KONTEXT Extra:
Ei der Tauss – Staatsanwalt stellt Ermittlungen ein

Wer auf die Krim reist, lebt gefährlich. Das hatte Jörg Tauss im Juli 2017 erfahren, als ihn der Staatsanwalt im badischen Kraichtal mit einem Durchsuchungsbeschluss heimsuchte (Kontext berichtete). Der Grund: Als Vorsitzender der West-Ost-Gesellschaft Baden-Württemberg (WOG) hatte er eine Reise auf die von Russland annektierte Insel organisiert - und gegen den EU-Boykott verstoßen. So sah es zumindest das SPD-geführte Bundeswirtschaftsministerium, das den früheren Genossen mit einer Anzeige überraschte. Die Karlsruher Strafverfolger erkannten einen Anfangsverdacht und rückten wegen "Verstoßes gegen das Außenwirtschaftsgesetz" aus. Jetzt haben sie die Ermittlungen eingestellt. Für den ehemaligen SPD-Generalsekretär Tauss ist die Angelegenheit damit noch nicht erledigt. Von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries will er nach wie vor wissen, wie es zu der Anzeige gekommen ist, mit der Städtepartnerschaften auf der Krim "kriminalisiert" würden. Baden-Baden, Heidelberg und Ludwigsburg pflegen sie. (21.11.2017)


Noch ein Versuch: BI Neckartor vor dem Staatsministerium

Am kommenden Dienstag, den 21. November um 11.45 Uhr, unternimmt die Bürgerinitiative Neckartor einen zweiten Anlauf, der Landesregierung ihre Forderungen zur Umsetzung des gerichtlichen Feinstaub-Vergleichs zu übergeben. Der erste Versuch Anfang Oktober, schriftlich und mit Nachdruck daran zu erinnern, dass sich Grün-schwarz verpflichtet hat, ab dem 1. Januar 2018 bei Feinstaubalarmtagen das Verkehrsaufkommen am Neckartor um 20 Prozent zu reduzieren, war kläglich an den geschlossenen Gittertoren gescheitert. Niemand aus dem Stab von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) fand sich bereit, den Appell entgegenzunehmen.

Peter Erben, der Sprecher der Bürgerinitiative, kritisiert erneut, dass die Landesregierung den im April 2016 geschlossenen Vergleich nicht mehr erfüllen will: "Das bedeutet ja, dass hier versucht wird, die Umsetzung einer rechtskräftigen, vollzugsfähigen gerichtlichen Entscheidung zu verhindern, indem sie in der Sache nicht handelt." Die Verantwortlichen hätten trotz ihrer Selbstverpflichtung fast zwanzig Monate verstreichen lassen, ohne ein entsprechendes Handlungskonzept zu erarbeiten. Die Landesregierung lasse "die betroffenen Menschen in Stuttgart einfach im Stich und drückt sich durch vorsätzlichen Rechtsbruch davor, Verantwortung zu übernehmen".

Die Anwohner versuchen, per Zwangsvollstreckung ihr Recht auf Schutz vor Luftverschmutzung durchzusetzen. "Das ist ein unerträglicher, ja skandalöser Vorgang", sagt Erben. Die Bürgerinitiative Neckartor fordere "daher Ministerpräsident Kretschmann auf, diese unwürdige und verantwortungslose Vorgehensweise unverzüglich zu beenden". Verlangt wird, "die verletzte Rechtstreue unverzüglich wiederherzustellen" und die Verkehrswende in der Landeshauptstadt "unverzüglich einzuleiten".


Kontext beim IMI-Kongress in Tübingen

Heer, Luftwaffe, Marine – das waren bisher die drei Abteilungen der Bundeswehr. Seit diesem Jahr gibt es noch eine vierte: das Kommando Cyber- und Informationsraum. 260 Mitarbeitende sind dort zugange, im nächsten Jahr kommen nochmal 140 dazu. Auch Nato und EU rüsten netztechnisch massiv auf, um sogenannten hybriden Bedrohungen zu begegnen. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Kommunikations- oder Überwachungstechnik, sondern auch um die gezielte Beeinflussung öffentlicher Meinung. Der Cyberspace wird mehr und mehr zum Einsatzgebiet des Militärs, das Internet zum Schlachtfeld um Wahrheiten und Realitäten.

