KONTEXT:Wochenzeitung
KONTEXT:Wochenzeitung

Treibhausgas-Skandal bei Solvay

Die SF6-Protokolle

Treibhausgas-Skandal bei Solvay: Die SF6-Protokolle
|

Datum:

Der Chemiekonzern Solvay hat in Bad Wimpfen jahrelang tonnenweise das Klimakillergas SF6 in die Luft geblasen, ehe der Skandal im vergangenen Dezember ans Licht kam. Das baden-württembergische Umweltministerium war schon seit 2024 über Missstände informiert, wie ein Schriftverkehr zeigt. Das Protokoll eines Behördenversagens.

Schwefelhexafluorid (SF6) ist das Klimakillergas Nummer eins, das stärkste bekannte Treibhausgas, 24.000-mal schädlicher als CO2. 30 Tonnen SF6 hat der Chemieproduzent Solvay in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn) jahrelang in die Luft geblasen, was einem Ausstoß von 729.000 Tonnen CO2 pro Jahr entspricht – das sind 30 Prozent der gesamten deutschen Klimabilanz. Den Behörden gegenüber behauptete Solvay dagegen immer, es seien nur 56 Kilogramm pro Jahr. Ein Skandal, der erst im Dezember 2025 ans Licht kam.

Er hätte allerdings schon viel früher publik werden können. Schon im Jahr 2020 hat der Atmosphärenforscher Professor Andreas Engel von der Universität Frankfurt bemerkt, dass es im Großraum Heilbronn eine massive Schadstoffquelle geben muss. Alles deutete auf Solvay hin. Darüber informierte er 2023 das baden-württembergische Umweltministerium. Zunächst folgenlos. Niemand schien sich dort dafür zu interessieren. Und noch im Dezember 2025, als das ZDF erstmals über den Klimaskandal am Neckar berichtete, behauptete Landesumweltministerin Thekla Walker (Grüne), die Messergebnisse seien "nicht anlagenscharf" genug, um als Schadstoffquelle Solvay zu identifizieren.

Kontext liegt inzwischen der Schriftverkehr vor, den es im Umweltministerium in Sachen SF6 und Solvay gegeben hat. Und obwohl viele Dokumente geschwärzt wurden, bleibt als Fazit: Es ist das Protokoll eines multiplen Behördenversagens, das zeigt, wie ein Umweltskandal jahrelang unter den Tisch gekehrt worden ist.

Die Protokolle: Ein Drama in mehreren Akten

Ein knappes Jahr nach der ersten Information (2023) durch Professor Engel beginnt der uns vorliegende Schriftwechsel:

Am 15. Januar 2024 teilt das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) dem Umweltministerium Baden-Württemberg (UM), Referat Industrie / Schwerpunkt Anlagensicherheit, seine Erkenntnis mit:

"SF6 ist nach TA Luft ein Stoff Klasse II, Erlaubte Emissionen: Massenstrom 15 g / h, Massenkonzentration 3 mg/Kubikmeter".

Damit sind die Fakten also geklärt und bekannt, wieviel SF6 ausgestoßen werden darf. Die TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) ist eine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz, die der Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen dient und sich an die jeweilige Genehmigungsbehörde für technische Anlagen richtet – in diesem Fall das Regierungspräsidium Stuttgart.

Das Fachgespräch im Februar 2024

Vier Wochen später, am 12. Februar 2024, geht eine Mail des baden-württembergischen Umweltministeriums an die Universität Frankfurt, das Umweltbundesamt, das Umweltministerium Hessen und die Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg:

"Einladung zum Fachgespräch über Schwefelhexafluorid Emissionen auf den 14.2.2024 von 13 – 16 Uhr nach Stuttgart in das Königstuhlzimmer des UM. Dauer 3 Stunden." TOP 3 Professor Engel: "Vorstellung seiner Forschungsergebnisse" (mit grafischer Darstellung).

Einen Tag nach dem Fachgespräch, am 15. Februar 2024, bedankt sich das Umweltministerium bei der Uni Frankfurt für die Präsentation von Professor Engel und äußert eine Bitte: "Im Nachgang zum Fachgespräch ist mir aufgefallen, dass wir gar nicht nachgefragt haben, ob Sie uns die Präsentation, die Sie vorgestellt haben, zusenden könnten."

