Ausgabe 442
Debatte

Greta lässt hoffen

Von Stefan Siller
Datum: 18.09.2019
Das Stuttgarter Pressehaus hat sich Greta Thunberg vorgenommen. Die Kritik an ihrer Person zerpflückt unser Autor postwendend und scheut dabei keine Vergleiche, weder mit Lindner, Trump und Söder noch den Zeugen Jehovas.

Wann haben Sie zuletzt jemanden gelobt? Machen wir das alle nicht viel zu selten? Unter Kollegen, in der Familie, besonders unter Schwaben, wo es ja genügt, nicht zu meckern. Und gemeckert wird viel lieber und viel mehr. Auch hier bei Kontext. Jetzt gibt es eine Gelegenheit, das zu ändern. Und das ausgerechnet gegenüber dem Stuttgarter Pressehaus. Ja, wenn die Redaktion von Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten das verdient, erkennen auch wir das an und stehen dazu.

In der jüngsten Wochenendbeilage haben sich die Kollegen einer spannenden Persönlichkeit angenommen: Greta Thunberg. Und damit nebenbei auch eines ausgesprochen wichtigen Themas: des Klimawandels. Dabei hat die Südwestdeutsche Medienholding auch noch gezeigt, wie breit die Meinungsvielfalt ihrer Journalisten gestreut ist. Denn unter der Schlagzeile "Ein Mädchen – zwei Meinungen" durften zwei Kollegen – also eine Kollegin und ein Kollege, so viel Gender-Korrektheit muss sein – beurteilen bzw. verurteilen. In einer Gegenrede und einer Lobrede. Beide Journalisten haben pointiert Stellung bezogen und ihre Meinungen gut begründet. Schon wieder sehr lobenswert.

Der Kollege für die Lobrede hatte natürlich die einfachere Aufgabe. Schließlich setzt sich die 16-Jährige für eine gute Sache ein und hat unzweifelhaft viel bewegt. Aber er macht seine Sache gut. Er lobt, dass eine Jugendliche fordert, den Klimawandel zu bekämpfen, weil ihre Generation ausbaden muss, was Politiker und Industrielle jetzt durch Nichtstun anrichten. Dass sie geduldig über eine lange Zeit ihr Schild "Schulstreik fürs Klima" hochgehalten hat, ohne eine Ikone sein zu wollen. Und er lobt, dass sie mit ihrer Hartnäckigkeit auf die Nerven geht und wir ihr dankbar sein sollen.

Kann man dagegen etwa haben? Ja, man(n) kann. Wie beispielsweise Christian Lindner. Der FDP-Chef hat zunächst von Greta gefordert, diese wichtige Angelegenheit Profis zu überlassen. Also denen, die es eigentlich besser wissen müssten, aber nichts getan haben. Und der jetzt am vergangenen Wochenende nachgelegt hat, als er das geplante Klimapaket der Bundesregierung kritisierte: man könne nicht 2020 die Probleme von 2040 regeln. Na gut, er hätte Recht, wenn er meinte, diese Probleme hätten schon 2010 oder 2000 angegangen werden müssen. Hat er aber nicht. Ich habe seinen politischen Zielen nie etwas abgewinnen können, ihn aber für intelligent(er) gehalten. Er sollte Politik lieber Profis überlassen.

Weltuntergang? Greta ist dagegen

Und ja: Auch Frau kann etwas dagegen haben. Die Journalistin der Gegenrede warnt davor, Greta als neuen Messias und Heilsbringerin zu überhöhen. Da hat sie recht, kritisiert damit aber nicht die Protagonistin, sondern ermahnt ihre Anhänger. Was wirft sie Greta vor? Zunächst einmal pauschalen Antikapitalismus. So hatte ich das bislang noch gar nicht gesehen. Aber wenn man dauerndes Wachstum und grenzenlosen Ressourcenverbrauch für systemimmanent hält, dann stimmt das wohl. Und das darf man nicht infrage stellen? Nein, das muss man infrage stellen. Dann wirft sie Thunberg vor, die nahende Apokalypse heraufzubeschwören. Nun, die Zeugen Jehovas gehen auf die Straße, weil die Welt sowieso untergeht; Greta und die Fridays-for-Future-Bewegung gehen auf die Straße, damit die Welt nicht untergeht. Können wir uns darauf verständigen, dass dies ein gravierender Unterschied ist?

Panikmache lautet ein weiterer Vorwurf. Weil Panik doch ein schlechter Ratgeber sei. Und die Kollegin führt dazu noch ein konkretes Beispiel an. Panik habe zu Deutschlands unüberlegtem Ausstieg aus der Atomenergie geführt, und nur deshalb müssten die Kohlekraftwerke so lange am Netz bleiben. Frau Kollegin, sie mögen einen unerschütterlichen Glauben an die Ungefährlichkeit der AKWs und des (immer noch nicht sicher entsorgbaren) Atommülls haben. Ich dagegen halte Angst bisweilen für ein überlebenswichtiges Alarmsignal des Menschen, und Tschernobyl und Fukushima haben mir Angst gemacht. Und dass AKWs nicht mit allen Risiken versicherbar sind, auch. Kohlekraftwerke bleiben im Übrigen wegen der Arbeitsplätze noch am Netz.

Die Autorin sieht bei Greta Thunberg "Verbotsfanatismus". Wie beurteilt sie Richter, die tatsächlich schon Fahrverbote ausgesprochen haben? Sie unterstellt der Aktivistin eine "antifreiheitliche Haltung". Ich will mich nicht über Begrifflichkeiten streiten. Es genügt zu zitieren, wen die Kollegin schützen will: "alle, die unabhängig sein wollen von Bus und Bahn, die dorthin fliegen wollen, wo sie aus Spaß oder Berufsgründen hinmüssen, die essen wollen, was sie wollen" (aus Spaß irgendwohin müssen – das gefällt mir besonders gut). Um gleich böswilligen Missverständnissen Einhalt zu gebieten: Kein Mensch will alle Autos verbieten oder Urlaubsflüge oder Fleisch oder jeden Spaß am Leben. Aber jede Freiheit eines Einzelnen findet ihre Grenzen, wenn sie die Freiheit anderer beschränkt. Zum Beispiel indem sie die Luft für alle vergiftet. Oder indem sie mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde nachwachsen lässt. Das hat inzwischen selbst die CSU begriffen. Sie will das Fliegen teurer machen und die Lkw-Maut. Eine böse Unterstellung ist, dass sie nicht aus Einsicht so handelt, sondern aus Machterhalt. Dass Söder grüner ist als alle anderen hat er uns übrigens schon 2014 gezeigt: als Shrek.

