Ausgabe 134
Medien

Bahn verklagt Zeitung

Von Jürgen Lessat
Datum: 23.10.2013
Das Kommunikationsbüro von Stuttgart 21 prozessiert gegen die "Stuttgarter Zeitung". Das Blatt soll nicht mehr behaupten dürfen, dass das Milliardenprojekt erst im Jahr 2022 in Betrieb geht. Der Gang vor Gericht markiert eine neue Qualität im Umgang der Bahn mit kritischer Berichterstattung zum Tiefbahnhof.

Ist das dankbar? Die "Stuttgarter Zeitung" gehört zu denjenigen Presseorganen, deren Führungsetage sich unumwunden für den Bau von Stuttgart 21 ausspricht. Das hält die Bauherrin des Milliardenprojekts dennoch nicht davon ab, das Blatt vor den Kadi zu zerren – wegen angeblich falscher Tatsachenbehauptungen in Sachen Tiefbahnhof. Genauer gesagt stört sich S-21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich an einem Bericht der Zeitung, der am 17. September 2013 erschien. Darin erfuhren die Leser, dass der Tunnelbahnhof ein Jahr später als geplant fertiggestellt wird. Erst 2022 sollen Züge durch die Station rollen, stand in einem 16-zeiligen Anreißer auf Seite 1 zu lesen. Im Innenteil wurden die Gründe der verspäteten Inbetriebnahme ausführlich dargestellt. Als Quelle ist eine aktuelle Vorlage an den Bahn-Aufsichtsrat genannt, der sich am Folgetag treffen wollte. Das Papier ist in der Printausgabe sogar ausrissweise bildlich dokumentiert. Veröffentlicht wurde der Bericht auch online.

"Alle Planungen sind auf Inbetriebnahme 2021 ausgerichtet", bestritt Projektsprecher Dietrich in einer Pressemitteilung vom selben Tag den StZ-Bericht. Das Dementi endete mit einer unverhohlenen Drohung: "Das Kommunikationsbüro sowie die Deutsche Bahn AG prüfen rechtliche Schritte gegen das Blatt."

Die Drohung ist inzwischen in die Tat umgesetzt, das Kommunikationsbüro hat beim Landgericht Unterlassungsklage eingereicht. Im Namen des Volkes will die Bahn unter anderem erreichen, dass die "Stuttgarter Zeitung"  künftig nicht mehr behaupten kann, dass die Bauherrin ihrem eigenen Zeitplan hinterherhinkt. Am 17. Oktober trafen sich die Kontrahenten vor der 11. Zivilkammer des Stuttgarter Landgerichts. Ein Güteversuch des Vorsitzenden Richters Stefani scheiterte. Beide Seiten beharrten in der mündlichen Verhandlung auf ihrer Position. In einer überraschend angesetzten Redaktionskonferenz unterrichtete StZ-Chefredakteur Joachim Dorf anschließend die versammelte Belegschaft über den Rechtsstreit. Ein Urteil soll nun am 30. Oktober verkündet werden.

Die gerichtliche Auseinandersetzung markiert eine Zäsur im Umgang der Bahn mit kritischen Medienberichten. Meldungen über drohende Kostenexplosionen und eklatante Planungsmängel bei Stuttgart 21 gab es seit dem offiziellen Baustart im Februar 2010 immer wieder. Häufig wurden dabei Details aus internen Unterlagen publiziert. So zitierte auch Kontext im Juni 2013 in Ausgabe 116 aus internen Aufsichtsratspapieren über extreme Terminrisiken bei Stuttgart 21. Würden alle Risiken eintreten, könnte der Tiefbahnhof erst zum Fahrplanwechsel im Dezember 2024 in Vollbetrieb gehen, heißt es in der entsprechenden Vorlage an den Aufsichtsrat.

Auf Kritik folgten bislang nur Dementis

Auf unangenehme Neuigkeiten in Sachen Stuttgart 21 reagierten  Projektsprecher und Kommunikationsbüro bislang nach bewährter Dementi-Strategie: mit mehr oder weniger ausschweifenden Pressemitteilungen, in denen Pleiten, Pech und Pannen ausdrücklich als falsch dargestellt wurden. Das Pressearchiv auf der offiziellen Internet-Plattform des Bahnprojekts spricht in dieser Hinsicht Bände.

Dass im konkreten Fall nun nicht mehr nur dementiert, sondern das juristische Kriegsbeil ausgegraben wurde, erstaunt umso mehr, als bereits im März 2013 zahlreiche Medien eine verspätete Inbetriebnahme des Milliardenprojekts vermeldeten. Dies wurde im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung bekannt, in der über den Weiterbau des Tiefbahnhofs trotz Kostensteigerung auf bis zu 6,8 Milliarden Euro entschieden wurde.

Die Klage überrascht aber auch, weil das S-21-Kommunikationsbüro bisweilen gute Kontakt zu den beiden Zeitungsredaktionen im Möhringer Pressehaus pflegte. So räumten die "Stuttgarter Nachrichten" erst wenige Tage vor dem Gerichtstermin dem Brandschutzbeauftragten der Bahn, Klaus-Jürgen Bieger, viel Platz im Blatt ein, um Zweifel am Sicherheitskonzept des geplanten Tiefbahnhofs zu zerstreuen. Das Interview gefiel Projektsprecher Dietrich so gut, dass er den kompletten Text auf die offizielle Internetpräsenz des Bahnprojekts einstellen ließ.

Wie die "Stuttgarter Zeitung" das Vorgehen des Kommunikationsbüros wertet, konnte Kontext nicht erfahren. Man werde sich dazu nicht äußern, ließ Chefredakteur Dorfs auf Anfrage mitteilen. Verschwiegen hat das Blatt bislang den Rechtsstreit seinen Lesern. Das Schwesterblatt "Stuttgarter Nachrichten" ebenso.

