Bild 1 von 12. Illustrationen: Tobias Greiner

Ausgabe 355
Schaubühne

Häuserkrieg

Von Minh Schredle
Datum: 17.01.2018
Schaffe, schaffe, und, äh ... trotzdem verarmen. So ergeht es immer mehr Menschen, für die das Wohnen in der Großstadt zunehmend unbezahlbar wird – während bei einer Minderheit von Hausbesitzern die Kassen klingeln. Der Journartist Tobias Greiner verbildlicht diese Motive.

Ein Schwall aus Häusern ergießt sich aus dem Mund eines arglistig und einfältig dreinblickenden Gesellen. Sein Gegenüber wirkt perplex. Der wiederum trägt ein kleines Eigenheim in der Hand, und es ist ihm gelungen, den Flecken Erde vor sich mit der Zauberkraft eines Fähnchens als seinen Besitz auszuweisen. Ganz schön skurril. Doch hinter der ulkigen Erscheinung dieser grotesken Gestalten, gezeichnet mit kräftigen, dicken Filzstiftstrichen auf weißem Grund, stehen ernste Motive: Sie sind verbildlichter Häuserkampf, im wahrsten Wortsinn.

Auf den Gedanken, den krankenden Wohnungsmarkt, Mietwucher und Eigenheimwahn zum Gegenstand seiner Kunst zu machen, kam Tobias Greiner bei der privaten Suche nach Lebensraum. Der 38-Jährige hat sich vor zwei Jahren in Stuttgart umgeschaut und ist schließlich nach Ludwigsburg gezogen. Seine Bilder, erzählt er, "sollen kein verbittertes Statement sein", lieber persiflierend. Und dennoch "Raum geben, sich aufzuregen".

Das gilt auch für seine Serie "Houses", an deren Anfang eine Recherche stand: Zusammen mit dem freien Journalisten Hansjörg Fröhlich hat Greiner herausgefunden, dass drei Privatpersonen in Stuttgart jeweils über 100 Häuser mit über 1000 Wohnungen besitzen – während etliche Menschen mit geringem Einkommen ins Umland abwandern, weil die steigenden Mieten in der Landeshauptstadt unbezahlbar werden. Einer der Vielhausbesitzer, ein Mann aus München und Erbe eines Familienunternehmens, habe laut den Rechercheergebnissen zudem zahlreiche Immobilien in Berliner und Hamburger Szenebezirken, und arbeite fleißig daran, sein Vermögen zu vermehren.

"Es geht mir aber nicht darum", betont Greiner, "jemanden an die Öffentlichkeit zu zerren und anzuprangern." Vielmehr findet er befremdlich, dass eine so einseitige Konzentration von Mieteinheiten in Zeiten allgemeiner Wohnungsnot überhaupt möglich ist und zugelassen wird. Er nennt das "Feudalherrschaft der Gegenwart".

Vier von zehn Einwohnern verfügen heute über weniger Realeinkommen als 1999 und selbst in einer reichen Stadt wie Stuttgart ist inzwischen mehr als jeder Zehnte überschuldet. Der Deutsche Mieterbund befürchtet zudem, dass sich die Durchschnittsmieten in Großstädten allein 2018 um circa zehn Prozent erhöhen werden.

"Seltsam ist das ja schon", findet Greiner, "wie erwachsene Menschen völlig austicken, sobald es um Eigenheim und Rendite geht." Ihm zufolge nimmt sich ein großer Teil ein großes Stück zu wichtig, und er hat seine Freude daran, sie zu veralbern; meist durch freie, bisweilen sprunghafte Assoziationsketten. Eines seiner Bilder zeigt ein Eigenheim mit Torso und Extremitäten beim Freizeitvergnügen auf dem Golfplatz. Es macht einen deprimierten Eindruck, regelrecht wehleidig. Überdies wirkt es ungelenk im Umgang mit dem Schläger, dessen Ziel ein viel kleineres, arm-, bein- und rumpfloses Häuschen ist, das als Spielball herhalten muss.

