Am Ende des Gleises

Wenn schon "Bild" fragt, ob der Bund Stuttgart 21 platzen lässt, dann ist Alarm in Berlin. Von dort kommt ein Papier, das bestätigt, was die Gegner schon immer behauptet haben: S 21 geht nicht. Und die SPD kommt verschärft ins Grübeln. Nur Claus Schmiedel nicht.

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Schwarmintelligenz

"Gut, dass wir heute mal nicht über den Bahnhof reden", sagte Sigmar Gabriel am Dienstagabend bei einer SPD-Veranstaltung im Stuttgarter Vinum. Kurz danach konnte der Obergenosse in den Nachrichten hören, dass das Milliardenprojekt möglicherweise bald vor dem Aus steht. Dies legt ein internes Papier aus dem Bundesverkehrsministerium nahe, dessen Inhalt Thomas Wüpper in der "Stuttgarter Zeitung" veröffentlicht hat.

Jetzt wackeln sogar eifrige…

Aufseher im Tiefschlaf

Vertrauen ist gut, Kontrolle nicht besser. Nach diesem Motto ließ der Bahn-Aufsichtsrat dem Vorstand des Schienenkonzerns freie Hand bei Stuttgart 21. Nun sind die Kontrolleure aus dem Tiefschlaf aufgeschreckt – weil Schadenersatzansprüche drohen.

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Ein Herz für Redakteure

In der siechen Zeitungslandschaft von Baden-Württemberg gibt es tatsächlich noch einige Verleger, die den Rotstift nicht bei ihren Redaktionen ansetzen. Ullrich Villinger vom Waiblinger Zeitungsverlag ist einer von denen, die noch auf Inhalte vertrauen.

Sparen für den Chef

Die Rente ist nicht sicher. Das hat inzwischen sogar Arbeitsministerin Ursula von der Leyen erkannt. Eine bisher wenig beachtete Mogelpackung ist die sogenannte Betriebsrente, die vor allem eins ist: ein Skandal.

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Der NSU lebt

Manchmal ist ein Verbrechen so groß, dass man es nicht sieht. Man ist mittendrin. Der NSU, der sogenannte nationalsozialistische Untergrund, war weder allein, noch ist er tot. Anders ist nicht zu erklären, was um den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages herum geschieht, der die zehnfache Mordserie aufklären soll. Zum Beispiel Aktenmanipulationen im Jahr 2012, wie man ganz aktuell erfährt.

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Kein Frieden für die Toten

Der italienische Historiker Paolo Pezzino kritisiert massiv die Verfügung des Stuttgarter Oberstaatsanwalts Bernhard Häußler, die Ermittlungen zu dem SS-Massaker in der Toskana im Jahr 1944 einzustellen. Für Pezzino ist Häußlers Argumentation historisch nicht haltbar. Kontext veröffentlicht Pezzinos Antwort an den Strafverfolger.

 

Bohren im besetzten Gebiet

"Wer mit uns bohrt, kommt weiter": Mit diesem Wahlspruch gräbt Martin Herrenknecht (70) weltweit. Jetzt auch in Israel – im besetzten Westjordanland. Dort entsteht das Schnellbahnprojekt Tel Aviv–Jerusalem, das für die Bundesregierung ein "potenziell völkerrechtswidriges Vorhaben" ist. So hat es Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an Bahnchef Rüdiger Grube geschrieben, worauf die Bahn aus dem Projekt ausgestiegen ist. Aber Herrenknecht ist weiterhin dabei.

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