Engel antwortet am 22. Februar 2024 dem Umweltministerium:

"Anbei finden Sie unsere Präsentation (…) Ich möchte Ihnen noch einmal für die Einladung zu dem Gespräch letzte Woche danken und der Möglichkeit, unsere Ergebnisse vorstellen zu dürfen. Allerdings möchte ich auch sagen, dass ich eher enttäuscht war über die Reaktionen. So hätte ich z. B. erwartet, dass von Seiten der Behörden mehr Unterstützung gekommen wäre, z.B. über die Möglichkeit, Ausbreitungsrechnungen von der möglichen Punktquelle aus zu machen oder auch ein Gespräch mit der Firma Solvay anzustossen oder gemeinsam zu überlegen, wie man in dieser Sache im Sinne des Klimaschutzes weiter vorgeht. Ich werde morgen ein Gespräch mit weiteren Kollegen haben, um gemeinsam zu überlegen, wie man in dieser Angelegenheit weiter vorgeht. Über Vorschläge seitens des Landes Baden-Württemberg würde ich mich natürlich auch freuen."

Darauf schreibt am 6. März 2024 um10.52 Uhr das Umweltministerium an die Uni Frankfurt:

"Leider konnten wir die übermittelten Daten (…) nicht öffnen. Wir möchten Sie daher bitten, uns die Datei nochmal zu senden. Wir waren etwas überrascht über Ihre Rückmeldung zum Fachgespräch."

Man bietet Professor Engel deshalb an, einen neuen Gesprächstermin vorschlagen zu dürfen.

Noch am selben Tag, dem 6. März um 17.32 Uhr antwortet die Uni Frankfurt dem Umweltministerium: Professor Engel schickt die Datei noch einmal. Er weist darauf hin, dass seine Daten mittlerweile auch von den Kollegen des britischen Met Office (Wetterdienst) bestätigt worden seien, und bittet wieder um ein Gespräch mit Solvay. Engel schlägt einen Termin gleich in der folgenden Woche vor.

Am 11. März 2024 antwortet das Umweltministerium: "Einen Termin in dieser Woche schaffen wir zeitlich leider nicht mehr." Es schlägt Engel einen Termin Mitte April vor.

Spätestens im April 2024 hat das Ministerium alle Daten

Aus den Kontext vorliegenden Unterlagen geht zudem hervor, dass dem Umweltministerium spätestens am 3. April 2024 eine Kartengrafik des Umweltbundesamtes und der Landesanstalt für Umweltschutz BaWü vorlag, auf der eindeutig erkennbar ist, dass die massive SF6-Emission nur von Solvay kommen kann. Ein Textelement der Grafik ("SF6-Fachgespräch Stuttgart, 14.02.2024") legt nahe, dass sie aus der Präsentation von Professor Engel stammt.

Am 3. April 2024 informiert die Uni Frankfurt das Umweltministerium, dass ihre Daten inzwischen auch vom KIT in Karlsruhe eindeutig bestätigt worden sind. "Von zusätzlichen Messungen erwarte ich im Moment keinen signifikanten Erkenntnisgewinn", schreibt Engel und empfiehlt wieder ein Gespräch mit Solvay, denn das Messergebnis sei ja glasklar: Solvay emittiert 30 Tonnen SF6 pro Jahr – 30 Prozent aller deutschen CO2 Emissionen. Er macht klar, dass es für ihn jetzt um die Publikation seiner Ergebnisse geht. Sein Fazit: "Vermutlich ist es eine Frage der Politik, wie man mit diesen Ergebnissen umgehen möchte."

Am 9. April 2024 lädt das Umweltministerium zu einer Sitzung der Hausleitung über die SF6-Problematik im eigenen Haus in der Schwarzwaldstube ein. Auch die Ministerin Thekla Walker und der Ministerialdirektor werden dazukommen.

Am 17. April 2024 legt Professor Engel dem Umweltministerium nach einem Treffen im Ministerium eine ausführliche Zusammenfassung seiner Studie vor, die aufzeigt, dass er in ein weltumspannendes, wissenschaftlich anerkanntes Messnetz integriert ist.

Anfang 2025: Ansätze behördlicher Aktivität

Acht Monate später kommt plötzlich Bewegung in die Angelegenheit: Am 7. Januar 2025 geht eine Rundmail des Regierungspräsidiums Stuttgart an alle Landratsämter in Nordwürttemberg. Man erbittet Bericht, wo es im Bereich der Landratsämter Firmen gibt, die mit SF6 umgehen.

Das Ergebnis der Rundmail an die Landratsämter teilt das Regierungspräsidium am 31. Januar 2025 dem Umweltministerium mit: SF6 werde etwa genutzt durch Umspannwerke, aber nur wenige Betriebe würden mit SF6 arbeiten.

