Fotos: Benjamin Ulmer.

Ausgabe 215
Überm Kesselrand

Große Sause in Kleinaspach

Von Anna Hunger
Datum: 13.05.2015
Bei Backnang hat am 1. April "'s Dörfle" von Schlagersängerin Andrea Berg und Sportmanager Uli Ferber eröffnet. Ein paar Hundert Quadratmeter derart überspitztes Idyll, dass einem die Augen wehtun. Aber: Kaum einer stört sich daran. Eine kleine Geschichte vom großen Glück.

"Wunderschön", sagt die Bäckerdame von Großaspach. "Wun-der-schön!", sagt auch ihre jüngere Kollegin. "Jedes Haus mit Whirlpool" "WARMEM Whirlpool!" "Und Sauna!" "Und das Kirchle erst!" "Und so viele Tiere!" Und dann vertraulicher, über die Theke gebeugt: "Selbst die Hasen haben da eine eigene kleine Villa." Sie dreht die Augen verzückt auf zwölf. Ihre Kollegin schmatzt lächelnd ein Küsschen auf zum "O" geformte Fingerspitzen. "Ganz herrlich!"

Mit ein bisschen Fantasie schwebt das Küsschen auf dem Duft frischer Laugenbrezeln über die ruhige Hauptstraße zum Ort hinaus, über saftige Wiesen und Felder an Stiefmütterchen-Kissen und duftenden, fliederbepflanzten Vorgärten vorbei nach Kleinaspach, die Oberstenfelder Straße entlang Richtung Ortsrand und zerplatzt mit einem leisen *pling* über einer Holzbank auf einem sehr grünen Hügel.

Die Lehne der Bank ist herzförmig, hinten drauf steht eine Widmung: "Für Andrea und Uli Ferber, mögen auf dieser Bank alle guten Gedanken und Ideen in Erfüllung gehen! Es grüßt aus Hamburg Warner Music." Vorne ist mit flottem Schwung "'s Dörfle" ins Holzherz graviert. Das ist die neueste erfüllte Idee des 49-jährigen Schlager-Superstars Andrea Ferber, alias Berg, und ihres ebenfalls betuchten Gatten und Sportmanagers Uli (56). Eröffnung war am 1. April, kein Scherz. Es ist das momentane Sahnehäubchen auf dem Ferber-Imperium im Rems-Murr-Kreis.

Hüpfende Ponys kurz vor Einöd

Am Hang zu den Füßen der Bank grasen Lamas, ein winziges, plüschiges Ponyfohlen hüpft durch die Luft. Weiter unten erstreckt sich das nagelneue Ferienresort. 15 Häuschen kleben am Hang, "schmiegen sich an die angelegten Weinbergterassen", sagt Hans-Jörg Weinbrenner, Aspachs Bürgermeister, glücklich, von der Blockhütte bis zum Steinhaus, alles auf Rollrasen, mit schweren Holzzäunen, einem "Dorfbrunnen", perfekt angelegten Splitwegen und einem Odeur von sattem Landleben. Und sei das nicht schon genug, ist das Ganze noch eingebettet in eine Kulisse aus Wiesen, auf denen Eseln Gänseblümchen rupfen, noch mehr glücklich hüpfende Ponys, eingegossen in leuchtend gelbe Rapsfelder bis zum Ortschild von "Einöd". Das liegt einen Kilometer weiter, und von dort sieht das Dörfle aus wie Playmobil. Könnte auch Plastik sein.

