Gangolf Stocker in seinem Atelier. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 266
Gesellschaft

Ticken im Kopf

Von Elena Wolf
Datum: 04.05.2016
Ein Vater der Bewegung tritt ab. Gangolf Stocker ist raus aus dem Stuttgarter Gemeinderat und runter von der politischen Bühne. Schwer für einen, der ein Leben lang ein Kämpfer war. Doch der 71-Jährige muss sich jetzt um sich kümmern, er ist schwer krank.

Ein Sonnenstrahl brennt durch das Fenster seines Wohnzimmer im Stuttgarter Stadtteil Gaisburg. Direkt auf eine halb leere Packung Snickers-Schokoriegel. Daneben zwei kleine Bananen. Der Rest des Esstischs ist mit Arzneipackungen, Beipackzetteln und Büchern bedeckt. An der Wand hängt ein riesiges Gemälde einer blonden Frau in Jeans und grünem Rollkragenpulli. Sie sitzt in einem Sessel und schaut runter ins Wohnzimmer. Gegenüber grinst Stocker mit einer Löwenzahnblüte im Mundwinkel aus einem eingerahmten Foto. Eine bildhübsche junge Frau lehnt vertraut ihren Kopf an seine Schulter.

Inmitten der Unbekannten in Jeans und seiner Tochter sitzt Stocker am Tisch und nestelt an der Snickers-Packung. Dass die Schokoriegel mittlerweile Pudding sind, ist ihm recht. Seit einer Weile kann er keine feste Nahrung mehr schlucken. Die Speiseröhre ist kaputt. Dazu kommen Asthma und ein Hautausschlag, und eine üble Osteoporose lässt die Wirbel seines Rückgrats implodieren. Zwölf Zentimeter kleiner ist er geworden. Ohne starke Schmerzmittel geht gar nichts mehr. "Sie können sich vorstellen, wie's mir geht", sagt der Schwerkranke mit dem weißen Strubbelhaar – "beschissen".

Stocker wohnt alleine im ersten Stock eines Altbaus. Einst bezog in derselben Straße die NS-Ortsgruppe ihr Revier. Ironie des Schicksals. Denn die Verbrechen der Nazis waren es, die Stocker als jungen Mann zu einem politischen Menschen gemacht haben. Zu einem Kriegsdienst-Totalverweigerer. Zu einem, der Kunstmaler statt Vermessungstechniker sein wollte. Zu einem, der Mitte der 1960er vor der Fahne nach Frankreich floh und sich anderen Kriegsdienstverweigerern anschloss. Zu einem, der keinen Bock hatte, sich vom Staat was sagen zu lassen. Zu einem Aktivisten, der sich mit Leib und roter Seele dem Widerstand gegen die Obrigkeit verschwor. Sein Opus magnum schuf er mit dem Bürgerbegehren gegen Stuttgart 21. Abertausende Menschen folgten dem Vater des Protests auf die Straße. Behörden und Justiz drangsalierten ihn dafür bis an die Schmerzgrenze und darüber hinaus. Wenn man Stockers Vita rekonstruiert, fragt man sich, wie das alles in nur einem Leben möglich war? Und warum man sich den ganzen Wahnsinn antut?

Die zweite Frage ist schnell beantwortet. "Schon im Kindergarten kann man beobachten, dass es den Zwergen immer um Gerechtigkeit geht. Das scheint ein tiefes Menschenbedürfnis zu sein", sagt Stocker, während ihm ein Grinsen über das faltige Gesicht flitzt. Seit er im März bekannt gab, dass er abtritt, verfolgt er Politik nur noch von zu Hause aus. Vom Rathaus verabschiedet mit der lapidaren Mitteilung, der Gemeinderat habe in seiner Sitzung vom 28. April "formal festgestellt", dass er "ausgeschieden" ist. Stocker verlässt den Gemeinderat, in dem er seit 2009 für das parteifreie Bündnis Stuttgart Ökologisch Sozial (SÖS) saß. Er kann nicht mehr. Er will nicht mehr.

