Arbeitet gern mit Unschärfe: Guido Wolf. Foto: Joachim E. Röttgers

Arbeitet gern mit Unschärfe: Guido Wolf. Foto: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 225
Politik

Das System Wolf

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 22.07.2015
Gut gemixt mit reichlich Trivialem hat CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf auffallend viele Halbwahrheiten in seinem Vorwahlkampfrepertoire – nach der unfrommen Devise, dass der Zweck die Mittel eben doch heiligt. Aber so sehr Winfried Kretschmanns Herausforderer Grün-Rot auch am Zeug flickt, die miese Stimmung an der CDU-Basis will einfach nicht besser werden.

Kein Thema ist vor ihm sicher und keine Zuhörerschaft. Auf Pressekonferenzen, Sommerempfängen, Kreisparteitagen, in Reden, Interviews und Briefen zeichnet Guido Wolf sein Gemälde vom unter Wert regierten Baden-Württemberg. Eben erst hat er sich an Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) gewandt und verlangt, sie solle sich doch "endlich bewegen" und einen zweiten Pflegestützpunkt in seinem Heimatlandkreis Tuttlingen ermöglichen. Dass die das gar nicht kann, mangels Zuständigkeit, ist ihm bekannt, stört ihn aber nicht. Die verantwortlichen Pflegekassen hatten die Ministerin vor der Sitzung sogar ausgeladen. Aber für Fakten wie diese ist kein Platz in seinem System.

Geschickt macht sich der erfahrene Kommunalpolitker und ehemalige Landrat die Komplexität vieler Themenfelder zunutze. Er serviert ein vom Publikum nicht zu durchschauendes Gebräu: klingt doch gut, im Zusammenhang mit dem auch von der CDU gesungenen hohen Lied auf die Digitalisierung die Abschaffung des Informatik-Unterrichts in der Sekundarstufe I anzuprangern? Erst neulich hat Kultusminister Andreas Stoch (SPD) in einer Landtagsdebatte richtiggestellt: Der Informatikunterricht kann in den unteren Klassen nicht abgeschafft werden, weil es ihn gar nicht gibt. Vielmehr führt die Landesregierung mit dem reformierten Bildungsplan sogar einen neuen Basiskurs in den Klassen fünf und sechs ein. Vergessen haben kann Wolf das nicht, aber egal, er tischt die Geschichte immer wieder auf – in der Erkenntnis, dass es sein Publikum, wie die freundlich applaudierenden Mittelständler im Rems-Murr-Kreis, nicht besser weiß.

Er prangert tatsächliche oder angebliche Missstände an, entwickelt Gegenpositionen, präsentiert Zahlen und Daten haarscharf oder noch weiter an der Realität vorbei, ignoriert gern die Rechtslage und kommt zuverlässig auf die immer gleiche Antwort: Schuld ist die grün-rote Koalition, die wahlweise untätig, unfähig, bevormundend ist oder allein aus ideologischen Gründen grundsätzlich das Falsche tut und lässt.

Schäuble gegen Länderfinanzausgleich als Vorwahlkampfschlager

Selbst das sensible Flüchtlingsthema muss herhalten. Die Landesregierung kümmere sich "überhaupt nicht" um die Beschleunigung von Asylverfahren, rügte er neulich. Einem Faktencheck hält auch diese Behauptung nicht stand: Tatsächlich hat Grün-Rot 16 neue Verwaltungsrichterstellen geschaffen, zwölf davon sind bereits besetzt. Als der "Südkurier" den Spitzenkandidaten mit dem Sachverhalt konfrontiert – der ihm zweifelsohne bekannt war –, nennt er den Stellenzuwachs vielleicht richtig und zugleich "einen Tropfen auf den heißen Stein".

Dann sucht er sein Heil im nächsten Angriff, verlangt Richter für Asylverfahren abzuordnen, denn das gehe "ganz schnell". Klingt auch gut, ist aber schon wieder falsch: Richter dürfen in dieser Weise gar nicht versetzt werden. Macht aber nichts, die famose Idee ist sicher schon fixer Redebaustein. Dabei stünde es dem kinderlosen Katholiken gut an, vor der eigenen Türe zu kehren: Als Landrat in Tuttlingen verantwortete er die von örtlichen Initiativen scharf kritisierte Unterbringung von Asylbewerbern in einem heruntergekommenen Diabetikerheim – fernab jeder Schule, sozialer Kontakte oder einer Busverbindung.

