Yassin al Haj Saleh in Berlin. Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Ausgabe 374
Politik

"Der Westen weiß nichts über Syrien"

Von Emran Feroz (Interview)
Datum: 30.05.2018
Er ist Syrer und er kämpft gegen Assad. Er ist Kommunist und verdammt die russische Intervention. Er sagt, die Europäer haben keine Ahnung von Syrien und seiner Geschichte. Vor einem Jahr hat der Schriftsteller Yassin al Haj Saleh den Tucholsky-Preis der schwedischen P.E.N bekommen. Ein Gespräch über seine Heimat Syrien und eine unmögliche Revolution.

Yassin al Haj Saleh, Sie befanden sich 16 Jahre lang in der Gefangenschaft des Assad-Regimes. Der Grund für die Verhaftung war Ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei Syriens. Was ist damals passiert?

Man muss dabei den historischen Hintergrund des Kommunismus in Syrien berücksichtigen. Aufgrund der Abhängigkeit von der Sowjetunion war die Syrische Kommunistische Partei (SCP) bereits seit 1972 gespalten. Ein weiteres wichtiges Thema damals war die Befreiung Palästinas sowie die arabische Vereinigung im Allgemeinen. Später nahm die Haltung der Partei zum Assad-Regime eine immer wichtigere Rolle ein. Es bildeten sich zwei Fraktionen heraus: Während die eine ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion beteuerte und eine kompromisslose Haltung gegenüber Israel einnahm, war die andere der Sowjetunion ergeben und verbündete sich mit dem Assad-Regime. Ich hatte mich damals der ersten Fraktion angeschlossen.

Sie haben damals noch studiert.

Ja, als ich 1980 verhaftet wurde, war ich Medizinstudent und sehr aktiv an den politischen Debatten an der Universität Aleppo beteiligt. Man nahm uns fest und zerschlug die Partei, weil wir uns offen gegen das Regime gestellt hatten, nicht weil wir Kommunisten waren. Denn das Regime profitierte ja von Menschen mit verschiedenen ideologischen Hintergründen – von Kommunisten, Islamisten oder auch arabischen und kurdischen Nationalisten, solange diese sich gehorsam gegenüber dem Regime zeigten. Das schlimmste Verbrechen war es, sich gegen dieses Regime der politischen Sklaverei zu wehren. Ich war einer dieser vielen rebellierenden Sklaven. Dennoch hätte ich es nicht für möglich gehalten, dafür 16 Jahre lang im Gefängnis zu landen. Ein Jahr davon verbrachte ich im berüchtigten Foltergefängnis in Tadmur, das zu den schlimmsten Plätzen des späten 20. Jahrhunderts gehörte.

Nun erschien 2017 Ihr Buch "Die unmögliche Revolution" (The Impossible Revolution). Warum war die Revolution in Syrien 2011 unmöglich?

Chronist der syrischen Revolution

Seit Beginn der syrischen Revolution 2011 ist Yassin al Haj Saleh einer ihrer führenden Köpfe. Seine Waffe für Demokratie und Freiheit ist die Feder. Gemeinsam mit seiner Frau Samira Khalil, einer Menschenrechtsaktivistin, zog er von Stadt zu Stadt, von Versteck zu Versteck. So wurde der 57-jährige zu einem Chronisten der Revolution und der nachfolgenden kriegerischen Konflikte. 16 Jahre lang war der Dissident in den Kerkern Assads eingesperrt. 2013 wurde seine Frau in Douma entführt. Vermutlich von der extremistischen Gruppierung Jaish al-Islam (Armee des Islams). Bis heute ist unklar, was mit ihr und den anderen Menschenrechtlern passiert ist, die damals verschwanden. Yassin al Haj Saleh hat nichts mehr von ihr gehört.

Sein Buch "The Impossible Revolution. Making Sense of the Syrian Tragedy" entstand hauptsächlich in seiner Heimatstadt Raqqa, in Damaskus und Douma sowie im Exil in Istanbul. Derzeit lebt der Schriftsteller in Berlin. (emr)

Der Titel war keineswegs pessimistisch gemeint. Tatsächlich schrieb ich darüber am ersten Jahrestag der syrischen Revolution. Damals meinte ich, dass die Revolution in Syrien unmöglich schien, aber dennoch stattfand. Mittlerweile – nach sieben Jahren – wurde diese unmögliche Revolution zerstört und zwar in Form einer schrecklichen Tragödie, die vor den Augen der Welt stattfand. Auch das war unmöglich, ja, sogar unvorstellbar. Über eine halbe Million Menschen wurden getötet, dreizehn Million wurden vertrieben und verloren ihr Zuhause. Das ist auch der Grund, warum wir eine Lösung für Syrien suchen sollten, die im Bereich des Unmöglichen liegt. Denn genau das war auch das Ziel der Revolution: wahrer politischer Wandel, das Ende der Assad-Herrschaft.