Umweltschutztechnisch einwandfreie Kunstidylle, sagt der Nabu. Mehr sogar. Die Emissionswerte sind geringer als gedacht, weil es doch kein Hotelklotz wurde, wie eigentlich im Bauplan stand. "Hotelkomplex kann ja jeder", sagt der Bürgermeister. "Es gab keine einzige Stimme, die gesagt hat, das gehört da nicht hin." Das Dörfle: völlig unumstritten. Eine Bereicherung, und noch dazu bürgerbeteiligungsmäßig abgesegnet in einer Gemeinde, die mal Modellkommune für Bürgerbeteiligung war. "Die Andrea hat alle Aspacher eingeladen, damit die sich das vor der Eröffnung mal anschauen können. Darf jetzt ja keiner mehr rein, damit die Gäste ihre Ruhe haben", sagt die Metzgersfrau. Auch Kontext übrigens nicht. Und über ihr Dörfle sprechen wollten die Ferbers, trotz mehrerer Anfragen, auch nicht. Nicht mal Bruder Andreas, der Dörfle-Pressezuständige.

"Die Gäste dort wollen sich ja entspannen", sagt die Bäckerin. 2000 Dorfbewohner kamen zur exklusiv nur für Aspacher angebotenen Vorab-Besichtigung. Die meisten waren begeistert. "Da war die Hölle los", grinst der Bürgermeister. "Und es ist toll geworden. So detailverliebt!" "Jeder Winkel ist mit ganz viel Liebe gestaltet", schwärmt die Bäckerin. "Und so nachhaltig!", sagt der Bürgermeister. "Dort wurden nur alte Materialien verwendet." Tore, Türen, Möbel, Balken. "Die sind hier rumgerannt und haben alle unsere Sachen gekauft", sagt eine Aspacherin so um die 80. "Selbst die Scheißhausdeckel sind alt. So ein Glomb, dieses Dörfle."

Eigentlich hätte das Dörfle "Schwäbisches Dörfle" heißen sollen, wispert die Gerüchteküche, aber die beauftragte Baufirma sei aus Österreich und jetzt sei's halt ein Alpendorf geworden. "Pff, und?" sagt die Bäckersfrau, schwäbisch, Alpen, völlig wurscht! "Also ich würd sofort da einziehen. SOFORT." Sie sieht schon wieder verzückt aus. "Die haben sich so viel Mühe gemacht, die Andrea und ihre Mutter. Die haben sogar die Vorhänge selber genäht." 500 an der Zahl, schreibt die "Bild"-Zeitung, jeden Morgen ab 5 Uhr, abends haben Mutter und Tochter Lampenschirme gestrickt. Beim "Tatort"-Gucken. Halleluja, du Perle des Schwäbisch-Fränkischen Walds.

Andrea Berg hat "Wertschöpfungspotenzial"

Addiert man zu Groß- und Kleinaspach noch Rietenau und Allmersbach, ergibt das in der Summe "Aspach". Dort, rechts der B 14, endet die normale Welt und Andrea-Berg-Land beginnt. Bekannt für Streker-Apfelsaft, das Andrea-Berg-Heimspiel-Konzert und den Sonnenhof der Familie Ferber, ein ockergelber Kasten am Rand von Kleinaspach.

Zum Berg-Ferber-Imperium gehört neben dem neuen Dörfle und dem alten Sonnenhof auch der Fautenau-Hof, auch ein Hotel, und die Fautenau-Alm, ein immenses Blockhaus direkt neben dem Ferber'schen Fußballstadion Mechatronik-Arena in Großaspach. Über 100 000 Gäste im Jahr besuchen den Ort. Für eine Pupsgemeinde irgendwo hinter Backnang, die 16 Jahre gespart hat, um sich eine neue Sporthalle zu leisten, ist das eine ganze Menge. Die meisten davon gehen auf das Ferber-Konto. "Die haben ziemliches Wertschöpfungspotenzial", sagt der Bürgermeister.

