Ausgabe 321
Politik

In der Kaserne grüßt das Murmeltier

Von Oliver Stenzel
Datum: 24.05.2017
Im Verteidigungsministerium scheint schon wieder Zurückrudern angesagt, was die Umbenennung von Kasernen angeht. Dabei gibt es auf alle Fragen nach dem Umgang mit Wehrmachtsbezügen bei der Bundeswehr schon Antworten.

Ende der 1990er Jahre begann eine Kontroverse um die Mölders-Kaserne im niedersächsischen Visselhövede. Sie war benannt nach dem Jagdflieger Werner Mölders, einem der höchst dekorierten deutschen Luftwaffensoldaten im Zweiten Weltkrieg, davor auch schon Mitglied der "Legion Condor" im Spanischen Bürgerkrieg. Nach mehreren Bundestagsanfragen der Grünen und der Linken wurde ein Gutachten des Militärgeschichtlichen Forschungsamts (MGFA) in Potsdam in Auftrag gegeben, das 2004 vorgelegt wurde – und Mölders als nicht traditionswürdig einstufte.

Denn Mölders könne als das "Muster eines NS-konformen Soldaten" gelten, der stets im Sinne der Kriegsführungspolitik des Hitler-Regimes gehandelt habe und sich zudem bereitwillig von diesem als Propagandaheld inszenieren ließ. Wegen seiner militärischen Tüchtigkeit im Dienste des NS-Regimes sei er in der Bundeswehr zum Vorbild erklärt worden, "ohne auf den politischen Zusammenhang zu achten". Doch "mit einem derartigen Blick auf den Nur-Soldaten, der die militärische Leistung löst vom politischen Zweck", so die Studie, sei "eine konstitutive Dimension der Inneren Führung" nicht beachtet worden.

Militärische Leistung darf also nicht losgelöst betrachtet werden von ihrem politischen Zweck, und der war in den vom NS-Regime entfesselten Kriegen verbrecherisch. Eine klare Position, die eigentlich keine Frage offen lässt und als Blaupause für den aktuellen Umgang mit Wehrmachtstraditionen in der Bundeswehr dienen könnte. Nach ihr wäre klar, dass auch ein Generalfeldmarschall Erwin Rommel nicht für die Bundeswehr traditionsstiftend sein und damit als Namensgeber für zwei Kasernen dienen kann.

Dass auch entsprechend gehandelt wird und alle nach Wehrmachtsoffizieren benannten Kasernen umbenannt werden - mit Ausnahme der nach Widerstandskämpfern benannten -, darauf ließen Aussagen von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in einem am 14. Mai veröffentlichen Interview schließen. Worauf sich umgehend Widerstand regte und Relativierungen gefordert wurden - etwa bei Namensgeber Rommel (Kontext berichtete). Mittlerweile scheint die Ministerin wieder zurück zu rudern. So lässt sich auch eine Meldung vom 16. Mai auf der Bundeswehr-Homepage deuten, die sich dem Prinzip der Kasernenbenennungen widmet: Namensgebungen seien in einem Prozess bei den betroffenen Bundeswehrangehörigen "von unten" zu initiieren, und dieser Prozess sei nun im Zuge der aktuellen Diskussion neu anzustoßen. Was dabei herauskommen kann, zeigte sich etwa bei der nach dem umstrittenen Jagdflieger Helmut Lent benannten Kaserne im niedersächsischen Rotenburg: Hier sprach sich die Belegschaft der Kaserne gegen eine Umbenennung aus - obwohl das MGFA auch hier in einem Gutachten dafür plädiert hatte, ähnlich begründet wie bei Mölders.

"Bei der Bundeswehr wird Basisdemokratie vorgegaukelt"

Für vorgeschoben hält Jakob Knab denn auch die Argumentation mit der bewährten Benennung "von unten". "Da wird Basisdemokratie vorgegaukelt", sagt der Historiker und ehemalige Gymnasiallehrer aus Kaufbeuren, "um letzten Endes die 'Kriegshelden' der Wehrmacht über die Runden zu retten". Tatsächlich seien Kasernen in den vergangenen 20 Jahren "überwiegend aufgrund von Druck aus der Zivilgesellschaft" umbenannt worden, nicht durch Soldaten vor Ort. Viele dieser Umbenennungen hat dabei Knab initiiert, seit 1987 engagiert er sich gegen noch bestehende Wehrmachtstraditionen in der Bundeswehr.