Bestimmte Attacken reitet Wolf besonders gern. Den grünen Verkehrsminister Winne Hermann basht er beständig als "personifizierte Feststellbremse", die Schulpolitik hat er längst als "bildungspolitische Gleichmacherei" durchschaut, und dass die Landesregierung nicht wie Hessen und Bayern gegen den Länderfinanzausgleich klagt, ist ein Beweis für schweres Versagen. Wolfgang Schäuble soll ihm vom Absingen des vermeintlichen Vorwahlkampfschlagers dringend abgeraten haben, weil er als Bundesfinanzminister, gestützt auf Expertenansicht, dieser Klage vor dem Bundesverfassungsgericht keine Chancen einräumt. Aber relativierende Argumente stören, wenn es ums große Ganze geht und darum, die Landesregierung und nicht zuletzt ihren Chef persönlich schlecht aussehen zu lassen. "Wer so eine Verhandlung angeht, muss einen Zwillingsbruder haben, denn so blöd kann einer allein nicht sein", holzte er weiland über Kretschmann. Ausnahmsweise passierte das aber nur einmal: Der Schuss ging nach hinten los, selbst in den eigenen Reihen wurde diese Pöbelei als allzu platt empfunden.

Die Stimmung in der Landes-CDU ist angespannt

Letzteres wiegt schwer. Denn die Stimmung in der CDU ist angespannt, auch wenn der Spitzenkandidat im Landesvorstand vollmundig verkündet: "Die Thermik ist für uns."  Und die Erwartungshaltung ist zugleich riesig. Als per Mitgliederbefragung im vergangenen Spätherbst der Spitzenkandidat gekürt wurde, sollte der Aufbruch per Knopfdruck gelingen. Jahrzehntelang war die Partei daran gewöhnt, ihrem Vormann zu folgen, die Neigung zu Debatte und Widerspruch, auch zur Eigeninitiative, ist notorisch unterentwickelt. Hinzu kommt: Wolf hatte sich in den Wochen des internen Duells mit dem CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl schon als künftiger Landesvater präsentiert – und dann Freund und Feind mächtig verwirrt mit einem Zickzackkurs in der Frage, ob er nach dem Parteivorsitz greifen werde. Was er am Ende dann doch nicht wagte.

Außerdem fehlt es dem Bewerber an Strahlkraft. Das Feuer seine Rede glimmt nur schwach, originell ist wenig, selbst in Hochburgen bleibt der Zulauf überschaubar. Kürzlich, so berichtet Sparkassenpräsident Peter Schneider auf seiner Homepage, kamen in Riedlingen, wo die CDU besonders satte Wahlergebnisse gewöhnt ist, "leider nur" 140 Parteifreunde zu einem Kreisparteitag mit dem Spitzenkandidaten und gerade mal 30 weitere Zuhörer. "Die Landtagswahl ist vor allem eine Persönlichkeitswahl", sagt der Tübinger Politologe Hans-Georg Wehling. Die Bevölkerung erwarte vor allem einen Landesvater, der mit den Bürgern umgehen kann. Wolf wechsele allerdings die Rollen, wolle der überparteiliche "Landrat von Baden-Württemberg" sein, wie ihn seine internen Kritiker nennen, und zugleich der bissige Angriffsspieler. Das, sagt Wehling, verunsichert auch CDU-Mitglieder.

Und die 60 Landtagsabgeordneten. Die nehmen in ihren Wahlkreisen wahr, dass es keine Wechselstimmung gibt im Land. Themen, die nur mit ihrer Partei verbunden werden, sind unauffindbar, eigene Konzepte vage. Das Wahlprogramm, das sicher Regierungsprogramm heißen wird, soll bis zum November erarbeitet werden, in einem vergleichsweise zähen Prozess, in dem sich die Partei zwar gezielt auch an Nichtmitglieder wendet, in dem aber doch vor allem altbekannte Floskeln, Parolen und Phrasen gedroschen werden. Der Zeitdruck, überzeugende und/oder überraschende Ideen auf den Tisch zu legen, wächst.

