Herr Ullrich, hier, neben dem ersten Windkraftstandort Baden-Württembergs, soll es auch Auerhühner geben. Werden die scheuen Vögel nicht von dem Windrad und den vielen Touristen gestört?
Die Auerhühner finden sich 200 Meter unterhalb einer Steilwand im "Biberkessel", der von einem ehemaligen Kargletscher geformt wurde. Da ist es kühl und sie sind vor Trubel geschützt.
Umweltministerin Thekla Walker, Grüne, und Landwirtschaftsminister Peter Hauk, CDU, haben im August eine neue Planungsgrundlage für die Genehmigung von Windrädern veröffentlicht. Was wird damit erreicht?
Auf 124.000 Hektar Höhenlagen im Schwarzwald – die Größenordnung musste ich aus der zugehörigen Karte selbst berechnen – wird das Auerhuhn gegen Windkraft in Stellung gebracht. Die jetzt neu beworbenen 15.000 Hektar ohne Auerhuhn-Restriktionen werden dagegen nochmal in Fußballfelder umgerechnet und als Erfolg für die Energiewende verkauft. Tatsächlich wird der Bau neuer Windkraftanlagen an günstigen Standorten, und damit die Erzeugung dringend benötigter erneuerbarer Energie, massiv behindert.




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"Dieser Herr" ist ein erfahrener, kompetenter Fachmann. Seine Argumente sind schlüssig und nachvollziehbar. Mit Vorsicht zu genießen sind eher Leserbriefe, in denen frech und ohne Belege der Eindruck erweckt wird, Herr Ullrich sei von der Windkraft-Lobby gekauft.
Kommentare anzeigenSigmar Schuler
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