Ausgabe 275
Politik

Tatort Facebook

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 06.07.2016
Nicht nur in rechtsextremen Kreisen mutiert Facebook zum Kotzkübel der Republik. Meist knapp unterhalb der Schwelle zur Strafbarkeit wird geflegelt und geohrfeigt, gelogen und verhöhnt. Die demokratischen Parteien lassen die Hassprediger gewähren. Denn allzu oft haben sie keine Ahnung, was für eine Post hier abgeht.

Ob Mark Zuckerberg sich das so vorgestellt hat? Zumindest begann die Geschichte der weltweit vernetzten, inzwischen Milliarden Mitglieder zählenden Community mit einem – etwas spätpubertären – Übergriff. Vor 13 Jahren, fast eine Ewigkeit gemessen an der Entwicklung der virtuellen Welt, stellte der noch grünschnäbelige Harvard-Student Bilder von zwei zufällig ausgewählten Kommilitoninnen ins Netz und rief dazu auf, möglichst zahlreich über deren Attraktivität abzustimmen. Die Resonanz war groß, die Aufregung ebenfalls. Zuckerberg musste die Aktion abbrechen. Doch die Fährte war gelegt.

Auf den Seiten von Politikern und -innen sind Debatten über Aussehen, Frisur, Busen, Muckis oder darüber, wer zur Penisverlängerung wohl Hasenpfoten verwendet, nahezu nobel im Vergleich zu dem Niveau, das bei anderen Themen erreicht und immer neu unterboten wird. Verbalinjurien beherrschen das Feld, enthemmtes Schmähen ist die normale Tonlage. Die Seuche der sprachlichen Verrohung grassiert auf CDU- und SPD-Seiten, auf denen die Kanzlerin unwidersprochen als Ferkel verballhornt oder als "das Merkel" beschimpft wird; auf denen Sigmar Gabriel, der "fettsak", von der Bildfläche gewünscht wird. Wüst wird eingedroschen auf den "Bundesgauckler" (NPD-Sprech für den Bundespräsidenten) ebenso wie auf Verfassungsrichter, Minister und Abgeordnete "als "Volksverräter". 

Dagegen unternommen wird nahezu nichts. Lina Rossel, Sprecherin des baden-württembergischen FDP-Landesverbands, während des Landtagswahlkampfs zuständig für Facebook, Twitter & Co., nennt den einfachen Grund: Nicht weniger als drei Leute müssten beschäftigt werden, auf verschiedenste Weise dagegenzuhalten. Einen solchen Aufwand können oder wollen Fraktionen oder Landesverbände nicht leisten.

Besonders widerlich wird Claudia Roth im Netz beschossen 

Viele helfen, aus den früher mal sozial genannten Medien asoziale werden zu lassen. An deren Spitze steht die Alternative für Deutschland. Kürzlich stellte der Göppinger AfD-Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner in Aussicht, Katrin Göring-Eckardt, der Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzenden, einen Aufnahmeantrag zu schicken, weil die – laut Überschrift in der "Mitteldeutschen Zeitung" – einen härteren Kurs für "straffällige Ausländer" gefordert hatte. Die Mitteilung löste eine Kommentar-Kaskade aus. Drei Tage später zog er das nie ernst gemeinte Angebot zurück, weil die Grüne, nach einem Besuch auf Lesbos, eine Reform der Visapflicht für Flüchtlinge verlangte. Wieder wurde die Fiechtner-Äußerung kommentiert, unter anderem von einem Günther Dehn: "Hast du Crystal in der Birne, ist kein Platz mehr fürs Gehirne. Was müssen die Erzeuger dieser Göring im Dritten Reich bloß angestellt haben, daß diese Göre ihre Schuldneurose so krankhaft auslebt !!!"

Spezielles Hassobjekt ist Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, die auf vielen rechten Seiten zum verbalen Abschuss freigegeben ist. Noch einmal Fiechtner: Der verbreitet ein Video, in dem sich Roth mit der Herkunft deutscher Fußball-Nationalspieler befasst. "Diese Frau sollte in einer Irrenanstalt auf Lebenszeit eingeliefert werden", kommentiert ein Tom Consoli nach nur zehn Minuten. Hohlbirne, Zwangsjacke, Schwachsinn oder Hundescheiße sind nur einige der Vokabeln, zu denen andere Fiechtner-Freunde greifen. Die Aufregung gipfelt in der Frage eines Reiner Heinesch: "diese drecksgrüne ratte von roth wann verschwindet die mal von der bildfläche." Der Kommentator ist munter unterwegs auf einschlägigen Seiten für die Amtsenthebung von Kretschmann, weil der ein "diffuser depp" sei. Und er fällt schnell ins Auge, weil er sein Gift unter Verwendung des VfB-Wappens verspritzt. Es ist nicht bekannt, dass der "Verein für Bewegungsspiele" dagegen vorgeht.