Unter dem Titel "Krieg im Informationsraum" geht die Informationsstelle Militarisierung (IMI) in Tübingen auf ihrem jährlichen Kongress am kommenden Wochenende diesen Themenkomplex an. In Vorträgen und Diskussionen werden Strategien und Akteure vorgestellt und analysiert, es wird um mediale Schieflagen gehen, um Leaks als Instrument der Geopolitik, um Geheimdienste und die Konstruktion von Wirklichkeit, um die Frage, was als "Strategische Kommunikation" bezeichnet wird und was als "Propaganda". Welche Rolle spielen Soziale Medien? Und wer verdient überhaupt am Cyberkrieg?

Die Kontext-Autorin Anna Hunger ist am Sonntag zu Gast auf dem Podium zur Abschlussdiskussion und wird mit Moderatorin Claudia Haydt (Linke), einem Ad-Busting-Aktivisten aus Berlin, dem Politikwissenschaftler und Friedensaktivisten Tobias Pflüger und Pia Masurczak vom Radio Dreyeckland über "Widerstand im Zeitalter von Cyberwar und Strategischer Kommunikation" sprechen.

Kongressauftakt ist am Freitagabend, 17. November, in der Hausbar der Schellingstraße 6 in Tübingen, die beiden Kongresstage Samstag, 18., und Sonntag, 19. November, finden im Schlatterhaus in der Österbergstr. 2 statt. Das Program gibt's unter diesem Link. (15.11.2017)


Veränderungen im Polizeigesetz errungen

Geht doch: Gegen den erklärten Willen von Innenminister Thomas Strobl (CDU) haben sich die beiden Regierungsfraktionen mitten im bereits laufenden Verfahren auf Änderungen im umstrittenen Polizeigesetz verständigt. Wie von den Grünen verlangt, werden einzelne Passagen, etwa zum Einsatz von Staatstrojaner präzisiert. Sogar CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart lobte die "intensive Fließarbeit". Die habe auch die "Handlungsfähigkeit" der Koalition unterstrichen.

Tagelang war hinter den Kulissen gerungen worden, nicht nur zwischen Grünen und CDU oder mit der Opposition, sondern vor allem auch mit dem Innenministerium. Nach einer Expertenanhörung im Landtag, in dem vor allem Verfassungsrechtler und Datenschützer scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf geübt hatten, wollte Strobl alle Änderungen verhindern. Jetzt bleibt dem CDU-Landesvorsitzenden, der das schärfste aller Polizeigesetze bundesweit versprochen hatte, nur, die Verständigung der Regierungsfraktion zur Kenntnis zu nehmen. "Entscheidend für mich ist, dass das keine Änderungen an der Substanz des Gesetzes gibt", sagt der Innenminister jetzt.

Eine Einschätzung, die allerdings selbst in seiner eigenen Fraktion nicht geteilt wird. Reinhart erläuterte, dass Fristen konkretisiert oder die Einsatzmöglichkeiten durch eine schärfer "Erheblichkeitsschwelle" verändert wurden. Und die Grünen, die das Paket am Dienstag ohne Gegenstimme in der Fraktion passieren ließen, rüsten sich für die nächste Auseinandersetzung. Von Strobl, der bei den Verhandlungen seit dem Frühjahr kein einziges Mal (!) persönlich anwesend war, ist bekannt, dass er zur Terrorabwehr und gegen die Organisierte Kriminalität auch Staatstrojaner zur Online-Durchsuchung von Smartphones oder Rechnern einsetzen will, was der Koalitionspartner strikt ablehnt. (14.11.2017)


