Mit Klick auf das Bild geht es zur Fotostrecke.

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Die Wagenhalle ist abgedeckt.

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Gabriela Oberkofler hat an ihrer Rosensteinalm noch einiges zu beackern.

Gabriela Oberkofler hat an ihrer Rosensteinalm noch einiges zu beackern.

Primeln stehen vor der Rosensteinalm bereit.

Primeln stehen vor der Rosensteinalm bereit.

Götterbaum, Bergahorn, Blauglocke und Schnurbaum prüfen Hannes Schwertfeger und Oliver Storz vom Büro Baubotanik auf ihre Eignung zum Bauen mit lebenden Pflanzen.

Götterbaum, Bergahorn, Blauglocke und Schnurbaum prüfen Hannes Schwertfeger und Oliver Storz vom Büro Baubotanik auf ihre Eignung zum Bauen mit lebenden Pflanzen.

Hoch hinaus: Performance-Künstler Pablo Wendel haust auf seinem selbst gebauten Mast.

Hoch hinaus: Performance-Künstler Pablo Wendel haust auf seinem selbst gebauten Mast.

Feldküche: Verzehr auf eigene Gefahr.

Feldküche: Verzehr auf eigene Gefahr.

Der Straßenzustand lässt noch zu wünschen übrig, aber die Tulpen stehen in voller Blüte.

Der Straßenzustand lässt noch zu wünschen übrig, aber die Tulpen stehen in voller Blüte.

Kreative Wildnis: Tierskulptur von Thomas Putze.

Kreative Wildnis: Tierskulptur von Thomas Putze.

Container-Werkstatt des Vereins Fahrräder für Afrika.

Container-Werkstatt des Vereins Fahrräder für Afrika.

Den Eisenbahnwaggon nutzt das Theaterprojekt Stuttgart 22.

Den Eisenbahnwaggon nutzt das Theaterprojekt Stuttgart 22.

Anja Koch, Organisatorin des Projektraums TAUT, und Kunstvereins-Vorstand Robin Bischoff warten auf Gäste.

Anja Koch, Organisatorin des Projektraums TAUT, und Kunstvereins-Vorstand Robin Bischoff warten auf Gäste.

Moritz Finkbeiner bereitet den Boden für das Konzert des Lo Fat Orchestra in seinem Konzertraum Neue Schachtel.

Moritz Finkbeiner bereitet den Boden für das Konzert des Lo Fat Orchestra in seinem Konzertraum Neue Schachtel.

Kunststrom-Straßenlampen von Pablo Wendel aus Hochspannungs-Isolatoren.

Kunststrom-Straßenlampen von Pablo Wendel aus Hochspannungs-Isolatoren.

Wenn es Nacht wird und die Lichter angehen, setzen sich die Neonröhren von einem bestimmten Standpunkt aus zum Schriftzug "TAUT" zusammen.

Wenn es Nacht wird und die Lichter angehen, setzen sich die Neonröhren von einem bestimmten Standpunkt aus zum Schriftzug "TAUT" zusammen.

Unvergessliche Momente.

Unvergessliche Momente.

Ausgabe 318
Schaubühne

Willkommen in Container-City

Von Dietrich Heißenbüttel
Fotos: Joachim E. Röttgers
Datum: 03.05.2017
Jahrelang schwelte die Diskussion um die Sanierung von Stuttgarts Kunst- und Kreativareal Wagenhalle. Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange. Die KünstlerInnen sind solange in Container vor dem Gebäude umgezogen und haben sich eine richtige kleine Stadt gebaut. Am Samstag ist Eröffnung.

Der Lehm sammelt sich unter den Schuhen zu immer größeren Klumpen. Wo einmal die Schafe von Gabriela Oberkoflers Rosensteinalm weiden sollen, ist das Gras noch nicht gewachsen. Zehn Tage vor der Eröffnung der Container-City im Stuttgarter Norden fällt es schwer, sich vorzustellen, dass hier am 6. Mai ein großes Fest stattfinden soll. Die Internet-Wetterfrösche prognostizieren wahlweise strahlenden Sonnenschein oder 2 bis 5 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im Moment versuchen die Künstler noch mit dem Matsch fertig zu werden. Sie haben Beton geschreddert und verteilen den Splitt auf den Wegen. Der eine fährt mit dem Vorderlader herum, der andere greift zum Rechen. Eine Vibrationsmaschine stampf laut den Kies fest, in den schon das nächste Straßenfahrzeug wieder tiefe Spuren gräbt. Ein Kampf mit Windmühlenflügeln – dabei ist noch so viel zu tun.

Gibts nur an der Wagenhalle: ein Kulturschutzgebiet.
Gibt‘s nur an der Wagenhalle: ein Kulturschutzgebiet.

Zum Jahreswechsel sind die Künstler und Künstlerinnenn aus der Wagenhalle ausgezogen: termingerecht, zum Erstaunen der Stadt. Fast ein Jahr lang hatten sie den Umzug vorbereitet. Der Recycling-Unternehmer Karle hat zehn Container als Interimsquartier gestiftet, die Stadt sorgt für Strom- und Wasseranschlüsse. Bei der Vermessung des Geländes half die nahe gelegene Steinbeis-Schule. Aaron Schirrmann und Aida Nejad, Architekturstudenten an der Kunstakademie, haben die Planungen für das Containerdorf koordiniert. Eine Bauschule mit rund 60 Beteiligten hat im August eine Werkstatt eingerichtet und eine Reihe nützlicher Details konstruiert, von der "Oase" zum Chillen bis zu Aufhängungen für Regale, Lampen und Sitzbänke.

Fast alles haben die Künstler selber gemacht. Und so gibt es neben schlichten Standard-Containern auch individuelle und hochprofessionelle Lösungen wie das zweigeschossige Büro, das Lukasz Lendzinski und Peter Weigand einfach aus der Wagenhalle ins Freie geschafft haben. Ihrem Büronamen, Studio "umschichten", haben sie dabei alle Ehre gemacht. Im Mittelpunkt stehen die blauen Container des zentralen Informations- und Veranstaltungsraums TAUT (Temporary Artist Utopia Tool).

Um 14 Uhr soll es am 6. Mai losgehen. Jean-Baptiste Joly, der Direktor der Akademie Schloss Solitude, eröffnet einen Minigolf-Parcours, der dazu da ist, die Besucher in die verschiedenen Ateliers zu locken. Mehr als zwanzig Künstlerinnnen und Künstler stellen sich vor: eine echte Gelegenheit, sie und ihre Arbeit kennenzulernen.

 

Das komplette Programm gibt es unter diesem Link.


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