Für sich selbst hat Greiner die Bezeichnung Journartist gefunden, so nennt er sich seit 2006, er will Kunst und Berichterstattung miteinander vermengen. Unter diesem Motto steht auch seine aktuelle Ausstellung im Kunstverein Ludwigsburg, wo neben "Houses" noch andere Serien zu sehen sind, die Greiners breites Interessenspektrum verdeutlichen: vom Karibikaufenthalt ehemaliger Guantanamo-Häftlinge, über die Motive der Marsmissionen bis zu Drohnenangriffen in Pakistan. Nach Recherchen und Reisen verarbeitet er die Eindrücke in Zeichnungen, fast immer mit Filzstift und Fineliner, teils mit bewussten Metaphern, teils als traumartige Sequenzen.

Pro Serie entstehen dabei 100 bis 200 Zeichnungen. Einige Dutzend davon gibt es aktuell im Salon des Kunstvereins zu sehen, tief unter der Erdoberfläche. Früher war hier, wo heute Kunst beherbergt ist, ein Weinkeller, einer der größten der Stadt. Später zog die Polizei ein, und aus dem Gewölbe wurde ein Gefängnis. Geblieben sind davon heute nur die Mauern aus Naturstein, Greiner hat bei seiner Ausstellung darauf geachtet, die rotknopfigen Aufhängenadeln, an denen seine Bilder befestigt sind, nur in Löcher zu stecken, die schon vorher da waren – schließlich "muss man sich ja auch nach dem Ort richten."

Die Ausstellung im Kunstverein zeigt indes nur einen Ausschnitt aus Greiners Schaffen. Denn am liebsten, sagt er, experimentiere er und schaue "dann halt mal, was passiert". Einmal hat er sich Skier besorgt und die Rolltreppen einer Frankfurter Shopping Mall zur Piste umfunktioniert. "Ist auf jeden Fall ökologischer", freut er sich, auch wenn sich die umweltfreundlichere Variante noch nicht fleckendeckend durchsetzen konnte. Bei einem USA-Aufenthalt hat er Soldaten gebeten, mit ihm zusammen barfuß über die Brooklin-Bridge zu marschieren, als Zeichen für den Frieden (sie haben aber nicht mitmachen wollen). Und in Oberndorf, wo der Tod haust, wollte er, vielleicht an einer Tankstelle, versuchen, mit Munition von Heckler & Koch zu bezahlen; er hatte sogar schon welche besorgt. "Dann hab ich's doch nicht übers Herz gebracht."