Seit kurzem propagiert die Verteidigungsministerin, immerhin schon drei Jahre im Amt, das gleiche Ziel. Und bekommt dafür viel Kritik, von Seiten der Truppe, der Opposition im Bundestag oder der Medien. Dabei ist zumindest all das, was von der Leyen zur fehlenden Traditionswürdigkeit der Wehrmacht gesagt hat, schon von manchen ihrer Amtsvorgänger gesagt worden, zum Teil sogar schärfer.

Etwa 1995 in einer Rede des damaligen Verteidigungsministers Volker Rühe (CDU): "Die Wehrmacht war als Organisation des Dritten Reiches, in ihrer Spitze, mit Truppenteilen und mit Soldaten in Verbrechen des Nationalsozialismus verstrickt. Als Institution kann sie deshalb keine Tradition begründen". Der Journalist Ralph Giordano kommentierte damals, nach Jahren der sorgsam gepflegten "Traditionslüge" sei nun endlich ein Stück Wahrhaftigkeit eingekehrt. "Rühe war viel deutlicher als von der Leyen heute, was die Taten der Wehrmacht betrifft", sagt der Hamburger Historiker Hannes Heer, "er hat auch von genozidaler Partisanenbekämpfung gesprochen und Beteiligung am Holocaust." Heer hatte gerade diese Aspekte auch als wissenschaftlicher Gestalter der ab 1995 viel diskutierten Wehrmachtsausstellung für eine breite Öffentlichkeit aufgearbeitet. Und tatsächlich begann Rühe, nach Wehrmachtsoffizieren benannte Kasernen umbenennen zu lassen.

Nie konsequent angewendet: Der Traditionserlass von 1982

Die Grundlage hätte schon der Traditionserlass von 1982 geboten, der eine klare Distanzierung vom Dritten Reich enthielt. Den will von der Leyen nun überarbeiten lassen, um ihn, wie sie sagt, auf den neuesten Stand zu bringen. Doch das Problem ist weniger, dass der Erlass veraltet ist, sondern dass er nie konsequent angewandt wurde.

Verfasst wurde er unter dem damaligen Verteidigungsminister Hans Apel (SPD), kurz vor dem Ende der sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, dem Helmut Kohls (CDU) 16-jährige Kanzlerschaft folgte. Und die Kohl-Regierung habe die Umsetzung des Traditionserlasses "sabotiert", so Heer. Auch Rühe sei 13 Jahre später durch Druck aus dem Kabinett ausgebremst worden und habe einen Teil seiner Positionen revidiert.

Als Basis für die Traditionspflege der Bundeswehr wird der Erlass von 1982 dennoch bis heute genannt. Wie es indes um seine Resonanz in der Truppe bestellt ist, musste Knab, der sich in seinem Engagement "gegen falsche Glorie" stets auf das Dokument bezog, immer wieder erfahren: "Ein Berufsoffizier hat mich einmal angesprochen und gesagt: 'Sie sind der einzige in der Republik, der dieses Witzblatt, genannt Traditionserlass, ernst nimmt'". Seine Erwiderung, es ginge hier um die Grundwerte der freiheitlichen Verfassung, habe der Offizier mit den Worten beiseite gewischt: "Beim Militär kommt es einzig und allein darauf an: Wenn der Befehl kommt, dann rotzen wir rein!" Worauf Knab ihm eine gute Eignung für die Waffen-SS attestiert und sich die Wege der beiden getrennt hätten.

Von Anfang an Riss zwischen Traditionalisten und Reformern

Die Bundeswehr habe einen "Geburtsfehler", so Knab. Ehemalige Stabsoffiziere der alten Wehrmacht drängten in die "neue Wehrmacht", wie die Bundeswehr am Anfang lange genannt wurde. Auf der anderen Seite habe es eine Minderheit von Reformern gegeben, die die Aufgabe der neuen Streitkräfte in der Verteidigung der Demokratie, der Grundwerte, von Recht und Freiheit gesehen hätten. "Dieser Riss zwischen Traditionalisten mit nostalgischem Blick auf die Wehrmacht und Reformern, die einen Trennstrich ziehen wollen, der zieht sich durch die ganze 60-jährige Geschichte der Bundeswehr."

Und so erinnert es ein wenig an den Film "Und täglich grüßt das Murmeltier", dass auch von der Leyen wieder scheinbar ganz von vorne anfangen muss. Knab verteidigt sie gegen die Kritik aus Truppe, Politik und Medien, er attestiert ihr mehr Mut als ihren Amtsvorgängern: "Sie gehört nicht zu diesem männerbündlerischen Milieu."

