffen und verstärkt werden (staatl. geschürter Rassismus) wird diese in jedem steckende, friedliche Heimatliebe auf eine negative, da aggressive Weise instrumentalisiert. So entsteht m.E. aggressiver Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit.

    Heimatverbundenheit ernst zu nehmen ist also kein Vorrecht rechtspopulistischer Parteien oder von Faschisten. Doch durch sie wird die Heimatverbundenheit mit Hass und Gewalt erfüllt, bzw. allein schon der Begriff Heimat etwas diskreditiert. Dies sollte DIE LINKE erkennen und das Thema Flüchtlinge oder Ängste der Menschen viel mutiger angehen.
  • Daniel Dragmanli
    am 12.12.2016
    Wie bitte? Ihr klagt aus allen Rohren über Postfaktizität, und so gut wie nichts von dem, was mich als Wahlbürger an diesem Interview interessiert hätte, kam überhaupt nur zur Erwähnung? Statt dessen "Katzen oder Hunde"? Geht's noch?

    Des "Pudels Kern" wurde leider (vorsätzlich?) ausgespart, nachdem man zur Außenpolitik gelangt war: "Wie halten Sie es denn nun bitte genau mit Wladimir Putin?", und dann auch ohne beleidigt-erbitterter Verteidigungsrede 15 Zeilen später bitte gleich hinterher: "Wieviel Euro erhält die Linkspartei inklusive der ihr angeschlossenen Organisationen und Stiftungen jährlich an Spenden, Beihilfen oder sonstiger Unterstützung aus dem Kreml oder von diesm abhängigen Institutionen?" Ich hätte nie gedacht, dass ich (als früherer K-Gruppen-Azubi und Linkspartei-Wähler) diese Fragen dereinst einmal ganz einsam im stummen deutschen Wählerwalde stellen müsste. Bei der AfD und dem Front National gibt's Belege für russische Staatsknete zur Stütze, aber wie sieht das denn nun genau bei der Linkspartei aus (Stichwort: Rosa-Luxemburg-Stiftung)? Wer, wenn nicht ein der Objektivität verpflichtetes Medium, als das Ihr Euch doch gerne geriert, müsste denn die Verantwortung wahrnehmen, das Thema für die Leserschaft einmal genauer unter die Lupe zu nehmen anstatt die Öffentlichkeit weiter im Nebel der normativen Kraft des Postfaktischen tappen zu lassen, ob das "doch wieder alles nur Gerüchte" sind oder ob daran eventuell etwas zu verifizieren wäre? Wollen ernstzunehmende Medienmacher sich dieser Aufgabe entziehen, weil ihnen dann der Wind zu scharf um die Nase bliese oder einfach nur, weil das Thema zu unbequem (Wasser auf AfD-Mühlen) und aufwendig (Troll-Angriffe) wäre? Oder weil Frau Wagenknecht sonst abgesagt hätte?

    Fragen über Fragen... Ich fürchte nur, dass sich irgendwann die "Lügenpresse" dieser Fragen annehmen wird, bevor eine hervorragende Zeitung wie Kontext (und leider ebenso die taz) aus den Puschen kommt und sich auch mal ums Faktische bemüht anstatt um Batman oder Spiderman. Aber Katzen gehen halt immer, gell? Immerhin gut zu wissen, dass sie sich "bei der Torte nicht so sicher" war. Viellleicht auch, weil die von den eigenen Genossen bestellt war.

    Daniel Dragmanli, Heidelberg
  • Kornelia
    am 10.12.2016
    Die Interviewerinnen waren scheints nicht in Esslingen.
    Ich war da!
    Zuerst mal ein Lob an Markus Raab, denn die Idee Zitate als Grundlage des Gesprächs zu benutzen war m.E. genial!

    So erfuhr der Zuschauer was vom Parteiprogramm der CDU von 1954, dessen Inhalt Frau S.W sofort zustimmen konnte, auch ein Zitat der Jungen Union aus den 60ern fand Beifall!
    Der trockene Kommentar Raabs: sie hätte also damals Generalsekretärin der Anfangs CDU sein können..... löste erstaunte Lacher aus!

    Damals war man halt noch geschockt von dem was Menschen dem Menschen antun können....
    Heute ist Rassimus, Sexismus und Kinderfeindlichkeit nach innen "wieder" politischer Alltag!
    Auch da war S.W. sehr klar und zeigte auf dass vieles was Schröders SPD und Fischer/Kuhns/Kretschmanns Grüne losgebrochen haben so von CDU und FDP (zwar m.E. angedacht und wahrscheinlich auch gewünscht) aber nicht hätten durchsetzen können!
    Kriegseinsatz, Rente reduziert auf 45%, Reichen zum Superreichtum verhelfen, Arme zum Prügelball der Nation zu machen!