Wie die Unzufriedenheit vor allem unter jenen vielen Kommunalpolitikern, die beim Mitgliederentscheid besonders für Wolf trommelten. Viel zu bemüht und zu unkonkret sei die Performance, findet ein früherer Landratskollege mit CDU-Parteibuch und beklagt die "noch unpräzisen Aussagen" dazu, woher er das Geld für seine Pläne nehmen wolle, würde er tatsächlich zehnter Ministerpräsident. Lauter Leerstellen, sobald es um Durchrechnung und Finanzierung geht, beim Straßenbau und im öffentlichen Personennahverkehr, der besseren Beamtenbesoldung, der Umstrukturierung der Flüchtlingspolitik samt Personalaufstocken in den Unterkünften oder der Förderung konventionell arbeitender Bauernfamilien.

Apropos Agrarier: Auf dem jüngsten Bauerntag in Fellbach wollte Wolf bei der eigenen Klientel punkten mit dem Vorwurf, die Landesregierung betreibe einen "Ökodirigismus", der das "Selbstverständnis der klassischen Landwirtschaft in Baden-Württemberg voll infrage stellt". Natürlich weiß er um die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und des Bundesagrarministeriums, die auch für den Südwesten etwa eine Verdoppelung der ökologisch bewirtschaften Flächen vorsieht, und natürlich weiß er um die Umstellung der Förderpolitik in Brüssel. Aber was tut's, der Ohrwurm von der Bevormundung ist zu verlockend.

Trotzig hält Wolf an populistischen Forderungen fest

Auf konkrete (Nach-)Fragen antwortete er fast immer eher wolkig. Wie ein trotziges Kind, das seine Wünsche nicht erklären, sondern durchsetzen will, hält Wolf an populistischen Forderungen fest, wie der Kürzung des Taschengelds für Asylbewerber. Dafür ist erstens nicht die Landesregierung, sondern der Bundesgesetzgeber zuständig. Und dem sind zweitens nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2012 zur Höhe des Existenzminimums engste Grenzen gesetzt. Obendrein könnte er ja seine Wünsche an die eigenen Parteifreunde herantragen, denn sie führen bekanntlich die Große Koalition im Bund. Aber natürlich ist's schöner, gegen Grün-Rot zu keilen im Land.

Hinter den Kulissen laufen längst die ersten Tests, um die bisherige Wirkung der Taktik herauszufinden. Mit niederschmetterndem Ergebnis: Nach wie vor verzeichnet Kretschmann bundesweit überragende Persönlichkeitswerte, und selbst die CDU-Wählerschaft ist noch immer mehrheitlich mit seiner und mit der Politik der Landesregierung zufrieden. Angesichts solcher Expertenbefunde ist christdemokratische Uneinigkeit über die Schlussfolgerungen ausgebrochen: Tauben stehen gegen Falken.

Letztere wollen schwerere Geschütze auffahren, vorrangig bei den Themen Bildung, Infrastruktur und Gesellschaftspolitik – Wolf plädiert entschieden gegen ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben, weil er sich davon Wählerstimmen verspricht. Kürzlich argumentierte er im Parlament mit salbungsvollen Worten ("Die CDU hat stets das Verbindende über das Trennende gestellt") weniger in der Sache, sondern schielte vor allem auf Umfragen: 71 Prozent der Bevölkerung seien dagegen, "und das sind eben nicht die Ewiggestrigen, das sind junge Menschen, das sind alte Menschen, Menschen, die in Vereinen, Kirchen und Parteien engagiert sind".

"Christsein ist kein Zuckerschlecken", sagt der frühere Richter. Im Projekt "Abgeordnetenbibel" des Evangelischen Rundfunkdienstes hat er sich zur Verdeutlichung dieses Anspruchs an sich selbst Psalm 31 ("Du stellst meine Füße auf weiten Raum") ausgesucht. In ihm sieht der Bewerber einen "Schlüssel zum Verständnis unseres Glaubens": Der weite Raum sei "voller Möglichkeiten, damit aber auch voller Notwendigkeiten, wertende Entscheidungen zu treffen". Es genüge deshalb nicht, Überzeugungen von Gut und Böse, von Falsch und Richtig im Herzen verschlossen herumzutragen: "Wir müssen uns bekennen, also immer wieder neu Zeugnis ablegen durch Tun oder durch Unterlassen." Der Wahlkämpfer Wolf könnte beim Christen Wolf in die Lehre gehen. Viel Zeit bleibt ihm nicht mehr.