Hannes Heer ist da weniger konziliant: Von der Leyen wolle nur ihren Kopf retten und "das nachholen, was sie in den drei Jahren, die sie im Amt ist, auch schon hätte tun können." Versäumt habe sie etwa, sich schon zu Beginn für den politischen Stand, das Bewusstsein der Truppe zu interessieren, die Nutzung von Traditionserlassen zu überprüfen. Und versäumt habe sie auch, sich damit zu befassen, wie man politisch darauf reagiere, dass die Bundeswehr nun eine Berufsarmee ist. Und das sei "politisch verantwortungslos".

Die aktuellen Kasernendurchsuchungen nach Wehrmachtsdevotionalien nennt Heer "Nonsens". Denn hier würden nur die Symptome des Problems angegangen und nicht das Problem politisch rechter Traditionen und Gesinnungen selbst. "Wenn man das nicht in den Kontext von politischen Debatten innerhalb der Bundeswehr und zwischen Bundeswehr und Gesellschaft einbettet, dann ist das ein rein aktionistischer, auf Karriererettung zielender Vorgang, und keine Aufklärung." Doch Diskussionen gebe es keine, weder in der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg noch der Universität der Bundeswehr in München, "stattdessen werden Stahlhelme gesammelt."

Ist das Sturmgewehr traditionswürdig?

Kritik an von der Leyens "Bildersturm" übte vor kurzem in einem Interview mit StZ und StN auch der Potsdamer Historiker Sönke Neitzel. Allerdings mit ganz anderer Stoßrichtung. Er hält es für "Quatsch", alles aus den Kasernen zu verbannen, "was mit Hakenkreuz gezeichnet ist", und wünscht sich in der Auseinandersetzung mit der Wehrmacht, "dass wir nicht in ein Schwarz-Weiß-Denken verfallen, sondern Grautöne zulassen". Rommel als Namensgeber für Kasernen hält er für akzeptabel und rückt ihn näher an den Widerstand heran, als es viele Kollegen tun. Darüber hinaus identifiziert er als Elemente eines zu pflegenden Erbes auch, dass etwa das Sturmgewehr oder bestimmte heute noch angewandte Taktiken von Luftwaffe und Panzertruppe auf die Wehrmacht zurück gehen. Und dass es überhaupt so etwas wie "falschen Korpsgeist" gebe, stellt Neitzel auch in Frage, denn Soldaten sollten ja im Einsatz "kämpfen, sterben, töten." Und dazu brauche es "Professionalität, für die Zusammenhalt, Korpsgeist, Kohäsion, Identität wichtig sind".

Knab kritisiert an Neitzels Positionen einen "fatal militaristischen Unterton". Und Heer sieht den "Tatbestand des Revisionismus erfüllt", wenn sein Kollege aus Potsdam "angesichts der ungeheuren Dimensionen des von der Wehrmacht vor allem in Osteuropa geführten Vernichtungskrieges, dem mehr als 30 Millionen Menschen zum Opfer fielen, von 'Grautönen' spricht oder auf einmal das Sturmgewehr der Wehrmacht für erinnerungswürdig hält". Heer sieht Neitzels Positionen daher als "Propaganda für die Fortsetzung altbekannter Verbindungen zum Dritten Reich und zur Wehrmacht", denn "jede Entwicklung einer Waffe kann man nicht losgelöst von deren Einsatz sehen".

Droht statt eines endgültigen Kappens überkommener Traditionszöpfe also eher ein geschichtspolitischer Rollback, neue Mythen über die alte Wehrmacht? Es wäre von perfider Ironie, hätte der Skandal um rechte Umtriebe bei der Bundeswehr letztlich ausgerechnet diese Folge.


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7 Kommentare verfügbar

  • Eric Raasch
    am 28.05.2017
    Der Bildersturm in den Kasernen, Schnitzeljagd nach Wehrmachtsrelikten. Der II Weltkrieg ist halt der einzige, auf den sich ein Soldat ausstellungswirksam beziehen kann. Sand aus Afghanistan in einem Schauglas hat deutlich weniger Identifikationspotential.
    Hat ein Land eine Armee, dann hat man eine Ansammlung von Menschen beisammen, für die alles was BummPengSpreng gemacht hat von Wichtigkeit ist. Und die, die diese Mittel mehr oder weniger erfolgreich eingesetzt haben.

    Der Blick heute nach hinten, in die staubigen Abteilungen, Rommel oder nicht Rommel spiegelt zwar einen sehr ehrenwerten Kampf um die Überwindung von NS-Denken und Faschismus wieder, ist doch aber vor den aktuell wichtigen Fragen Popanz und Mummenschanz.