Und ein Werbeträger für den Ort sind sie auch, Aspach ist überregional bekannt. Eine Gruppe Junggesellen sei kürzlich mit dem Aufdruck "Kleinaspach" auf den T-Shirts durch Hamburg gelaufen. Auf der Reeperbahn soll einer gesagt haben: "Mensch, was macht ihr denn hier? Das habt ihr doch selber daheim." Und die Bäckersfrau erzählt stolz: "Im Urlaub sagen die Leute immer: Oh, du kommst aus dem Dorf von der Andrea Berg?" Weniger stolze Aspacher antworten auf eine solche Frage: "Ne, die Berg kommt aus unserem Dorf." Und habe sowieso nur reingeheiratet.

Original-Aspacher ist nämlich nur Uli Ferber. Aufgewachsen in den Sandkästen und Gärten rund um den Sonnenhof, ein kleiner Junge mit einer großen Leidenschaft für Fußball, sagt man so. Damals war der örtliche Fußballclub noch ein Bolzplatzverein. Mittlerweile heißt er SG Sonnenhof, und Ferber hat ihn in die dritte Liga gepusht. Und weil ein Liga-Verein ein anständiges Stadion braucht, hat er es 2009 von einer Investorengruppe, zu der auch die beiden Fußballprofis Aljaksandr Hleb und Mario Gomez gehören, beide gemanagt von Uli Ferber, in ein ligataugliches umbauen lassen. 10 000 Plätze zwischen dem Aspacher Wald und viel Löwenzahn.

Samstags steigt in Kleinaspach die große Sause

Die Aufkleber seien das einzig Problematische, sagt der Bürgermeister. Das sei immer teuer, die montags wegzumachen, wenn am Wochenende wiedermal ein Tross Drittliga-Fans im Dorf eingeschlagen ist. "Affengeil – Holstein-Kiel", klebt auf dem Schild am Stadion-Parkplatz, das Wanderern den Aspacher Panorama-Wanderweg erklärt. "Einkaufen fahren?", sagt eine Aspacherin. "Kannste dann vergessen, wenn Fußball ist. Da ist hier flächendeckend Stau."

"Also wenn Wacken Tausende Heavy-Metaller verträgt, verträgt Aspach auch mal 3000 Hansa-Rostock-Fans", sagt der Aspacher Bürgermeister. Sogar gefürchtete Fans von Dynamo Dresden waren schon da. Sonst werden die gern mal mit dem Schlagstock begrüßt, in Aspach wurden sie mit offenen Armen empfangen. "Wir sind ja kein Gegner, wir sind ein Sympathieträger." Die Dresdner hätten mit ihren Campingwagen auf dem Parkplatz vom Supermarkt campiert. Supermarkt, Bäcker und Metzger hätten das Geschäft ihres Lebens gemacht.

Der Sonnenhof macht das dem Vernehmen nach jedes Wochenende. "Da ist immer alles zugeparkt im Viertel", sagt eine Frau. "Und ab zwei torkeln die Besoffenen durch die Gegend." Da könne man froh sein, wenn die einem nicht in den Vorgarten kotzen. Oder selbst drin liegen. Zwei Laster quetschen sich durch die winzige Straße. Ein Betonmischer dreht brummend neues Material für den nächsten Ferber-Anbau. Der Sonnenhof ist Dauerbaustelle. Dreiteilig: Teil eins, alt. Teil zwei, Dörfle. Teil drei, links vom Haus – dauert noch.

Früher hat er mal den Ferber-Eltern gehört, höchst geschätzt unter den Dorfbewohnern. "Die hatten nix, und haben das Hotel ganz alleine aufgebaut!" "Immer höflich und ganz normale Leute." Halt noch der alte Schlag, sagen manche wehmütig. Alter Schlag ist nämlich vorbei und der Sonnenhof kein gemütliches Dorfhotel mit Kaffeeklatsch mehr, sondern "Erlebnishotel".