    Einen Komplex unserer deutschen Geschichte, der komplett verdrängt ... und mit dem marktradikalen Zeitalter reanimiert wurde!
    http://andreas-peglau-psychoanalyse.de/lebensunwertes-leben/:
    "Parallel dazu wendet sich der NS-Staat mit zunehmendem Eifer den “gefährlichen Gewohnheitsverbrechern” und allen anderen “Schmarotzern” zu. Die Liste derjenigen, die man für – natürlich anlagebedingt – “gemeinschaftsunfähig”, “asozial” hält, wird dabei immer länger. “Bettler, Landstreicher, Zigeuner, Landfahrer, Arbeitsscheue, Müßiggänger, Prostituierte, Querulanten, Gewohnheitstrinker, Raufbolde, Verkehrssünder, Psychopathen”, “marxistische Provokateure”, Homosexuelle, Rauschgiftsüchtige … werden ab 1934 systematisch “ausgekämmt” und landen in “Arbeitshäusern” und Konzentrationslagern. ()
    “Untermenschen” im Ausland sollen endlich ebenso vernichtet werden, wie die “minderwertigen” Mitglieder des eigenen Volkes.()
    Zu den “Geisteskranken” gesellen sich im praktischen Vollzug der Euthanasie weitere “unheilbare” Krankenhausinsassen mit Arteriosklerose, Tuberkulose, Krebs, Typhus, Geschlechtskrankheiten, Kinderlähmung, starker Kurzsichtigkeit, Bettnässen, Kriegsverletzungen (einschließlich Trägern des “Eisernen Kreuzes” aus dem ersten Weltkrieg), “Schulversager”, Fürsorgezöglinge, und einfach “Alte”."


    Ich hätte gern die Frage beantwortet gehört wie sie sich denn rot-rot-grün denken kann wenn weder rot noch grün sich ihrer historischen Verantwortung stellt geschweige denn kritisch reflektiert! (wie deren NS Väter?)
  • Alexander Witt
    am 10.12.2016
    @Bernd Oehler, 08.12.2016 14:07: Ich vermute mal, das Textverständnis ist bei einigen Lesern bereits zu sehr indoktriniert worden von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die meint es jedoch leider nicht satirisch, wie Herr Dr. Gscheidle. ;)
  • Schwabe
    am 09.12.2016
    So kann ein Interview/Gespräch auch geführt werden!

    Video: Sahra Wagenknecht im Gespräch mit Albrecht Müller

    Schwerpunkt dieses Gesprächs ist die Suche nach einer gesellschaftspolitischen Alternative zum neoliberalen Modell. Es ist der Versuch, Thatchers TINA – there is no alternative – zu widerlegen.

    Hier der Link zum Video:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=34423
  • Thomas Hörner
    am 09.12.2016
    Ich kann mich der Kritik an der Interviewführung nur anschließen. Was sollen die läppischen Fragen nach "Superman" und "Hund oder Katze" ? Überlaßt dieses Niveau doch Euren "Kolleg/Innen" von STZN.
  • adabei
    am 08.12.2016
    Fehlt eigentlich nur noch der „Querfront“-Vorwurf: Drehen wir doch die Sache doch einmal um: Hätte Frau Wagenknecht vielleicht solche Sätze fallen lassen sollen wie: "Es gibt keinerlei Kapazitätsgrenzen" oder "Wer Gastrecht missbraucht, der hat es verdient" oder "Alle Verarmten und Verelendeten sollen zu uns kommen". Ist das dann linker oder rechter Populismus? Welche Schublade darf es denn sein?
    Ein derart unsägliches, substanzloses Interview hätte ich von Kontext-Redakteurinnen nie erwartet. Deren einzig erkennbares Ziel war wohl, ihre Gesprächspartnerin aus der Fassung zu bringen. Und als das nicht gelingt fragen die Damen auch noch: „Wie schaffen Sie es eigentlich, immer so cool zu bleiben? Einfach nur peinlich.
  • Applaus für Frau Dr. Wagenknecht
    am 08.12.2016
    Wer sich angemessen mit S.W. und ihrer Politik auseinandersetzen möchte, höre doch die Bundestagsrede im O-Ton oder lese ihr aktuelles Buch „Reichtum ohne Gier“ (http://www.sahra-wagenknecht.de/de/article/2456.die-menschen-wollen-kein-weiter-so-mehr.html). Das Kontext-Interview erweckt nicht den Eindruck, als hätten die Journalistinnen sich ernsthaft mit ihrem Gegenüber auseinandergesetzt. Schade, dass sie die Begegnung mit einer so hoch interessanten und intelligenten Gespächspartnerin auf „Sonntagsblättle“-Niveau reduzierten.
  • Daniel Neuburg
    am 08.12.2016
    @Jimmy:

    Was trifft auf Ihre Kommentare hier zu?

    a) Pauschalisierend
    b) Diffamierend
    c) Undifferenziert
    d) oder alles zusammen

    Mekrwürdig, dass die Rechte besonders im Westen (Frankreich) stark ist. Aber ich bin mir sicher, dafür trägt bei Ihnen auch Frau Wagenknecht die Verantwortung.
  • Georg Frank
    am 08.12.2016
    @Bernd Oehler: Habe ich behauptet, Sie würden dies tun? Ich habe so allgemein formuliert, wie Sie auch.
  • Bernd Oehler
    am 08.12.2016
    @Dr. Diethelm Gscheidle:
    Ihre redlichen Bemühungen in allen Ehren, aber Sie sehen doch, dass diese manchen Leuten komplett am Textverständnis vorbeigehen - um einen unredlichen Ausdruck zu vermeiden!
  • Bernd Oehler
    am 08.12.2016
    @Georg Frank:
    Öh - hab ich geschrieben es sei ok, Wagenknecht zu diffamieren? Oder vom wem reden Sie?
  • Jimmy
    am 08.12.2016
    die Ansprüche der Leute, die sich heutzutage als "links" bezeichnen, sind offenbar gegenüber der 68er-Generation dramatisch gesunken. Es reicht inzwischen eine rednerisch mittelmäßig begabte Frau, die ein paar demagogische Halb- und Unwahrheiten aneinanderreiht, mit wilden Übertreibungen und einseitigen Schuldzuweisungen um sich wirft und schon ist eine Pop-Ikone und Retterin des restlos verarmten Deutschlands geboren. Die heutige Linkspartei war als PDS schon eifrig damit beschäftigt, den Leuten in Ostdeutschland in Ihrer Unzufriedenheit und mangelnder Bereitschaft zur Eigenverantwortung zu bestärken und hat damit den Boden bereitet, auf dem heute die AfD so gedeihlich blüht.
  • Daniel Neuburg
    am 08.12.2016
    @Dr. Diethelm Gscheidle, Hui ich sehe schon, bei Ihnen herrscht viel Willkür nach Gutsherrenmentalität. Sie senken auch gerne mal vertraglich vereinbarte Gehälter. Sie suchen also keine Angestellten, sondern Untertanen, die sich mit dem deutschen Arbeistrecht und der jeweiligen Rechtssprechung nicht auskennen. Da bin ich aufgrund meines Wissens im Personalbereich leider nicht der richtige Mitarbeiter für Sie und bleibe lieber bei meinem Arbeitgeber, der sich an das deutsche Arbeitsrecht hält.
  • Georg Frank
    am 08.12.2016
    @Bernd Oehler: Achso, nun wird mir alles klar, bei Wagenknecht gelten andere Maßstäbe und Frau Wagenknecht zu diffamieren und nicht zu diffenrezieren ist okay, da die Frau zu sozial ist und eine Gefahr für die guten deutschen Geschäftsbeziehungen zu Diktaturen.
  • Hartmut Hendrich
    am 08.12.2016
    Der Kommentar von Wolf Reineck, 07.12.2016 22:30 hat mich nachdenklich gemacht und mich alle Kommentare nochmal lesen lassen. Ich kann aber nicht erkennen, dass gegen Frau Wagenknecht angeschrieben wurde. Ja, ein Leser äußert eine gewisse Furcht vor S.W., ein anderer scheint das mit dem Fischen am rechten Rand ernst zu nehmen und in dem gescheit(l)en Beitrag sollte man das kabarettistische nicht übersehen. Ansonsten findet, zumindest in den davorliegenden Kommentaren, keine inhaltliche Diskussion über das Interview statt, sondern es herrscht die Empörung über die Art der Interviewführung vor. Und das ist symptomatisch, wenden doch die Befragerinnen genau die Methoden (hoffentlich unbeabsichtigt) der rechten Meinungsmanipulation an: „Postfaktisch“, was diese allerdings der Gegenseite immer unterjubeln will. Es soll keine inhaltliche Auseinandersetzung stattfinden, man redet über Äußerlichkeiten und am besten noch, über erfundene.
    Zur nochmaligen Erinnerung: In der jüngsten Bundestagsdebatte über den Haushalt hält Sahra Wagenknecht die, seit langem beste dort gehörte Rede, die Grundlage umfassender Diskussion, oder zumindest des Nachdenkens sein sollte. Aber all die Pappnasen bis hoch zur Regierungsbank dort gefallen sich durch unqualifizierte Zwischenrufe oder, was nicht weniger unanständig ist, durch demonstrative Spielzeugbenutzung (Smartphones). In der Folge wurde aber in der „Qualitätspresse“ von unabhängigen, nicht gleichgeschalteten (wie denn auch?) Qualitätsjournalisten die Rede - nein, irgend etwas über die Rede – nein, es wird völlig unabhängig - es muß also so gewesen sein, berichtet: Sahra Wagenknecht hat sich in dem Hohen Haus ganz unverschämt daneben benommen.
    So geschieht im alternativlosen rechten Politikbetrieb, der pluralistischen, aber eher rechtslastigen Presse, aber auch bei Kontext, sicher aus unterschiedlichen Motiven, am Ende doch das Gleiche: Mit dem, was Sahra Wagenknecht uns zu sagen hat, wird sich nicht auseinander gesetzt.
  • Jimmy
    am 08.12.2016
    @Bernd Oehler:
    und wo bleibt bei der Auflistung für die Flüchtlingskrise das Bombardement Russlands in Syrien?
  • Dr. Diethelm Gscheidle
    am 08.12.2016
    Sehr geehrter Herr Neuburg,