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16 Kommentare verfügbar

  • Ulrich Frank
    am 25.07.2015
    @Ernst Hallmackeneder, 24.07.2015 00:06h - Wenn Herr Wolf von der Landesregierung fordert was von dieser, aufgrund institutioneller Regeln, gar nicht gefordert werden kann, und Frau Henkel-Waidhofer darauf hinweist, dann ist das kein tendenziöser Journalismus, noch muß man/frau deshalb ein Parteigänger von Grün-Rot sein.

    Vertreter der CDU pochen ansonsten, z.B. im aktuellen Fall der europäischen Krise, mit Vehemenz auf "Einhaltung von Regeln". Die Zuständigkeiten in Bund und Ländern sind ebenfalls auf der Basis von Regeln konstruiert. Das Ignorieren der Rechtslage durch den CDU-Kandidaten sollte bei DER Rechtsstaats-Partei eigentlich nicht durchgehen.

    Im übrigen gibt Frau Henkel-Waidhofer nur wieder was Stand der Dinge ist, z.B. das derzeitige Beliebtheits-Ranking. Dieses Kriterium der "Beliebtheit" welches mit politischer Leistung kaum etwas zu tun haben muß muß man auch nicht gut finden. Tatsache ist, daß auch die CDU auf dieser Schiene fährt und diesbezügliche PR fährt.

    Sie haben sich da völlig umsonst aufgeregt, Herr Hallmackeneder.
  • Ernst Hallmackeneder
    am 24.07.2015
    Köstlich, gaanz köstlich, mal wieder ein echter "Henkel-Waidhofer".
    Nämlich alles ganz einfach: der Kretsch und der kleine Nils sind die Guten, denn das sind Grüne und Rote, und Grüne und Rote sind per se Tüpen, die allen anderen stets nur Gutes tun wollen (außer für autochthone, weiße und heterosechsuelle Männer, weil die sind allesamt schlimme Untadrücka, also Nazis), der Wolf ist ein Schwarzer und damit ein Böser.
    Toll, wie Frau Henkel-Waidhofer es hinkriegt, das weitestgehende Nichtstun und die Wählerverarsche der Kretschmann-Regierung als Positivum zu verkaufen und die Möglichkeit, daß Wolf irgendetwas tun könnte, als schlimme Gefahr darzustellen. Das alles geschickt verpackt in den Spiegel-Sprech der achtziger Jahre - garniert mit ein paar radfeministischen Bissigkeiten (Wolf "kinderlos" und dann auch noch gegen die "Homo-und Lesbenadoption", was für ein Reaktionär!) - und schon gibt's in der Kontext-Redaktion (und bei großen Teilen der Kommentatoren) das große Schulterklopfen, was für einen starken Investigativ- und Qualitätsjournalismus man produziert.
    Und richtig: das mit dem Nichtstun stimmt nicht ganz. Beispielsweise hat der Winne Hermann nach ganz starkem Nichtstun-Start ("die grüne Chronologie des Nichtstuns" vor der VA, vielleicht erinnert sich mancher Parkschützer noch daran) stark am Was-Tun gearbeitet, war auf einem Fahrrad zu sehen (wie mutig!), und hat jetzt ganz rigorose Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung in Stuttgart für 2017 angekündigt, obwohl diese - schon nach einer Woche - wieder in den Nichtstun-Modus überführt wurden. Ach ja, und der Winne hat den dummen und faulen Juristen in seinem Ministerium mal so richtig gezeigt wo der Hammer hängt, sich eine Rechtsanwältin zum Schnäppchenpreis für noch 400,--€ auf die Stunde als Beraterin geholt (übrigens aus einer Kanzlei, die sich auf ihrer Netzseite ihrer arbeitsrechtlichen Kompetenzen rühmt, Tillup darf raten für welche Seite).
    Ansonsten alles mau und lau, noch nicht mal die eminent wichtigen Themen "Queere Ampeln", "Uni-Sechs-Toiletten" in allen Behörden und Schulen, und Umbenennung von "Studentenwerke" in "Studierendenwerke" wurde angegangen.
    Ob das die hochkritischen Grünen-Wähler honorieren werden?