Keine Stellungnahme bekam Kontext auch vom S-21-Kommunikationsbüro, das sein Vorgehen im Übrigen nicht mit den übrigen Mitgliedern des Trägervereins abgesprochen hat. Bei der Landeshauptstadt Stuttgart, die neben Bahn, Land und Flughafen Stuttgart ein Gründungsmitglied von "Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e. V." ist, zeigt man sich verwundert. "Das Thema wird zeitnah in den gemeinderätlichen Gremien beraten werden", so Pressesprecher Sven Matis.

Knüppel zwischen die Beine von Medienvertretern

Dabei müssen sich Medien, die kritisch über die Deutsche Bahn berichten, immer wieder auf überraschende Reaktionen gefasst machen. Im Sommer 2013 behinderte das Unternehmen anlässlich der Stellwerksprobleme in Mainz und der daraus resultierenden Reiseerschwernissen ihrer Kunden die Berichterstattung darüber. Fernsehjournalisten des Südwestrundfunks (SWR) durften beispielsweise nicht im Zug drehen, Fotografen wurden nicht in Stellwerke eingelassen.

Zuletzt traf es Flügel TV. Der Stuttgarter Internet-Sender wollte am vergangenen Dienstag (22. Oktober 2013) eine Gemeinderatssitzung zum Sicherheitskonzept von Stuttgart 21 aus dem Rathaus der Stadt übertragen. Die Bahnvertreter, unter ihnen Projektsprecher Dietrich und der Brandschutzbeauftragter Bieger, verweigerten jedoch mit Hinweis auf ihre Persönlichkeitsrechte die Zustimmung zum Livestreaming. Tags zuvor hatte sich Dietrich anlässlich eines Pressetermins zum neuen Querbahnsteig im Stuttgarter Hauptbahnhof noch gern von einem TV-Team ablichten lassen.

Kritik kommt inzwischen auch von der Deutschen Journalisten- und Journalistinnen-Union in Verdi. "Die Bahn AG gehört dem deutschen Volk, befindet sich zu hundert Prozent im Besitz des Staates und erhält jährlich erhebliche Subventionen an Steuergeldern", betont Gerd Manthey, Mediensekretär bei Verdi. Umso unverständlicher sei es, wenn Medienvertreter hier nicht die gleichen Zugangsvoraussetzungen erhielten wie bei anderen Organen des Staates und dessen Einrichtungen. Probleme zu beleuchten sei die Aufgabe der Medien. Manthey verlangt von der Bahn, sich kooperativer zu verhalten. Die Bahn stehe unter besonderer Beobachtung der Journalistengewerkschaft.


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43 Kommentare verfügbar

  • Carl-Josef Kutzbach
    am 28.10.2013
    Letzter Absatz:

    > Kritik kommt inzwischen auch von der Deutschen Journalisten- und Journalistinnen-Union in Verdi. "Die Bahn AG gehört dem deutschen Volk, befindet sich zu hundert Prozent im Besitz des Staates und erhält jährlich erhebliche Subventionen an Steuergeldern", betont Gerd Manthey, Mediensekretär bei Verdi. Umso unverständlicher sei es, wenn Medienvertreter hier nicht die gleichen Zugangsvoraussetzungen erhielten wie bei anderen Organen des Staates und dessen Einrichtungen. Probleme zu beleuchten sei die Aufgabe der Medien. Manthey verlangt von der Bahn, sich kooperativer zu verhalten. Die Bahn stehe unter besonderer Beobachtung der Journalistengewerkschaft.

    Das ist ja nun leider nicht besonders helle vom Kollegen Manthey. Hat er denn noch immer nicht begriffen, dass die Privatisierung von Staatsbetrieben nicht nur dem Stopfen finanzieller Löcher (durch Ausverkauf des Tafelsilbers) diente, sondern auch all diese Unternehmen aus der journalistischen Schusslinie nahm. Ein - formal - privates Unternehmen muss nämlich, anders als eine Behörde, keine Auskünfte geben. D.h.: Bahn, Post, Telekom, EVUs und Andere können machen, was sie wollen, aber die Journalisten erhalten keine Auskünfte mehr, wohingegen der Behördenleiter auskunftspflichtig ist.

    Die ungefähr eine Million Arbeitnehmer, die in diesen ehemaligen Staatsbetrieben abgebaut wurden, kosteten den Steuerzahler erhebliche Summen und das Missmanagement der Bahn (zum Zeitpunkt der Privatisierung 16 Mrd. Schulden) hat weitere Kosten erzeugt, die die Bürger teilweise direkt durch schlechteren Service doppelt bezahlen (S-Bahn Berlin). Wer auf dem Lande wohnt und sich wundert wo das schnelle Internet bleibt, der merkt ebenfalls, dass die privatisierte Telekom dort nicht mehr anschließen muss, was sie als Behörde hätte tun müssen.

    Kurzum die Privatisierung ging zu Lasten der Arbeitnehmer und der Bürger und der Information über diese riesigen Betriebe, auf die Journalisten seit der Privatisierung nicht mehr ungehindert zugreifen können. Damit sind große Bereiche der deutschen Wirtschaft, die einst öffentliche Einrichtungen waren und über die entsprechend berichtet wurde, der Berichterstattung und der Kontrolle der Medien entzogen worden. Wäre ja auch noch mal schöner, wenn man beschrieben hätte, wie da unter dem Schlagwort "Sanierung der öffentlichen Haushalte" eine Mischung aus Ausverkauf und Arbeitsplatzvernichtung, sowie Serviceabbau statt fand. Und das ging m.W. nicht immer ganz Gesetzes-konform und ohne Druck auf die Arbeitnehmer, z.T. ehemalige Beamte, die zur Auflösung von Verträgen gedrängt wurden.

    Und obendrein kann das Management so ziemlich ungeniert wirtschaften und Murks machen und - falls der ruchbar wird (z.B. S 21, BER, etc.) - einfach behaupten die Kritiker hätten keine Ahnung oder verstünden nichts von der Sache. Wie soll ein Journalist das nachweisen und beurteilen, wenn er nicht an die Fakten ran kommt?