Nun stellt sich aber die Frage: Wer könnte die Emissionen bei Solvay messen? Drei Wochen nach der Anfrage des Umweltministeriums an die Landesanstalt für Umweltschutz kommt am 5. Februar 2025 die Antwort: "Es hat leider etwas länger gedauert."

Einen Tag später wird es konkret: Am 6. Februar schreibt die Landesanstalt für Umweltschutz an das Umweltministerium, dass es wohl zwei bis drei Institute gibt, die SF6-Emissionen messen könnten. Die Kosten werden geschätzt auf 50.000 Euro bis sechsstellig. Die Vorlaufzeit betrage sechs Monate.

Mai/Juni 2025: Dürftige Chemiekenntnisse im Ministerium

Nun ist wieder vier Monate Pause. Bis am 2. Juni 2025 eine Mail des Umweltbundesamtes an das baden-württembergische Umweltministerium geht: Es ist die Antwort auf die Anfrage des Umweltministeriums (Referat 43) vom 28. Mai 2025, ob es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Ewigkeitschemikalie TFA (mit der Solvay ursprünglich in die Schlagzeilen geraten ist) und SF6 geben könnte: "Niemand kann einen Zusammenhang zwischen SF6 und TFA nennen. Da SF6 und TFA beide extrem stabil sind, ist ein sich gegenseitiges Ab- oder Umbauen ausgeschlossen." Allein diese Anfrage einer Fachbehörde ist atemberaubend, denn es gehört zum kleinen chemischen Einmaleins zu wissen, dass der eine Stoff (SF6) anorganischer Natur ist, während TFA zur organischen Chemie gezählt wird.

Juli/August 2025: Erst Unruhe, dann Lizenz zum Nichtstun

Am 8. Juli 2025 kommt ein weiterer Player ins Spiel: das unabhängige Büro für Umweltforschung Ökorecherche. Es informiert das Umweltministerium, dass Ökorecherche, Uni Frankfurt, Umweltbundesamt und Fraunhofer Institut am 24. Juli 2025 den Abschlussbericht der SF6-Messergebnisse von Professor Engel präsentieren werden.

Werden nun einige Beteiligte unruhig? Die Landesanstalt für Umweltschutz schreibt am 28. Juli 2025 an das Umweltministerium (Priorität: hoch!): "Seit 2024 sind wir in Kontakt wegen der SF6 Problematik. Zuletzt hatten wir im Februar 2025 dem UM eine Liste mit infrage kommenden Messinstituten für SF6 Immissionsmessungen geschickt. Kürzlich informierte mich Frau (…) über die aktuelle Entwicklung im UM. (…) Aus unserer Sicht sollte vor dem Hinzuziehen externer Fachleute der aktuelle Kenntnisstand behördlicherseits ausgetauscht werden. (…) Die Firma (…) führt im Auftrag von Solvay die Emissionsmessungen am Standort durch. Es könnte sein, dass hierdurch Interessenskonflikte resultieren." Das KIT und Professor Engel sollten zu dem angeregten Austausch ebenfalls eingeladen werden.

Aus dem Kontext vorliegenden Schriftverkehr geht nicht hervor, ob ein solcher Austausch stattgefunden hat.

Am 22. August 2025 versendet das Regierungspräsidium Stuttgart an das Umweltministerium ein Infoblatt über Pflichten von Herstellern von SF6 nach der EU Fluorgas-Verordnung 2024/573 und der TA Luft 2021. Darin wird dokumentiert, wer welche Pflichten hat und welche Rechte die Aufsichtsbehörde. Die TA Luft, Ziffer 5.2.4., regelt die Höchstmengen für gasförmige anorganische Stoffe, die nicht überschritten werden dürfen. Aber am Ende steht als Fazit: "Abweichungen von den allgemeinen Anforderungen der TA Luft, z.B. Ziffer 5.2.4. ist möglich, da es sich um eine in Deutschland nur einmal vorhandene Anlage handelt." Mit anderen Worten: Es handelt sich um die Lizenz zum Nichtstun.

September 2025: Neue Messungen, geschwärzte Unterlagen

Anfang September scheinen neue Messungen vorzuliegen. Am 8. September 2025 geht um 7.55 Uhr eine Mail des Umweltministeriums ans Regierungspräsidium Stuttgart und die Landesanstalt für Umweltschutz: "Ich möchte darum bitten, dass einer von Ihnen beiden mir den Bericht mit den Messergebnissen heute morgen kurzfristig – möglichst vor 9.00 Uhr – zusendet."