Kampf gegen "reaktionäre Bildungskreise"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stemmt sich gegen die schleichende Rückabwicklung der gut 300 Gemeinschaftsschulen im Land. Die wird von der CDU vorangetrieben und von den Grünen, bekanntlich der größere Regierungspartner, praktisch kampflos hingenommen. Die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz hat auf einer Tagung am Wochenende in Stuttgart dagegen daran erinnert, dass Gemeinschaftsschulen noch immer eine Schulart im Aufbau sei, deren "Akzeptanz bei den Eltern", aber auch deren "Qualität und die pädagogische Attraktivität in den vergangenen fünf Jahren von Jahr zu Jahr gewachsen ist".

CDU-Bildungspolitiker versuchen seit Schuljahresbeginn, den Niedergang zu belegen. Etwa mit dem Argument, dass die Hälfte der bestehenden Standorte heute nicht mehr genehmigt würde, weil es zu wenig Schüler und Schülerinnen gibt. Moritz verlangte vor gut hundert Lehrkräften aus dem ganzen Land eine bessere Bezahlung der Lehrkräfte und mehr Leitungsstellen, weil keine andere weiterführende Schulart "vergleichbar anspruchsvolle Aufgaben von Inklusion bis Begabtenförderung zu bewältigen hat". Mitveranstalter des Fachtags war das Fritz-Erler-Forum der Friedrich-Ebert-Stiftung in Baden-Württemberg, das eine ganze Reihe von bildungspolitischen Veranstaltungen plant. Denn noch immer ist der Südwest bundesweit Schlusslicht in allen Vergleichen zum Bildungsaufstieg: In keinem anderen Land ist der Schulerfolg der Kinder derart stark abhängig vom sozialen Status der Eltern. Auch um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hatten Grüne und SPD 2012 die neuen Formen des längeren gemeinsamen Lernens etabliert.

Der Verein für Gemeinschaftsschulen e.V., der für sich in Anspruch "100.000 Müttern und Vätern im Land eine Stimme zu geben", beklagt, dass "während sich an den Schulen der Starterjahrgang auf seinen Realschulabschluss vorbereitet und die erste Oberstufen aufgebaut werden", in Öffentlichkeit und Politik abermals eine "erbitterte Debatte" tobe. "Statt die Herausforderung anzunehmen, die Jugend von heute auf die Herausforderungen von morgen vorzubereiten, schwelgt man lieber in einer verklärten Feuerzangenbowlen-Romantik", sagt der Vorsitzende des Vereins Matthias Wagner-Uhl, der selber Gemeinschaftsschulrektor ist. Unter weiter: "Reaktionäre Bildungskreise werden nicht müde, stumpfe Reflexe zu bedienen."


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1902, als Pleuer dieses Bild malte, fuhren Züge der Gäubahn seit zwei Jahren bis nach Zürich. Die Nordbahnhofsiedlung, hinten, war nach acht Jahren Bauzeit schon recht weit gediehen.

1902, als Pleuer dieses Bild malte, fuhren Züge der Gäubahn seit zwei Jahren bis nach Zürich. Die Nordbahnhofsiedlung, hinten, war nach acht Jahren Bauzeit schon recht weit gediehen.

Eisenbahnromantik: Die Geliebte bringt dem Eisenbahner zum Abschied einen Picknickkorb. Um 1897 wandelte sich der Mondscheinmaler Pleuer zum Eisenbahnmaler.

Eisenbahnromantik: Die Geliebte bringt dem Eisenbahner zum Abschied einen Picknickkorb. Um 1897 wandelte sich der Mondscheinmaler Pleuer zum Eisenbahnmaler.

Bei jedem Wetter, auch bei Schnee und Eis, war der Pleuer mit seiner Staffelei unterwegs. Hier für "Schnee", 1899. Mehr seiner Werke gibt es per Klick aufs Bild zu sehen.