    es freut mich sehr, dass Sie sich in meinem seriösen verkehrswissenschaftlichen Forschungsinstitut bewerben möchten.

    Die Bewerbung läuft bei mir mittels eines Anschnur-Bewerbungsverfahrens, welches Sie auf meiner redlichen Heimseite finden. Internetz-Verknüpfungen werden hier im Kommentarteil nicht so gerne gesehen; ich bin mir aber sicher, dass Sie meine Heimseite problemlos finden werden, wenn Sie in einer Suchmaschine nach "Verkehrswissenschaftliches Institut Dr. Diethelm Gscheidle" suchen.

    Wenn Sie ein redlicher und fleißiger Mensch sind, sehe ich Ihrer Bewerbung mit Freude entgegen und gebe Ihnen gerne eine Schanze!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)
  • Bernd Oehler
    am 08.12.2016
    @Georg Frank:
    Anders als Seehofer, Merkel, Oppermann, Gabriel, Palmer, Kretschmann stelle Wagenknecht die Flüchtlingsfrage in einen politischen Zusammenhang und wendet sich gegen deutsche Waffenexporte an islamistische Diktaturen, gegen afrikanischen Staate aufgezwungene Freihandelsabkommen, gegen EU-subventionierte Lebensmittelexporte nach Afrika, gegen die organisierte Finanzkriminalität und Steuerflucht von Superreichen und Großkonzernen und vor allem gegen die neoliberale Verarmungspolitik, die insbesondere die Schröder-Fischer-Regierung in Gang gesetzt hat.
    Aber um das zu merken müsste man sich ja inhaltlich mit Wagenknecht auseinandersetzen beziehungsweise ihre Äußerungen nicht nur aus zweiter Medienhand beziehen.
  • Andreas Bitz
    am 08.12.2016
    Im- Vergleich zu den politischen Tieffliegern der realitätsverweigernden Linken - von Ramelow bis Riexinger - ist Frau Wagenknecht ein echter Glücksfall. Für Alle, auch wenn sie wie ich die allermeisten politischen Auffassungen von Frau Wagenknecht gerade NICHT teilen.
    Kann es sein, daß Frau Wagenknecht erkannt hat: Der weitaus überwiegende Teil der Linken-Wählerschaft ist ganz nah an den Auffassungen des AfD-Programms zu lokalisieren. Und wegen der alltäglichen vielen "Einzelfälle", des Staatsversagens und des Kontrollverlusts in der Migrationskrise sowie deren Folgen für die Sozialsysteme geht die Wählerwanderung von den Linken direkt zur AfD. Denn es geht bei diesen Problemlagen gerade nicht um links oder rechts!
  • Georg Frank
    am 08.12.2016
    ""Kapazitätsgrenzen", "wer Gastrecht missbraucht, hat es verwirkt" oder "nicht alle Verarmten und Verelendeten können zu uns kommen""
    Merkwürdig, Seehofer, Merkel, Oppermann, Gabriel, Palmer, Kretschmann äußern sich genauso in vielen Zeitungsinterviews (Google hilft hier viele Beipsiele zu finden), wieso ist das nur bei Wagenknecht ein Probelm?
  • János Richter
    am 08.12.2016
    Ein Interview unter Kontexniveau.

    Anstatt dieser hochkarätigen Politikerin Fragen zu ihren Zielen zu stellen, wird die Rechte- und Populismusschiene aufgemacht.

