Die Wagenhallen: Stuttgarter Künstlerdorf und Heimat für Buntes, Verrücktes und Kreatives. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 191
Kultur

Die Wagenhallen als sozialer Marktplatz

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 26.11.2014
Ein ominöses Brandschutzgutachten sorgt für Empörung: Während der Veranstaltungen des Kulturbetriebs sollen die Künstler ihre Ateliers in den Wagenhallen räumen. Nun haben sie ein Konzept erarbeitet – als Grundlage für Verhandlungen mit der Stadt und dem Kulturbetrieb.

Zum ersten Mal hochgekocht ist die Diskussion Ende Oktober. Intern war seit Sommer 2014 bekannt, dass das Hochbauamt ein Brandschutzgutachten in Auftrag gegeben hatte. Beim selben Büro, das im Frühjahr 2013 den Fernsehturm untersucht hatte. Im Nachhinein will es keiner gewesen sein. Denn wenn schon eine Stahlbetonkonstruktion als nicht feuerfest eingestuft wird: wie hätte da ein alter Bahnschuppen die Bestimmungen erfüllen können? Um eine sofortige Schließung zu verhindern, wurde das Thema vertraulich behandelt. Dann aber hieß es, dem Kunstverein bleibe keine Wahl, als einem "Kompromiss" zuzustimmen: Während der Veranstaltungen des Kulturbetriebs müssen die Künstler ihre Ateliers räumen.

Vom Damoklesschwert einer kompletten Schließung bedroht, stimmte der Vereinsvorstand zu. Doch die Künstler, die ihre Ateliers in den Hallen haben, konnten diesen Kompromiss, zu dem sie nie gefragt worden waren, nicht einfach hinnehmen. Rund 200 Veranstaltungen finden jährlich in der Halle statt. Nach der bisherigen Regelung soll der Kulturbetrieb Wagenhallen den Veranstaltungsort bis zu zehn Prozent der Zeit nutzen können: Das sind 876 Stunden im Jahr oder knapp zweieinhalb Stunden pro Tag. Naturgemäß handelt es sich vorwiegend um die Abendstunden. Aber auch Künstler arbeiten nicht immer nur tagsüber und gehen dann nachmittags nach Hause.

"Wir haben alle unsere Verpflichtungen", sagt Lukasz Lendzinski und widerspricht damit dem Klischee des Künstler-Bohemiens: "Verträge, die eingehalten werden müssen." Der Architekt betreibt mit seinem Partner Peter Weigand das Büro "umschichten", in dem derzeit, drei Praktikanten eingerechnet, sechs Personen arbeiten. Sie entwerfen keine Neubauten, sondern arbeiten an der Transformation des Bestehenden. 2008 erstellten sie neben den Wagenhallen eine 600 Quadratmeter große, gelbe Plattform mit Swimmingpool, als Podium für Diskussionen und Zwischennutzung. 2010 gewannen sie den ersten Preis des Spontan-Architektur-Festivals "72 Hour Urban Action" der Bat-Yam-Biennale in Israel. 2012 kam das Festival nach Stuttgart.

Aus 750 Bewerbern wurden zehn Teams gebildet, die innerhalb von 72 Stunden in beiden Hälften des Nordbahnhofviertels – dem Inneren Nordbahnhof um die Wagenhallen und dem Wohngebiet jenseits der Nordbahnhofstraße – bestimmte Aufgaben lösen mussten. 2014 waren Weigand und Lendzinski unter anderem mit der Installation und Mitmachaktion "Opelation" anlässlich der Schließung des dortigen Opel-Werks am Bochumer Festival "This Is Not Detroit" beteiligt.

70 bis 80 Künstler, je nach Zählweise, arbeiten auf dem Wagenhallenareal einschließlich der beiden Nebengebäude und der zehn verbliebenen Eisenbahnwaggons. Viele sind Absolventen der Stuttgarter Kunstakademie. Lisa Biedlingmaier stellt derzeit im georgischen Nationalmuseum in Tiflis aus. Susa Reinhardt ist in der aktuellen Ausstellung der Daimler-Kunstsammlung in der Möhringer Firmenzentrale vertreten. Robert Steng hat es bereits in die Sammlung des Stuttgarter Kunstmuseums geschafft, Thomas Putze in die der Staatsgalerie. Pia Maria Martin und Gabriele Oberkofler hatten im vergangenen Jahr Einzelausstellungen in Saarbrücken, Erstere erhielt 2013 auch den Kulturförderpreis der Baden-Württemberg Stiftung und ist seit Kurzem Professorin für Videokunst in der Villa Arson in Nizza.