Bei jedem Wetter, auch bei Schnee und Eis, war der Pleuer mit seiner Staffelei unterwegs. Hier für "Schnee", 1899. Mehr seiner Werke gibt es per Klick aufs Bild zu sehen.

"Was soll denn das darstellen?", fragten sich viele Zeitgenossen, wenn sie Gemälde sahen wie "Dampf", 1897.

"Was soll denn das darstellen?", fragten sich viele Zeitgenossen, wenn sie Gemälde sahen wie "Dampf", 1897.

Auf diesem Steg war der Maler oft mit seiner Staffelei zu sehen. "Fußgängersteg Postdörfle", 1900

Auf diesem Steg war der Maler oft mit seiner Staffelei zu sehen. "Fußgängersteg Postdörfle", 1900

Das war der Blick, der sich von dort aus auf den Bahnhof bot. "Hauptbahnhof", 1906.

Das war der Blick, der sich von dort aus auf den Bahnhof bot. "Hauptbahnhof", 1906.

Er interessierte sich auch für die Arbeitswelt, hier vermutlich in der Wagenhalle am inneren Nordbahnhof. "Räder-Reperatur", 1905.

Er interessierte sich auch für die Arbeitswelt, hier vermutlich in der Wagenhalle am inneren Nordbahnhof. "Räder-Reperatur", 1905.

Auch die mondäne Welt des alten Stuttgarter Hauptbahnhofs hielt Pleuer in seinen Gemälden fest. "Bahnsteig 1", 1905

Auch die mondäne Welt des alten Stuttgarter Hauptbahnhofs hielt Pleuer in seinen Gemälden fest. "Bahnsteig 1", 1905

Ausgabe 323
Kultur

Der Eisenbahnmaler

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 07.06.2017
Die Welt der ein- und ausfahrenden Züge zu malen, das war ein Lieblingsmotiv von Herrmann Pleuer, noch vor dem großen Umbau des Stuttgarter Bahnhofs vor 100 Jahren. Seine Liebe zur Eisenbahn ging so weit, dass er die Tochter eines Eisenbahnschaffners heiratete. Der Künstler gehört zu den Pionieren des Impressionismus in Deutschland. In unserer Schaubühne zeigen wir eine Auswahl seiner Werke.

Die Entwicklung des Automobils steckte noch in den Kinderschuhen, als Hermann Pleuer die Eisenbahn im Bild festzuhalten begann. Die wenigen Kraftfahrzeuge, die es gab, waren Kutschen ohne Pferde mit knatternden Benzinmotoren, die auf eisenbeschlagenen Holzrädern ihren Weg durch die Schotterpisten suchten oder auf Vollgummireifen über die Straßen hüpften. Die Eisenbahn hingegen hatte das Bild der Städte und Landschaften bereits von Grund auf verändert. Die Württembergische Staatsbahn war Arbeitgeber Nummer eins, die Maschinenfabrik Esslingen, die Lokomotiven und Waggons herstellte, der führende Industriebetrieb im Land.

Pleuer war Sohn eines Goldwarenfabrikanten aus Schwäbisch Gmünd. Zuerst studierte er Ziselieren, die filigrane Bearbeitung von Metall mit Hammer und Punze, an der Stuttgarter Kunstgewerbeschule, bevor er an die Kunstakademie wechselte, die damals nur noch nicht so hieß. "Sie tun mir leid, Herr Pleuer, dass Sie einen solchen Schmierer zum Sohn haben", soll der Lehrer Karl Häberlin zu seinem Vater gesagt haben. Sohn Hermann war für das Goldschmiedehandwerk verloren. Er ging nach München und wurde mit Otto Reiniger, der aus Stuttgart kam und ebenfalls in München studiert hatte, zu einem der ersten Maler, die sich dem Impressionismus zuwandten: in Deutschland damals noch Neuland.

Zuerst skizzierte Pleuer die Geometrie der Einfahrtsgleise des alten Bahnhofs mit Bleistift...
Zuerst skizzierte Pleuer die Geometrie der Einfahrtsgleise des alten Bahnhofs mit Bleistift ...