    Vielleicht sollte man seine Wahlentscheidung daran knüpfen, wer der bessere Katholik ist. Also bitte seitens Kontext mal die Zahl der Gottesdienstbesuche der beiden Kandiaten der letzten 10 Jahre und die Zahl der Beichtgänge recherchieren, ans Werk!

    Einen butterweichen Wolfsbraten verzehrend und auf die Keule wartend, also da wären bespielsweise (bitte zutreffendes ankreuzen, Mehrfachnennungen möglich)
    - die Nazi-Keule
    - die Faschisten-Keule
    - die Sechsisten-Keule
    - die Homphobie-Keule
    - die Hate-Speech-Keule
    - weiß nicht, aber auf jeden Fall ein Reaktionär,
    nehme aber auch gerne die ganz neu kreierte - sozusagen von Kontext-Leser für Kontext-Leser - DKP-Keule an.

    Ihr ergebener Ernst Hallmackeneder
  • By-the-way
    am 23.07.2015
    Die Bildauswahl ist gut gewählt!

    Bei den zwei Land-Volldeppen, die auf dem Bahngleis sitzen, lohnt sich schon offensichtlich keine weitere Investition in Bildung...
    Die werden in ihrer Blödheit sowieso vom nächsten Zug überrollt!

    Bei näherer Betrachtung sieht es aber nach einer stillgelegten Bahnstrecke aus.
    Also sowieso schon abgehängt.
    Und dann aber rumjammern!

    Auf dem nächsten Bild sieht man einen Outdoor-gekleideten Volldeppen, im Maßanzug und mit Krawatte, der offensichtlich von dieser Sportart sehr viel Ahnung hat .-)))

    Das alles spricht für die Kompetenzen dieser Partei und zwar in jeder Beziehung!
  • Bernd Oehler
    am 23.07.2015
    Wolf hin oder her: wenn nach der Wahl weder Schwarz-Gelb noch Grün-Rot eine Mehrheit haben sollten, werden wir einen schleimigen Wettlauf um den Platz im CDU-Regierungsbett erleben. Die unterlegene Partei wird sich hinterher in der Opposition gewaltig aufplustern und total kritisch daherkommen.
    Wer sich dann enttäuscht fühlt, mag sich vergegenwärtigen, dass ja zuvor - Sprache kann so herrlich klar sein - eine Täuschung vorgelegen hatte.
  • By-the-way
    am 23.07.2015
    Kretschmann oder Wolf ?

    Das ist die Wahl zwischen Pest oder Cholera.

    Und mit großer Wahrscheinlichkeit bekommt man sogar BEIDES !
    Schwarz - Grün, darauf hat Herr Kretschmann ja seit seiner Wahl 2011 zielgerichtet hingearbeitet:

    "Der Wandel beginnt"
    "Die neue Politik des Gehörtwerdens"

    Alles dreiste Wahl-Lügen und Wählerbetrug am eigenen Klientel.
    Sorry, mit mir NICHT mehr!

    Ich wähle auch nicht mehr das "kleinere Übel", wie bei der OB-Wahl, Herrn Kuhn.

    Sondern ich wähle überhaupt kein Übel mehr, das ist meine Konsequenz.

    Die einzig wählbare Alternative bei der Landtagswahl 2016 wäre die "Linke".

    Die sollte unbedingt im Landtag vertreten sein, weil sie Mißstände aufdeckt und anprangert.
    In der Opposition, so viel ist ganz sicher!

    Wären die "Linken" in der ReGIERung vertreten, könnte diese Haltung ganz schnell verloren gehen, wie wir aus leidvoller Parteien-System-Erfahrung bereits kennen.

    Und bei der "Alternative" (die keine ist), Kretschmann oder Wolf, gibt es bei mir eine klare Reihenfolge:

    Erst der Verräter und dann der Feind !
  • Gerd
    am 23.07.2015
    Word @M.Stocker
  • Peter Schey
    am 23.07.2015
    Ganz aktuell: Der SWR wollte am 02. März ein Duell der Spitzenkandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten bei der kommenden Landtagswahl senden. Man kann sich darüber streiten, ob ein Herr Rülke von der FDP hierzu eingeladen werden muß - er hatte aber inzwischen angekündigt, diese Teilnahme gerichtlich erstreiten zu wollen.