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6 Kommentare verfügbar

  • Andromeda Müller
    am 04.02.2018
    Ach , und noch was Interessantes zum Wohnungsmarkt, sehr geehrter Herr Schredle , liebe Leute
    , die 3 Anmerkung :
    Die Hälfte aller z.Zt. in Deutschland p.a. erworbenen und dann verwalteten und vermieteten Wohnungen sind Wohnungen , die von "institutionellen ausländischen Anlegern" erstanden werden.
    Und was wollen diese Anleger ? Das Gleiche wie bei Investments in der 3. Welt via
    EU-Freihandelsabkommen (Hühnerbrust gegen Hühner - Gekröse/-Füße ; Palmöl-Nutella gegen Vertreibung,Totschlag,Monokulturen,Pestiziden; Fisch gegen ein paar Millionen Schwarzgeld-Dollar auf den Cayman-Inseln oder , tschuldigung Schweizer , der CH);
    Gewinn machen , das Geld sicher anlegen ! Und wo eine hohe Nachfrage und Gewinnstreben , da steigt der Preis für das Eigenheim und die Mieten natürlich mit. Die refinanzieren ja alles.
    Wie gesagt , auch Deutschland , wir , und damit meine ich auch den oberen Mittelstand , der sich noch nicht als neo"liberales" Target versteht und sieht , ist bereits auch schon lange Ziel der „Globalisierung“.
    • Nina p
      am 04.02.2018
      Auf der einen Seite wird ausgeblutet aber viel wesentlicher ist m.E. die jeweiligen Länder werden aufgekauft! Landgrabing über Mietshäuser, Firmen, Bauernhöfe etc pp... die Lebensgrundlage jedes Landes wird quasi untergraben!
      Man sollte Investorengruppen verbieten, die sollen ihr Geld meinetwegen in den Keller stecken aber aufhören die Spielsucht weiter auf Kosten der Menschheit zu frönen!
  • Andromeda Müller
    am 22.01.2018
    In Verlängerung :
    Dies ist häufig bei WEGs der Fall. Energieberater und Verwalter/Verwaltungsfirma haben "ihre" Handwerker "bei der Hand" ; die übliche Anzahl nicht alerter naiver Eigentümer , die sich dem Hausfrieden , dem Klimaschutz oder dem Verwalter verpflichtet fühlen und schon wird die Sache richtig lukrativ und die Mieten steigen , spätestes bei der nächsten Neuvermietung , schließlich steigt auch das zu zahlende Hausgeld .
    Was an Wärmekosten eingespart wird (möglichst keinen Penny aus dem Fenster lassen ) kommt dann in Form höherer Stromkosten für Wärmerückgewinnung und Lüftungsanlagen oder auch als Feuchtigkeits- und Schimmelbildung (v.a.im Sommer!) als Bumerang zurück. Bei Investorenprojekten in Blockbebauung , incl. Verwaltung , Fahrstuhlwartung ,Hausmeister und Grünanlage gehen die Nebenkosten dann durch die Decke. Was der Vermieter umlegen kann , macht er dann zur Rettung seiner Finanzierung/Rendite/Lebensplanung , je nachdem.
    Bei Investorenbebauung sei an das Stichwort Konversion erinnert. Hier wird möglicher sehr günstiger Wohnraum , weil schon abgeschrieben , von Kommunen und Städten an Investoren und ihre Projektpartner (alle gut "vernetzt" mit der ortsansässigen Politik / ARbeitsplätze !/ Städteplanung !/ Innovative Stadtviertel!) verscherbelt , dann mit ganz toller Bürgermitbeteiligung "zusammen" geplant , subventioniert und als Erfolgsmodell beworben . Gibt es denn überhaupt noch eine Innenstadtbebauung in D ohne "Investoren"? "Investoren" , das Wort verrät doch schon , daß diese einen möglicht hohen Gewinn mitnehmen möchten . Irgend jemand finanziert diesen . Und dieser jemand ist immer Hinz und Kunz. Ob als WEG-Eigentümer , Mieter oder Steuerzahler.
    Dann noch die Refinanzierungsposition Nr.1 der Kommunen : Die Grundsteuer . Die zahlt aber immer der Mieter oder der selbst bewohnende Eigentümer. Die Grundsteuer stopft die Haushaltslöcher , die in inkompetenter Weise , für irgend einen Mist gerissen wurden.
    D.h. Mieter und selbstbewohnender Eigenheimbesitzer zahlen auch hier in Doppelfunktion (2.allg.Steuerzahler) für diesen .
    Weiter solche grandiosen Wirtschaftswachstumsideen wie Rauchwarnmelder , Legionellentrinkwasserverordnung , verschärftes Eichgesetz (alle 5 Jahre müssen die Wasseruhren/Zähler ausgetauscht werden , auch wenn noch völlig funktionsfähig ) ,