"Den Quatsch mach ich nimmer weiter", erklärte er schon vergangenes Jahr seinem Schützling und Freund Hannes Rockenbauch. Er war genervt von aufgeblasenen Egos und Selbstdarstellern. Selbst wenn er körperlich noch dazu in der Lage wäre, sagt er: Das war's. Rien ne va plus.

Aufhören ist schwierig

Doch so einfach ist das mit dem Aufhören nicht. Trotz gekappter Drähte zur aktuellen Politik feuern in seinem Kopf immer noch Informationen in Lichtgeschwindigkeit. "Klimaneutraler Flugverkehr", "Winne Hermann", "Feinstaub", "Herzkasper!". Heilandsack, er kann es nicht lassen. Selbst jetzt, wo er alle Mühe hat, in kleinen Pinguin-Schritten in sein Atelier nach nebenan zu wackeln. Wo sein Körper zwanzig Jahre älter ist, als der, der drinnen steckt. Da steht er nun mit den Händen in den Hosentaschen. Still. Lässt den Blick langsam schweifen. Über Staffeleien mit Gemälden und einem Tisch voller Ölfarben, Pinsel, Terpentin und einer große Palette. Allesamt eingetrocknet. Schon lange. Vor drei Jahren hat er das letzte Bild gemalt. "Hochzeit" heißt es und ist das größte im Raum. Das Brautpaar und die Gäste darauf sind umringt von Nebel und fliehen vor irgendwas. Vor was, weiß der Maler selbst nicht genau. "Irgendwie vor allem", erklärt er, selbst überrascht. Einzelheiten über seine Kunst muss man ihm mühsam abringen. Wer die Frau in Jeans und grünem Rollkragenpulli im Wohnzimmer ist, mag er nicht sagen. Seine Exfrau ist es jedenfalls nicht. "Ist egal."

Früher hat er alle zwei Jahre eine Ausstellung organisiert und mit verkauften Werken seine schmale Rente aufgebessert. Heute hat er keine Bilder mehr im Kopf – "die braucht man aber, um malen zu können". Er wirkt traurig. Doch da ist es dann wieder. Dieses spitzbübische Grinsen. Eine ungewöhnlich große, bunte Kinder-Kritzelei hat es ihm angetan, und er kommt ins Schwärmen. Über ein herrlich-schiefes Schloss auf einem Hügel. Über kleine Noten, die aus den Fenstern fliegen ("Da kommt Musik raus"). Über ein Pferd, das eher aussieht wie eine Kreuzung aus Esel und Hund.

Seine Tochter hat das Bild als kleines Mädchen gemalt. Heute ist sie Studienrätin an einem Gymnasium im Odenwald. Sein Sohn macht gerade den Facharzt in einem Stuttgarter Krankenhaus und kümmert sich um die besten Behandlungsmöglichkeiten für seinen Papa. Ob er mit dem Stocker verwandt sei, hätten sie seinen Sohn gefragt, als dieser anfing im Katharinenhospital zu arbeiten. Da muss der Protest-Senior kurz herzhaft lachen. Haben die Lebenswege seiner Kinder doch wenig mit seinem gemein. Trotzdem stehen sie hinter ihm. Das hätte auch anders laufen können. Seit über 30 Jahren ist Stocker geschieden. "Franzi und Bene" wuchsen vor allem bei der Mutter auf. Nur alle zwei Wochen konnte er sie sehen.

S 21 als persönliche Niederlage

Stocker hat immer dagegengehalten. Auch in Zeiten von drohenden Haft- und Geldstrafen hat er seinen Kopf in den eisigen Gegenwind gehalten und weitergemacht. Mit aller Sturheit, die einem unzähmbaren Idealisten zu eigen ist. Nur bei S 21 nicht. Der Bahnhof ist für ihn durch. "Da geht es nicht mehr um Gegenwind, sondern ums Scheitern", sagt Stocker nüchtern, wohl wissend, wie krass sich das anhört. Dass es immer noch Montagsdemos gibt, erscheint ihm sinnlos. "Sektenhaft" sei das, wenn er es böse sagen wollte. S 21 kommt, davon ist Stocker mittlerweile überzeugt. Und als hätte er gerade keine anderen Probleme, quält ihn diese Tatsache wie eine persönliche Niederlage. Als wäre es seine Schuld. So mutiert sein gebrochener Rücken zu einer sarkastischen Metapher.