    Unabhängig davon und von der Frage, wen man neben einem Herrn Rülke noch "vergessen" haben könnte - vielleicht sieht sich bis dahin ja auch irgendjemand von der AfD oder ähnlichem "in seiner Meinungsfreiheit beschnitten" -, wurde die Sendung nun abgesagt. Grund: Der Herr Wolf hat abgesagt ...
  • M.Stocker
    am 22.07.2015
    @Tillup: Das ist immer witzig, wenn die Vater-Mutter-Kind-Ideologen von Bevormundung reden. Stephan Carstensen hat noch nicht mitbekommen, dass seine CDU gerade umschwenkt, siehe Artikel in der letzten 'Sonntag Aktuell', wo beschrieben wird, wie der Kreide-Verbrauch dieser Partei wegen der störrischen städtischen Bevölkerung heftig zunimmt. Die lässt sich nämlich mit dem Bevormundungs-Gedröhn nicht mehr einfangen. Also wird die CDU ganz vorsichtig grün- und buntgewaschen. Denn Umweltpolitik ist nur dann Bevormundung, wenn sie von den Grünen kommt, die CDU wird dadurch zu einem Herold des Fortschritts. Siehe Nationalpark Schwarzwald, die Idee dazu stammt schließlich von einem CDU-Landwirtschaftsminister.

    Wenn Herr Wolf und seine Super-Digitalstrategen vielleicht auch noch zu Kenntnis nehmen würden, dass ganze Landstriche in Baden-Württemberg ohne jegliche DSL-Anbindung sind (und das in der unmittelbaren Nachbarschaft der ländlichen Industriezonen wie Kunzelsau z.B.), und dass dafür Herr Teufel, Öttinger (dewegen jetzt auch EU-Ditschittl Kommissär), und Mappus dafür verantwortlich sind, dann könnte sich die CDU ihr Gezeter gerade sparen.

    Und was meinte der Reimeklempner sonst noch?
    "Die Thermik ist für uns." Da bin ich auch dafür, möge die Thermik mit ihm sein.
    Nichts als heiße Luft, und die möge die CDU weiterhin auf die Oppositionsbänke tragen.
  • Peter Schey
    am 22.07.2015
    Vorab eines: Ich bin enttäuscht von dieser Landesregierung, die ich mitgewählt habe.

    Nun aber zu Guido Wolf. Politik braucht Charaktere. Aber was sehe ich bei Guido Wolf ? Ich möchte es gern an einem harten Musikvergleich aufzeigen. Es gab mal dieses Duo namens "Modern Talking". Dieter Bohlen ist ein Begriff. Der andere hieß Thomas Anders. Erinnert sich noch jemand an diesen Guido ?
  • Tillupp
    am 22.07.2015
    @Stephan Carstensen, 22.07.2015 14:42
    Das Märchen von Bündnis90/Grüner sogenannter "Bevormundungspolitik" kann ich echt nicht mehr hören. Was machten denn die schwarzen Mächtigen anders als Bevormunden. Sie bevormundeten Schüler ins dreigliedrige Schulsystem, bevormundeten Behinderte in Sonderschulen, bevormundeten Homosexuelle nicht füreinander sorgen zu dürfen, reduzierten Mütter zu Hausfrauen, bevormundeten nachfolgende Generationen in dem sie Milliardenschulden Stuttgart 21 abbezahlen müssen und bevormundeten sogar in verfassungswidriger Weise das Parlament beim EN-BW Aktienkauf.
    Es ist nun mal so, dass Gesetze Menschen immer auch einschränken das ist bei Grün/Rot nicht anders als bei Pech-Schwarz.
    Sobald die CDU das sagen hat wird der Nationalpark Nordschwarzwald zurück gebaut, Gigaliner zugelassen, Inklusion durch Mittelkürzung de facto abgeschafft und der ÖPNV zu Gunsten des Individualverkehrs ausgebremst, etc. pp. Das ist auch Bevormundung.
  • Peter Boettel
    am 22.07.2015
    Die CDU kann hierzulande jeden Besenstiel aufstellen, und er wird gewählt, so wird es auch bei der Landtagswahl 2016 laufen, zumal die letzte Wahl schon knapp ausgegangen war und die SPD mal wieder einen Tiefpunkt erlebt. So wird es zu einer schwarz-roten oder schwarz-grünen Koalition kommen.