    Keiner beschäftigt sich mit den Fragen wie z.B. wie wurde das organisiert, dass ein Offizier den anderen prüfen konnte? Wie konnte der eine als "Syrer" durchgehen, ohne das er Arabisch sprechen konnte? Da saßen nicht nur zwei rechte Deppen zusammen, offensichtlich waren da mehr im Spiel. Offensichtlich gibt es da andere Strukturen, die man nicht mehr mit "Traditionspflege" bezeichnen kann.
    Man kann auf den Gedanken kommen, dass die ganze Diskussion um Kasernennamen eine einzige Nebelkerze ist, um sich ja nicht mit vielleicht viel unangenehmeren Fragen zu beschäftigen.
    Nach hinten schauen, in der NS Vergangenheit wühlen - darin sind wir geübt. Das tut nicht besonders weh. Das ist Standartrepertoire.

    Aber Stichwort "verbrecherisch", "sich zur Verfügung stellen", "Verbrechen in Ausführung von Befehlen begehen".
    Wie wäre es zu thematisieren, dass jeglicher Einsatz im Rahmen der NATO in Sytrien, Afghanistan, Lybien usw. ein Verbrechen darstellt? Oder Beihilfe zu einem solchen?
    Jedes Zuarbeiten zu einem Drohneneinsatz ist ein Verbrechen.
    Jede Bombardierung Syriens und logistische und aufklärende Unterstützung ist ein Verbrechen.
    Jeder Angriff auf Länder wie den Irak, Lybien, Syrien ist ein illegaler Angriffskrieg. Der Bevölkerung vermittelt durch dreisteste Lügen, designt von PR-Agenturen wie Hill&Knowlton, Burger&Marstaller. Brutkasten, Massenvernichtungswaffen, Hufeisenplan.

    Dürfen deutsche Soldaten heute WIEDER an illegalen Angriffskriegen teilnehmen? Dürfen wir das, wenn wir die Bundeswehr von allen NS-Devotionalien gesäubert und rechtes Denken erfolgreich verbannt haben? Sind dann Kriegsverbrechen wieder ok, wenn sie von einer freiheitlich-demokratischen Armee verübt werden?
    Die Problematik ist viel größer als die gegenwärtige Pseudodiskussion.

    Aber das sind wirklich unangenehme Themen.
    Dann lieber sich wochenlang über die Namensgebung deutscher Kasernen auslassen. Ist doch viel besser. Nur nicht aufwühlende Fragen stellen.

    Sehenswert: "National Bird". Lief im Delphi.
  • Andromeda Müller
    am 27.05.2017
    Lieber Herr Dr. Diethelm Gscheidlen ,
    Deutsche Kaiser als Namenspatronen ? Das ist doch ein NOGO !!
    Haben wir doch nicht in unserer jüngeren Geschichte die eine oder andere Granate , deren Namen wohlgefälliger in den Zeitgeist bei der Benennung von Militäreinrichtungen passt ?
    Z.B. "Struck - Hindukusch- Wall- Kaserne"
    oder "TINA -Double War Expenses Barracks"
    oder "Trump- Merkel-von der Leyen Army Homested" No.One/Two/Three and so on" - englisch wegen der Völkerverständigung halt -,
    oder für Lufwaffenbasen "Hiroshima-Airfield" , "Nagasaki-Airfield" , "Airfield the Mothers of all Bombs" oder "Obama-Care" (falls endlich auch deutsche Drohnen), oder schlicht "Uranus", "Mars","Venus" ?? `"Venus-Barracks"" fänd ich besonders schön...;
    für die Marine ginge "Double D-Day" oder "Tonkin-Remembrance-Base".
    Also lieber Herr Dr. Diethelm Gscheidlen , bitte schön , das muß nicht sein , gibt es doch genügend Namens-Alternativen, die die westlichen postfeudalen und postkolonialen Tugenden Demokratie , Freiheit , Menschenwürde , Entwicklungshilfe , Bescheidenheit , Selbstzurücknahme und Hilfe bei der Selbstbestimmung der Völker reflektieren .
    Wo wir doch soviele hehere Motive haben braucht es wirklich keine alten Bösewichte.
    Alles hat sich zum Guten gewendet . Danke für die Diskussion , es war schon lange überfällig , daß sich mal grundlegend etwas in diesem Punkt ändert. Seit Jahrzehnten diskutieren wir das nun in unserer Gesellschaft , aber bitte nicht so , Herr (DR.?) Gscheidlen!!
  • Ernst Hallmackeneder
    am 25.05.2017
    Die Problemlösung ist doch ganz simpel: die Bundeswehr einfach umbenennen in "Nationale Volksarmee" und die Kasernen etc. benennen nach verdienten Genossen der Arbeiter- und Bauernmacht, also z.B. "Margot&Erich-Honecker-Kaserne", "Armeehochschule Horch-Guck-und Greif Erich Mielke" oder "Wachregiment Karl-Eduard von Schni...obwohl letzteres geht gar nicht, der ist ja adelig.
  • Jörg Beyer
    am 25.05.2017
    Ich bin nun 71. Und habe das in allen Jahren mir nicht erklären können, weshalb Kasernen hierzulande überaus häufig nach merkwürdigen und oft der Strafrechtsverfolgung entgangenen Helden von vormals benannt werden mussten. Es gibt Blumennamen, respektable Tiernamen kaum weniger. Klar, unsere derzeitigen Kriegsminsterin, was an ihrem Aufwachsen liegt, hat kaum eine Kaserne in "Bahlsen-Butterkeks" umzutaufen vermocht. Ich denke aber, wenn ihr dies gelungen wäre, hätte sie heute weit weniger Probleme.
  • Rolf Steiner
    am 24.05.2017
    Es sind nicht die - anscheinend - erst jetzt aus ihren Maulwurfshäufen heraus kriechenden Neonazis, die eine widerliche und antidemokratische Tradition in den Vordergrund schieben wollen. Schon seit ihrer Gründung war die Bundswehr gelinde ausgedrückt „naziaffin“.