    Wer mehr über Frau Wagenknecht, ihre Ziele und die Linke wissen möchte ist in diesem Fall hier besser aufgehoben

    http://www.team-sahra.de/
    http://www.sahra-wagenknecht.de/de/topic/174.videos-bilder.html
  • Daniel Neuburg
    am 08.12.2016
    @Dr. Diethelm Gscheidle: Bitte teilen Sie mir die Anschrift Ihres verkehrswissenschaftlichen Forschungsinstituts mit, welches angeblich fürstlich entlohnt. Ich möchte mich dort als Lohnschreiber bewerben und somit auch gleich mal überprüfen, ob tatsächlich eine fürstliche Entlohnung erfolgt. Ist ja bewundernswert, in Deutschland arbeitet jeder 4. Beschäftige im Niedriglohnsektor, aber dieser Bereich existiert bei Ihnen anscheinend gar nicht. Das sind ja paradiesische Zustände bei Ihnen im Forschungsinstitut. Ein wahrer Elfenbeinturm.
  • Jimmy
    am 08.12.2016
    es spielt keine große Rolle, welche Fragen man Wagenknecht stellt, denn sie wird immer die gleichen Textbausteine von sich geben (die Reichensteuer löst alle Probleme, Erdogan ist böse, aber Putin ist total harmlos usw.)...jetzt kommt halt noch ein bisschen nett verpackte Fremdenhetze dazu, weil sie gemerkt hat, dass das bei ihrem frustrierten Klientel gut ankommt....
  • Stefan
    am 08.12.2016
    Wär ich ein linker Interviewer, dann würde ich mir von Sarah Wagenknecht zeigen lassen wie man Hummer fachgerecht zu sich nimmt. Denn auch da ist Wagenknecht Expertin und die Interviewerinnen würden noch was neues lernen (wirken auf mich nicht so als wüssten sie wie man Hummer isst). Seit ich weiss dass Wagenknecht gerne Hummer isst mag ich sie noch ein bisschen mehr. Aber sie ist leider in der falschen Partei.
  • ML
    am 08.12.2016
    Wenn es doch mehr Menschen wie S.W. in Politik & sonstigen Führungspos. gäbe: Intellektuell brilliant, auf der Basis eines profunden Wissens konstruktiv argumentierend, hochgradig selbstdiszipliniert, mit einer klaren inneren Ausrichtung auf dem Weg des Herzens und der Liebe (Liebe heisst nicht, alles in Watte zu packen!), nicht korrumpier- und erpressbar, emotional balanciert. Chapeu Frau Wagenknecht, vielen Dank für Ihr Wirken und alles Gute. Leider trifft dies nicht auf die Interviewer zu: Unterirdischer, schlechter Journalismus, einer S.W. unwürdig.
  • Stefan
    am 08.12.2016
    Ich bin sicher, in einer anderen Partei wie etwa der AFD würde Wagenknecht als Zugpferd richtig viele Stimmen einfahren. Da bin ich 100% davon überzeugt. Ihre Partei lähmt einfach, das muss man so klar sagen.

    Zum Interview, da hat man das Glück und eine der profiliertesten Politikerinnen und Expertin in Volkswirtschaften zum Interview und dann werden solche seichten Fragen gestellt. Wenn Mario Barth oder Anke Engelke zum Interview vorbeigeschaut hätten ok, aber Sarah Wagenknecht mit solchen peinlichen Fragen zu belästigen finde ich schon ein starkes Stück. Wer soll das ernst nehmen?
  • Schwabe
    am 08.12.2016
    Hinsichtlich Art und Weise des geführten Interviews schließe ich mich dem Kommentar von Hartmut Hendrich, 07.12.2016 13:53 (ab dem 2. Absatz) und dem von Gela, 07.12.2016 20:06 vollumfänglich an.
    Einerseits begeistert mich das Statement der Kontext Redaktion "Mensch statt Markt" restlos, dass sich hinter dem Aufmacher dieser Ausgabe "Die Demokratie muss marktkonform sein" verbirgt. Andererseits folgt ein solch, m.E. unsachliches Interview mit der Fraktionsvorsitzenden und Kanzlerkandidatin der Partei DIE LINKE, welche die einzige Partei ist die das bereits genannte Statement der Kontext Redaktion "Mansch statt Markt" ernst nimmt.
    Auszug aus dem o.g. Statement der Kontext Redaktion: "Es braucht Medien, die sich klar für die Menschen und gegen den Marktkonformismus der Politik einsetzen. Medien wie Kontext.". Das Interview mit Sarah Wagenknecht wäre eine Chance gewesen dies eindrücklich unter Beweis zu stellen!