Uli Ferber, ein Aspacher Pflänzchen

Ein Schlagertempel mit fünf Tanzclubs, Plastikgänsen an einem kleinen See im Garten, offenbar gutem Restaurant, Sport-Lounge und einer Menge Plakate des Who's who der Schlagerwelt an den Wänden: Nick P. ("Vielen Dank, es war einfach toll"), Die Schürzenjäger, das Nockalm Quintett, Christian Lais ("War ein supertoller Abend bei euch") und Mallorca-Star Mickie Krause ("Sonnenhof 28. 1. 11") und klar – Andrea Berg – live in der Tanzbar Hazienda ("Viel Spaß im Sonnenhof Kleinaspach, da sind wir daheim").

Und weil sie da daheim ist, gibt's noch ein paar Schaukästen zur Dame des Hauses: Andrea Berg mit ihrem Kochbuch "Meine Seelenküche", im kurzen bekannt scharfen Outfit auf einer Bühne, in schneeweißem, wallendem Hochzeitskleid und einem lächelnden Uli Ferber am Arm. Den gibt's auch in Schwarz-Weiß alleine, mit Schürze in jungen Jahren und auf Leinwand gezogen. Auf einem anderen immensen Bild ist sogar der gesamte Ferber-Clan drauf. Mit Berner Sennenhund. Drum rum: viel Häkel, viel Spitze, bestickte Kissen und viel uriges Holz. Selbst die Handtuchspender auf dem Klo sind mit Rinde beklebt. Sehr bodenständig.

Zugegeben, der Uli sei schon ein bisschen abgehoben. "Mit so viel Geld auf dem Konto ist das ja normal", sagt einer. Aber: Er ist immer noch ihr Uli, ein Aspacher Pflänzchen, das eben ein klein wenig rausgewachsen ist, in luftige Höhn. Da oben kennt sich auch seine Frau bestens aus, sagen die Aspacher. Die komme gern mal mit dem Hubschrauber nach Hause. "Weil die sich nicht ins Parkhaus traut." Auch nachts um drei oder vier. Und trotzdem mögen sie das Mädel eigentlich gern – d' Andrea.

Eine Gruppe aus der Loreley fährt mit einem Van vor. Heraus fallen drei Frauen, drei Männer und ein Bierkasten. "Schon auf der Fahrt geleert", sagt einer der Männer stolz, knallt den Kasten auf den Beton und streckt sich mal ausgiebig vor dem Andrea-Berg-Shop - geschätzt 100 Quadratmeter Heile-Welt-Zubehör. Da gibt's Dirndl, Lederhosen, Erdbeer-Likör in Altrosa und eine ganze Auswahl an "Andrea Berg"-Weinen mit so süffigen Namen wie "Paradies", "Rendevouz" oder "Herztattoo", das Ganze untermalt mit – na? – "Ich hab wieder von dir geträumt. Du wachst bei mir, jede Nacht."

"Das Wochenende wird der Hammer", sagt der Mann neben seinem leeren Bierkasten. Sonderangebot, Party bis in den Morgen. Vielleicht sieht man sich ja später noch, zwinker, zwinker.

Er dreht sich um und tritt seinen Urlaub an im Sonnenhof Kleinaspach. Dort seien schon viele Ehen geblieben, sagt man.


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8 Kommentare verfügbar

  • Irritierter Leser
    am 18.05.2015
    Leider (zum Glück) bin ich erst jetzt dazu gekommen, diesen idyllischen Beitrag zu lesen. Wurden hier in der Redaktion Leitartikel und Light-Artikel verwechselt?! Noch mehr solcher Leidartikel und ich werde die wöchentliche Kontext-Lektüre überdenken müssen...
    Ich empfehle bis auf Weiteres die Umbenennung in "Kontext - Verein für ganzheitlichen Tourismus".
  • Heike Schiller
    am 16.05.2015
    Öhm???? Schon saure gurkenzeit?
  • Dr. Diethelm Gscheidle
    am 15.05.2015
    Werter Herr Hallmackeneder,

    vielen Dank für Ihren wertvollen Kommentar, der selbstverständlich den Nagel mal wieder auf den Kopf trifft!