    Für die Politik ist die Privatisierung natürlich sehr bequem, denn wenn etwas schief läuft, war es die Privatfirma, nicht der Staat und man tauscht im schlimmsten Fall einen Manager aus (z.B. DB). Man muss sich nicht mehr um die Sachen kümmern und trägt scheinbar keine Verantwortung und schlechte Press gibt es auch nicht mehr, denn die tut sich sehr schwer an die wesentlichen Fakten heran zu kommen (z.B.: Wer traf die Entscheidung für den Diesel-ICE, der stillgelegt wurde, als man feststellte, dass er mangels Sitzplätzen niemals rentabel fahren würde?).

    Vielleicht sollte man diese Zusammenhänge dem Leser mal erklären, damit der versteht, weshalb viele Medien und er selbst auch nur noch "Bahnhof" verstehen, wenn es um ehemalige Staatsbetriebe geht.
  • Klaus Neumann
    am 27.10.2013
    Randbemerkung: Wie blank müssen bei der Bahn die Nerven liegen, wenn die StZ von dieser wegen einem Jahr Differenz bei der Prognose für das Eröffnungsjahr für den neuen Supi-Super-Bahnhof auf Unterlassung verklagt wird? Sonst haben die nichts gefunden beim Stern, der Zeit, dem Focus usw?
  • B.Müller
    am 27.10.2013
    Liebe(r) Ömer Sürücü,
    >Ich hab ja an sich nichts gegen S21>. Aufgrund dieser Aussage/Wortwahl unterstelle ich Ihnen das Sie sich nicht intensiv mit dem Projekt beschäftigt haben. Mit den bundesweit mittlerweile zur Regel gehörenden Verspätungen (Personalmangel, mangelnde Instandhaltung, falsche Prioritäten (dadurch mangelhafte Ausbildung), etc., etc.) und Fahrpreiserhöhungen (für eine immer schlechter werdende Gegenleistung) sprechen Sie eine grundsätzlich vorhandene neue Art von Unternehmenskultur an (Profitgier - die Bahn will an die Börse). Das Schienenrückbauprojekt S21 ist ein wichtiger Teil dieser dem Profit unterworfenen neuen Unternehmenskultur. Können Sie m.E. deshalb hier nicht ausnehmen.
    Sie sprechen mit Verspätungen und Preiserhöhungen somit lediglich die für jeden erkennbaren offensichtlichen Auswirkungen dieser profitorientierten Unternehmenskultur an (die Spitze des Eisbergs).

    Das Sie sich offensichtlich daran gewöhnt haben das öffentliche Bauvorhaben immer (um ein vielfaches) teurer werden ist für mich ein Beweis dafür, dass die diesbezüglich von der Politik seit Jahrzehnten betriebene Informationspraxis gegenübre der Öffentlichkeit (Kosten klein halten) in den Köpfen greift. Das heißt aber noch lange nicht das es nicht auch anders geht.
    Ich habe über Jahre als Bauleiter Leistungsverzeichnisse erstellt, den Bau/die Kosten verfolgt und abgerechnet (bis zur Kostenfeststellung). Die den Projekten von meinem damaligen Chef zugrunde liegenden Kostenschätzungen wurden nie überschritten. Sollte der ungewöhnliche Fall eintreten, dass Bauleistungen zu schätzen sind für die noch keine sicheren Erfahrungswerte vorliegen sind "Risikozuschläge" in die Kostenschätzung einzuarbeiten.
    Seriöse (Kosten)Planung und Ausführung ist selbstverständlich möglich, unabhängig von der Größe des Projekts - sofern gewollt!!
  • Ulrich Frank
    am 27.10.2013
    @Jon, 26.10.2013 14:04 - Es ist allerdings, wie von Ihnen ausgeführt, einigermaßen bemerkenswert daß die StZ bzw. ihr Chefredakteur, Herr Joachim Dorfs, dem diese Aufgabe zufallen würde, die Leser bzw. das Publikum bis dato, wie es aussieht, über diesen massiven Versuch der Einflußnahme in Form einer versuchten erheblichen /und dann auch faktisch stattfindenden/ Deformierung der Pressefreiheit - weil dann gewisse Dinge eben nicht mehr geschrieben werden können - nicht unterrichtet hat.
    Ich kann mir nicht vorstellen, daß dies bei einer /Qualitätszeitung/ wie z.B. der New York Times oder dem Guardian nicht schon längst erfolgt wäre, handelt es sich doch nicht um eine unbedeutende innere Angelegenheit. Es fragt sich ob eine (Chef-)redaktion welche mit dieser Art Leisetreterei - oder Aussitzen - im Grunde nichts anderes befördern kann als eine Rechtfertigung der bisherigen rechtlich fragwürdigen und brachialen Projektdurchsetzungsmethoden (und wie gesagt jetzt selbst Opfer dieser Methoden wird) damit sich nicht im Zustand der völligen Entgleistheit zeigt.
  • Ömer Sürücü
    am 27.10.2013
    ich hab ja an sich nichts gegen s21.
    also ich persönlich bin daran gewöhnt, dass solche projekte immer um einiges mehr kosten, als veranschlagt.
    das kennt doch jeder von der gemeindesporthalle oder schwimmbad.
    natürlich in ganz anderen dimensionen.
    und das nächste was mir direkt nach der überschrift eingefallen ist, ist dass ich gerne mal die bahn verklagen möchte :)
    für jedes mal zuspätkommen und erhöhen der preise weit über die inflation hinaus. das ist etwas überspitzt von mir und leider auch nur wunschdenken. wollen ja sachlich bleiben.
    aber das ist schon ein dickes ding was die bahnvertreter sich da erlauben.
    wirklich sehr interessanter artikel und gute kommentare.
    beides ist in zeiten des internets nicht selbstverständlich.
    wer mehr zur bahn und ihren tollen "aktionen" wissen möchte
    http://www.nur-nachrichten.de/Deutsche_Bahn
  • Martha
    am 26.10.2013
    Ich hab ja gelacht Wie in besten Sovjetzeiten! Dietrich hat's nötig, aber Propaganda allein stellt auch keinen Bahnhof fertig.
  • Jon
    am 26.10.2013
    Spannend ist doch erstmal die Frage, warum die Stuttgarter Zeitungen hier offensichtlich ein internes Schweigegelübde abgelegt haben? Eine weitere Frage, die sich daraus ergibt ist die, ob die Stuttgarter Zeitungen in ihrer Vasallentreue zum Betrugsprojekt soweit gehen, sich von diesem unsäglichen Projektsprecher diktieren zu lassen, was sie zum Projekt zu schreiben haben und was nicht. Daraus ergeben sich dann weitere Fragen die z.b. die journalistische Ehre und Verantwortung betreffen, aber das scheint bei den Stuttgarter Zeitungen ja eh inzwischen tief gehängt zu werden.
    Für die Verfassungsordnung im Staate ergeben sich natürlich noch ganz andere Fragen, wie z.b. die, ob wir im neoliberalen Wahn schon soweit sind, dass eines der übelsten Unternehmen der Republik, welches sich einem Krebsgeschwür gleich der Stadt bemächtigt, tatsächlich auch noch die Presse- und Meinungsfreiheit diktieren kann. Eine andere Frage ist, was eigentlich die Beteiligten des Propagandabüros z.b. die Stadt zu diesem Vorgehen sagen. Es kann ja wohl nicht angehen, dass die Exekutive sich daran beteiligt die Pressefreiheit einzuschränken. Wer also pfeift endlich diesen Agitprop-Funktionär Dietrich zurück und fordert seine Ablösung. Es ist schon schlimm genug welche aggressiven Unwahrheiten man sich tagtäglich von ihm anhören muss, dass aber auch noch versucht wird die kritische Hinterfragung auszuhebeln, schlägt nun wirklich alles.
  • Rainer Daeschler
    am 26.10.2013
    Notfalls wird die Bahn wieder Hartmut Mehdorn verpflichten. Der arrangiert 2021 dann eine Teileröffnung des Tiefbahnhofs, um der Aussage Dietrichs Wahrheit zu verleihen.
  • Ernst
    am 25.10.2013
    Das ist doch ein "Propaganda-Krieg". Dies fällt mir im Zusammenhang mit diesem unterirdischen Projekt mit diesen Haupthandlungsträgern immer wieder ein ---- schon beim Südflügel hiess es: "Der Südflügel ist gefallen". So sieht es doch aus. Wie armselig. Das alles ist.
  • D. Walz
    am 24.10.2013
    Horst Reimka, 23.10.2013 16:45, schrieb:
    „Einige Schreiber scheinen den Unterschied zwischen "Pressefreiheit" und dem Verbreiten von Falschmeldungen nicht zu kennen.“