Doch in den morschen Knochen glimmt noch ein Feuer jenseits der Bahngleise. Wenn Stocker nicht von Tempo-30-Zonen, Feinstaub, S 21 und dem anderen Polit-Geraffel spricht, kann man die Bilder in seinem Kopfkino fast mit schauen. Dann schwärmt er mit leuchtenden blauen Augen von Frankreich. Von französischen Krimiautoren. Von der Unvereinbarkeit der Franzosen mit Wanderwegen – und von seinem neun Jahre jüngeren Bruder. Der steht auch total auf Frankreich. Als Stocker nach seiner Flucht vor dem Kriegsdienst nach Deutschland zurückkehrte, bekam er die Bilder seiner Reise durch die Pyrenäen nicht mehr aus dem Kopf. Musste zurück in dieses Land, das zu einem Sehnsuchtsort wurde und ihm heute fast Tränen in die Augen treibt. Er greift nach einem Fotoband auf seinem Esstisch und zeigt aufgeregt auf Bilder von französischen Landschaften. "Aulus-les-Bains", seufzt er immer wieder und weiß gar nicht, wo er anfangen und aufhören soll zu erzählen. Das 150-Seelen-Dorf an der spanischen Grenze hat es ihm angetan. Ob er jemals wieder in sein kleines Paradies zurückkehrt? Lieber nicht daran denken. "Erst mal gesund werden, jaaa", sagt er so, als hätten ihm das seine Kinder und Freunde schon hundert Mal eingebläut. Da muss noch viel sortiert werden, so kurz nach dem körperlichen Crash.

Außerdem muss er noch Stapel von Büchern abarbeiten. Am liebsten Krimis. Die verschlingt er, wenn es sein muss, in einer Nacht – bis es wieder hell wird. Oder liest sie dreimal am Stück. Pierre Magnan, Robert Hültner, immer Frankreich. Und natürlich Wolfgang Schorlau. "Super Rechercheur. Sehr verdienstvoll. Besonders die Sache mit dem Oktoberfest-Attentat."

Der Sonnenstrahl auf dem weißen Esstisch ist weitergewandert. Brennt jetzt auf eine alte Ausgabe des "Freitags" auf dem Boden. Die Jeans-Frau mit dem grünen Rollkragenpulli lächelt immer noch von der Wand. Feine Staubpartikel wirbeln im Lichtkegel durch das helle Zimmer. Auf dem Fenstersims am Kopfende des Bettes stehen drei Wecker. Zwei davon klingeln nicht mehr. "Solange die noch ticken, schmeiß ich die doch nicht weg!", erzählt Stocker. Loszulassen fällt ihm schwer. Das merkt man spätestens, wenn er am Ende doch verrät, wer die Frau mit dem grünen Rollkragenpulli ist. Seine große Liebe. Aus Basel. "Hat aber nicht geklappt." Mehr Infos gibt's nicht. Wie vieles tickt sie noch in seinem Kopf. Hätte er die Wahl, würde er alles noch mal so machen. Bis auf kleine Details.


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10 Kommentare verfügbar

  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 15.11.2016
    Zur Erinnerung an die SWR1 Leute-Sendung vom 13.09.2010 - also vor dem "schwarzen Donnerstag" - Moderator Stefan Siller mit Gangolf Stocker im Gespräch dieser Link http://www.parkschuetzer.de/statements/190364
    Auf der Archiv-Seite der Leute-Sendung werden lediglich die letzten 5 Jahre angezeigt.
    Über das PS-Statement die Audio-Datei zum nachhören - und Vergleichen mit den jetzt bestehenden Gegebenheiten / dem Wissen von Gangolf um die Fortsetzung von Willkür und Rechtsbrüchen der Amtspersonen!
  • by-the-way
    am 09.05.2016
    Zitat:
    "Stuttgart 21 als persönliche Niederlage"

    Geht´s noch, Herr Stocker?!!!

    Wie kommen Sie auf die vollkommen absurde Idee, bei
    Stuttgart 21 eine persönliche Niederlage erlitten zu haben?