    Erlauben Sie mir lediglich eine kleine Korrektur: Herr Heino wurde von mir aus guten Gründen nicht mehr in der Aufzählung erwähnt. Leider handelt es sich bei ihm nämlich um eine sehr tragische Figur! In seinen früheren Jahren war Herr Heino nämlich ein ausgezeichneter und extrem talentierter Musiker - ich würde sogar behaupten, sein Talent, wunderschöne Musik zu machen, und seine Genialität reichte sogar an die des Großmeisters Johann Sebastian Bach heran!

    Leider wurde er vor einigen Jahren sehr schwer von Gehirnbrand befallen: Nicht nur, dass er plötzlich die Krach- und Gewaltmusik von diabolischen Banden wie den "Toten Hosen" oder "Rammstein" sang - er wagte es sogar, auf dem Drogen-Dreck-Gewalt-Krach-Panker-Fest "Wacken" aufzutreten! Ein eindeutiger Fall von schwerem Gehirnbrand - wobei ich überhaupt nicht weiß, wo er sich hieran infiziert haben könnte, denn Herr Heino führte ein sehr redliches Leben, in dem er den typischen Ansteckungsgefahren von Gehirnbrand (Schieß-Spiele, Sechs, Handtelefone, Demonstrationen, Wählen von unredlichen Parteien wie Sozen oder Grünen etc.) konsequent aus dem Weg ging!

    Ansonsten fände ich die Bildung eines Musikrates unter meinem Vorsitz eine hervorragende Idee - wir könnten darüber befinden, ob zu veröffentlichende Kompaktscheiben subventioniert werden (z.B. Kirchenmusik, Volksmusik, Klassik), nicht subventioniert werden (z.B. Kinderlieder), mit mindestens EUR 30,-- besteuert werden (schlechte Musik wie z.B. Dschess, Schwing etc.) oder gar verboten werden (alle Formen von Krach- und Gewaltmusik wie Hüftenhüpf, Hartfelsenmusik, Panker-Musik oder gar die diabolische Metall-Musik).

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

    P.S.: Als weiteren stellvertretenden Vorsitzenden des Musikrates würde ich übrigens meinen guten Freund, Herrn Dr. Klaus Miehling, vorschlagen (www.klausmiehling.npage.de), dessen hoch-innovative Forschungen zur Auslösung von Gewalt und Kriminalität durch das Hören von Krachmusik ihn für dieses Amt hervorragend qualifizieren!
  • Schwabe
    am 14.05.2015
    Ich kann mich Tillupp nur anschließen: "Worüber geht der Artikel eigentlich."?
    Was will mir dieser Artikel sagen? Will er mir überhaupt etwas sagen oder ist er nur seichte Unterhaltung? Fehlt Kontext evtl. noch ne Rubrik?
    Liebe Kontext, für mich ist der Artikel als "Aufmacher" fehl am Platz!
  • Zaininger
    am 13.05.2015
    Wie diplomiert sich ein Musikexperte a la Dr. Diethelm? Verkehrt er (mit wem auch immer) hochseriös bei Musik, mit Rohrstock, ohne unzüchtige Kleidung, redlich keusch? Oder habe ich den den ganzen Unsinn (Fake) des Beitrags seit Brahms nur nicht verstanden?
    Nehmen wir es sportlich: Frau Berg wird nicht ewig auf der Bühne stehen und das Dörfle soll die Rente sichern. Ausgemusterte Fussballer bekamen dafür früher einen Vertrag für eine Lotto-Annahmestelle.
    Times are changing.
  • Ernst Hallmackeneder
    am 13.05.2015
    Werte Kontext-Redaktion,