    Solange bei Kontext diese, m.E. immer wieder auftretenden und mich irritierenden Widersprüche nicht ausgeräumt werden ruht mein Soli-Beitrag! Sorry Kontext, aber das ist meine Haltung.
  • Andrea K.
    am 08.12.2016
    Erstmal goßes Lob an Sahra Wagenknecht, dass sie so ruhig geblieben ist. Aber so kennt man sie, ruhig im Interview, feurig in ihren Reden im Bundestag. Eine Frau die die Probleme ausspricht und nicht wegredet. Wir brauchen mehr solcher Politiker/innen in Deutschland. Immer dieser Spruch mit fischen am rechten Rand. Es gibt kein rechts oder links wenn man Tatsachen anspricht. Ja, sie hat recht wenn sie sagt, dass die Linke die einzige Partei ist, die sich für die sozialen Belange der Bürger einsetzt. Jeder der sich so etwas von der AfD erhofft wird bitter enttäuscht werden. Ich verstehe auch nicht, dass immer wieder die SED ins Spiel gebracht wird. Die DDR gibt es seit 27 Jahren nicht mehr. In der Partei DIE LINKE sind heute viele junge Menschen, die mit der SED nichts zu tun hatten, aber man kann ja mal wieder versuchen auf diesem Weg DIE LINKE in ein schlechtes Licht zu rücken. Ich hoffe, dass viele Menschen erkennen, dass wir nur mit Sahra Wagenknecht und ihrer Partei in Deutschland und auch in Europa wieder zu sozialer Gerechtigkeit kommen können. Jahre wurde bei den Kleinen nur gekürzt und bei den großen entlastet. Dass dieser "soziale" Chef ein paar Kommentare über mir gegen die Linke schreibt ist mir klar, denn ihm ist die CDU (Reiche verschonen, Kleine schröpfen) sicher in Zukunft lieber.

    Allerdings hätte ich mir auch gewünscht, dass mehr auf die politischen brennenden Themen eingangen worden wäre, wie eben sozialer Wohnungsbau, Hartz IV, Billiglöhne usw. Wollte man verhindern, dass Sahra Wagenknecht Punkte sammelt?

    Liebe Grüße und weiter so Sahra Wagenknecht.
  • Rolf Schmid
    am 08.12.2016
    Frau Dr. Sahra Wagenknecht ist mit weitem Abstand die eindrucksvollste Politikerin Deutschlands, weil sie weder labert noch um den heissen Brei herum, sondern zur Sache redet, von der sie deutlich mehr versteht als die allermeisten Anderen!

    Wer ihre kürzliche Generalabrechnung mit der Kanzlerin und der Politik der GroKo im Bundestag gehört und die dummdreisten Zwischenrufe einiger "getroffener Hunde" mitbekommen und seinen Verstand noch der Parteilichkeit geopfert hat, der muss meinem Urteil - und sei`s nur im Geheimen - beipflichten.

    Dass die "Edelfedern" der Deutschen Massenmedien diesen Auftritt von Dr. Wagenknecht im BT noch dümmlicher und parteilicher als die erwähnten Zwischenrufer kommentiert und verunglimpft haben, passt zu deren Ruf, den sie sich in den letzten Jahren "er-schrieben" bzw. "er-kommentiert" haben.
  • Wolf Reineck
    am 07.12.2016
    Sicherlich lässt sich über vieles diskutieren was Frau Wagenknecht
    und ihre Interviewerinnen erzählen . Aber mit welcher selbstherrlichen Arroganz da einige Leser verbal gegen Frau Wagenknecht vorgehen ist schon erstaunlich und zeugt doch von sehr voreingenommenen Lesern. Aber ! Es hat ja jeder , auch ohne die richtige Kenntnis um die Dinge das Recht , seine Meinung zu sagen ! Ich würde aber denjenigen sage Bildzeitung
    ist wo anders . Fakten , Fakten , Fakten !
  • Klaus Ammann
    am 07.12.2016
    Eine Stimme aus der Schweiz: Hätten wir doch auch solche gescheiten Politiker bei uns, leider sind die so rar wie im Deutschen Bundestag. S.W. hat sich über die Jahre zu einer wichtigen Stimme der Mitte entwickelt.
    Leider ist nur allzu wahr, was Mark Twain zu Politikern gesagt hat: Sie können leider nur selten gleichzeitig Denken und Sprechen, für gewöhnlich entscheiden sie sich für eines von beidem...S.Wl gehört zu diesen Ausnahmen, gratuliere, und Grüsse von einem braven alten Schweizer Sozialdemokraten.
  • Gela
    am 07.12.2016
    Liebe Frau Hunger, liebe Frau Wolf, Ihr Interview hat mich mächtig enttäuscht. Ich habe kürzlich das Buch von Sahra Wagenknecht "Reichtum ohne Gier" gelesen und hätte mir gewünscht, dass Sie mit ihr über ihre sozialpolitischen Vorstellungen sprechen, die wirklich interessant sind. Statt dessen blöde Quiz-Fragen!
    Auch das Thema, wie man Unzufriedene und Abgehängte erreichen kann, die mit der AfD sympathisieren, gehört ernsthaft diskutiert. Es stimmt doch, daß nicht alle AfD-Sympathisanten wirklich rassistisch sind, und natürlich muß man versuchen, ihnen eine linke Alternative zu zeigen. Aber wie?
    Und wieso darf sie nicht sagen, daß nicht alle "Verarmten und Verelendeten" nach Deutschland kommen können ? Nur hätten Sie dann weiter fragen sollen, was sie tun will, damit diese Menschen eine Zukunft in ihren Heimatländern sehen.
    Schade.
  • Kornelia
    am 07.12.2016
    Was für ein schlechter, polemischer ups populistischer stil!
    Allein das großBild ist eine Unverschämtheit!
    Kein Wunder dass die Linke und damit leider auch links denkende Menschen über 5% kaum hinauskommen!
    In BW bei 3% bleiben....