Ein Satz im Text der Gegenrede macht mich allerdings völlig fassungslos: "Die Wissenschaftsgläubigkeit der Schülerin ist fatal." Der Klimawandel: fake news? Das kannte ich bislang nur von einem Präsidenten (weiter weg) und einer Partei (ganz nah).

Am Freitag wird es wieder Tausende von großen und kleinen Aktionen geben. Am Freitag wird passenderweise auch das Klimakabinett der Bundesregierung sein Paket verkünden. Es wird ein Kompromiss sein und deshalb nicht weit genug gehen, aber in die richtige Richtung. Der Klimawandel ist in den Köpfen der Menschen angekommen, sogar wahlentscheidend geworden. Das ist Millionen von Gretas (und vielleicht auch Rezos) auf der ganzen Welt zu verdanken.

Liebe Kollegin Claudia Scholz, darf ich mich zum Schluss an Sie persönlich wenden. Natürlich weiß ich, was Sie meinen, wenn Sie schreiben: "Thunbergs Gnadenlosigkeit verhöhnt all jene, die sich einen luxuriösen Ökolifestyle nicht leisten können." Niemand verurteilt eine alleinerziehende Verkäuferin, wenn sie bei Aldi Hackfleisch für die Bolognese einkauft. Aber sie fährt auch nicht mit dem SUV zum Discounter, wie der Billiglöhner sich von seinem Stress nicht auf den Malediven erholen kann. Letztendlich träfe die Klimakatastrophe die Ärmsten der Armen, und das wären Millionen. Haben Sie bemerkt, dass ich den Konjunktiv gewählt habe? Ich habe wieder Hoffnung!


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27 Kommentare verfügbar

  • Katja
    am 24.09.2019
    Die bisherige Klimapolitik: Placebo. Jetzt, unter dem Druck der Demonstrationen: Placebo forte. Es wird weitergemacht wie bisher. Die einen haben das Recht, Millionen zu machen und die Lebensgrundlagen aller zu zerstören, die große Mehrheit hat das Recht, krank gemacht zu werden und unterzugehen. Niemand stoppt das. Der Staat hat auf ganzer Linie versagt. Was folgt daraus? „Wo der Staat in einem kapitalistischen System nichts weiter ist als die Vollzugsinstanz der Wirtschaft gegen den Menschen, ist es nicht mehr als das Gebot der Selbstverteidigung und Notwehr, das von den Betroffenen wahrgenommen wird, wenn sie der Gewalt, sei es auch mit noch so unzulänglichen Mitteln, entgegentreten“ (SPK- Aus der Krankheit eine Waffe machen, S. 62). Der Gewalt entgegentreten – aber wie? Weiterhin an Politiker und Konzernchefs appellieren? Damit die sich totlachen? Das krasse Missverhältnis zwischen dem, was – sofort! - getan werden müsste, und dem, was sie uns beispielsweise als sogenannte Kabinettsbeschlüsse zumuten, wird alle, denen es ernst ist, zwangsläufig zum Nachdenken bringen über andere Aktionsformen. Ob die dann auch noch so beklatscht werden, wie die freitäglichen und sonstigen Demos? Qui vivra, verra.
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 23.09.2019
    @Lieber Stefan Siller,
    im kollegialen Umgang lässt sich so manches besser zur Sprache bringen, als das über Dritte möglich ist. Meinen Sie, dass Ihre Analyse aus Ihren Betrachtungen die Adressatin erreicht?

    „Wann haben Sie zuletzt jemanden gelobt? Machen wir das alle nicht viel zu selten? Unter Kollegen, in der Familie, besonders unter Schwaben, wo es ja genügt, nicht zu meckern.“ So Ihre Feststellung gleich am Beginn ihrer "Rundumbetrachtung".
    Ihre Aussage mit dem "meckern" hinkt nicht nur, sie zeigt auf, dass Ihre Herkunft nicht im Ländle ihren Anfang genommen hat – allerdings gibt es viele im Ländle geborene, denen diese Feststellung nicht Grundlage ist:
    "Bloß damids so aussiehd als ob ebbes gschaffd sei,
    fängd a Schwob noo lang koi Gschäfd o!"

    Schwaben »tatsächliche Schwaben« nehmen zuvorderst das "große Ganze" _über_ dem Kleinhirn in Verwendung, betrachten sich die Gegebenheiten / Situation, um der so eigenständig erarbeiteten (Selbst-)Erkenntnis die Handlung folgen zu lassen! [1]

    In STUTTGART sieht Mann wie in einem Brennglas… http://juesoblog.wordpress.com

    [1] Herr, schmeiß Hirn ra! - Die schwäbischen Geschichten des Gerhard Raff
  • chr/christiane
    am 23.09.2019
    Greta kommt aus Schweden.Zu Atomkraftwerken in Bezug auf CO2 hatte sie sich einmal eher positiv--evtl. missverständlich-- geäußert.
    Oder doch nicht?
    In Schweden leben ca. 10,1 Millionen Menschen (Stand 2017).
    Die Fläche Schwedens beträgt ca. 450.295 km2.
    Schweden soll 8 Kernkraftwerke betreiben.(Also pro 1 Million Einwohner grobgerechnet ein Atomkraftwerk.