    Die unehrenhafte Entlassung des heutigen Verlegers, des 1%Jublers, JF-Journalisten, Identitären-, AfD- und Pegida-Redners Götz Kubitschek aus der Bundeswehr im August 2001 machte öffentlich, welche "Mitläufer" dieser Neurechte in der "Truppe" und bei manchen Parteien bis heute hat. Dass deren Sympathiebekundungen - nicht nur im Sept. 2001 in der „Jungen Freiheit“ keine „intellektuelle Selbstbefriedigung“ von Soldaten gewesen waren. zeigen die jetzigen Auswüchse in ihrer ganzen Verkommenheit.

    Wer heute noch die Kriegsverbrechen der Wehrmacht ignoriert, beispielsweise jene der Gebirgsjäger mit grässlichen Massakern an Zivilisten auf Kreta, der will keine Demokratie! Sondern einen neuen "Führerstaat". Bei deren Gedenkfeier, nicht nur in Bad Reichenhall, kommen solche durch und durch verwerflichen Gesinnungen zum Ausdruck.

    Wenn die Bundeswehr weiterhin solche unsere Demokratie vorsätzlich zerstörenden Veranstaltungen fördert, dann ist sehr bald bei vielen uninformiert gehaltenen Uniformierten Hopfen und Malz verloren. Für eine„solche“ Bundeswehr möchte ich nicht mehr vereidigt werden.
    • w.-g. esders
      am 26.05.2017
      schon immer hatten soeldnerarmeen das bestreben, sich zu verselbststaendigen. wehrpflicht wirkt da in gewissem mass korrigierend.
  • Dr. Diethelm Gscheidle
    am 24.05.2017
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    gerade weil ich unsere redliche Bundeswehr als Bewahrer wichtiger Werte wie Anstand, Moral, Sitten, Keuschheit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Gehorsam, Respekt und Redlichkeit äußerst schätze, bin auch ich der Meinung, dass man Kasernen nicht nach unredlichen Nazis benennen sollte. Ich plädiere daher dafür, unsere Kasernen nach Menschen zu benennen, die für genau diese Werte stehen. Und was wäre da näherliegender als unsere redlichen deutschen Kaiser? Zu Zeiten des alten Fritz waren die Leute noch redlich und keusch, und unsere Jugend war noch brav, fleißig, intelligent und arbeitssam! Nicht zuletzt haben unsere deutschen Kaiser ihr Militär noch wertgeschätzt, was sich von vielen heutigen Politikern (insbesondere bei den unredlichen Sozen!) nicht behaupten lässt - viele von diesen haben ja noch nicht einmal den redlichen Wehrdienst abgeleistet! Ich plädiere daher klar für die Benennung der Kasernen nach deutschen Kaisern, sowie nach anderen wichtigen und redlichen Persönlichkeiten in unserem schönen deutschen Kaiserreich!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Diethelm Gscheidle
    (Geschichts-Experte, Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

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