    Da drängen sich mir jetzt einige Fragen auf:

    1. Was ist daran so schlimm? Bei BILD kennt KEINER diesen Unterschied!
    2. Woher wissen Sie eigentlich schon jetzt, dass das eine Falschmeldung ist?
    3. Sind Sie Hellseher?
    4. Was ist denn jetzt eigentlich die Falschmeldung?
    5. Unterliegt die Presse jetzt auch schon der Projektförderungspflicht?
    6. Unterliegt die "Pressefreiheit" selbiger - von Rechts wegen - daher auch?

    Wenn letzteres zutreffen sollte , ja - dann müsste die STZ die Ente wohl oder übel schlucken und weiterverbreiten.

    7. Welche Ente jetzt genau?

    Dies zu entscheiden überlasse ich ganz Ihnen.
  • Informierter
    am 24.10.2013
    @ Ulrich Frank

    Bitte um Nachsicht, Herr Frank, Ihren Kommentar hätte ich ausdrücklich ausnehmen müssen. Ich kenne einige StZ- und StN-Journalisten, die über S 21 mehr wissen als alle die, die ständig behaupten, sie seien im Besitz der absoluten Wahrheit, und die darüber teilweise auch publiziert haben und immer noch publizieren. Leider gibt es auch bei den Gegnern dieses Murksprojekts nur noch ganz wenige Leute, die sich daran erinnern, dass es durchaus differenzierte, sehr viele kritische und teilweise sogar exklusive Berichte über S 21 in der StZ und auch in der StN erschienen sind, lange bevor der bei den Gegnern heilig gesprochene Stern oder auch Kontext sich ebenfalls des Themas bemächtigt haben. Die habe ich gemeint, und die schütten eben nun auch an dieser Stelle ihren unqualifizierten, pauschalen Hohn und Spott über die StZ aus. Zum Thema Leitartikel habe ich schon alles gesagt - in sofern bin ich auch weit davon entfernt, nun meineseits die StZ heilig zu sprechen.

