Am 17. April beginnt ein Prozess in München, der zum Politikum geworden ist, bevor er angefangen hat: das NSU-Verfahren. Der Kampf um die Presseplätze hat zuletzt die Schlagzeilen beherrscht, überlagert aber die politische Absicht des Staates. Er will die Mordserie, in die er selbst verstrickt ist, schnell erledigen. Sagt Kontext-Autor Thomas Moser, der das Geschehen um den Nationalsozialistischen Untergrund seit Monaten verfolgt. Moser wird auch aus München berichten – er hat einen der 50 festen Plätze. In der Rauchwolke um die unbefriedigende Platzvergabe zum NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) München droht ein viel größeres und grundlegenderes Problem zu verschwinden: Mit dem Prozess zum jetzigen Zeitpunkt gegen diese fünf Angeklagten soll ein Deckel auf den gesamten NSU-Komplex gelegt werden.
Letzte Kommentare:
Klasse Artikel!
Ich war schon länger nicht mehr dort, aber was ist eigentlich aus dieser absolut nicht normgerechten Kirchentreppe in Schwäbisch-Hall geworden ?
Vielen Dank für den Hinweis. Tatsächlich stimmt die Jahreszahl 2013 nicht, es ereignete sich 2011. Die enstprechende Stelle wurde korrigiert. Herzliche Grüße Korbinian (Redaktion)
Korrektur: das Papier von Azer, das im März 2011 geleakt wurde, bezog sich nicht auf 21 Risiken (das wäre unseriös gewesen), sondern auf 120 Risiken und eine Chance. Die Veröffentlichung des Papiers musste vor Gericht erstritten werden. Die Ingenieure22...
Nur damit es nicht postfaktisch wird: Ist die Jahreszahl 2013 hier ein Druckfehler? Azer wurde schon 2011 viele Monate vor dem Volksentscheid als S21-Projektleiter abgelöst. Er hat sich danach meines Wissens nicht mehr zu S21 geäußert....