Wahrer politischer Wandel – ist das heute noch möglich?

Es gibt nun einmal keine banalen Lösungen. Wenn das Töten einer halben Millionen Menschen möglich ist, warum soll etwas Gutes dann nicht möglich sein? Wenn der Sturz einer kriminellen Junta unmöglich ist, dann ist eine unmögliche Haltung der einzig gute Weg, um Politik zu machen und ein ethisches, menschliches Wesen zu sein.

Sie betonen immer wieder, dass die syrische Revolution eine friedliche gewesen sei. Wann kam es Ihrer Meinung nach zur Militarisierung?

Es war Selbstverteidigung. 2013 schrieb ich sechs Porträts von Kämpfern der Freien Syrischen Armee (FSA) aus Ost-Ghouta. Vor der Revolution waren sie allesamt Zivilisten gewesen. Sie sagten, dass sie nach dem Sturz des Regimes ihr ziviles Leben fortsetzen würden. Die Menschen wurden regelrecht dazu gezwungen, sich zu bewaffnen. Es war ein gerechtfertigtes Mittel zum Zweck. Sie mussten das Gewaltmonopol des Regimes brechen. Es ist Fakt, dass die Konterrevolution von Anfang an bewaffnet gewesen ist und sehr brutal vorging.

Überrascht es Sie, dass viele Menschen im Westen das Assad-Regime und dessen Säkularismus sowie dessen Minderheitenpolitik verteidigen?

Viele Menschen im Westen wissen nichts über Syrien. Ein Großteil der medialen Berichterstattung ist geprägt von Vereinfachungen. Da zeigt man beispielsweise Baschar al-Assad in seinen teuren Anzügen und seine elegante Ehefrau. Gleichzeitig werden Anspielungen auf seine alawitische Herkunft gemacht, was wiederum bedeutet, dass er nicht der sunnitischen Mehrheit, vor der ja die Minderheiten beschützt werden müssen, angehört. Diese selektive Wahrnehmung erleichtert es, sich mit einem skrupellosen Regime zu identifizieren, anstatt mit jenen, die jahrzehntelang unsichtbar geblieben sind und sich gegen diese Diktatur zur Wehr gesetzt haben. Die Rhetorik vom angeblichen "Minderheitenschutz" ist tief mit dem Erbe der westlichen Kolonialmächte verbunden. Folgt man dieser kolonialen Logik, so waren die Minderheiten des Nahen Ostens schon immer bedroht von einer muslimischen Mehrheit, weshalb die "zivilisierten", westlichen Mächte diese schützen müssen.

Sie kritisieren vor allem Teile der westlichen Linken, zum Beispiel Politiker der Labour Party unter Jeremy Corbyn, linke Intellektuelle wie Tariq Ali oder englischsprachige Medien wie "Alternet" oder den "Independent". Die haben sich in den letzten Jahren immer wieder für Assad ausgesprochen oder – bewusst oder unbewusst – die propagandistischen Narrative des Regimes adaptiert. Was ist der Grund?

All jene, die sich als Anti-Imperialisten definieren, tendieren dazu, unseren Kampf als Regime Change im US-amerikanischen Sinn zu begreifen, was ihnen natürlich zuwider ist. Dabei ignorieren sie die gesamte Geschichte Syriens, der Gesellschaft, des politischen Lebens und der Wirtschaft. Gleichzeitig fühlen sie sich ermutigt, alle Geschehnisse in Syrien in anti-imperialistischen Kategorien zu deuten. Dabei blenden sie bewusst aus, dass der Regime Change in Syrien im Jahr 2011 unsere eigene Initiative als Syrer war! Wir selbst waren es, die das barbarische Regime stürzen wollten. Dazu gehören auch zahlreiche linke Syrer, die in den Folterkellern des Regimes verschwanden, während sie aus Europa und anderswo keinerlei Solidarität erfuhren.