    Mit besten Grüßen
  • Ulrich Frank
    am 24.10.2013
    @Informierter, 24.10.2013 10:08h - Wo genau ist das beklagte StZ-Bashing durchgehend "undifferenziert"? In meinem Beitrag zum vorliegenden Bericht habe ich Redakteure und nachvollziehbare Artikel und eine Sendung genannt. Und auf eine Differenzierung - die Sie, informierter, auch nicht vornehmen bei der globalen undifferenzierten Subsumption unter "StZ bashing" muß im übrigen eine /Bewertung/ bzw. /Gewichtung/ folgen. Und die ist die, daß, wie erwähnt, einer eher geringen Anzahl kritischer Beiträge vorwiegend zu Detailfragen des Beton-und Bagger-Projektes - wie etwa die schon sich über Jahre über den Nahverkehrsetat vollziehende Anfinanzierung des Projektes - der Tenor der Kommentare wie auch der Reportagen in StZ und StN sich dem Projekt GÜNSTIG zeigte (Brauner, Wörner etc.). Was auf einer IHK-Versammlung Positives über S21 geäußert wurde, wurde abgedruckt; Veranstaltungen der Kritiker, etwa im Rathaus, oder sehr viele äußerst sachhaltige Referate auf den Montagsdemonstrationen saßen nicht nur am journalistischen Katzentisch, sondern fielen unter denselben. Wenn hier an Projektkritike(r)n herumkritisiert wird, dann bitte mit DETAILS - sonst ist das nichts! Ein sachfremdes Alibi mit welchem man sich sehr großmächtig und erhaben vorkommen kann findet man immer - und so ist es leider auch bei einem Großteil der online-Komentatoren der Lokalpresse, die einfach ein Bedürfnis haben "undifferenziert" argumentfrei aufzutreten!
  • j.franzen - @ Zeitungskritiker
    am 24.10.2013
    Ja, Sie sehen das falsch. Denn das Gericht muss beim Gütetermin nicht über Schuld und Unschuld befinden (das macht dann später der Prozess), sondern Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt aufzeigen. Stellt sich dann einer oder beide Beteiligten quer, kommt es zur Verhandlung. Also stellt ein ereignisloser Gütetermin keinerlei Beweis für eine gesetzesübertretung dar.
  • Zeitungskritiker
    am 24.10.2013
    Also wenn die Bahn geklagt hat und das Gericht scheinbar einen Vergleich vorgeschlagen hat, dann scheint es, bei aller Kritik am Vorgehen der DB wohl auch einen Fehler von Seiten der STZ gegeben zu haben.
    Ich finde es im Grundsatz richtig das sich auch Journalisten an Gesetze halten müssen. Wenn ein Gericht einen Vergleich vorschlägt, scheint es das zumindest die STZ hier angreifbar ist. Oder sehe ich das Falsch?
  • Stefan
    am 24.10.2013
    witzig, die bahn-vasallen tümmeln sich sogar hier schon.
  • Informierter
    am 24.10.2013
    Dieses völlig undiffernzierte StZ-Bashing zeigt, dass die Gegner von S 21 auch nicht viel besser sind als die Befürworter. Es gab in der StZ jahrelang immer wieder kritische Berichte und auch kritische Kommentare zum dem Projekt von Journalisten, die sich mit dem Thema intensiv befasst haben. Es gab aber eben auch diverse Leitartikel, aus denen sich eine Pro-Haltung leitender Redakteure der StZ herauslesen ließ. Ein bisschen mehr Differnzierung täte Not, aber dazu sind offenbar auch viele Projektgegner nicht in der Lage, die stattdessen lieber mit Hingabe den Mythos der "gleichgeschalteten" Presse pflegen.
  • Uwe Mannke
    am 24.10.2013
    Ja das mit dem golive-jahr ist schon ärgerlich. wie kann die StZ nur? Aber wie steht es eigentlich mit der magischen Zahl 4,088 die Jahre lang von allen Medien (wider besseres Wissen) genannt werden musste; durch welche neue magische Zahl wurde sie nun ersetzt? Oder darf jetzt sich jeder eine eigene Zahl ausdenken. Wie lautet da die Vorgabe vom Kommunikationsbüro? Das Bürgerbegehren www.storno21.de wird da für Klarheit sorgen.
  • Andreas Falk
    am 23.10.2013
    Es ist aber auch eine Frechheit der Zeitungsjournalisten, die Bahn derart unter Druck zu setzen! 2022 soll die Bahn schon fertig werden! Unverschämtheit!
    Da das Geld für einen solchen Schwachsinn wie S21 in Zukunft eher knapper werden wird, muss höchstwahrscheinlich sowieso länger gebaut werden. Spötter (man könnte sie inzwischen auch als Realisten bezeichnen) sagen, S21 heißt S21, weil die Bauzeit 21 Jahre betragen und die Bausumme sich auf 21 Milliarden belaufen wird.
    Da würde ich die Zeitung aber auch verklagen, wenn sie solch kurze Bauzeiten propagiert!
    Armer Herr Dietrich, wer so unter Druck gesetzt wird muss sich ja wehren!
  • Otto Wamsler
    am 23.10.2013
    Eine seriöse Planung würde Risiken und die sich jeweils daraus ergebenden Abweichungen vom Plan klar benennen. Eine Punktlandung auf einem 10 Jahre vorher festgelegten Ziel ist bei solchen Großprojekten eigentlich nicht möglich (sie gelingt zumindest in Deutschland nie und selbst in der Schweiz nur gelegentlich).
    Beim derzeitigen Stand des Projekts ist die (erfolgreiche) Beendigung im Jahre 2021 genauso Wahrscheinlich im Jahr 2030. Irgendwo dazwischen wird's dann tatsächlich soweit sein.
  • demOnStrant
    am 23.10.2013
    Wenn die DB AG jetzt die STZ verklagt, dann sollte sich diese jetzt mal grundsätzlich ihre Haltung zum Projekt überlegen.

    Bisher wurde ja wohl immer sehr wohlwollend über dieses Projekt berichtet, viele Tatsachen verschwiegen und dadurch ein falsches Bild zu diesem Thema vermittelt.

    Themen zum Berichten gäbe es mehr als genug: "Brandschutz, Schiefbahnhof, Zerstörung von FFH-Gebiet Rosensteinpark, Zerstörung Schlossgarten, Zerstörung von denkmalgeschütztem Kulturgut (Nord-, Südflügel), Korruption bei Polizei, Staatsanwaltschaft und Justiz, massives Lügenaufgebot von Landtagswahl und Volksabstimmung.

    Dass der Bahnhof und die NBS bis 2021 fertig sein soll, da lachen ja die Hühner. Es sind jetzt bereits fast 4 Jahre vergangen seit der Prellbockanhebung. Was ist passiert: Nur zerstört - nix gebaut.

    Wann wird dieses sinnlose Projekt endlich eingestellt?
  • Kontextleser
    am 23.10.2013
    Fällt eigentlich niemandem auf, dass das Kommunikationsbüro schreibt: "Alle Planungen auf Inbetriebnahme 2021 ausgerichtet". Nun, das mag sein, aber es ändert nichts daran, wenn es Prognosen gibt, die auf einen wahrscheinlicheren, späteren Inbetriebnahmetermin hinweisen.