    Wolf war und bleibt ein oberschwäbischer Landrat. Als Landtagspräsident hat er sehr parteiisch die Sitzungen geleitet. Ausgerechnet bei der Beratung eines Antrags der FDP zum Thema "Gehör finden" (im Zusammenhang mit dem Nationalpark) störten die Abgeordneten von CDU und FDP unentwegt die Rednerin der Grünen, ohne dass Wolf eingeschritten wäre.

    Aber zwischen Wolf und dem Schwiegersohn der Schwarzen Null hatte der CDU-Wähler die Wahl zwischen Pest und Cholera.

    Bei allen Fehlern der jetzigen Landesregierung werden wir uns in einem Jahr nach dem Kabinett Kretschmann-Schmid zurücksehnen.
  • Stephan Carstensen
    am 22.07.2015
    Ich bin eines dieser Mitglieder an der Basis, habe aber bei der letzten Wahl Grüne gewählt. Werde letzteres im kommenden Jahr mit Sicherheit nicht wieder tun. Viele Bekannte von mir denken ähnlich. Zu groß ist die tägliche Provokation der Menschen durch diese Landesregierung. Die Sympathien für den Ministerpräsidenten täuschen eben nicht für 5 Jahre über den wahren Inhalt dieser Regierung hinweg. Was dort zum Teil herrscht ist blinde und oftmals dumpfe Ideologie. Volksbeglückung, typische linksgrüne Bevormundungsphantasie und eine Haltung die Freiheit, Wettbewerb und Erfolg grds. ablehnt.

    Die im Artikel beschriebene schlechte Stimmung kann ich so in keinster Weise erkennen. Es ist ein Jahr bis zur Wahl und auch auf grün-roter Seite sind entsprechende Treffen und Veranstaltungen nicht besser besucht. Aber wie so oft ist eben bei Journalisten der Wunsch Vater des in einen Artikel eingehenden Gedanken.
  • Max
    am 22.07.2015
    Was wohl auch nicht in diesen seriösen Wahlkampf passt ist die alte, aber noch immer aktuelle URL: www.der-wolf-im-revier.de !
  • Petzi
    am 22.07.2015
    Die CDU hat immer schon mit verdehten Wahrheiten und Schmutzkampagnen gewonnen. Legendär ist ja der Wahlslogan: "Freiheit statt Sozialismus" bei der Bundestagswahl 1976, den dann Filbinger für die Landtagswahl übernommen hat.

    Ich fürchte, dass es der Partei mit dem "C" im Namen auch diesmal wieder bei der anstehenden Landtagswahl gelingen wird.
  • Gerd
    am 22.07.2015
    Ich sehs wieder wie bei der OB Wahl: Wenn ich die Wahl zwischen solala-nagut-okay und einer absoluten Vollkatastrophe (Turner) hab, wähl ich solala.
  • Tillupp
    am 22.07.2015
    Die Grünen/B90 können nur zu hoffen, dass viele die in der Vergangenheit CDU gewählt haben an Kretschmann festhalten wollen, denn viele von denen die in der Vergangenheit grün gewählt haben werden es nach Kretschmanns Pragmatismus-Politik wohl nicht mehr tun. Er hat viele Stammwähler enttäuscht. Kein Gesetz für Bevölkerungsbeteiligungen, der faule Asylkompromiss, sein Buhlen um die Industrie und trotz aller Lügen um die S21-Volksabstimmung sein unterirdisches festhalten am Tiefbahnhof. Wolf hofft auf den Überraschungseffekt, dass die Grünen/B90 ihre Wählerschaft nicht voll mobilisieren können während der Rest der Baden-Württemberger einfach aus Gewohnheit ihr Kreuz in der ersten Reihe machen. Aber hätte die Mappus- bzw. Wolf/Strobl-CDU eine bessere Politik in den letzten 4 Jahren gemacht. Bei Volksabstimmungen nicht, bei Flüchtlingspolitik nicht und bei S21 auch nicht. Fazit: Kretschmann bleibt für mich der bessere Kandidat, da weiß man was man hat.

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