Auch andere Kunstrichtungen sind vertreten. Hier probt das O-Team, eine siebenköpfige Theatertruppe, die in diesem Jahr schon zwei Produktionen im Theater Rampe auf die Bühne gestellt hat. Der Dramaturg Jonas Zipf, neuerdings Schauspieldirektor des Darmstädter Staatstheaters, ist 2007 mit der großen Produktion "Hermannschlachten" bekannt geworden, die das Wagenhallenareal selbstironisch als "Teutoburg" inszenierte, umgeben von Römern in Analogie zu einem kleinen gallischen Dorf. Moritz Finkbeiner hat die Konzerte des Vereins "Für Flüssigkeiten und Schwingungen" vom Eisenbahnwagen in die "Rakete" im Theater Rampe verlegt. Doch er ist auch selbst Musiker und muss proben, ebenso wie Levin Stadler, der auch als Grafikdesigner arbeitet, aber als Musiker unter dem Namen "Levin Goes Lightly" im Moment ziemlich gefragt ist.

Künstler brauchen die Hallen als Arbeitsraum, stellen jedoch anderswo aus. So kommt es, dass wenig bekannt ist, was auf dem Gelände alles entsteht. Manche wie Sylvia Winkler und Stephan Köperl sind weltweit unterwegs. Allein in diesem Jahr waren sie mehrere Monate in Indonesien und an Ausstellungen in Hongkong, Bukarest, Brünn, Taipei und Incheon in Südkorea beteiligt. Robin Bischoff, neuerdings einer der aktivsten im Vorstand des Vereins, ist derzeit nicht zu sprechen. Er ist mit der Künstlerin Anja Koch in Südafrika unterwegs. Schon bevor jetzt die angespannte Situation entstand, haben sich beide Gedanken um die Zukunft des Geländes gemacht. Um vermehrt an die Öffentlichkeit zu treten, wurde im Juli der Bereich vor den Toren zum "Kunstboulevard" deklariert, eröffnet von Birgit Schneider-Bönninger, der Leiterin des Kulturamts. Als Nächstes plant die sechsköpfige "Arbeitszelle Zukunft" (AZZ) eine "Future Box", bestehend aus zwei übereinandergetürmten roten Containern, die, ein wenig in der Tradition der Infobox am Potsdamer Platz in Berlin, über Baugeschehen und künstlerische Aktivitäten informieren, aber auch als Ausweichquartier dienen soll.

Anja Koch hat derweil ein Zukunftskonzept entwickelt, das nun als Grundlage für die Verhandlungen mit der Stadt und dem Kulturbetrieb dienen kann. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Künstler zumeist Tageslicht benötigen, ihre Ateliers also an den Außenwänden der Hallen angeordnet sein sollten, während sich der Veranstaltungssaal als große zusammenhängende Fläche auch im Inneren befinden kann. Die Ateliers sollen vom Kunstverein verwaltet und vermietet werden. Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Nutzer in die Planung einbeziehen zu können, ist ein regelmäßiger Austausch nötig. Stärker als bisher sind dabei auch die Künstler gefordert, sich zu organisieren, nach außen zu treten und verlässliche Ansprechpartner zu stellen. Mit der Neuorganisation des Vereins, der Zukunftsbox und der Arbeitszelle ist dieser Prozess schon ein gutes Stück vorangekommen. Was fehlt, ist ein Raum. Der einzige etwas größere Raum, der den Künstlern als Versammlungs- und Ausstellungsraum dienen kann, durfte auch bisher nur eingeschränkt genutzt werden. Daneben gibt es nur noch die kleine Galerie "Hausgeburt" in einem der Nebengebäude.