    Wäre es vermessen von einer Nebelkerzenstrategie zu sprechen? Meine Bitte an die Redaktion von Kontext: sezieren Sie doch bitte einmal die PM von Herrn Dietrich und dann die Berichterstattung der StZ.

    Es dürfte sicher auch den Journalisten aufgefallen sein, dass bei diesem Büro jedes Wort auf die Goldwaage gelegt werden muss. Ähnliches ist ja bereits dem Stern widerfahren.

    Für mich ist das ein Indiz, dass man sich bei manchen Dingen nicht wirklich sicher scheint und unliebsame Publikatoren von durchgereichten Dokumenten zum Schweigen bringen möchte.

    Zu bedenken wäre auch, warum dieses Verhalten seitens der Konzernspitze unterstützt wird.

    Über allfällige Hinweise und einen Artikel zu dem Thema würde ich mich freuen.

    Ihr Kontextleser
  • asperg.asperagus
    am 23.10.2013
    Ich würde eine respektable Summe wetten, dass diese Klage das dümmste war, was dem Staatsbahnhof "Angela Merkel" überhaupt passieren kann. Denn jetzt verhandelt ein Verblendeter gerichtlich über die Zukunftsprognosen des Mammutprojekts. Ohne expliziten Handlungsauftrag der Mitglieder und Geldgeber wird diese Farce, das sei vermutet, heftige Medienwellen schlagen. Und dies zurecht. Wohl kein anderer Medienmitspieler und PR-Mann in Deutschland muss mit so einem Chef und so einem Projekt klar kommen. Bis zur Grenze der Selbstverleugnung und darüber hinaus verteidigt Wolfgang Dietrich ein Projekt aus dem letzten Jahrhundert. Jetzt ist bei der Verteidigung ein Mitstreiter ins Visier geraten. "Collateral Damage" im Krieg über die Deutungshoheit und damit das Dümmste, was ein Projektsprecher leisten kann. Danke an Kontext fürs aufschreiben.
  • Constantin
    am 23.10.2013
    "Die Bahnvertreter, unter ihnen Projektsprecher Dietrich und der Brandschutzbeauftragter Bieger, verweigerten jedoch mit Hinweis auf ihre Persönlichkeitsrechte die Zustimmung zum Livestreaming. "

    Dieser Satz interessiert mich als Journalist dann doch genauer. Die Sitzung war öffentlich - in wie fern können "Persönlichkeitsrechte" hier eine Berichterstattung verhindern?

    Es muss ja immer zwischen öffentlichem Interesse und Pers.rechten abgewägt werden, und für mich besteht da kein Zweifel, was hier höher steht.

    Wie hat der Ausschussvorsitzende das Berichterstattungsverbot begründet? Was genau ist passiert? Wissen Sie Näheres?
  • Horst Reimka
    am 23.10.2013
    Einige Schreiber scheinen den Unterschied zwischen "Pressefreiheit" und dem Verbreiten von Falschmeldungen nicht zu kennen.
  • Ulrich Frank
    am 23.10.2013
    Wenn hier einmal von der absolut skandalösen Dimension abgesehen wird daß ein Projektsprecher Journalisten Werbeinhalte in die Texte eindiktieren will so ist zu vermerken daß sich hier die hinsichtlich journalistischer Maßstäbe überaus UNEHRLICHE Strategie der Stuttgarter Lokalzeitungen zum Thema Großprojekt Stuttgart 21 jetzt voll rückschlägig auf sie selbst zurückzuwenden beginnt. "Eine Zeitung muß Partei ergreifen" [d.h. für das Projekt], so tönte es in einem Leitartikel der Stuttgarter Zeitung" - das ist angebracht im Falle von Menschenrechten und anderen Werten aber nicht im Falle von Projekten welche so viele Fragen aufwerfen wie Stuttgart 21. Herr Dorfs sagte dann ohne Hemmungen auf einer SWR-Streaming-Journalistenkonferenz - und man muß davon ausgehen, daß er die Linie seines Blattes kennt - im Zuge einer LÜGE ohne Hemmung in das Kameraauge hinein, sein Blatt habe nicht Partei ergriffen, und mußte sich prompt vom "Stern"-Kollegen korrigieren lassen. Zwischenzeitlich beschwerte man sich dann, auch reichlich unehrlich, man sei "zwischen die Fronten gekommen". Im übrigen ließ man es dann immer noch, per "erlaubten" Quoten-Beiträgen zu Details (von so durchaus verdienstvollen Redakteuren wie Nauke und Braun) , so aussehen, als ob nicht alles 102% rosig aussähe. Aber nichts im Vergleich zu im Grunde genommen absolut skandalösen Artikeln wie dem eines Holger Gayer vom 5.03.2013 in welchem die Besiegelung der Abkehr vom Kostendeckel als "Akt der Notwehr" umgelogen wurde und Stuttgart 21 für nunmehr "durchfinanziert" erklärt wurde.
    Die Geister die sie rief fangen nunmehr an, diese (und andere) Zeitung(en), welche leider dazu beigetragen haben ein hochgradig riskantes und spekulatives Projekt der breiten Bevölkerung auch an der Abstimmungsurne auf fragwürdige Weise schmackhaft zu machen, richtig zu verfolgen.
  • Gaigeler
    am 23.10.2013
    Pfffff, Pack schlägt sich , Pack verträgt sich
  • Dichtbert
    am 23.10.2013
    @Mittlerweile komplett Belustigter!, 23.10.2013 03:03 - was darf ich mir bitte unter "geschmeidig draufhauen" vorstellen? Klingt doch sehr widersprüchlich, aber durchaus passend zu diesem absurden Projekt.
  • Karl-Heinz Irgang
    am 23.10.2013
    Diesem Herren scheint die freiheitlich demokratische Grundordnung ohnehin ein Dorn im rechten Auge zu sein. Dabei darf man sich durchaus die Frage stellen ob diese nicht ohnehin schon über die Maßen eingeschränkt ist, ich denke da an den Polizeikessel in Göppingen ....
  • CharlotteRath
    am 23.10.2013
    Jetzt wird's aber heiter - der Herr Kommunikationsbüroleiter nimmt die vierte Gewalt in die Zwickmühle.