Die rechten Hassprediger hierzulande kopieren Vorbilder in anderen europäischen Ländern. Die sind noch erschreckend viel weiter in ihrem Bemühen, die Gesellschaft zu spalten. "Britain first", die rechtsradikale Splittergruppe von trauriger Berühmtheit, weil der mutmaßliche Mörder der Labour-Abgeordneten Jo Cox mehrfach "Britain first" geschrien haben soll bei seiner Tat, hat ein paar Dutzend Mitglieder, aber nicht weniger als 1,4 Millionen(!) Facebook-Freunde. Front-National-Chefin Marine Le Pen kann auf mehr als eine Million "mentions J'aime" zählen, FPÖ-Chef H. C. Strache auf 380 000. Er löst auf seiner Seite Debatten mit einigen Hundert, zum Aufreger-Thema Bundespräsidenten-Wahl sogar mit mehr als tausend Kommentaren aus. "Wenn die meldung stimmt, und der senile, grüne Gnom wirklich Lungenkrebs hat....r.i.p...oder so", steht dort über Alexander Van der Bellen. Da wirkt eine Formulierung wie "Der alte Grüne muss weg" schon beinahe sachlich. 

Digitale Netzcourage ist gefragt 

Wie das im Falle des neuen österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern funktionieren könnte, lässt der Rechtspopulist auf seiner Seite debattieren. Strache hatte sich über eine "ungeheuerliche Entgleisung von SPÖ-Kern" erzürnt, weil der die Frage, ob das Land aufgrund der Wahlanfechtung durch die FPÖ als "Bananenrepublik" dastehe, bejahte. Der virtuelle Sturm gipfelte in dem Post eines Users: "früher haben wir einen kern mit einem stein aufgeschlagen das kann man heute auch noch aber eine schnelle kugel ist besser für den neuen judas von österreich !!!". Das Team der Rechtsaußen-Partei, das für die Strache-Seite zuständig ist, ließ den Kommentar stehen. Immerhin wurde die Dimension der Keilerei mit Buchstaben offenbar. Bis zu 10 000(!), in Wahlkampfzeiten 20 000 würden tagtäglich durchforstet.

Die SPÖ hat unlängst im Parlament eine Enquête "No Hate Speech – #GegenHassimNetz" veranstaltet: zum Spannungsverhältnis zwischen Meinungsfreiheit und Datenschutz und zur Notwendigkeit einer "neuen digitalen Zivilcourage", wie SPÖ-Fraktionschef Andreas Schieder sie forderte. Hassbotschaften offenbarten eine Spaltung der Gesellschaft, die von Polarisierungen und Populismus vorangetrieben werde. Auch in Brüssel diskutieren Experten neue Wege zur Zügelung des Zanks im Netz. In einschlägigen Rechtsforen in der Bundesrepublik wird darüber diskutiert, die virtuelle Menschenverachtung zu einem Offizialdelikt zu machen, also zu einem Vergehen, das verfolgt werden muss. Oder die Bedeutung der Meinungsfreiheit "neu zu justieren", wie einer postet: "Wir können doch nicht zuschauen, wie unsere Demokratie kaputt gemacht wird."

Beleidigende und rechtsextreme Posts kommen fast immer von Männern 

In Berlin haben junge Abgeordnete begonnen, sich auszutauschen und solche Vorgänge öffentlich zu machen, die unter dem Niveau der Strafbarkeit bleiben. Norbert Müller von der Linkspartei nimmt wahr, dass in den vergangenen Jahren eine Verrohung über die üblichen Nazikreise hinaus eingesetzt hat. "Allein mit dem, was mich via Facebook erreicht, könnte ich dauerhaft einen Staatsanwalt beschäftigen", so der 30-Jährige aus dem märkischen Oderland, "das spare mir, ich lösche beleidigende und rechtsextreme Posts und blockiere die Urheber, fast immer Männer übrigens." Müller nimmt aber – an sich selber – auch eine gefährliche Entwicklung war: "Inzwischen setzt da bei mir beinahe ein Gewöhnungsprozess ein." Und die Meldungen bei Facebook hat er wegen fehlender Konsequenzen ohnehin eingestellt.

Kern machte die Kugel für ihn zum Gegenstand einer parlamentarischen Debatte. Er will die virtuelle mit der realen Welt insofern verschränken, als europaweit einer viel breiteren Öffentlichkeit als bisher aufgezeigt werden müsse, was eigentlich läuft im Netz: "Mir macht der Social-Media-Raum große Sorgen, weil da mittlerweile Parallelwelten bestehen, in die Leute hineinkippen, die man nicht mehr herauskippen kann." Ein Stichwort sei Lügenpresse. Auf das Niveau jener, "die hässliche Kampagne" führten, dürfe sich die Gegenseite allerdings nicht begeben. "Wir haben auch auf Facebook unsere Grenzen", sagt der österreichischen Bundeskanzler. Die sind allerdings noch lange nicht ausgeschöpft.