"Die Wagenhallen als sozialer Marktplatz im neuen Rosensteinviertel": Auch dies steht in Kochs Papier als Zielsetzung. In der Tat hat das bestehende Nordbahnhofviertel kein Zentrum. Die Wagenhallen als Kulturstandort mit den beiden Standbeinen Produktion und Veranstaltungen könnte diese Funktion übernehmen. Nötig wäre ein ausreichend großer, öffentlich zugänglicher Raum. Wenn sich Wohnquartier und Kulturareal aufeinanderzubewegen, hilft dies allen Beteiligten. Mit der 72 Hour Urban Action wurde ein Anfang gemacht. Von den damals erstellten, zumeist hölzernen Konstruktionen auf den Straßen und Schulhöfen, in den Hofdurchgängen und Hinterhöfen des Viertels ist zwar wenig geblieben. Aber die Kontakte sind geknüpft.

In einem neuen Projekt, das bereits weite Kreise gezogen hat, wollen die Architekten Lukas Lendzinski und Peter Weigand hier anknüpfen. Es begann mit einem Austausch. Im Dezember 2013 besuchten Lendzinski, Weigand, Winkler und Köperl das Israeli Center for Digital Art in Holon, das einen ähnlichen Dialog mit dem benachbarten Viertel Jessy Cohen Neighbourhood pflegt. Im Frühjahr 2014 folgte ein Gegenbesuch. Seither wurde das Gespräch online fortgesetzt. Geplant ist, im kommenden Jahr nacheinander an drei Orten des Quartiers einen Container aufzustellen, der als Treffpunkt, Ort des Austauschs und der Entwicklung künstlerischer Ideen für das Wohnviertel dienen soll.

Dies alles war bereits geplant, als die "Stuttgarter Zeitung" am 17. November titelte: "Die Wagenhallen stehen auf der Kippe." Ohne Angabe von Quellen hieß es, für die vom Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossene, aber entgegen den Plänen noch gar nicht begonnene Sanierung der Hallen reichten die bewilligten 5,5 Millionen Euro nicht aus: 20 bis 25 seien nötig. Gesprochen hatten die beiden Journalisten mit dem CDU-Stadtrat Jürgen Sauer, Bürgermeister Michael Föll, Stefan Mellmann und Thorsten Gutbrod vom Kulturbetrieb Wagenhalle sowie einem "Kenner der Materie, der angesichts der angespannten Situation anonym bleiben will". Künstler kamen nicht zu Wort, wurden aber für die Misere verantwortlich gemacht.

Die Reaktion kam prompt: Noch am selben Tag verfassten die Leiter einiger der wichtigsten Kulturinstitutionen der Stadt – Kunstmuseum, Kunstakademie, Theater Rampe und diverse andere – einen Brief an den Oberbürgermeister. Die Kulturbürgermeisterin Susanne Eisenmann bekannte, sie halte eine Schließung für "völlig undenkbar" und ein "kulturpolitisches Desaster". Auch der Kunstverein Wagenhalle bezog Stellung. Am vergangenen Freitag trafen sich seine Vertreter mit den kulturpolitischen Sprechern der Gemeinderatsfraktionen.

Das Ergebnis: Alle Parteien halten am "Zwei-Säulen-Modell" fest, das bedeutet, die Wagenhalle wird weiterhin zu gleichen Teilen von Künstlern und Kulturbetrieb genutzt. Unternehmer Jürgen Karle, der die Wagenhalle von der Stadt gemietet hat und an Künstler und Kulturbetrieb weitervermietet, stiftet sechs Container. Beabsichtigt ist – so die Formulierung, die allen Beteiligten erlaubt, das Gesicht zu wahren – die "Weiterentwicklung des bestehenden Kompromisses." Die Gespräche haben begonnen. Für den 4. Dezember 2014 ist eine Pressekonferenz im Württembergischen Kunstverein geplant.


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10 Kommentare verfügbar

  • Kornelia
    am 02.12.2014
    @Jupp: "Es ist der Wandel der in einer Metropole Freiraum für die Kreativität schafft. Nicht der Stillstand."
    Ich behaupte mittlerweile diejenigen die diesen Stillstandssatz dauernd sagen haben unglaubliche Angst vorm tod und müssen deswegen das Hamsterrad dauernd am Laufen halten. denn er ist so unwahr und unlogisch wie schräg! Wird aber gern von "kauft-kauft"-Märkten gesponsert!!!