    die wiederum Mieter und Vermieter bezahlen müssen. Regelmäßig und für immer + der üblichen Preissteigerungen in Material und Servicekosten .
    Nutzen ? Bei 500 verhinderten Rauchgastoten und , lassen wir`s mal krachen , 500 verhinderten Legionellen-Toten , zusammen 1000 Tote p.a. im Bundesgebiet , sind wir doch ganz bestimmt dafür , oder ?
    Hm , blöd ist nur , das bei 20 Tausend Toten durch Übermedikation (Zahlen der evidenzbasierten Medizin , 3.häufigste Todesursache in D ist der Gang zum Arzt aufgrund
    von Übermedikation ) , und 15 Tausend Toten durch mangelnde Krankenhaushygiene/ multiresistente Keime (Personalabbau in den KHs zwecks Kosteneinsparung/ "Globalisierung"), - alles per anno -, der sogenannte Gesetzgeber genauso untätig bleibt wir beim Tempolimit (EU-Harmonisierung ? Klimaschutz ? Minderung der Anzahl der Verkehrstoten ?).
    Der normale Vermieter , der an einem guten und langfristigen Mietverhältnis ohne Ärger und Theater interessiert ist und deshalb nicht maximal vermietet hat , bzw. dessen Rechtsnachfolger (Erwerber/Erbe), werden durch Mietpreisbremse und Mietspiegel bestraft, weil diese es nicht erlauben in wenigen Jahren die über Jahrzehnte "versäumten" marktüblichen Mietpreise aufzuholen , wenn er dann mal finanziell wegen hohem Instandhaltungsstau , hohen Handwerkerkosten ,oder steigender Kreditzinsen
    in bedrängnis kommt. Vermietung von neuem Wohnraum durch "Investoren" und/oder Modernisierungsentmietung durch dito haben vom Gesetztgeber genauso wenig zu fürchten wie die Gesundheitsindustrie , die Bauwirtschaft , die "Hausmanagement"-Gewerbe oder die Autoindustrie. Comics und laue Medien helfen da nicht.
    • Schwa be
      am 23.01.2018
      Die Beispielliste der Abzocke in Deutschland - egal ob Wohnungseigentümer oder Mieter - ist von Ihnen sehr schön dargestellt. Diese Liste der Abzocke in Deutschland (die insbesondere Mittel- und Geringverdiener trifft - also die Bevölkerungsmehrheit) lässt sich m.E. über das Wohnen hinaus unendlich fortsetzen.
      Um das groteske handeln bzw. nicht handeln deutscher PolitikerInnen noch zu verdeutlichen möchte ich zwei Beispiele hinzufügen:
      Rund 60.000 Tote jährlich in Deutschland durch Feinstaub und Stykoxide - und wie reagieren die herrschenden Politiker in BaWü - sie zementieren die jährliche Todesrate indem sie gegen eindeutige Gerichtsurteile angehen (ganz im Sinne der Profitrate von Öl-/ Autokonzernen und der Mineralölsteuer).
      Vor kurzem sah ich im TV eine Info-/Werbesendung die den Zuschauer darauf aufmerksam machte das jährlich ca. 1.000 Menschen in Deutschland sterben weil zu wenige einen Organspende Ausweis haben. Hier appellieren die Verantwortlichen ganz locker an das Gewissen der Menschen.
      Appelliert man jedoch an das Gewissen von Politikerinnen hinsichtlich Zehntausender jährlicher Toter durch Feinstaub/Stykoxide oder an Millionen von Toten hinsichtlich vom Westen lancierten völkerrechtswidrigen (und auf Lügen aufgebauten) Angriffskriegen ist man "unfair" oder versteht die Sachzwänge bzw. die Komplexität nicht.
      Für mich ist es äußerst wichtig immer wieder darauf hin zu weisen das dies nicht zwangsläufig so sein muss. Das dies ausschließlich die bewusste Politik von bürgerlichen/kapitalorientierten Parteien (egal welcher Couleur) und deren Politikerinnen ist - im Gegensatz zu echter linker/evtl. auch noch echter sozialdemokratischer Politik bei der Mensch, Tier und Umwelt einen höheren Stellenwert einnehmen.
  • Andromeda Müller
    am 21.01.2018
    Sehr geehrter Herr Schredle ,
    anbei einige kleine Kritikpunkte aufgrund der Nichtberücksichtigung von wichtigen Aspekten an ihrem Artikel :
    Zitat : "Er nennt das "Feudalherrschaft der Gegenwart". Das ist auch meine Meinung .
    Zunächst sind "Neoliberalismus" und "Globalisierung" sogenannte Wordings , d.h. bewußt durch PR-Agenturen (Ebenfalls ein Euphemismus für Propaganda-Agenturen) millionenfach und täglich in den öffentlichen Diskurs und Gebrauch eingeführte euphe-mistische Begriffe , die Neofeudalismus und Wirtschaftskolonialismus positiv erscheinen