    Welchen Zielen wird sich die StZ wohl eher verpflichtet sehen: Der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit, journalistischen Grundsätzen (wie z.B. der Wahrheitssuche), ihren Arbeitgeberpflichten (wie z.B. freie Ausübung der Tätigkeit ihrer Journalisten und Redakteure), der Pflege eines aufmerksamen Leserkreises - oder einer wie auch immer gearteten Projektförderpflicht?

    Vor vierzehn Tagen noch hatte das Medienhaus aus einer öffentlichen Sitzung eines Stuttgarter Bezirksbeirats drei einstimmig gefasste Beschlüsse rund um das Projekt S 21 keinerlei Erwähnung finden lassen, dafür aber tapfer die Aussagen einiger Firmenvertreter (DB AG und von ihr Beauftragter) auf wundersame Weise verwandelt: "Der Naturschutzausgleich ist uns viel zu teuer" wurde im Zeitungsbericht zu "Der Naturschutzausgleich braucht zu viel Fläche".
    Hat die StZ diesmal das S-21-Büro vor der Veröffentlichung etwa nicht drüberlesen lassen? Na denn: Prost Mahlzeit!

    Ein zweiter Skandal darf in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben: Die Arbeit dieses S-21-Propagandabüros wird immer noch aus öffentlichen Geldern kofinanziert. Und zwar zugunsten eines "eigenwirtschaftlichen Projektes" (Wortlaut z.B. des Bundesverkehrsministeriums zu S 21) einer privatwirtschaftlichen Firma -eines Projektes, das sich bis heute keiner einzigen, dem öffentlichen Haushaltrecht entsprechenden Nutzen-Kosten-Analyse zu unterziehen hatte.
  • thomas a
    am 23.10.2013
    1997 wurde erstmals die Doline im mittleren Schloßgarten entdeckt - Wortmeldung RA Kirchberg (DB) bei der GWM-Erörterung
    2003 war ausweislich den Erörterungsgrundlagen (siehe Homepage Regierungspräsidium) diese Doline genau wie die am Nordausgang komplett erkundet
    2005 war der Planfeststellungsbeschluß, OHNE berücksichtigung der Doline
    2012 Ende und Anfang 2013 reicht die DB Änderungsanträge ein, welche nur durch die Doline begründet sind.
    Das wären 300 zusätzliche Gründungspfähle (entsprciht 37 500 Rammschschlägen) , sonst würde der Tiefbahnhof bis 12cm einsinken. Bohrpfähleantrag für den Nesenbachdüker werden vom Gemeinderat abgelehnt.
    Die Wasserdurchlässigkeit im MSG hat sich gegenüber dem PfB1.1(2005) um das 30-50fache erhöht, was zu einer Gesamtzunahme in der Talquerung auf 230% führt.
    Der Nesenbachdüker soll mal wieder anders gebaut werden. Offensichtlich hat Züblin mit anderen geologischen Verhältnissen nach den Aussschreibungsunterlagen gerechnet.
    2013 StZ und StN behaupten eine Doline im mittleren Schloßgarten sei neu entdeckt worden. So eine Berichterstattung gehört wirklich vor Gericht und den Presserat.
    März 2012 wird eine Dachstütze an Gleis 16 vom Abruchunternehmen eingerissen, Herr Dietrich sagt das Dach ist sicher. Nach einer Strafanzeige wird ein Prüfstatiker geholt. Herr Dietrich gibt im Juli 2012 in einem StN Inteview zu, daß es Bauzeitverzögerunen gibt, weil das Dach nach der Stützenbeschädigung einsturzgefährdet ist . Die Strafanzeigen werden eingestellt. Gefährdung von Leib und Leben werden NICHT geahndet.
  • Willi Windig
    am 23.10.2013
    Ist dieser Dietrich jetzt völlig durchgeknallt ? Wie kann man sich seine besten Verbündeten so vergraulen ? Und... wo bleibt die Pressefreiheit ?
  • Metalepsor
    am 23.10.2013
    Vielleicht ist es nur ein kleines Theaterstück im Rahmen der großen Reihe "Unten ist oben und oben ist kaputt!"?! Was macht Herr Dietrich, wenn mal wieder eine Zeitlinie aufgemalt wird in der StZ, auf der der geplante Starttermin des fertigen Unterbahnhofs gegenüber dem tatsächlichen eingekritzelt wird. Werden die Redakteure dann direkt nach Guantanamo verschleppt oder doch lieber die Wahrheit?! Mal schauen, in welchen Tunnel diese Geschichte führt.


    PS: die mittlerweile komplett belustigten unter uns gehen bei solchen nachrichten mit dem rofl-copter direkt in die luft!
  • Uta Hees
    am 23.10.2013
    Sorry, aber den WAHRHEITSGEHALT einer Sache kann man doch erst feststellen, wenn sie IST. Noch sind alle Aussagen ja nur Prognosen, bestenfalls Planungsziele. Man kann dem einen -2021- oder dem anderen -2023 oder noch später- anhängen, es befürchten oder erhoffen. Erst wenn der erste Zug durch den (hoffentlich nie entstehenden) neuen Bahnhof gerollt sein wird, dann ist eine WAHRHEIT vorhanden. Vorher kann es weder wahre noch wahrheitswidrige faktische Aussagen geben. Was sollen die Richter urteilen - eine in der Zukunft liegende noch nicht vorhandene 'WAHRHEIT' per Urteil zementieren ?
  • D. Walz
    am 23.10.2013
    Was lernen wir daraus?

