KONTEXT:Wochenzeitung
KONTEXT:Wochenzeitung

Der Berg, den sie Menschenfresser nannten

Der Berg, den sie Menschenfresser nannten
|

Datum:

Zu Tausenden sind Deutsche und Franzosen im Ersten Weltkrieg am Hartmannsweilerkopf elend krepiert. Der hohe Blutzoll verschaffte dem Berg den Namen Menschenfresser. Kontext hat sich auf dem Gebirgszug im Elsass umgesehen und die Eindrücke filmisch verarbeitet.

An der bislang nationalen Gedenkstätte zum Ersten Weltkrieg werden der französische Staatspräsident Hollande und Bundespräsident Gauck am 3. August den Grundstein für ein gemeinsames, 6,5 Millionen Euro teures Museum legen. Es wird als Leuchtturmprojekt der deutsch-französischen Freundschaft gewertet und ist gleichzeitig der offizielle Staatsakt beider Nationen im gemeinsamen Gedenken an den 100. Jahrestag des Kriegsbeginns.

Unser Interesse galt dabei den Menschen, die seit Jahr und Tag die Spuren jenes mörderischen Gebirgskrieges zu erhalten versuchen. Ihre Arbeit verstehen sie als Mahnung vor dem Krieg für die junge Generation. Bundespräsident Gauck fordert unterdessen mehr Wehrhaftigkeit der Deutschen, weil Deutschland jetzt zu den "Guten" zähle. Von einer Kultur der Zurückhaltung zu einer Kultur der Kriegsfähigkeit. Vor 100 Jahren ging es um Treue zu einem Bündnispartner, die deutsche Bevölkerung damals wähnte sich in einem "Verteidigungskrieg", auch auf dem Hartmannsweilerkopf.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT!
KONTEXT unterstützen!

Verbreiten Sie unseren Artikel
Artikel drucken


4 Kommentare verfügbar

  • Werner Müller
    am 02.08.2014
    Antworten
    Ja, auch ich bin einer, der bei einer harmlosen Motorradtour vor
    20 Jahren zum 1. Mal den Hk besuchte.
    Auch ich bin einer, der von 1968 - 1969 seinen Wehrdienst über 18 Monate zähneknirschend leistete, im Glauben, dem "bösen" Russen vor der Türe Paroli bieten zu müssen. Auch heute finde ich jedes…
Kommentare anzeigen  

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochvormittags unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Letzte Kommentare:






Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!