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Verletzt?

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AKTUELL: Bislang war es nur Spekulation, aber Videos von der S-21-Montagsdemo zeigen tatsächlich den angeblich schwer verletzten Zivilbeamten.

Offiziell hieß es in einer Mitteilung der Polizei: "Eine zivile Polizeistreife wurde bei der Kontrolle einer Person, die kurz zuvor offenbar eine Sachbeschädigung begangen hatte, von mehreren Demonstranten angegriffen. Einem Beamten gelang es zu flüchten, sein Kollege wurde von den Aktivisten schwer verletzt. Mehrere Personen griffen den Beamten an und versuchten offensichtlich, ihm seine Dienstwaffe zu entreißen. Der Beamte musste von Rettungskräften mit Kopf- und Gesichtsverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden."

Agenturmeldungen zufolge ist der Beamte aus dem Krankenhaus entlassen, aber "noch sehr mitgenommen". Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitete mittlerweile ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Totschlag ein. Danach tauchten mehrere Privat-Videos im Internet auf, die angeblich diesen schwer verletzten Zivilbeamten zeigen.

Ob es sich bei diesem Video tatsächlich um Bilder dieses schwer verletzten Zivilbeamten handelt, war bisher Spekulation. Die Kontext:Wochenzeitung hat bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart nachgefragt, ob dieses Video den Beamten zeigt, der Opfer im Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags ist. Die Staatsanwaltschaft hat das jetzt offiziell bestätigt. In einem weiteren Video ist zu sehen, wie dieser schwer verletzte Beamte in einem DRK-Wagen hinter Polizeilinien sitzt und telefoniert.

Wie sehr dieser Beamte verletzt wurde und auf welcher Basis das Ermittlungsverfahren wegen versuchten Totschlags geführt wird, ist noch nicht geklärt. Nach Gesprächen mit dem Innenminister und dem Polizeipräsidenten hat Verkehrsminister Winfried Hermann "keinen Zweifel, dass es gewaltsame Ausschreitung gegeben hat" und dass dieser "in Zivil aufgetretene Polizist auch gewaltsam behandelt wurde". Dies zu bestreiten, sagte er, "ist keine kluge Strategie".


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13 Kommentare verfügbar

  • helmutboehnisch
    am 28.06.2011
    Antworten
    Bahnchef Grube hat vor kurzem vollmundig angekündigt, dass der Baustopp beendet sei und jetzt zügig weitergebaut und vergeben werde. Betrachtet man jedoch die Problemfelder, mit denen das Kellerbahnhofprojekt derzeit zu kämpfen hat, kann man sich angesichts die-ses Vorgehens nur die Augen reiben:
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