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27 Kommentare verfügbar

  • M.S.
    am 15.07.2016
    Ich musste ja gestern bei dieser Meldung ziemlich grinsen, als ich an unsere Auseinandersetzung hier dachte. Ein waschechter Treppenwitz.

    → http://www.sueddeutsche.de/news/panorama/kriminalitaet-razzien-wegen-internet-hetze-und-hasskriminalitaet-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-160713-99-665496

    Mal abgesehen davon, dass man damit das Problem, dessen Erscheinung u.a. "Hasskriminalität" ist, selbstverständlich und wieder einmal nicht ursächlich angeht - wissen Sie eigentlich, was der amtierende Bundesjustizminister dazu vom Stapel gelassen hat? Schauen Sie mal:

    "[...]Das entschlossene Vorgehen der Ermittlungsbehörden sollte jedem zu denken geben, bevor er bei Facebook in die Tasten haut.[...]"

    "[....]Der bundesweite Einsatztag dient auch der Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger beim Umgang mit rechtsgerichteten Äußerungen in sozialen Netzwerken. Wer im Internet auf Hasspostings stößt, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Einige Bundesländer halten dafür Internetportale bereit, über die auch anonym Anzeige erstattet werden kann.[...]"

    → http://www.bmjv.de/SharedDocs/Zitate/DE/2016/07132016_Aktionstag_gegen_Hassposting.html

    Klingt ein bisschen wie ein Einschüchterungsversuch und gleichzeitig Anstiftung zum Denunziantentum.

    Das aber ist haargenau die Konsequenz dessen, was sowohl der hiesige Beitrag als auch Ihre dazu abgegebenen, herablassenden Kommentare intendieren. Kritisiere ich das deutlich und eindeutig (weil Sie beide offensichtlich gar nicht wissen, was Sie da anrichten und herbeischreiben; s.o.), schweigt die Autorin. Und Ihnen als mutmaßlichem, möglicherweise informellem Sprachrohr der Kontext-Redaktion fällt nichts Besseres ein, als die Nazikeule aus der Schublade zu holen.

    Dies deckt sich sehr mit dem, was Heiko Maas da macht und sagt und wie Agenturen und die Leit-Medien dies kolportieren. Welche Alternative zu diesem entsetzlich verdummenden Einheitsbrei ist aber "Kontext" dann wirklich, wenn die Zeitung so offensichtlich und vorauseilend in dasselbe Horn stößt?

    Aber um noch einmal auf diesen Beitrag konkret zurück zu kommen, ohne Ihr eindimensionales Framing - wie hier worüber diskutiert werden soll und darf - zu benutzen; wenn Sie gestatten: Wenn man angesichts dessen was in den sogenannten sozialen Netzwerken passiert nach der (derzeit real existierenden/amtierenden) Politik ruft, dann bekommt man genau das, was da etwas weiter oben zu lesen ist. Was glauben Sie eigentlich was passiert, wenn eine stramm konservative Regierung mit AfD-Beteiligung das Regiment führt, wenn zuvor solche Präzedenzfälle geschaffen worden sind? Dann sehen Sie und ich uns auf der selben Anklagebank wieder. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, dass wiederum als Beleg einer "wirren Weltsicht" darzustellen.

    Jetzt ist also bei ein paar Nazi-Facebook-Vollidioten, die wahrscheinlich auch glauben würden, dass Hitler und Elvis zusammen in einer WG in Südamerika wohn(t)en, eine BKA-Razzia durchgeführt worden. Interessanterweise ist dabei niemand fest genommen worden. Es scheint also - trotz Hausdurchsuchungen und Hardware-Inbeschlagnahme - mit der gerichtsfesten Beweislage nicht zum Besten zu stehen. Das riecht ziemlich nach Inszenierung und Aktionismus.

    -War Maas nicht dieser Minister, der Facebook vor ein paar Monaten wegen dieser "Hass-Kommentare" zu sich zitieren lassen wollte und welchen Facebook dann professionell hat abtropfen lassen? Maas stand danach mit leeren Taschen da. Nun also hat er sich statt dessen einige der Tölpel vorgeknöpft, die Facebook nutzen. Dass es sich hierbei mutmaßlich um rechte Nazi-Spinner handelt, macht die Sache nicht besser, obwohl sich mein Mitleid angesichts der Gesinnung dieser Leute sehr in Grenzen hält.