    Sorry,
    SIE waren der InitialZÜNDER des breiten Widerstandes, dann der Hauptträger, bevor Opportunisten, wie die sogenannten "Grünen" das Thema für ihre machtpolitischen Interessen missbraucht hatten!

    SIE haben hier dieser, bornierten, minderwertigkeits-komplex-gesteuerten größenwahnsinnigen Kleingeistergesellschaft (= Stuttgarter Schwaben, die in Machtpositionen sitzen) gewaltigen Gegenwind entfacht, das lassen sich sehr viele Bürger, DANK IHRES ENGAGEMENTS, nicht mehr widerspruchslos gefallen!

    Das ist IHR GANZ PERSÖNLICHER Verdienst.

    Und jetzt erst mal, da es das Wichtigste ist:
    alles Gute für Ihre Gesundheit!

    Und dann werden Sie mit Sicherheit noch erleben, wie Ihre, "gefühlte persönliche Niederlage", sich als Sieg erweisen wird:

    StuttGRAD21 - der Untergang !
  • uli völker
    am 09.05.2016
    Ob Gangolf Stocker die Montagsdemos abgeschrieben hat oder nicht. Es waren "die Alten" wie er und Peter Grohmann, die meine schwäbische Beamtenseele auf die Straße getrieben haben. Und da bleibt sie auch. Bis aller politischer Schwachsinn dieser Stadt ein Ende findet oder irgendwann auch meine Gesundheit. Solche Menschen verdienen meinen höchsten Respekt. Sie sind die Thermometer im Hintern unserer Gesellschaft.
  • Waldemar Grytz
    am 08.05.2016
    Lieber Gangolf,
    als wir vor Jahren mit diesem zusammengewuerfelten Haufen und dem doch spontihaften Namen "parteilos gluecklich" begannen, war nicht abzusehen, dass daraus die einzige Opposition auf Stuttgarts Strassen und im Stuttgarter Rathaus werden sollte. Zum (leider relativen) Erfolg, hast Du wesentlich beigetragen. Bei allen Zerwuerfnissen in inhaltlichen oder manchmal auch persoenlichen Dingen: da ist ein kritisches Potential entstanden, das sich auch von der Dampfwalze S21 nicht mundtot machen laesst.
    Herzliche Gruesse
    Waldemar Grytz
    (z.Z. Co Cork, Irland)*
    *Kleine Ermutigung: bei den Wahlen im Maerz hat es hier sogar eine SOES vergleichbare Gruppe mit einigen Abgeordneten ins Parlament geschafft mit dem treffenden Namen und Programm: PEOPLE BEFORE PROFIT!
  • Jona Gold
    am 07.05.2016
    Danke Herr Stocker für Ihr Engagement und die besten Wünsche für Sie!
  • Horst Ruch
    am 07.05.2016
    Untreue ....... an @ Gela, der Zensor ist die " Mehrheit", hier im Ländle spätestens seit Kretschmanns "Mehrheits"-Offensive in/mit seinem "grünen" Daimler dokumentiert. Feinstaub und Stickoxyde verleugnend, dem Mainstream gehorchend. Kontrolle ist -nicht nur meiner Meinung nach- besser als Vertrauen. Wieviel Einzelklagen haben Besitzer der "Premium Cars" verloren, als sie geklärt haben wollten, warum "Ihr" neues Fahrzeug so viel mehr verbrauche, als das Vorgängermodell. Die Juristen haben immer nach dem bekannten Motto entschieden: wer soviel Millionen pro Jahr an den Boss der AG zu zahlen im Stande ist, dessen Firmenimage kann sich nicht irren.( gilt natürlich auch für die diversen anderen AG-Kollegen der Neuzeit), ob bereits abgetreten oder noch handlungsfähig zum weiterwurschteln.
    Was hat das mit Gangolf Stocker zu tun?
    Der Kampf gegen die unglaubliche Arroganz der global Players , deren komfortables Eigenleben speziel durch Merkels "Deutschland AG weiterhin gefördert wurde/wird, da hat die Frage nach Wahrheit naturgemäß keinen Platz. Nicht nur ich alleine denke, daß das tagtägliche Schwimmen gegen den Strom letztlich an jedermanns Gesundheit zehrt. Auch bei Stuttgart Ökologisch Sozial. SÖS zwar ohne Mehrheit, aber immerhin: jede Wahrheit wird in der Zukunft entschieden und
    für G.Stocker sprechen.
  • Gela
    am 05.05.2016
    Gangolf Stocker , der parteiunabhängige Kämpfer für Gerechtigkeit und ein lebenswertes Stuttgart, hinterläßt eine große Lücke im Gemeinderat und mit seinem Realitätssinn, daß S 21 durch Demostrationen nicht mehr zu verhindern ist, sondern nur noch an sich selbst scheitern kann, auch eine Lücke in der Bewegung für mehr Bürgernähe bei Großplanungen.
    Soviel mit vielen guten Wünschen für sein "Privatleben" zu Gangolf Stocker.
    Aber elektrisiert hat mich der Kommentar von @Horst Ruch, dem ich entnehme, dass er Kenntnis hat von einem neuerdings installierten Zensursystem in Deutschland:
    " Danach vielleicht statt Bildern, dürfen wir spätestens zur Einweihung S21, -des teuersten Haltepunktes aller Zeiten - seine Memoiren zum Thema. "Vom Anstand zum Aufstand", oder "der geprellte Bürger", Geschichten aus den letzten 10 Jahren lesen, bzw. 20 Jahre, wenn die Veröffentlichung erst nach der Inbetriebnahme der TiefStation von den Zensoren der DeutschlandAG freigegeben wird."
    Da hätte ich gern genauere Informtionen: Wo sitzt denn die Behörde? Wer sind die Zensoren? Nach welchen Kriterien erfolgt die Zensur? Was ist die Rechtsgrundlage dafür? Muss jetzt Kontext seine Artikel vor der Veröffentlichung auch erst der Zensurbehörde vorlegen?