    Es ist schon erstaunlich wie diese Frau sowohl beim Mann als auch bei Frau Stutenbissigkeit auslöst?!
  • Dr. Dierk+Helmken
    am 07.12.2016
    Welch große Toleranz Sarah zeigt gegenüber den teilweise wirklich nervenden und unzumutbaren Fragen der Interviewerinnen. Im Bundestag war Sarah bei Ihrer Rede zum Etat der Kanzlerin wirklich großartig und gnadenlos. Dass sie auch anders und bis zur Selbstverleugnung höflich sein kann, ist beruhigend. Und beruhigend ist auch, dass sie jeglicher Gewalt (Diktatur des Proletariats) eine Absage erteilt, sondern durch Kommunikation überzeugen will.
    Sarah for Chancellor!
  • Dr. Diethelm Gscheidle
    am 07.12.2016
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    an dieser Zwischenschau merkt man mal wieder, wie es Frau Wagenknecht und ihre Partei "Die Linke" mit der Wahrheit halten: Sie behauptet hier, die Partei "Die Linke" sei " als eine Partei gegründet worden, die die Agenda 2010 ablehnt und den Sozialstaat wiederherstellen will. " Dies ist eine ganz offensichtliche Lüge und hahnebüchener Unsinn! Bei der Partei "Die Linke" handelt es sich um die Nachfolgeorganisation der Stasi-, Mauerschützen- und Diktatorenpartei "SED" - sie ist nicht "gegen" die Agenda 2010 gegründet worden, sondern sie existierte zu diesem Zeitpunkt schon! Aus diesem Grund wird diese Partei in redlichen Kreisen bekanntlich auch mit der löblichen Bezeichnung "Stasi-SED/Die Linke" versehen!