    Die Prozesshansel nicht hänseln!
    lieber -
    Mit den Wölfen schwänzeln.
  • adabei
    am 23.10.2013
    Empfehlung: Es gibt doch noch so viele Klagemöglichkeiten, lasst sie uns nutzen! Beispielsweise sollte man nicht mehr behaupten dürfen, dass S21 6 Mrd Euro kosten wird, dass Bahntickets immer teurer werden, dass Klimaanlagen in ICEs gelegentlich nicht funktionieren, dass Züge mitunter Verspätung haben und in Stuttgart manchmal sogar aus den Schienen springen, und, und und...
    Wo kämen wir denn da hin, würde man der Presse erlauben, solche Unwahrheiten zu verbreiten. Jede Menge Stoff also für eine veritable Klagewelle und für so manchen mittlerweile komplett Belustigten Anlass genug zum Totlachen.
  • Paul
    am 23.10.2013
    @Mittlerweile komplett Belustigter!,
    merkwürdig ich habe immer mehr das Gefühl dass die Dementrichs, die Grubes, die Schusters nur noch gequält grinsen können...........wirk fast wie festgefrorenes show-Grinsen...........

    Und wie seit Jahrzehnten üblich: inhaltlich und sachlich... Fehlanzeige

    Warum wohl?
  • Bernd Villiger (geb. Zimmermann)
    am 23.10.2013
    Dass die "Reichsbahn" versucht, Kritiker mit juristischen Tricks, die bestenfalls als fragwürdig zu bezeichnen sind, mundtot zu machen, ist zumindest mir seit Herbst 2010 "bestens bekannt":

    http://bernd-villiger.ch/bahnomat/
  • webu
    am 23.10.2013
    Der momentan noch vorhandene Oberkommunikationsexperte Dietrich weiß es besser, dass beide Jahresangaben, also 2021 und 2022 nicht stimmen. Nach glaubwürdigen Juchtenkäferrecherchen wird es mindestens bis zum Jahr 2023 dauern, bis die ersten ICE-Züge in den neuen Bahnhof einfahren dürfen, aber wegen Signalstörungen nicht können.
  • Kornelia
    am 23.10.2013
    tja so ist es wenn Menschen zu Königen "gemacht" werden und sie sich hoheitliche als Besonders fühlen...... dann ist negative Berichterstattung eine Persönlichkeits-Verletzung
    die Berichte solcher wahn-haften Persönlichkeits-Gestörten nehmen massiv zu.... warum wohl?
    (auch hier eine 2.Klassen-Gesellschaft. die Einen sind in wichtigen Positionen und werden dort auch noch hofiert, die Anderen direkt in die Psychiatrien)
    Und wenn in einem öffentlichen UNSER Raum, von sozialen Hängematten-Menschen (Bahnmitarbeiter werden von UNS bezahlt) Sonderrechte eingeräumt werden, dann wird dieser Wahn doppelt unterstützt!!!! (siehe auch EÖ!!)

    2. könnte es auch eine Taktik sein: so könnte die Zeitung sich als vermeintlich kritisch outen.... schliesslich verliert sie hier in Stuttgart dramatisch an "Kunden" wird bundesweit nur noch belacht....

    und wenn man dann 1 und 2 zusammen sieht: den Wahnhaften ist ihr Ruf egal: sie sind ja Könige..... deswegen stört sie auch ihrerseits KEIN Angriff auf andere! Ihre Welt ist die einzig wahre Welt
  • Hans-Peter Piepho
    am 23.10.2013
    Die Bahn sollte verklagt werden, damit sie nicht mehr wahrheitswidrig behauptet, S21 gehe 2021 in Betrieb.
  • Mittlerweile komplett Belustigter!
    am 23.10.2013
    Skandal - die Bahn wehrt sich! Ist natürlich für die Kontext-Wochenzeitung ein ungeheuerlicher Vorgang. Da kann man doch immer so geschmeidig draufhauen! Speziell als Kontext-Wochenzeitung, die von den S21-Gegnern (über)lebt. Übrigens könnte bei der nächsten (überflüssigen) Demo verkündet werden, daß mit S21 die Erde eine Scheibe wird. Wir würden das dann hier bei der Kontext-Wochenzeitung als unerschütterliche Weisheit lesen dürfen. In der Kontext-Wochenzeitung gab es ja auch mal kritische Beiträge zur S21-Gegnerschaft. Da wurde dann mannigfaltig mit Abo-Kündigung gedroht. Hat super funktioniert. Nur, was hat dies hier noch mit freier Presse zu tun? Das Niveau ist ähnlich einer Schülerzeitung, die unter der Aufsicht des Rektors steht.
  • adabei
    am 23.10.2013
    Es soll eben nicht sein können, was nicht sein darf.
    Aber dann vergaloppiert sich Grubes Golf-Kumpel und selbsternannter „Kommunikationsexperte“ doch glatt so was von amateurhaft. Den sollte man doch erst mal in einen PR-Grundkurs schicken. Und da heißt es in Lektion eins für den Umgang mit Journalisten: Greife kritische Journalisten keinesfalls an, umgarne sie, mache sie durch Vertraulichkeit zu scheinbaren Mitwissern, gib ihnen das Gefühl, zum Kreis der Insider zu gehören und lade sie ab und zu mal zu einem gepflegten Abendessen in exklusiver Umgebung ein.
    Die Voraussetzungen zumindest bei den leitenden Köpfen des Verlagshauses in Plieningen waren doch so gut, und dann löckt dieser Propagandaspezialist bei den letzten Aufrechten auch noch den Stachel und zwingt die Redaktionsleitung ja fast schon dazu, ungewollt Rückgrat zu zeigen.
    So ein Lapsus, Herr Dietrich, das darf Ihnen aber nicht noch mal passieren, sonst können wir Ihre PR-Karriere bis 2022 nicht mehr sicherstellen.
  • Rainer Daeschler
    am 23.10.2013
    Wenn Wolfgang Dietrich sagt 2021, die Stuttgarter Zeitung aber von Fertigstellungstermin 2022 spricht, dann ist das

    1.) ein Akt der Baukraftzersetzung
    2.) Widerstand gegen die Bahngewalt
    3.) Verletzung der Projektförderungspflicht

    So viel solle die StZ inzwischen gelernt haben, wenn sie mit dem Kommunikationsbüro unabgesprochener Weise Fertigstellungstermine nennt.

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