    Natürlich nicht. Aber dann sollten Sie auch nicht solche Schreckgespenster in die Welt setzen. Sicher werden nicht alle Bücher veröffentlicht, aber das hat dann wirtschaftliche oder andere verlagsinternen Gründe zur Ursache, aber keine politische Zensur. Lernen Sie vom Realitätssinn von Gangolf Stocker!
  • Claus Stroheker
    am 05.05.2016
    Herzlichen Dank, lieber Gangolf Stocker, für Ihr, im allerbesten Sinn, republikanisch-demokratisch-aufklärerisches Engagement!

    Und von Herzen alles Gute und Liebe!
  • Demokrator
    am 04.05.2016
    Dieser Artikel liest sich viel zu sehr wie ein Nachruf! Herrn Stocker alles Gute und einen erfolgreichen Kampf gegen all die lästigen Alterszipperlein!
  • Horst Ruch
    am 04.05.2016
    .....einer wie er ist unersetzlich für jede Gesellschaft, er der die Bewegung gegen das verblödete Projekt S 21 immer und immer wieder zum Nachdenken bis zum Aufstand geführt hat. Der Gründer und Urgestein der K21 Demos, hat durch Elena Wolf's Interview eine unauffällige Würdigung erhalten, gerade durch diese offene Rückblende in seine Privatheit. Rechts vor Links hat ihm sicherlich zunehmend zugesetzt. Wer die "Mainstream Debatten" im Stuttgarter Rathaus verfolgt, kann sich vorstellen, dass ein ehemaliger "Kommunist" im Herzen Europas, in der Daimlerhauptstadt irgendwann die Segel streichen wird, was er allerdings mit seinem Alter ziemlich lange hinausgeschoben hat. Jetzt erst mal gute Besserung zur Gesundheit. Danach vielleicht statt Bildern, dürfen wir spätestens zur Einweihung S21, -des teuersten Haltepunktes aller Zeiten - seine Memoiren zum Thema. "Vom Anstand zum Aufstand", oder "der geprellte Bürger", Geschichten aus den letzten 10 Jahren lesen, bzw. 20 Jahre, wenn die Veröffentlichung erst nach der Inbetriebnahme der TiefStation von den Zensoren der DeutschlandAG freigegeben wird.
    Ich bin jedenfalls gespannt.

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