    In Deutschland leben ca. 83 Millionen Menschen.(8x so viele wie in Schweden.)
    Die Fläche Deutschlands beträgt ca.354.022 km2. (Also ca 100.000 km2 weniger als Schweden.
    In Deutschland sollen 7 Atomkraftwerke--Stand 2017 am Netz sein.(Das bedeutet 1 Atomkraftwerk weniger -bei 70 Millionen Einwohnern mehr--im Gegensatz zu Schweden.

    Während bei uns in Deutschland um jeden Meter Abstand zu Windkraftwerken übelster Streit ausbricht---betreibt Schweden mit ihren 10 Millionen Einwohnern--und so großer Fläche-- so viele Atomkraftwerke.Warum fordert Greta nicht ein sofortiges Ende aller Atomkraftwerke in Schweden?--Sind die Schweden allesamt intelligenter als wir Deutschen--oder dümmer?

    Würde Greta bzgl.ihrerPanik vor dem Weltuntergang auch einmal den Atommüll pro Einwohner und die Folgen daraus als Angst vor dem Weltuntergang thematisieren und nicht nur den CO2 Ausstoß, dann würde es mir wesentlich besser gehen.

    Seit Freitag lebe ich in einer Schrottimmobilie.Wir heizen mit Heizöl.Vor 20 Jahren haben wir die Ölheizung ausgetauscht und durch eine sparsamere ersetzt.--Obwohl die Abgaswerte super eingehalten wurden. Allerdings gab es damals eine "Verordnung", alle Ölheizungen, die vor einem bestimmten Datum eingebaut wurden, müssen erneuert werden.
    Als die Dämmwelle anrollte, habe ich Berichte von Experten gelesen, in denen jemand ausgerechnet hatte, wieviel Liter Heizöl man in Bezug auf eine bestimmte m2 Wohnfläche pro Jahr einsparen könne, wenn man Dach und Wände dämmt.
    Wir hatten uns einen Kostenvoranschlag erst einmal nur für das Dach plus Warmwasserkollektoren erstellen lassen. Kosten 60.000 Euro.
    Ich habe dann einmal auf Basis unserer alten Rechnungen für Heizöl ausgerechnet, wie viel Geld--und wieviel Liter Heizöl wir pro Jahr tatsächlich einsparen könnten.

    Mich hat beinahe der Schlag getroffen. Wir hätten --nach damaliger Expertise in den Medien-- jährlich etwa genau so viel Heizöl einsparen müssen, wie wir tatsächlich pro Jahr verbraucht hatten.

    Warum wohl traut sich keiner unserer Klima-Experten mit tatsächlichen Fakten und Zahlen an die Öffentlichkeit?

    Würden wir zusätzlich die Wände dämmen, jetzt auch noch die Ölheizung austauschen--und ach göttle-- unser Auto bringt ja auch noch alle Menschen um--auch noch eine neues Auto kaufen müssen---wir müssten das Haus verkaufen.

    Und genau das passiert bereits seit Jahren. Gerade ältere Menschen verkaufen ihre Häuser--weil sie sich Gretas neue heile Welt nicht mehr leisten können. Ein Platz im Pflegeheim kostet übrigens für jeden privat ca. 2500 Euro Netto.Haben unsere GretaJugendlichen schon einmal so weit gedacht?--Schön, wenn man nach Feierabend noch auf dem Fahrrad Besuch im Pflegeheim machen soll--und auch das Familiengrab im 10 km. entfernten Friedhof pflegen muss.--Selbst wer sich freitags- Arbeits-frei nehmen würde, könnte das mit Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln NICHT schaffen.
    • Andreas
      am 23.09.2019
      Ich verstehe nicht, weshalb die Nachkriegsgeneration so viel jammern muß. Ich würde mich schämen.
    • chr/christiane
      am 23.09.2019
      Sehen Sie, Andreas, das ist genau das Problem. Dass sich alte (56 Jahre?) und junge --so lebende und anders lebende--gesunde und evtl. kranke--nicht mehr verstehen.

      Ich habe bisher nur einen "Kaffe zum Mitnehmen" gekauft. Ich bin noch nie geflogen.Fahre wenn überhaupt-einmal im Jahr in Urlaub.Habe noch nie Plastikmüll außerhalb von Mülltonnen entsorgt.
      Ich koche selbst, wenns Pellkartoffel gibt, gibt es am nächsten Tag Bratkartoffel, wenn noch übrig sind am übernächsten Tag Schupfnudel......

      Ich bin zu dumm um jährlich Handys, Smartphones...zu kaufen.
      Vielleicht sollte ich mir alle 10 Jahre ein neues Haus kaufen--dann wäre ich (klima)-technisch genau so hip wie alle anderen.

      Andreas..ALLE sind "Nachkriegsgeneration".--Vergessen Sie das bitte niemals.
      Und beten wir bitte alle wenigstens diesbezüglich gemeinsam, dass wir nicht bereits "Vorkriegsgeneration" sind.(Gelbwesten......)
    • M. Stocker
      am 23.09.2019
      Ihre Klage ist zu einem kleineren Teil berechtigt, zum größeren aber unberechtigt.

      Der Sinn der Dämmung ist ja nicht nur der, individuell Kosten einzusparen oder kostenneutral zu sein, sondern CO2-Ausstoß zu verringern. Dass das nicht von den 70% Gering- bis Mittelverdienern unserer Gesellschaft alleine zu stemmen ist, ist auch logisch. Also braucht man Übergangs- und vor allem Subventionsregelungen, für Wärmedämmung und Heiztechnik statt der überwiegend sinnlosen individuellen Elektromobilität.