    DER Massen-Ghetto-Wandel schafft in den meisten Metropolen leider nur mainstream-Kreativität!
    Überall zu beobachten, denn dieser Wandel bedeutet hohe Mieten, chic-Stil, VIP-Service! und da ist DIE Kreativität schon längst erstickt - vor lauter "IN" sein!
    Denn die Stadt-Heuschrecken sind innerlich ziemlich hohl, so meine Beobachtung!
  • Stephan Becker
    am 30.11.2014
    @Jupp

    Da Sie immer so auf Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen bemüht sind: Wie wäre es mit einem Kompromiss?

    Die Wagenhallen werden entsprechend einem verbesserten Brandschutz umgebaut und Stuttgart 21 wird aufgrund mangelhaften Brandschutzes im Tiefbahnhof und in den Tunneln gestoppt und stattdessen das wesentlich bessere und in vielerlei Hinsicht sicherere Projekt K21 verwirklicht. Dann bliebe auf den diversen Brachflächen in Stuttgart noch genügend Platz für eine kreative Subkultur. Das wäre doch eine gute Idee, oder?
    Der große Verlierer wäre aber der Gastrobetreiber in den jetzigen Hallen. Mit dem Umbau wäre der Magnet Künstlerbetrieb dann weg und seine Miete würde wahrscheinlich deutlich steigen.
  • anonymer Künstler
    am 29.11.2014
    ... die Einnahmen des Gastro Betriebes gehen nur in die eigene Tasche. Sie zahlen einen qm Preis von 1,50, die Künstler zahlen 2 - 4 Euro.
  • Schwabe
    am 29.11.2014
    Ich kann Kornelia nur zustimmen.

    Dazu kommt meines Erachtens noch, dass der Brandschutz nur deshalb in den Vordergrund rückt, weil es die "städtischen Heuschrecken" (wie Kornelia sagt) mittlerweile chic und lukrativ finden "bei den Chaoten einen Event zu machen" und sich nun Menschenmassen dort aufhalten. Ansonsten hat der Brandschutz bisher doch niemanden wirklich interessiert - wegen der paar Chaoten.
    Außerdem ist der brandschutztechnische Grund für die drohende Schließung der Wagenhallen nicht mit denen des Fernsehturms zu vergleichen. Meines Erachtens gibt es in den Wagenhallen keinen ausreichenden Feuerwiderstand der Bausubstanz (F0 sozusagen). Beim Fernsehturm ging bzw. geht es um nicht gesicherte Fluchtwege (Brandlast im Fluchtraum/Treppenhaus). Der Stahlbeton spielt dabei keine Rolle, dieser bietet genug Feuerwiderstand.

    Abschließend möchte ich noch anmerken, dass auch hier, bei der Vermietung der Wagenhallen, ersichtlich wird wie die öffentliche Hand einmal mehr versagt wenn es um öffentliche Gelder geht (hier sind es eben (Miet)Einnahmen - über die Verschwendung von Geldern - siehe S21 - wird öfter gesprochen).
    Die Stadt nützt anscheinend das Mietpotential der Wagenhallen nicht in voller Höhe aus. Warum sonst gibt es einen Hauptmieter (eine Art Zwischenhändler) gegenüber der Stadt und Untermieter (Kulturbetrieb/Künstler) die an den Hauptmieter (den Zwischenhändler) zahlen. Ich nehme nicht an, dass der Hauptmieter (Zwischenhändler) dabei miese macht!
    Da die Stadt bzw. die öffentliche Hand als Eigentümerin der Wagenhallen scheinbar das Brandschutzgutachten in Auftrag gegeben hat wird Sie es wohl auch bezahlen müssen. Da kann ich für uns Steuerzahler nur hoffen, dass die sicherlich nicht geringen Mieten für die Veranstaltungen auch auf den Mietzins des Zwischenhändlers Jürgen Karle an die Stadt durchschlagen. Wenn nicht entgeht der Stadt das heißt uns allen viel Geld, welches der Zwischenhändler kassiert!

