KONTEXT:Wochenzeitung
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Liebe Bilger*innen

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Diese Kontext ist eine Premiere. Denn wir haben sie in Gänze der CDU gewidmet und jeden Text komplett durchgegendert. Ganz besonders haben wir dabei an Steffen Bilger gedacht, den Bundestagsabgeordneten und Bezirksvorsitzenden der CDU-Nordwürttemberg, weil der sich doch so über den Gender-Star auf Regierungs-Tweets geärgert hat. Stand da doch tatsächlich: "Der grün-schwarze Koalitionsvertrag ist ein demokratisches Reifezeugnis und das Ergebnis intensiver Verhandlungen guter Demokrat*innen." Bilger antwortete: "Lassen Sie bitte die Genderschreibweise in Landesregierungs-Tweets!" Das Sternchen ist ja immerhin eine Schnapsidee der Grünen. Verständlich, die Aufregung, wo die einst stolze Union im Land mittlerweile von der Kaiserin zum Kernchen in der Kiwi degradiert wurde. Und jetzt auch noch Sternchen. In diesem Sinne: Genderstar für alle! Auch für Bilger. Und natürlich für Bilger*innen. 

Außerdem und apropos CDU möchten wir der Bahn einen Vorschlag machen: 

Seit fünf Jahren notieren wir nun schon kleine und große Probleme des Bahnprojekts Stuttgart 21. Zum Beispiel, dass es wesentlich teurer wird, als mal gedacht. Dass die Planung auf den Fildern im Chaos versinkt, dass es Probleme beim Brandschutz gibt oder auch, dass die ganze Chose später fertig wird als geplant. 

Als die "Stuttgarter Zeitung" am 17. September 2013 schrieb, dass der Tunnelbahnhof wohl doch erst 2022 fertig würde und nicht schon 2021, zog die Bahn im Brass gegen die Zeitung vor Gericht. Wir waren empört und haben darüber berichtet. Auch darüber, dass die Bahn ihre Klage letztlich zurückzog. Die Gerichtskosten von etwa 10 000 Euro und die Anwaltskosten bezahlte das Kommunikationsbüro. 

Nun wird das Teil sogar erst 2023 fertig. Und bevor die Bahn nun wieder unnötig Geld rausschmeißt, weil sie schon wieder eine Zahl aufregt, empfehlen wir das Kontext-Archiv und eine sinnvollere Geldanlage. Unsere Kontonummer finden Sie unter diesem Link.


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5 Kommentare verfügbar

  • Kornelia
    am 09.06.2016
    Antworten
    Es gab mal ne Zeit da dachte ich die Taz- Form würde nach und nach zu einer Veränderung der Sprache führen und damit auch unsere testosteron geprägte Weit- und Inneneinsicht "demokratisieren und begradigen"
    Doch heute bin ich der Meinung, wir werden eher ALLE englisch sprechen!
    Und die…
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