    ganz herzlichen Dank für diesen "Hammer"-Artikel, der - dem HERRn sei Dank - die christlich-konservative und wohltuend unternehmerfreundliche Blattlinie auf ein Neues unterstreicht.
    Danke aber auch erneut an Herrn Dr. Gscheidle für seinen wiederum klugen Kommentar. Wobei in der Aufzählung redlichen Musikgutes aber noch der löblich Herr Heino fehlt, der schon vor Jahrzehnten das deutsche Demographieproblem künstlerisch dargestellt und bearbeitet hat ("... in der dritten Hütte hab' ich sie geküsst, keiner weiß was dann geschehen ist..."). Natürlich bin ich kein Musikexperte, möchte aber anregen, daß unter Vorsitz von Herrn Dr. Gscheidle, Stellvertreterin Frau Hunger, und unter basisdemokratischer Leserbeteiligung (natürlich korrekt genderistisch mit allen 7 - 16000 Geschlechtern besetzt) ein Kontext-Volksmusikrat gebildet wird. Ehrlich.

    Ihr Ernst Hallmackeneder
  • Tillupp
    am 13.05.2015
    @"Das Wochenende wird der Hammer", sagt der Mann ...

    Der Artikel ist nicht der Hammer, fängt ein bisschen an wie ein Buch von Janosch. Wunderschön sagt der Tiger, Wun-der-schön sagt auch der Bär... . Müsste da nicht eigentlich ANZEIGE drüberstehen. Werden in Kontext zukünftig noch mehr Hotels vorgestellt? Selber nichts gesehen, mit den Inhabern nicht gesprochen, alles vom Hörensagen zusammengetragen. Zusammengefasst: Wortreich aufgeblasene Leere. Worüber geht der Artikel eigentlich. Der Überschrift nach um ein Hotel. Dann schweift der Artikel ab Richtung Familienstammbaum und zu einem Fußballverein, gepaart mit einer Mischung aus Neid und Bewunderung für Menschen die ihr verdientes Geld in BW investieren statt es nach Liechtenstein zu tragen. Das Bänkle (warum "Bankerl", siehe Bild) sieht übrigens unbequem aus. Zu hart, Sitzfläche zu kurze , Lehne zu steile . Saß die Reporterin (Frau Hunger) wenigstens mal drauf um meinen Eindruck zu bestätigen?
  • Dr. Diethelm Gscheidle
    am 13.05.2015
    Sehr geehrte Kontext-Redatkion,

    vielen Dank, dass auch Sie sich einem Ort der wunderschönen deutschen Volksmusik widmen! Schließlich handelt es sich bei Frau Berg gemeinsam mit Herrn Florian Silbereisen, Marianne & Michael und den Wildecker Herzbuben um die talentiertesten und besten Musiker, die Deutschland seit Johannes Brahms hervorgebracht hat - dies kann ich Ihnen als Dipl.-Musikexperte gerne bestätigen!

    Störend bei Frau Berg ist lediglich die oft recht unzüchtige Bekleidung und die Alkohol-Exzesse, die von irgendwelchen sogenannten "Ultras" (also Leuten, denen es im Konzert nur ums Radau-machen geht und die gar nichts von der wunderschönen Musik verstehen!) auf ihren ansonsten hervorragenden Konzerten angezettelt werden. Es freut mich auch, dass Frau Berg mit ihrem Mann als fleißige Unternehmerin im Hotelgewerbe sehr erfolgreich ist!

    Bitte bringen Sie öfter solche Artikel von solchen redlichen und fleißigen Unternehmern und von hervorragenden Kirchen- oder Volksmusikern, da diese ein exzellentes Vorbild sind für unsere verkommene Jugend, die ja nur noch fürchterliche Krachmusik hört und die man mit dem Rohrstock zum Arbeiten zwingen muss! Gerne stehe ich selbst Ihnen auch für eine Zwischenschau zur Verfügung, falls Sie in einem solchen Artikel über mich, mein hochseriöses verkehrswissenschaftliches Forschungsinstitut und meinen aktiven Einsatz für Redlichkeit und Keuschheit berichten möchten!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

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