Wo und wann sahen Sie in den letzten Jahren wahre demokratische Entwicklungen in Syrien?

Zahlreiche Syrer setzten sich im Verlauf des Konflikts für demokratischen Wandel ein. Allerdings interessierte sich niemand für sie. Sie wurden verdrängt, vergessen und allein gelassen. Ein Beispiel hierfür ist etwa Daraya, ein Vorort von Damaskus. Während Daraya vom Assad-Regime belagert wurde, entstand dort ein demokratischer Rat mit 120 Mitgliedern, die alle sechs Monate gewählt wurden. Der Rat verwaltete unter anderem Schulen, Krankenhäuser und andere öffentlichen Einrichtungen. Durch diese Graswurzelbewegung wurden echte demokratische Strukturen geschaffen, die unabhängig vom Regime agieren konnten. Auch die Meinungs- und Pressefreiheit blühte auf. Trotz der konstanten Bombenangriffe gründeten lokale Journalisten eine Zeitung, die sich für den gewaltfreien Widerstand einsetzte. In anderen Regionen, etwa der Provinz Idlib, geschah Ähnliches. Dort demonstrierten viele Menschen sowohl gegen das Regime als auch gegen die extremistische Al-Nusra-Front. Wahre Demokraten müssen in Syrien weiterhin gegen alle Seiten kämpfen – sowohl gegen das Regime als auch gegen extremistisch-militante Gruppierungen.

 

Emran Feroz hat für verschiedene internationale Medien wie "The New Arab" und "Qantara.de" Gespräche mit Yassin al Haj Saleh geführt.


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8 Kommentare verfügbar

  • Elmar Fässler
    am 09.06.2018
    Aktuell wird ein neues Narrativ über den Syrienkrieg verbreitet (Das Narrativ vom Bürgerkrieg in dem alle gegen den bösen Diktator Assad kämpfen kann nicht mehr aufrecht erhalten werden und wird jetzt relativiert):
    Nicht vom Westen und den Saudis + Kataris gedungene islamisteische Söldner haben den Krieg angezettelt, Assad selbst hat das verursacht indem er Djhadisten amnestiert hat..