Jetzt scheint Bewegung in die Sache gekommen zu sein, denn bereits 15 Minuten später ist die Antwort da:Um 8.10 Uhr schreibt das Regierungspräsidium Stuttgart an das Umweltministerium (Priorität: Hoch! Vertraulich!): "Anbei der Messbericht (…) eine Erläuterung dazu, zur internen Verwendung, beides wurde uns streng vertraulich geschickt." Der in der Mail enthaltene Messbericht zu Solvay ist datiert auf den 22. August 2025. Alles andere ist zu 100 Prozent geschwärzt.

Ebenfalls am 8. September schickt das Regierungspräsidium dem Umweltministerium in einer weiteren Mail einen streng vertraulichen Maßnahmenplan zu Solvay – auch wieder zu 100 Prozent geschwärzt.

Am 16. Oktober 2025 schreibt das Regierungspräsidium Stuttgart an das Umweltministerium: "Anbei wie besprochen die Anordnung zu SF6, die wir heute zur Anhörung an die Firma Solvay geschickt haben." Die Anordnung ist nicht in den Kontext vorliegenden Unterlagen enthalten.

Zwei Wochen später, am 3. November 2025, Regierungspräsidium an UM: "Anbei die finalisierte Anordnung, die wir heute an die Firma Solvay geschickt haben." Auch sie ist nicht in den vorliegenden Unterlagen enthalten.

November 2025: Engel macht Studienergebnisse öffentlich

Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Vorgänge um den massiven Ausstoß des Klimakillergases SF6 bei Solvay in der Öffentlichkeit noch immer unbekannt. Das ändert sich nun, denn die Forschungsgruppe der Uni Frankfurt um Professor Engel hat ihre Studienergebnisse zu Solvay am 6. November 2025 veröffentlicht.

Am 10. November 2025 geht eine Mail der Uni Frankfurt an die Umweltministerien von Baden-Württemberg und Hessen: "Wir möchten Sie kurz darüber informieren, dass die Veröffentlichung nun beim Journal Environmental Sciene and Technology – Air am vergangenen Donnerstag publiziert worden ist. Sie finden den Artikel unter dem folgenden Link: https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsestair.5c00234."

Dezember 2025: Ministerium relativiert Engels Messdaten

Nach den ersten Presseanfragen von ZDF und dem Magazin "Spiegel" schreibt das Regierungspräsidium Stuttgart am 2. Dezember 2025 um 14.32 Uhr an das Umweltministerium: "Anbei unser Antwortentwurf für eine Antwort an die Firma Solvay. Gerne können wir hierzu auch skypen." (Der Entwurf ist nicht in den vorliegenden Unterlagen enthalten.)

Am selben Tag antwortet um 16.53 Uhr das Umweltministerium dem Regierungspräsidium Stuttgart: "Vielen Dank für Ihren Entwurf. In Abstimmung mit der Abteilungsleitung schlagen wir beiliegende Fassung zum Versand an Solvay vor. Bei Bedarf können wir gerne telefonieren." (Die Fassung ist nicht in den Unterlagen enthalten.)

Am 3. Dezember 2025 schließlich sagt Baden-Württembergs Umweltministerin Thekla Walker im ZDF-Interview: Die SF6-Messdaten der Universität Frankfurt seien "nicht anlagenscharf" auf Solvay zurückzuführen.

Mai 2026: Thekla Walker soll in der neuen grün-schwarzen Landesregierung wieder Umweltministerin werden.

Wir brauchen Sie!

Kontext steht seit 2011 für kritischen und vor allem unabhängigen Journalismus – damit sind wir eines der ältesten werbefreien und gemeinnützigen Non-Profit-Medien in Deutschland. Unsere Redaktion lebt maßgeblich von Spenden und freiwilliger finanzieller Unterstützung unserer Community. Wir wollen keine Paywall oder sonst ein Modell der bezahlten Mitgliedschaft, stattdessen gibt es jeden Mittwoch eine neue Ausgabe unserer Zeitung frei im Netz zu lesen. Weil wir unabhängigen Journalismus für ein wichtiges demokratisches Gut halten, das allen Menschen gleichermaßen zugänglich sein sollte – auch denen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben. Eine solidarische Finanzierung unserer Arbeit ermöglichen derzeit 2.500 Spender:innen, die uns regelmäßig unterstützen. Wir laden Sie herzlich ein, dazuzugehören! Schon mit 10 Euro im Monat sind Sie dabei. Gerne können Sie auch einmalig spenden.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT!
KONTEXT unterstützen!

Verbreiten Sie unseren Artikel
Artikel drucken


0 Kommentare verfügbar

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare anzeigen  

Neuen Kommentar schreiben

KONTEXT per E-Mail

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer Mittwoch morgens unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Letzte Kommentare:






Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!