    Die Verschwendung von öffentlichen Geldern bei der Vermietung der Wagenhallen ist im Vergleich zu PPP oder ÖPP-Projekten jedoch Peanuts. Siehe http://www.nachdenkseiten.de/?p=24109
  • Jupp
    am 28.11.2014
    Ohne S21 hätte es die Wagenhallen nicht gegeben.
    Es ist der Wandel der in einer Metropole Freiraum für die Kreativität schafft. Nicht der Stillstand.
    Und nicht jeder Kreative war damals vor langer Zeit, als es um die Frage S oder K ging für den Erhalt des scheußlichen Gleisfeldes.
  • Kornelia
    am 28.11.2014
    ach @Jupp: den Splitter im eigenen Augen mal wieder nicht sehen, hien?
    guter Widerständler - schlechte Widerständler?
    gute Kreative - schlechte Kreative?
    Hauptsache dem mainstream hinterherlaufen, wenn der sagt, "boah ey toll" dann ist man auch begeistert?

    Gerade der Widerstand um S21 hat den Wagenhallenern enormen Auftrieb und Stabilität gegeben...... Nicht wenige sogenannte Politiker versuchten den Spagatt: den Wagenhallen Moneten, aber den Demonstranten die absolute Härte entgegenzuschleudern....... war ja auch erfolgreich, der Geldsegen Schusters 2010, oder?

    Leider haben nicht wenige aufgrund von Kommerz ihr Gesicht gewendet, gerade der Gastro-Betrieb hat erst durch und mit S21 sowas wie ist "chic bei den Chaoten einen Event zu machen" erfahren.....

    Aber so sind sie die städtischen Heuschrecken. da wo etwas "in" ist stürzen sie sich drauf, grasen alles ab und fliegen dann zur nächsten "location"
  • Jupp
    am 27.11.2014
    "Ein ominöses Brandschutzgutachten..."
    Guter Brandschutz schlechter Brandschutz...
    Wenn Kontext gegen die Wagenhallen wäre hätte es schon viele Artikel gegeben mit den schlimmsten Szenarien. Am Eingang würden Flugblätter verteilt werden "Ersticken oder verbrennen" wie aktuell an der Mahnwache.
    PS: Finde die Wagenhallen super und hoffe dass wir in unserem Land noch in der Lage sind Gebäude zu errichten und Subkultur zu erleben oder auf Türme zu gehen ohne dass die 100%-Sicherheit-Gesetze alles zum Stillstand bringen.
    Aber hier wird dieser Trend ja gerne Instrumentalisiert.
    Brandschutz als Waffe gegen den politischen Feind.
    Solange bis es die eigenen Lieblingslocations trifft.
    Schade.
  • Ingstan
    am 27.11.2014
    Hoffentlich gelingt den Beteiligten ein Kompromiss, der den Künstlern ungestörtes Arbeiten ermöglicht! Dass so adrette CDU-ler wie Sauer und Föll nicht so viel mit den vermeintlich unproduktiven Künstlern anfangen können, ist leider keine Neuigkeit. Siehe Schlossgarten, lieber kein Park und eine Riesenbaustelle als ein paar Zelte mit unrasierten Zeltbewohnern, igitt! Mögen in der besinnlichen Vorweihnachtszeit Milde, Verständnis und Toleranz in die Herzen und Hirne der Verantwortlichen in der Stadt einziehen, das wäre für uns alle wunderbar.
  • FernDerHeimat
    am 27.11.2014
    Kaum will "jemand" in einem Stadtteil Stuttgarts Geld verdienen, schon tauchen die "passenden" Gutachten auf...

    Das läuft wie geschmiert!
  • anonymer Künstler
    am 26.11.2014
    Das "Zwei-Säulen-Modell" wird von den Künstlern der Wagenhalle nicht unterstützt. Es impliziert daß die Gastro und der Kunstverein in Zukunft vielleicht gleich große Teil der Halle bekommen könnten .
    Es handelt sich aber um ein Ungleichgewicht: es befinden sich 72 Künstler und 2 Betreiber der Gastronomie auf dem Gelände. Die Gastro hat sich in den letzten Jahren innerhalb der Halle radikal ausgedeht und hält Flächen besetzt die sie nicht gemietet hat. Sie zahlt eine wesentlich geringere qmMiete als die Künstler.

    Die Künstler arbeiten unter teilweise sehr schlechten Bedingungen: Kälte, Lärm, Staub und der Anlieferverkehr der Gastro , der mitten durch die Halle geht. Die Künstler brauchen eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Die Gastro will sich aber vergrößern auf ein Maß daß mit den gewünschten 2000 Besuchern pro Veranstaltung dem kreativen Arbeiten der Künstler entgegensteht.

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