Bauchnabel

Die Welt ist ein einzig Deutschland. Die Auslandsberichterstattung deutscher Medien verkommt zunehmend zur Betrachtung des eigenen Bauchnabels. Das schreibt Willi Germund, Auslandskorrespondent in Bangkok.

Ein peinlicher Verdacht

Das Forschungszentrum Karlsruhe war einmal ein Kernforschungszentrum. Seit Jahrzehnten wird dort am Rückbau von Forschungsreaktoren oder Wiederaufarbeitungsanlagen gebaut. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Karlsruhe zwei ehemalige Chefmanager des Forschungszentrums wegen des Verdachts der Bestechlichkeit angeklagt. Ein Entsorgungskonzern soll den beiden ingesamt 50 000 Euro bezahlt haben. Der Fall ist delikat, sensibel, und er wird auffallend leise abgehandelt.

Denken ist Glückssache

Im Alltag und in der Literatur finden sich tradierte Lebens- und Denkmuster, die vielen kaum noch bewusst sind. Dabei haben sie eine zeitaktuelle Bedeutung. Vor allem vermitteln sie strukturiertes Denken – eine Kompetenz, die in der Bildung wie im Beruf besonders wichtig ist. Die Kontext:Wochenzeitung putzt diese Denkmuster wieder blank, in einer fortlaufenden Erzählung, die jetzt startet. Im ersten Kapitel von "Denken ist Glückssache" geht es um Zeit und Raum. Und um außen und innen: wenn mitten im Sommer Winter ist. Eine 15-jährige Schülerin hat die Denkmuster fotografisch interpretiert.

Der Tänzer und das Auge

Sie schauen beide auf die Welt des Tanzes. Genauer gesagt, auf die Welt des Stuttgarter Balletts. Doch sie schauen aus verschiedenen Perspektiven. Einmal von innen, mit den Augen eines Tänzers, der zur Kamera greift. Einmal von außen mit dem scharfen Blick eines Fotoreporters, der den Schweiß hinter der Schönheit sieht. Die beiden Fotografen Sébastien Galtier und Andreas Langen.

Der andere Aufbruch

Geht es um Aufbrüche in dieser Gesellschaft, wird gerne der laute Protest gegen Stuttgart 21 bemüht – als spektakuläres Beispiel dafür, wie Bürger auf die Straße gehen und sich gegen ein Politprojekt "erheben". Doch es gibt, seit Längerem, auch den ganz anderen, stilleren Aufbruch: Menschen, die sich aufgemacht haben, anderen Menschen zu helfen, zum Nulltarif – um soziale Realitäten zu gestalten und zu verändern. Es sind die Engagierten, die Freiwilligen.

Der kollektive Zorn

Der Protest gegen Stuttgart 21 lebt, die Gegner sind zurück. Voller Zorn haben sie Zäune am Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs eingerissen. Damit haben sie eine Grenze überschritten, die bisher tabu war. Für den Bahnchef Rüdiger Grube bedeutet das höchste Gefahr.

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Im Epizentrum

Stuttgart 21 sei das Epizentrum einer nicht mehr nachvollziehbaren Stadtplanung gegen die Bürger und gegen die Demokratie. Das sagte Joe Bauer in seiner Rede vor der Montagsdemonstration am Hauptbahnhof. Bauer schlug einen weiten Bogen von der Stuttgarter Frauenrechtlerin Clara Zetkin über den Abriss eines Häuserblocks an der Tübinger Straße bis zur Französischen Revolution. Der Wortlaut seiner Rede.

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Verletzt?

AKTUELL: Bislang war es nur Spekulation, aber Videos von der S-21-Montagsdemo zeigen tatsächlich den angeblich schwer verletzten Zivilbeamten.

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