      Völlig einverstanden bin ich mit Ihrer Klage über die Ausmusterung der Ölheizungen. Auch da wird die Öffentlichkeit mit Deppenalternativen genarrt. Das Grundproblem ist nicht die Ölheizung, sondern der physikalisch-technische Irrsinn, eine wertvolle Ressource wie Heizöl (und selbstverständlich auch Erdgas) in popelige Niedertemperaturwärme zum Heizen und für Warmwasser umzuwandeln.
      Viel sinnvoller wäre (zumindest für die Übergangszeit von ca. 20 Jahren bis zur weitgehenden Entkarbonisierung unseres Energieverbrauchs) eine Umwandlung in Strom, d.h. mit einem Generator Strom (aus 30 bis 40% der Primärenergie) zu erzeugen, und mit der unvermeidlichen Abwärme (60 bis 70%) zu heizen. Wird mehr Wärme benötigt, kann man die Heizwärme mit Wärmepumpen erzeugen, wird mehr Strom gebraucht, muss man den in lastarmen Zeiten zwischenspeichern und dann einspeisen. Das System wäre sogar wesentlich flexibler und reaktionsschneller als das bestehende.

      Dazu müsste man aber die Energiekonzerne entmachten, in staatlich kontrollierte Genossenschaften umwandeln und die Einspeisung perfekt steuerbar machen, was in Zeiten des Internets kein tchnisches Problem ist. Es ist ein rein politisches Problem, genauso wie die Spaltung der Gesellschaft in Arme und Reiche.

      Nur der kommen Sie nicht bei, indem Sie auf die Klimaaktivisten einprügeln. Dass es durchaus Gemeinsamkeiten zwischen FfF und Gelbwesten gibt, dafür ist unser Nachbarland Frankreich ein gutes Beispiel:

      https://www.heise.de/tp/features/Paris-Die-Polizei-durchkreuzt-die-Proteste-aus-Gelbwesten-und-Klimaschuetzern-4535815.html.

      Dass die Polizei auf Demonstranten draufschlägt wie bei S21-Protesten (oder noch schlimmer) sollte uns allerdings nicht wundern, da geht es nämlich ans Eingemachte der Herrschenden.
    • chr/christiane
      am 23.09.2019
      M.Stocker:
      Das Problem ist doch, dass man Dinge beschließt, ohne Alternativen verläßlich anbieten zu können.
      Noch vor 2 Wochen galt heizen mit Gas als Alternative. Jetzt fordern die Grünen auch den kompletten Ausstieg aus Gas.
      Ich wäre gerne bereit, einen Wärmetauscher einbauen zu lassen, kombiniert mit Solarzellen.Für den Sommer Warmwasser- Kollektoren auf dem Dach.
      Dafür würde ich das Dämmen, das ich als umweltschädlich halte, sein lassen --
      Um damit allerdings im Winter die Spitzen abdecken zu können, bräuchte man den Zusatz von Heizöl.
      Aber 30%... Reduktion reicht ja anscheinend nicht--es muss ja 100% sein.
      Und sollte in Frankreich eines der dort tätigen 58 Atomkraftwerke --für 67 Millionen Einwohner-- platzen,wäre unser aller Zukunft eh zu Ende.

      Sollte 2 Jahre später Wasserstoff evtl. von Afrika geliefert werden können, würde ich mit meiner neuen Technik schon wieder zur "Nachkriegsgeneration" gehören.
    • Andreas
      am 24.09.2019
      Ich bin übrigens auch schon 49. Es geht aber einfach nicht, immer nur von den anderen eine Verhaltensänderung zu fordern. Was ist denn dabei, wenn man seine Ölheizung (nach dem sie den Geist aufgegeben hat) in eine neue - nicht Ölheizung zu tauschen - selbst wenn Hackschnitzel oder Wärmepumpe teurer sein sollte. Wenn man sich das nicht leisten kann/will, dann liegt hier ein soziales Problem vor - kein Klimaproblem. Jammern hilft nicht. Ich verstehe auch nicht, wie man das so persönlich nehmen kann. Niemand verlangt mehr zu tun, als nötig und möglich....
    • chr/christiane
      am 25.09.2019
      Andreas--
      Und schon ist sie da, die Scharm----Ich sollte mich schämen.
      Danke, dass Sie mich belehrt haben.Mir fehlt wohl einiges an Sozialkompetenz um hier kommentieren zu können.
    • chr/christiane
      am 25.09.2019
      Andreas,Kohle und Öl wird oft als schwarzes Gold bezeichnet.Ich hatte beruflich mit dem goldenen Gold zu tun.Aber auch mit Platin,Chom,Kobalt, Molybdän...

      Die globale Jahresproduktion bzgl.Kobalt liegt bei 124.000 Tonnen.
      Würden unsere Autobauer auf E-Autos umstellen, wären alleine dafür jährlich 400.000 Tonnen Kobalt nötig.Zudem bräuchte man auch für die E-Busse,LKW...aber auch für zusätzliche Milliarden von E-Geräten wie Rasenmäher,Akkuschrauber,Laptops,Fahrräder usw. Kobalt.

      Ich würde mir wünschen, unsere Politiker würden diesbezüglich einmal Fakten auf den Tisch legen.Wenigstens unseren Kindern zuliebe.
      Genauso wenig wie E-Autos alleine die Zukunft retten können, werden unsere Althäuser alleine mit erneuerbarer Energie aufzurüsten sein. Auch,weil viele das finanziell nicht stemmen können.Wohin sollten alle Menschen ziehen, wenn sie ihre Häuser verkaufen müssten?

      Deshalb müssten auch hier alternative klimaneutrale Treibstoffe angeboten werden.
      Und diese irrsinnigen Dämmvorschriften gelockert werden.
      Es gibt Menschen, die brauchen 22 Grad--anderen reichen weniger.Mehrmals lüften am Tag geht nicht, wenn man berufstätig ist.Und dass jemand, der das Efeu samt Putz entfernt, gleich das ganze Haus dämmen müsste, weil die 10% überschritten sind---na bitte.
      Bezüglich Kobalt und E-Autos empfehle ich den Artikel in der Wirtschaftswoche von 2017."-Lithium und Kobalt:Bremsen Rohstoff-Engpässe das Elektroauto aus"?

      Ich kann nicht glauben, dass unsere Entscheider diese Fakten nicht kennen sollten.
    • chr/christiane
      am 28.09.2019
      Wenn ich mich schon schämen muss, dann richtig!

      Nachkriegsgeneration--Aus Scheiße Gold machen.