Frauenakte im Mondlicht gehörten zu Pleuers ersten aufsehenerregenden Bildern – und wurden auf einer Ausstellung im Münchner Glaspalast prompt abgehängt. Dann, um 1896, begann er sich für die Eisenbahn zu interessieren. Sie wurde von da an sein bevorzugtes Sujet, fünfzehn Jahre lang malte er die Welt der ein- und ausfahrenden Züge, noch vor dem Umbau des Stuttgarter Bahnhofs vor 100 Jahren. Bei jedem Wetter konnte man Pleuer mit seiner Staffelei auf dem schmalen Fußgängersteg stehen sehen, der vom Postdörfle aus über die Bahngleise führte. Seine Liebe zur Eisenbahn ging so weit, dass er 1901 die Tochter eines Eisenbahnschaffners heiratete.

Sehr viel Erfolg hatte Pleuer mit seiner Malerei nicht. Die Zeitgenossen waren gewöhnt an die Historienmalerei, an große Ereignisse der religiösen und vaterländischen Geschichte. Sie wollten nicht einsehen, warum sich die hohe Kunst mit so profanen Dingen wie Dampfrössern abgab - oder im Fall Reinigers mit Lichtspiegelungen im Wasser des Feuerbachs. Zwei Adlige interessierten sich dafür umso mehr für Pleuers Darstellungen der Industrie- und Arbeitswelt: Freiherr Franz von König-Fachsenfeld und Silvio della Valle di Casanova.

… bevor er Lichtstimmungen und Dampfwolken im Ölgemälde festhielt.
… bevor er Lichtstimmungen und Dampfwolken im Ölgemälde festhielt. "Hbf Sonnenschein", 1906.

Auf Schloss Fachsenfeld bei Aalen befindet sich bis heute die wichtigste Sammlung der Werke Pleuers. Der neapolitanische Markgraf di Casanova wiederum, der zu einem Musikstudium nach Stuttgart gekommen war, hinterließ bei seiner Abreise 1924 seine Kollektion mit Werken Pleuers und Reinigers der Stadt. Seitdem besitzt Stuttgart eine Kunstsammlung, die zunächst in der Villa Berg ausgestellt war, dann von 1961 an im Kunstgebäude am Schlossplatz, bevor daraus 2005 das Kunstmuseum wurde.

Pleuer war nach Adolf Menzel, dessen "Eisenwalzwerk" als erste Fabrikdarstellung gilt, der erste Maler in Deutschland, der die moderne Industriewelt zum Gegenstand seiner Bilder machte. Dies wurde durchaus bemerkt, allerdings nicht immer befürwortet. "Statt Ruhe, Stille, Schönheit, Märchen, Licht, Phantasie – ein ewig-ernstes Mahnen an Arbeit, Kampf, Sorgen, Sozialpolitik in der Kunst", schrieb der Münchner Kunstschriftsteller Georg Jacob Wolf, "das ist nicht gut, das widerspricht dem Wesen der Kunst." Ganz anders urteilte der Kunsthistoriker Ernst Gosebruch. Anlässlich einer Ausstellung 1911, kurz nach Pleuers Tod, hielt er fest: "Man muss sagen, dass das Industriebild impressionistischen Stiles von ihm geschaffen worden ist."


Info:

Alle Bilder in unserer Schaubühne sind Scans aus dem Katalog "Pleuer und die Eisenbahn, Aalen 1978." Mit Ausnahme von "Ausfahrender Zug 1902" (Folkwang Museum in Essen), "Bahnsteig 1 1905" (Staatsgalerie Stuttgart), "Hbf Sonnenschein 1906" (Staatsgalerie Stuttgart) und "Hauptbahnhof 1906" (Kunstmuseum Stuttgart) befinden sich alle gezeigten Werke im Original auf Schloss Fachsenfeld bei Aalen. Dort ist die Pleuer-Sammlung samstags von 13 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu besichtigen.


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