    Dummerweise ist aber mittlerweile bekannt welche westlichen PR Agenturen die Internetauftritte und Kommunikationsinfrastruktur inklusive schicker Fahnen und Embleme für die diversen Al Kaida Ableger in Syrien gebastelt haben.
  • Hartmut Hendrich
    am 04.06.2018
    Weiß der Westen wirklich nichts über Syrien?
    Wenn dem so ist, dann hat das sehr viel damit zu tun, dass in unserer „Informationsgesellschaft“ die massive Information durch durch die Mainstreammedien bei bedeutenden Entwicklungen meist erst bei Ereignissen beginnen, aus denen sich die Erzählung stricken lässt, welche die Mächtigen uns glauben lassen wollen. Es gibt aber durchaus auch erhellende Nachrichten, die, zu Unrecht vergessen, ein anderes Licht auf die Entwicklung werfen können.
    So wurde am 26. Juli 2012 in „DIE ZEIT“ Nr. 31/2012 darüber berichtet, dass in Berlin-Wilmersdorf mit Hilfe der friedenstiftenden „Stiftung Wissenschaft und Politik“ und dem „United States Institute of Peace“ von bis zu 50 syrischen Op-positionellen die Übernahme der Macht in Syrien fabuliert wurde. Das deutsche Außenministerium und das State Department halfen mit Geld, wollten aber wohlweislich nicht genannt werden. Wir erfahren in diesem Artikel, dass unter beträchtlichem Aufwand diskret Ex-Generäle, Muslimbrüder, Angehörige der FSA (Über die Forist Elmar Fässler bereits Nötiges geschrieben hat) u.ä. Freunde der Demokratie eingeflogen wurden. Russland und China waren wg. mangender Begeisterung über die Folgen der „Demokratisierung“ Libyens außen vor gelassen worden und in den USA hätte es Probleme bei der Einreise der Muslimbrüder geben können. Deshalb fanden diese „vordemokratischen Aktivitäten“ in Deutschland statt. - Mit Blick auf den Zustand Syriens können wir stolz sein!
    Mit Schrecken habe ich damals gesehen was sich da anbahnte und bezweifelte, dass das syrische Volk so sehr leidet, dass es „die Befreiung“ durch die „demokratie“- bringende Macht der USA herbei sehnt und die vielen Toten in Kauf zu nehmen bereit sein sollte. Ob die exilierten Freiheitskämpfer in Berlin und anderswo, wie auch der Interviewte, der 16 Jahre im Gefängnis gelitten hat, denen wohl der Preis angemessen schien, gute Demokraten abgeben würden, muss aus geschichtlicher Erfahrung bezweifelt werden.
    Es ist billig, die Millionen Flüchtlinge, die 500.000 Toten und das zerstörte Land einzig Assad anzulasten. Nein - es ist die Folge dieses Bürgerkrieges.
    Dass Assad der schlimmste Übelmann der Welt sei, hat man uns ja auch erst in dieser Zeit und diesem Zusammenhang eingehämmert (es soll nur einen Schlimmeren geben: Putin). Wo wird man bereit sein, sein Land einer ausländi-schen Intervention zu opfern? Der Hinweis des Inreviewten, dass man in den selbst mit herbeigeführten Kriegswirren ein wenig Selbstbestimmung gespielt hat, entlässt die Hasardeure nicht aus der Mitverantwortung für das Grauen, welches sie gemeinsam mit vielen fremden Glaubenskriegern (auch Deutschland war dabei), angerichtet haben.
    Bei all dem gibt es auch bei uns etliche „Friedenspolitiker“, die es bedauern, dass die USA das Kriegsgeschäft nicht mit vollem Einsatz betreiben, als sei es nicht schlimm genug, was sie, und auch mit deutscher Mithilfe, angerichtet haben.
    • Wolfgang Zaininger
      am 04.06.2018
      Es mag zynisch klingen, aber um 1000 politische Gefangene in syrischen Gefängnissen hätten sich die Diplomaten, Amnesty International, das Rote Kreuz, UNO-Menschenrechtsspezialisten bei Zeiten kümmern können. Mit dem aufblühenden Tourismus (wo der alevitische Reiseführer und der sunnitische Busfahrer im Hotel bei einem Raki den Tag ausklingen ließen), Religion eine nachgeordnete Rolle spielte, hätte es gewisse Druckmittel gegeben. Wenn man aber einen ganzen Staat, alle seine VertreterInnen und Institutionen zum "Schurkenstaat" erklärt, ausländische Marodeure mit Geld und Waffen und inländische Oppositionelle mit falschen Versprechungen lockt, sollte man sich nicht über das Ergebnis wundern: ein Bürger- und Interventionskrieg mit 100. 000 Toten (oder mehr?). Erfolgsquote 1:100. Herzlichen Glückwunsch an die VertreterInnen einer gewissen "Wertegemeinschaft" zwischen Washington und Ankara!
  • Schwa be
    am 04.06.2018
    "Viele Menschen im Westen wissen nichts über Syrien."
    Wie viele von den Syrern die über Deutschland reden/schwadronieren und/oder hier leben wissen etwas über Deutschland, seine Geschichte und/oder seine (derzeitige) politische Entwicklung?

    "Dabei blenden sie bewusst aus, dass der Regime Change in Syrien im Jahr 2011 unsere eigene Initiative als Syrer war! Wir selbst waren es, die das barbarische Regime stürzen wollten."
    Gibt es nicht mittlerweile Beweise dafür, dass der CIA im Vorfeld des Syrienkonflikts/dem militärischen völkerrechtswidrigen handeln der USA in Syrien und deren Verbündeten (auch deutsche regierende Politiker und Parteien) oppositionelle Gruppierungen über Jahre hinweg mit ca. 5 Milliarden US $ unterstützt haben um Unruhe zu stiften (so wie üblich in Vorbereitung zu Regime Changes durch die USA)? ich denke ja!