      Unsere direkte Nachkriegsgeneration hatte gar keine Zeit, in Panik zu geraten.Damals hatten viele tatsächlich den Weltuntergang erlebt--und überlebt.

      Dieser Generation blieb gar nichts anderes übrig, als aus dieser "braunen Scheiße"--Gold zu machen.Jeder Fortschritt, der durch harte Arbeit erzielt wurde,war dem Treibstoff Wut aber auch Hoffnung,Mut,Bildung und Lust auf eine bessere Zukunft zu verdanken.

      Dieser Treibstoff scheint gerade zu ver-"siegen".Noch nie waren die Menschen so gebildet wie heute.Noch nie gab es so wenig sinnvollen Fortschritt wie heute.
      Ja,Greta hat wachgerüttelt.

      Aber wir müssen aufpassen, dass diese Wut,die heute aufkeimt, dieses erschaffene Gold nicht wieder in "braune Scheiße"verwandelt.

      Weil wir es selbst nicht schaffen, hilft uns vielleicht gerade jetzt die Schöpfung selbst.
      Zur Zeit müssen so viele Monowäder wegen Dürre und Borkenkäferfraß gerodet werden.Warum nutzt man diese Flächen nicht einfach für das Pflanzen von Windräderkultur-Wäldern?--Ganz ohne Wutbürger und Bürgerinitiativen.--Und gegen das Vogelschreddern helfen ja vielleicht auch ein paar Masten mit Vogelscheuchen--ganz wie zu Zeiten nach dem Krieg, als man seine mickrige Ernte schützen musste.

      Warum nutzt man den Klimawandel nicht für eine win-win-Situation.Afrika stellt Sonne zur Verfügung, wir bekommen "Treibstoff" und Mut, für eine bessere Zukunft.Auch damit wir wieder einmal aus "brauner Scheiße" Gold machen können.Auch politisch.Denn dieses braune Übel gärt gerade dann am effektivsten, wenn wir "Demokratisch-Politisch-Führerlos" in Panik geraten. Wir brauchen dringend Mutige, die den gehbaren Weg --für alle--vorgeben.Und keine Entscheider, die den Rhytmus der Panikmacher nachklatschen-- .
    • chr/christiane
      am 29.09.2019
      Senioren und Seniorinnen mit Immobilienbesitz wird schon heute ein verlockendes Angebot gemacht.Man verkauft seine Immobilie und erhält dafür eine zusätzliche Rente.Je mehr Geld in Sanierungen gesteckt wird, je teurer unsere klimaschonenden Autos werden,desto häufiger könnte dieses Angebot verlocken.

      Quasi eine Leibrente für Immobilien.
      In Baden-Württemberg gibt es die z.B. die"Kirchliche Stiftung Liebenau".
      Man nennt diese Rente "Zustifterrente."

      Im Aufsichtsrat sitzt u.a. Tanja Gönner--CDU.
      Ich zweifle deshalb an der Neutralität unserer Regierung, was das Klimapaket und die Freiheit der Forschung (E-Mobilität--Treibstoffforschung) betrifft.

      Es gibt auch noch die "Deutsche Leibrente Grundbesitz"--
      Medien sprechen bzgl. dieser Arten von Immobilienverrentung von "Wetten auf den Tod"

      Wir sollten alle wachsam sein.Bzgl. "Enkeltrick" weiß man, wie einfach man ältere Leute austricksen kann.--Unsere Entscheider dürfen dafür nicht zum Beschleuniger werden.
  • Harmut Hendrich
    am 20.09.2019
    Die in der Wochenendbeilage der STZ und abhängiger Regionalblätter gedruckte Lob- und Gegenrede zu Greta Thunberg schien mir nicht lesenswert. Schließlich soll es um die Sache und nicht um die Person gehen. Wobei gesagt werden muss, dass das dazu aufgeführte mediale Ablenkungsmanöver nicht im gewünschten Umfang gelungen ist. Dann wollte ich doch wissen, ob die Redakteurin in ihrer Gegenrede den altväterlichen bzw. altmütterlichen Rat erteilt, diese wichtigen Dinge doch den Großen zu überlassen. Diesen gab es allerdings nicht explizit. Die „Argumente“, die sie anführte, ziehen allerdings dem kritisch Interessierten die Schuhe aus. Den wieder mal aufkommenden Gedanken, das Schmierblatt abzubestellen, konnte die darauf folgende Lobrede dämpfen. Dieser gilt auch mein uneingeschränktes Lob.
    Wer immer noch glaubt, wir bekämen eine bessere Welt, wenn nur alle von Männern besetzten Positionen durch Frauen besetzt würden, könnte bei dem Beitrag der Redakteurin des Resorts „Leben“ vielleicht ins Grübeln kommen.
    Auf die „Argumente“ der in überheblicher Art dargebotenen Gegenrede wurde in der entgegnenden Lobrede und durch den Beitrag Stefan Sillers ausreichend eingegangen.
    Einen Einwand, der gern von denen vorgebracht wird, die sich doch nicht entblöden wollen, den menschengemachten Klimawandel zu leugnen, hatte ich in dem Artikel schon vermisst, aber er kam dann doch in der dritten Spalte:
    Der Beitrag Deutschlands am CO2-Ausstoß der Welt, sei viel zu gering, als dass wir etwas ändern könnten.
    Da wird hier ein Wert von 2%, gerundet, was mathematisch zulässig, aber dadurch auch noch mal 20% geschönt daher kommt, genannt (man könnte auch noch eine Zehnerpotenz größer runden, dann kämen wir überhaupt nicht mehr vor). Das Argument der Besitzstandswahrer: „Es sollen doch andere etwas tun und uns einfach weiter machen lassen.“ Gern wird da auf China verwiesen, ist dessen CO2-Anteil doch wesentlich größer, als der Unsere. Ja, da warten wir gern. China darf allerdings seinen Pro-Kopf-Anteil noch um ein Drittel erhöhen, um unser Niveau zu erreichen. Dann reden wir noch einmal über Erderwärmung.
    Aber nein – gerade jetzt arbeitet unser „Klimakabinett“ ohne Unterlass Tag und Nacht. Da brauchen unsere Schüler dann auch keinen Unterricht mehr zu versäumen (wenn da nicht der Lehrermangel wäre).
    • Real Ist
      am 20.09.2019
      „Der Beitrag Deutschlands am CO2-Ausstoß der Welt, sei viel zu gering, als dass wir etwas ändern könnten.
      Da wird hier ein Wert von 2%, gerundet, was mathematisch zulässig, aber dadurch auch noch mal 20% geschönt daher kommt“

      Erfreulich, dass Sie sich mit meinem Lieblingsthema Zahlen und Fakten befassen, den Wert von 2 % halte ich ebenfalls für geschönt, ich gehe von 3,1% aus.