    lassen.
    Z.B. Landgrabbing , EU-Fischereiabkommen mit korrumpierten afrikanischen Regierungen, Coltan-Abnahme aus dem Kongo bis Kohleförderung in Kolumbien für deutsche Kohlekraftwerke , NAFTA ,CETA, TTIP, TISA , Palmöl , Soja , Aga-Öl , Baumwolle, Mais , Tropenholz , Goldabbau usw. . Wer seinen Krempl hergibt wird gefeiert (Myanmar trotz ethnischer Säuberungen jetzt Demokratie; BananenPlantagen für Del Monte , Chiquita und Co. in Mittel-und Südamerika - Diktraturen , O.K., usw.alles bekannt , nicht ? )
    Im Artikel fehlen die ähnlich anzusiedelnden großen Hedge- und Immobilien-Investmentfonds , die nicht 1000 , sondern Zehntausende Wohnungen auf-und weiterverkaufen.
    Dafür verantwortlich sind unsere "Politiker" , kommunale, Landes - und Bundespolitiker ,
    die , aus reinem Altruismus , selbst verursachte Schuldenberge (wenn man sie als unbedarfte Kaste mal zusammennimmt) durch Verkauf von Sozialwohnungen ihre Berge , d.h. eure Sozialwohnungen , loswerden wollten .
    Achtung ! Große Kapitalgesellschaften zahlen nämlich , im Gegensatz zu Hinz unbd Kunz, aufgrund einer vom Gesetzgeber im exklusiv für sie zuständigen Kapitalmarktrecht geschaffenen Schlupfloch exakt 0 % Grunderwerbssteuer (= "Globalisierung" mal bei uns). Aber das ist auch ein uralter Stiefel. Könnte man trotzdem mal erwähnen incl. der Frage der gesetzgeberischen "Reform"-Untätigkeit .
    Wahrscheinlich geht das noch auf eine Initiative aus der Zeit dieses Sagen umwobenen Herrn hervor. https://www.youtube.com/watch?v=G7va0n85Bcc
    Vielleicht aber auch noch früher aus den neo"liberalen" Vermächtnissen christlicher Volksrepräsentanten. Erinnert sei auch noch an den Berliner Wohnungsbaumarkt inkl. Luxussanierungen und Bankenskandal. Die Modernisierungsmieterhöhung nebst Generalübernehmer , Generalunternehmern , Subunternehmern und betrogenen Handwerksfirmen/Mittelstand sowie gentrifizierten Mietern gehören ganz sicher schon in diese politische Ära . Mit der Strafverfolgung hat`s , wie immer , dann nicht so gut geklappt ( = Neofeudalismus ). Ein juristisches Phänomen , daß der Republik ja permanent vorgeführt wird . Wer kann Beispiele nennen ?
    Das die Realeinkommen sinken , ja , das ist schon lange bekannt , aber wenig publiziert .
    https://www.maskenfall.de/?s=Realeinkommen
    Ein Verdienst der "Globalisierung"/Neofeudalismus und des deutschen "Exportmodells"(Merkantilismus/Wirtschaftskolonialismus , aber beileibe nicht auf D beschränkt , durch u.a. prekäre Niedrigeinkommen finanziert).
    Neben der bei der Mehrzahl der Menschen geringer werdenden Kaufkraft/Einkommen ,
    neben den gesetzgeberischen "Fehlern" der "Politik" (s.o. , die wie man auch schon lange weiß ihre Gesetzesvorlagen von Lobbygruppen und ihren Anwaltskanzleien übernehmen - Stichwort externe beratende "Expertise"/Mitarbeiter in Ministerien), ist auch der erhöhte Bedarf und Anspruch auf qm-Fläche bei versingelter Gesellschaft , zu erwähnen.
    Dazu fehlt weiter der Hinweis auf permanente Kostensteigerungen bei Instandhaltungs- , Modernisierungs- und Baukosten durch Mehrwehrtsteuererhöhungen , Baustoffteuerungen , "Klimaschutz" (völlig funktionsfähige Bauteile wie z.B. doppelt verglaste Fenster, kaum 20 jahre alte Heizungen etc. , werden durch billige Kredite/Tilgungszuschüsse und "Energieberater" als Schmiermittel durch "Neues" ersetzt ;
    was wiederum durch Modernisierungsmieterhöhungen und höhere Neuvermietung refinanziert werden muß).
    • Schwa be
      am 21.01.2018
      Vielen dank an Andromeda Müller - diesen Kommentar unterschreibe ich vollumfänglich.

      "Achtung ! Große Kapitalgesellschaften zahlen nämlich , im Gegensatz zu Hinz unbd Kunz, aufgrund einer vom Gesetzgeber im exklusiv für sie zuständigen Kapitalmarktrecht geschaffenen Schlupfloch exakt 0 % Grunderwerbssteuer (= "Globalisierung" mal bei uns)."
      Hier werden durch die Mithilfe bürgerlicher Politiker (mittels Gesetzgebung) Milliarden am Steuerzahler vorbeigeschleust.

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