    Allerdings lehne auch ich bekanntlich die "Agenda 2010" ab - da bin ich mit Frau Wagenknecht ganz einer Meinung! Abgesehen davon, dass sie ein Projekt der unredlichen Staatsverschuldungs-Sozen war, wurden bei der Agenda 2010 auch das viel zu großzügig bemessene "Hartz IV" beschlossen, und die beschlossenen Maßnahmen, mittels derer sogenannte "Arbeitslose" (redlich: Arbeitsfaule) wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden wollen, sind reinste Kuschelpädagogik! Ich kann nur sagen: Mein verkehrswissenschaftliches Forschungsinstitut hat für redliche und fleißige Menschen immer genügend Arbeitsplätze mit fürstlicher Bezahlung in freundlicher und toleranter Atmosphäre als Putzfrau, Sekretärin, Verkehrswissenschaftler oder Lohnschreiber für Stuttgart-21 zu vergeben - dementsprechend muss sich niemand arbeitslos melden, der tatsächlich Arbeit sucht!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (netter, toleranter und großzügiger Scheff, Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)
  • Hartmut Hendrich
    am 07.12.2016
    Beim Öffnen der Kontext-Seite wirkt es ein wenig aufdringlich, wenn man an das erinnert werden soll, was man ohnehin tun würde. Nun gut – ich habe meinen kleinen Beitrag in diesem Jahr ja auch wirklich noch nicht geleistet.
    Dann aber lese ich das Interview mit Sahra Wagenknecht und muss mich fragen, ob ich denn hier und heute wirklich am richtigen Ort bin. Zum einen zeigen die beiden Interviewerinnen genau das, was mich auch z.B. beim Deutschlandfunk immer wieder empört, dass sie die Ausrichtung ihres Senders, hier der Internetzeitung verstanden haben und unerschütterlich teilen. Sie führen ein Interview mit linken Sonderlingen (hier wie dort z.B. auch Sahra Wagenknecht) so, dass die Befragten spüren sollen, dass deren „abstruse“ Ansichten nicht geeignet sind, sie selbst und hoffentlich auch Hörer, bzw. Leser vom rechten Weg abzubringen.
    Wie überzeugt und eingenommen von seiner eigenen Großartigkeit muss man sein, danach zu fragen, wie man beispielsweise die Unverschämtheit jenes Markus Lanz „cool“ erträgt, während man in gleicher Weise ein Interview beginnt und vom Fischen am rechten Rand schwadroniert, weil die Interviewte ein paar Binsenweisheiten genannt hat, über die viele Linke reinsten Wassers (wie diese sich wohl selber sehen) durchaus einmal nachdenken sollten. Aber das muss wohl Afd-Gelaber sein. Ja, es gehört viel Selbstbeherrschung dazu, auch bei einem solchen Interview, einem Sammelsurium von Oberflächlichkeiten, nicht einfach aufzustehen und davon zu gehen. Bei den Schlussfragen nach Batman oder Spiderman und nach Hund oder Katz trat mir als Leser die Schamesröte ins Gesicht.
  • Philippe Ressing
    am 07.12.2016
    Ihr Denkmodell zu den Wählern der AfD macht mir allerdings zu schaffen. Wenn sie 'Verzweifelte' erreichen will, damit sie nicht AfD wählen blendet sie aus, dass wer AfD wählt entweder ein rassistisches Weltbild hat oder den deren Rasissmus zumindest egal ist. Solche Strukturen fanden und finden sich auch bei SPD-Wählern oder sogar Leuten, die sich für Links halten. Wie ging den einst der SED-Staat hinter dem Soli-Getröte der Internationalen Solidarität mit den Arbeitern aus Mosambik oder Angola um?
    Und zu den 'verzweifelten': Tut mir leid, ich bin als Wähler in der Bundesrepublik seit Mitte der 1970er bei fast jeder Abstimmung verzweifelt gewesen, wäre aber nie auf die Idee gekommen, Nationalisten, Rassisten oder Menschenfeinde zu wählen. Meine Oma hätte gesagt: Das ist eine Frage des Anstands. Frau Wagenknecht muss sich die Frage gefallen lassen, ob manche Äußerungen eine Anbiederung bei 'gepflegt' rassistischen AfD-Wählern bedeuten. Faktisch bekommt man so vielleicht Wählerstimmen, aber bestimmt nicht Menschen, die für Menschlichkeit eintreten.
  • Bernd Oehler
    am 07.12.2016
    Sahra Wagenknecht »ist eine fast herzliche Frau. Ab und zu lacht sie sogar.« Nein! Bloß nicht drauf reinfallen! Zur Aufklärung wiedermal die »Schröckliche Moritat vom Kryptokommunisten« von Dieter Süverkrüp hören!
  • Stefan
    am 07.12.2016
    Frau Wagenknecht war sehr großzügig und sehr gnädig mit den Fragestellerinnen, normal muss man solche peinlichen Aussagen hier:

    "Wenn in Versammlungen jemand mit AfD-Gelaber ankam, hatte man keinen Bock zu diskutieren. Auch weil man die Erfahrung macht, dass Reden nix bringt."

    intellektuell wegprügeln. Da braucht es gar nicht viel, das ist ein Elfmeter ohne Torwart.
  • Stefan
    am 07.12.2016
    Eine Anmerkung zu folgendem Zitat:

    "Wenn in Versammlungen jemand mit AfD-Gelaber ankam, hatte man keinen Bock zu diskutieren. Auch weil man die Erfahrung macht, dass Reden nix bringt."

    Das ist doch der absolute intellektuelle Offenbarungseid. Warum so wenig Selbstbewusstsein die eigenen Ideen und Argumente einzubringen in den Diskurs? Ist das die bekannte linke Diskursethik? Ich finde das erschreckend.
  • hajommueller
    am 07.12.2016
    Ich wähle Leni Breymaier nicht. Ihre gesellschaftlichen Vorstellungen mögen in Ordnung sein, aber ihre Rolle innerhalb der SPD ist fatal. Sie versorgt (vielleicht) die SPD mit Stimmen aus dem linken Wählerspektrum, die dann in der SPD den neoliberalen Block stärken.
    Auch Frau Breymaier müsste eigentlich erkennen, dass sie und die handvoll anderer linker SPD Mitglieder keine Chance haben, die SPD vom neoliberalen Kurs abzubringen. Der Traum sollte ausgeträumt sein.
  • marion kuster
    am 07.12.2016
    Mich hat das Interview eigentlich ja interessiert..
    Warum aber muss man Leni Breymaier (eine Frau,die Wagenknecht nicht mal kennen dürfte!) hier mit einer großen Laudatio per Frage hineinziehen?
    Wir Leser haben seit Monaten verstanden: Kontext findet Breymaier gut. Ich verspreche deshalb hochheilig , ich wähle sie. Und Kontext berichtet und interviewt bitte jetzt wieder normal.
  • Andrea Trautmann
    am 07.12.2016
    Super Frau. Ich verstehe nicht, warum die Menschen ihr nicht folgen können.

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