      Zur Ergänzung noch ein paar Zahlen zum Thema Beitrag Deutschlands am CO2-Ausstoß der Welt und seiner diesbezüglichen Einflussmöglichkeit.

      Auf 10.000 Luftmoleküle kommen 3,8 CO² Moleküle, davon produziert die Natur 96 Prozent, die restlichen vier Prozent sind menschengemacht, das sind dann vier Prozent von 0,038 Prozent, also 0,00152 Prozent.

      Der Anteil Deutschlands hieran ist wie gesagt 3,1 Prozent. Damit beeinflusst Deutschland 0,00004712 Prozent des CO2 in der Luft.

      MfG
    • M. Stocker
      am 20.09.2019
      Sie behaupten, Zahlen seien Ihr Metier. Schauen wirs uns mal an: CO2-Gehalt vorindustriell: 200 ppm. Heute: 380 ppm Richtung 400 ppm, dank großzügiger Nachhilfe von Brandstifter-Faschisten wie Bolsonaro übrigens. Das sind 200 bzw. 380 Moleküle auf 1 Million Luftmoleküle, ein bischen einfacher vorstellbar als 3.8 Moleküle, wo wollen Sie das CO2-Molekül denn zerhacken.
      Und jetzt bitte die Rechnung nochmals von vorne. Wieviel ist (380-200)*100/380? Bingo: 47,37%
      Wie kommen Sie auf die Idee, 96% der 380 ppm wären von der Natur verursacht? Im vorindusriellen Zeitalter war das Gleichgewicht bei 200 ppm, heute ist alles aus dem Gleichgewicht, weil die Absorption in Biomasse gleich (oder sogar schwächer) ist, der Eintrag an CO2 aber höher. Ist das so schwer zu begreifen? Im übrigen ist Ihr Argument keines. Wenn der Anteil so gering wäre, aber genau die Wirkung hat, die er eben hat, was dann? Ist Untätigkeit dann etwa eine Lösung? Natürlich nicht.
    • Real Ist
      am 21.09.2019
      „Wie kommen Sie auf die Idee, 96% der 380 ppm wären von der Natur verursacht?“

      Weil das von verschiedenen Wissenschaftlern berechnet wurde, Wikipedia, die ja zu den Warnern gehören, spricht sogar von 97%, diesen Wert kann man ohne Weiteres als belegt betrachten.

      Wenn sie diese Zahl bezweifeln, sollten sie den Gegenbeleg erbringen.

      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re

      Der anthropogene CO2-Eintrag beträgt zwar nur 3 % der jährlichen natürlichen Emissionen, jedoch..............................

      Ihre Behauptung, dass durch den Mensch alles aus dem Gleichgewicht kam, ist eine unbelegte These, die CO² Konzentration war in der Erdgeschichte schon 15 mal höher als heute, ohne dass es zu einem Wärmekollaps kam.

      Selbst wenn der Mensch den CO² Ausstoß verdoppeln würde, ist mit nur 0,08 % CO² in der Luft kein nennenswerter Effekt vorstellbar, der sogenannte Klimaeffekt basiert meiner Ansicht nach hauptsächlich auf Wasserdampf.
  • Real Ist
    am 20.09.2019
    Steuern auf Atemluft erhebenLuft, der Traum aller Politiker ist in Erfüllung gegangen, heilige Klimajünger demonstrieren nicht gegen eine Regierung, sondern ganz im Sinne der Mächtigen für höhere Steuerabgaben, CO²-Gläubige jubeln und zahlen willig, die globale Wirtschaftskonkurrenz liegt vor Lachen am Boden, während dem immer rasanter wachsendem Heer von Armutsrentnern, Niedriglöhnern und sonstigen Hilfebedürftigen das Lachen im Halse stecken bleiben dürfte.
  • Peter Meisel
    am 19.09.2019
    Mein Dorfblatt (Köngener Anzeiger) beschreibt auf seiner Titelseite heute:
    "Am morgigen Freitag, den 20.09.2019 ist Weltkindertag. Kinder haben ein Recht auf gute Bildung und Betreuung"

    Nur Kinder sind Zukunft! Dafür weckt Greta unsere alten Hirne. Geld ist ein Versprechen, z.B. bereits in Babylon gab es für einen Tag Arbeit drei Krüge Bier. Trotzdem ist Babylon untergegangen. Die Automobil "Industrie" (d.h. Fleiß) produziert Schrott und hält nicht einmal die Gesetze ein.

    Wir leben in einer Republik, das heißt es ist eine "res publika - öffentliche Sache" die es zu berichten und zu beurteilen gilt. Wir haben dieses Recht unsere Regierung zu beurteilen und abzusetzen, falls sie uns schaden! Entstanden ist die Römische Republik (s. Lukretia Legende) durch die Veröffentlichung einer Schande der Herrschenden. Diese wurden vertrieben und die Römische Republik überdauerte 400 Jahre.

    Ich gewinne von dieser Jugend die Hoffnung auf Zukunft. Und Greta macht dies sichtbar! Wer nicht hinschaut, kann nichts sehen! (Krabat)
  • GretaForPresident
    am 19.09.2019
    Zum Gück gibt's Greta und die vielen jungen Menschen auf der ganzen Welt, die verstanden haben, daß so Vollpfosten wie meine Vorposter, unsere Welt ohne mit der Wimper zu zucken in den Abgrund stürzen.

