Ausgabe 297
Medien

Mensch statt Markt

Von unserer Redaktion
Datum: 07.12.2016

Wenn der Markt die Gesellschaft beherrscht, kommt heraus, was mit der Welt gerade passiert. Wer dem Götzen Markt huldigt, schafft Armut und Unzufriedenheit in unseren Breiten und Elend und Hunger in den ausgebeuteten Teilen der Welt. Denn der "Markt" braucht keine bezahlbare Wohnung, er braucht keine Lebensmittel ohne Gifte, keine saubere Luft, kein sauberes Wasser. Dafür braucht er Menschen, die billig arbeiten und teuer kaufen, immer schneller und weiter. Er ist ein Vielfraß, der eine Gesellschaft verschlingt, wenn man ihn nicht bändigt.

Politik ist nicht dazu da, sich ihm anzubiedern. Reiche noch reicher zu machen und die zu vergessen, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sonst wenden sie sich irgendwann ab. Was dann geschieht, ist derzeit gut zu beobachten, wo Frust und Wut in Rechtsextremismus umschlagen.

Würde für die Menschen Politik gemacht, gebe es ein sinnloses Projekt wie Stuttgart 21 nicht, dann wäre das Autoland Baden-Württemberg längst auf einem besseren Weg, wie jüngst Jürgen Resch im Artikel "Kniefall vor dem Auto" beschrieb, und ein Hochhaus mit exorbitant teuren Wohnungen würde nie unfertig und nutzlos in Fellbach stehen. Zum Beispiel.

Es braucht Medien, die sich klar für die Menschen und gegen den Marktkonformismus der Politik einsetzen. Medien wie Kontext.

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Lesen Sie dazu auch unser Editorial "Wir wollen mehr!".


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