    Hier in diesem Interview wird also m.E. einiges durcheinandergebracht. Man kann gegen Assads Regime sein und trotzdem wissen, das der Regime Change/die Präsenz der USA und seinen Verbündeten völkerrechtswidrig ist. Im Gegensatz zur Präsenz der Russen (die man deswegen auch noch lange nicht gut heißen muss), welche von Assad - im Einklang mit dem Völkerrecht - um Hilfe gebeten wurden.
  • Andreas Lotter
    am 30.05.2018
    Ich finde ganz sicher Assad nicht toll, man kann unter seinem Regime nicht von Demokratie, Meinungs- oder Pressefreiheit sprechen. Und auch all die Opfer seiner Gefängnisse sprechen eine klare Sprache. Aber nicht unter den Teppich gekehrt gehört dann auch die Feststellung, das westliche Geheimdienste, vor allem die CIA, in der Folge von 9/11 auch bei Assad Foltergefängnisse betreiben liessen, in welche auch ein Deutscher gelangte und dabei vermutlich auch der BND mit seine Hände schmutzig gemacht hat. Und wenn, so lange diese Gefängnisse im Sinne der westlichen Geheimdienste betrieben werden sie stets "gut" sind, dann aber, wenn Assad es wagt auch ein paar eigene Landsleute dort "unter Vollpension" zu nehmen, es Menschenrechtsverletzungen sein sollen, nun ja, mit so einer moralischen EInstellung kommt man nicht weit, gelinde gesagt. Und ich drücke Assad mittlerweile die Daumen, denn jeder Gegner von Assad soll mir doch bitte mal eine realistische Option nennen wer anstelle von Assad oder den radikalen Islamisten dieses Land regieren soll! Ich habe bislang keine Option gefunden und dann ist mir Assad doch etwas lieber, denn dieser hat bislang keine Terroristen auf unsere Marktplätze geschickt um wahllos Europäer zu töten. Und dann sieht man die Intervention von Russland schlecht. Ich finde alle Länder, welche sich in welcher Form auch immer derzeit in Syrien direkt oder indirekt engagieren, sind zu verdammen und gäbe es diese viele Interventionen nicht, wäre der Krieg in Syrien wohl schon vorbei. Neben Russland und Iran sind dies die USA, Frankreich, Großbritanien, Deutschland, Türkei, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabische Emirate, Katar um nur einige zu nennen. Aber immer ist ja nur der Russe schuld, wie einfach. Und ganz nebenbei darf man auch nicht vergessen zu erwähnen das Russland und der Iran die einzigen Länder sind, deren Einsatz den Regeln des Völkerrechts entspricht. Aber ich vergaß, auf das Völkerrecht darf man sich im Westen ja nur dann berufen wenn es den Interessen des Westens dient, ansonsten gilt es einfach nicht. Wie dumm von mir diese wichtige Regel schon wieder vergessen zu haben. Aber es gibt auch eine gute Nachricht für uns Deutsche: Zum Glück haben wir im Bundestag viele fähige Politiker, welche in Syrien voll den Durchblick haben und deshalb auch stets in der Lage sind für das syrische Volk die richtigen Entscheidungen zu treffen, wie man hier sehen kann: https://www.youtube.com/watch?v=0vfAdFuR6uM
    • J. Tiefholz
      am 30.05.2018
      Im obigen Interview findet sich doch die Beschreibung von demokratischen Initiativen und Strukturen als gut funktionierende Alternative zur gegenwärtigen Diktatur.
      Das Alassad legitim an der Macht ist, bestreite ich. Deshalb kann von Einhaltung des Völkerrechts bei seiner Unterstützung keine Rede sein. Zumal Sie ja selbst seine Verbrechen auflisten.
    • J Tiefholz
      am 31.05.2018
      Im obigen Interview findet sich doch eine Beschreibung von, selbst unter Belagerung, gut funktionierenden demokratischen Strukturen und Bewegungen als Alternative zur derzeitigen Diktatur, die, wie Sie selbst schreiben, kriminell ist und außerdem nicht einmal legitim die Macht gekommen innehat, weshalb von Einhaltung des Völkerrechts bei ihrer Unterstützung ja wohl nicht die Rede sein kann.
    • Elmar Fässler
      am 02.06.2018
      Was für ein Geschwätz!

      Na klar gab es in Syrien Oppositionelle als der Krieg ausbrach. Nur haben die damals nicht auf Demos mit Maschinengewehren Polizisten abgeknallt oder Polizeiwachen abgefackelt.
      Die islamistischen Söldner kamen aber ganz klar von aussen und sind konkret über Jordanien und die Türkey eingesickert.

      Und die sogenannte FSA ist selbstverständlich ein Konstrukt der US Geheimdienste. Das gleiche Spiel hat in Lybien wunderbar funktioniert: Man nimmt ein paar unterbezahlte oder unzufriedene Militärs und baut eine Gegenorganisation auf die man hochrüstet.

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