    Danke Greta und weiter so.
  • Fred C. Tauber
    am 18.09.2019
    Sagen Sie mal, Jupp: Wenn GT den Atlantik im Ruderboot überquert hätte oder auf der Luftmatratze, im Einerkajak oder mit Thor Heyerdahls Kontiki - wären Sie dann von GTs Argumenten überzeugt? Nein? Wußte ich's doch!
    Dann ist Ihnen das benutze Vehikel also egal. Aber wenn es Ihnen sowieso egal ist, warum machen das überhaupt zum Thema? Und warum in diesem giftenden Ton?
    Die Frage stellen heißt, sie zu beantworten:
    Sie, Jupp, gehören zu den anlehnungsbedürftigen Naturen, deren stetes Schwächeln in Gewissheiten Halt fand, die nun wanken. Die Gewißheit droht dem Jupp zu entgleiten; beim Festhalten krampft er, was dann zu lustigen Kommentaren führt.

    Sie nun wieder, Frau Schauhen, wähnen sich durch den Gebrauch der "Lässt mich ratlos zurück bei allem Respekt"-Sprachschablone auf der Höhe polemischer Spracheleganz. Diese Phrase ist indes gänzlich verbraucht und abgelutscht, und Orthographie ist auch nicht so Ihr Ding: "Läßt" schreibt sich mit scharfem S, nach der alten wie der neuen Rechtschreibung.
    Statt ratlos zu sein, sind Sie nur limitiert und respektlos, nämlich ohne Respekt vor dem Argumenten des Autors.
    Doch jeder Mensch verfügt auch über eine starke Seite. Die Ihre ist eben jenes argumentationsbefreite Draufdreschen, das Sie dem Autor gerne anhängen möchten.
  • Jupp
    am 18.09.2019
    Greta ist wahrscheinlich bei den 16-Jährigen unter dem 1% mit dem höchsten CO2-Ausstoß auf unserem Planeten.
    Sie steht auf einem Niveau mit unserem Grünen Verkehrsminister, der auf jedem Pressefoto drollig seinen Fahrradhelm auf dem Kopf hat. Und dann mit dem Flugzeug ans Mittelmeer fliegt um auf der Aida auf Kreuzfahrt zu gehen.

    Oder Anti-S21 und Anti-Diesel-Demonstranten, die die Bühne mit uralten Dieselaggregate versorgen.

    Oder eben mit dem Grünen Wahlvolk, die nachgewiesen die Vielflieger unter allen Wählern sind.

    Aber Greta setzt allem die Krone auf.

    Medienwirksam wird die "CO2-neutrale" Atlantiküberquerung inszeniert.
    Mit einer millionenschweren Hightech-Yacht aus Carbon. Einem Werkstoff der quasi nie verrottet. Unzählige Tonnen CO2 trägt dieses Monstrum durch die energieintensive Herstellung im Rucksack. Unzählige Helfer machen einen riesigen logistischen Aufwand.
    Die Krönung: fünf (!) Skipper müssen eingeflogen werden um das Schiff wieder in den Heimathafen zu bringen.

    Alter Schwede, bzw junge Schwedin...
    Was für eine miese Show. Was für eine Verschwendung.
    • M. Stocker
      am 19.09.2019
      'Jupp': "Greta ist wahrscheinlich bei den 16-Jährigen unter dem 1% mit dem höchsten CO2-Ausstoß auf unserem Planeten."

      Zugegeben, eine Video-Übertragung wäre etwas gewesen, was man den geschäftlichen und gschaftelhuberischen Vielfliegern hätte besser unter die vergoldeten Nasen reiben können. Rechtfertigt eine missglückte PR-Aktion für den Klimaschutz einen Angriff auf die Person, die sich das sicher nicht alleine ausgedacht hat? Und der man mit 16/17 Jahren vielleicht noch jugendlichen Leichtsinn nicht als Kapitalverbrechen anrechnen darf?

      'Jupp': "Sie steht auf einem Niveau mit unserem Grünen Verkehrsminister, der auf jedem Pressefoto drollig seinen Fahrradhelm auf dem Kopf hat. Und dann mit dem Flugzeug ans Mittelmeer fliegt um auf der Aida auf Kreuzfahrt zu gehen."
      Es gibt zu viele Fake-News, als dass ich so etwas ohne Beweise glauben würde.

      'Jupp': "Oder Anti-S21 und Anti-Diesel-Demonstranten, die die Bühne mit uralten Dieselaggregate versorgen."
      Unsere famose Automobilindustrie wäre in der Lage, Diesel-Aggregate zu bauen mit Partikelfilter, mit SCR-Katalysator, und mit dem bestmöglichen technischen Wirkungsgrad (wie seit 2004 bei LKW-Motoren). Sind jetzt die Anti-S21-Demonstranten daran schuld, dass die Autoindustrie lieber in Kassandra-Geschrei ausbricht: 'Das Ende (des Verbrennungsmotors) ist nahe! Kehret um und subventioniert uns lieber bei der Entwicklung überwiegend sinnloser Elektroautos!', als einmal aus der Filterblase rauszuschauen, und zu sehen, dass es auch andere Felder gibt, wo - Horrors - Verbrennungsmotoren sinnvoll eingesetzt werden können?

      'Jupp': "Oder eben mit dem Grünen Wahlvolk, die nachgewiesen die Vielflieger unter allen Wählern sind"
      Die entscheidende Frage ist die, wie diese Wähler mit den möglichen und sinnvollen Einschränkungen des Luftverkehrs umgehen werden. Ob sie dann zu wutbürgerischen AfD-/CDU-/FDP-Wählern mutieren. Oder gleiches Recht für alle, wenn auch zähneknirschend akzeptieren werden.
  • Manuel Timm
    am 18.09.2019
    "Panik habe zu Deutschlands unüberlegtem Ausstieg aus der Atomenergie geführt,..."

    Dieser Satz ist in seinem Kontext total irreführend. Der von Frau Merkel verfügte Ausstieg aus der Atomenergie war keine Panikreaktion wegen der beim Betrieb von AKWs lauernden Gefahren, die durch den Unfall von Fukushima wieder in Erinnerung gerufen wurden. Er war vielmehr ein Reflex von Frau Merkel, der ihr die Erhaltung ihrer Machtposition zu gewähren schien. Dass der Schritt unüberlegt war, liegt auf der Hand, aber eben nicht aus der Panik heraus.

    Wer Panik dahinter vermutet, beleidigt Frau Merkel in ihrer Person als Physikerin. Als solche wusste sie nämlich schon bei der Rücknahme des Atomausstiegs - wenige Monate vor Fukushima - sehr wohl um das Gefahrenpotential von AKWs. Und genau dieser Sachverhalt zeigt, dass sie, wie in der "Flüchtlingskrise" wieder zu erleben war, über kein sachliches Konzept ihrer Politik zu verfügen scheint.
  • Michaela Schauhen
    am 18.09.2019
    Diese Abhandlung lässt mich ratlos zurück. Bei allem Respekt: wo liegt das Problem des Autors, warum drischt er auf schreibende KollegInnen ein?
    Herr Siller sollte vielleicht öfters SWR 1 hören, am dortigen Programm gibt es genug auszusetzen. Aber von dort bekommt er monatlich sein ordentliches Ruhegeld, das m.E. nach jedenfalls kein Schweigegeld sein sollte.
    • M. Stocker
      am 23.09.2019
      M. Schauhen: "..wo liegt das Problem des Autors, warum drischt er auf schreibende KollegInnen ein?" Er kritisiert genau eine schreibende Kollegin. Wenn Sie den Artikel lesen würden, dann wissen Sie warum.

      "Herr Siller sollte vielleicht öfters SWR 1 hören, am dortigen Programm gibt es genug auszusetzen. Aber von dort bekommt er monatlich sein ordentliches Ruhegeld, das m.E. nach jedenfalls kein Schweigegeld sein sollte."

      Sie sollten öfters die Kontext Wochenzeitung lesen. Dort gibts harsche Kritik am Schweigekartell u.a. auch der öffentlich-rechtlichen Sender, allen voran des Spatzlessenders SWR.

      Aber ganz neu ist mir, dass man jemandem die Rente kürzen kann, wenn er sich kritisch zum früheren Arbeitgeber verhält. Haben Sie auch ein Rezept, wie man seine Rente im Rentenanlter erhöhen kann durch systematische Schleimerei? Vielleicht könnte ich damit ja meine kärgliche Rente aufbessern?
  • Real Ist
    am 18.09.2019
    Gretajünger“innen“ gehen mit gutem Beispiel vorran und zeigen, wie man die Umwelt schützt, Hut ab.

    Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide auf als alle 760 Millionen Autos weltweit.

    https://www.hessenschau.de/gesellschaft/klimawandel-aeh-umwelt-schule-plant-abschlussfahrt-auf-kreuzfahrtschiff,schueler-aida-kreuzfahrt-100.html

    Seit einem Jahr gehen Schüler für mehr Umweltschutz auf die Straße. Ein paar von ihnen aus Frankfurt fahren nun zum Schul-Abschluss mit ihrer Klasse auf Kreuzfahrt.
    Ausgerechnet! Organisiert hat das die Schulleitung. Alle fahren mit, wenn auch einige mit Bauchschmerzen.
    • M. Stocker
      am 19.09.2019
      'Real ist': "Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide auf als alle 760 Millionen Autos weltweit."

      Das heißt erstens nicht, dass die 760 Millionen Fahrzeuge keine Emissionen, darunter auch Schwefeldioxid, hätten. Und zweitens, netter Trick, Sie versuchen von der CO2-Emission der Welt-Fahrzeugflotte abzulenken. Leider fehlgeschlagen.

      'Real ist': "Seit einem Jahr gehen Schüler für mehr Umweltschutz auf die Straße. Ein paar von ihnen aus Frankfurt fahren nun zum Schul-Abschluss mit ihrer Klasse auf Kreuzfahrt."

      In der Öko-Diktatur, mit der Sie anscheinend alle überziehen wollen, dürften sie das natürlich nicht. In einer freien Gesellschaft, die Sie und Ihresgleichen sonst so vehement verteidigen, darf man das aber. Das Verhalten der Schüler steht im Widerspruch zu Stand des Wissens und der Erkenntnisse. Wie lösen wir dieses Dilemma?

      Ich mach Ihnen einen Vorschlag dazu: Sie selbst organisieren Demos und Streiks gegen den Kreuzfahrt-Irrsinn, und gegen die notorische Untätigkeit unserer naturwissenschaftlich-technischen Hohlköpfe in Berlin gegenüber den dreckschleudernden Hochsee-Reedereien.

      Die Forderungen und Maßnahmen sind überschaubar:

      Jedes Hochseeschiff muss, wenn es in D anlegen will, mit entschwefeltem Paraffin fahren. Und die notwendige Menge Paraffin für die Fahrt tanken. Oder nachweisen, dass es das schon getankt hat. Sonst bitte nach Entrichtung einer Geldbuße, die die Umweltverschmutzung mit Schweröl genannten Raffinerieabfällen unattraktiv macht, wieder umdrehen und auf dem kürzesten Weg die 200 Meilen-Zone vor der Küste verlassen. Ohne Löschung der Ladung versteht sich.

      Nur ein Federstrich, nur ein Gesetz.

      Wer wie manche skandinavischen Fährschiffe schon Partikelfilter, Entschwefelung und Entstickung an Bord hat: alles bleibt wie es ist. Einverstanden?

      Ich bin mir sicher, dass Sie unter den FFF-Schülern und Schülerinnen viele Mitstreiterinnen/-streiter finden, sogar unter denen, die sich eine Kreuzfahrt als Abschlussfahrt gegönnt haben.

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