    Sicherlich ist Facebook et al. & an sich ein riesiges Problem. Und sicherlich ist es richtig, Facebook in die Schranken zu weisen, so weit das unter den gegebenen Verhältnissen überhaupt möglich ist.

    Sicherlich ist der latente und offene Rechtsextremismus und Nazismus, der Rassismus und das Ressentiment der gepflegten deutschen Gartenzwerge aller Farben ein noch viel größeres Problem und zwar historischen Ausmaßes.

    Wenn Heiko Maas aber gerne etwas gegen Rechtsextremismus und "Hass-Postings" tun möchte, könnte er doch statt dessen eine Art Lex Sarrazin entwerfen. Nur leider ist dieser Brandstifter/ Biologist/ Rassist immer noch Mitgleid dessen eigener Partei. Wer aber einen Sarrazin als Genossen hat, muss sich doch über einen Höcke nicht echt aufregen.

    Wie sinnvoll wäre es, wenn man die als eigene Überzeugungen gemachten Äußerungen ernst genommen wissen will (Stichwort: Glaubwürdigkeit), mal eine BKA-Razzia bei etwa einem dieser geistigen Brandstifter durchzuführen - wenn man schon ansonsten nur noch Symbolpolitik machen kann? Und für wie sinnvoll würde "Kontext" es erachten, über so einen verquasten, leicht durchschaubaren Mummenschanz zu berichten?

    Nun: Selbst dieser Mummenschanz findet nicht einmal statt.

    Und "Kontext" berichtet statt dessen über "Hass-Postings" gegen Berufspolitiker auf Facebook. Auweia! Auch geht es anscheinend weniger um Wahrheiten als vielmehr um Mehrheiten - wie einst der immer noch amtierende B/W-MP Kretschmann(Grüne) sich mal offenherzig verplapperte, als ihm sich die Fädchen bei einem Arendt-Zitat verwirrten.

    Dass Ihnen solche Kritik nicht schmeckt, verstehe ich. Ihr Umgang mit solcher Kritik allerdings - seien Sie nun ein sich heftig mit "Kontext" identifizierender Sympathisant, seien Sie ein Redaktionsmitglied - erinnert mich wiederum an solche Dinge wie den "embedded journalism" dieser Zeitung und dessen nachträglicher, wenig überzeugender Rechtfertigung anlässlich der finalen Räumung des Mittleren Schlossgartens im Februar 2012. Oder auch an den plötzlichen, mysteriösen Abgang des auf den NSU-Komplex hochspezialisierten Journalisten und eminent wichtigen "Kontext"-Gastautors Thomas Moser. Sowie jüngst an den ziemlich rüden Umgang dieser Zeitung mit dem hochbetagten, renommierten S21-Kritiker und "Wählt-er-nun-wirklich-AfD-oder-nicht?"-Egon Hopfenzitz. Diese drei Beispiele sind ja keine normalen "Betriebsunfälle". Sie lassen vielmehr eine konsistente Haltung zu Tage treten, welche den selbst gestellten Ansprüchen von "Kontext" offenbar diametral entgegensteht. Das aber ist & wäre schlicht eine Täuschung der diese Zeitung unterstützdenden und darüber hinaus auf diese in schwierigen Zeiten hoffenden Leserinnen und Leser.

    Wohin Ihr (damit meine ich Sie beide, wiederum) moralinsaures, pseudo-mutiges, gleichwohl jedoch eher reaktionäres Oberflächen-Geschreibsel angesichts der tektonischen gesellschaftlichen Verschiebungen führt, kann man aktuell auch hier noch mal nachlesen:

    http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-07/rechtsextremismus-zdf-hasskommentare-fernsehrat

    Und natürlich, selbstverständlich bin ich "wenigstens dankbar", dass "Kontext" mir "Raum zu Verfügung stellt". Sonst müsste ich mir "ja selbst eine Website einrichten und Reichweite schaffen". "Hier" bekomme ich "das geliefert und nutze es weidlich".

    Geiles Selbstverständnis angesichts des real existierenden Internets, Respekt!

    Ich hoffe für "Kontext", dass solch' idiotischen Ansagen nicht doch irgendwie aus der Redaktion kommen.
  • someonesdaughter
    am 14.07.2016
    "Jaja. Blabla."

    Mehr ist von Ihnen nicht zu erwarten, insofern erfüllen Sie die Erwartungshaltung.

    "Rechtsextremistische Hetze ist eine Evidenz. Dazu sollte man sich doch an dieser Stelle nicht extra explizit & bekennerhaft genötigt äußern müssen, oder?"

    Genau - wozu sich in Kommentaren zu einem Artikel zum Inhalt des Artikels äussern? Wo kommen wir denn da hin? Sie halten die Kommentarspalte unter Artikeln für den Abladeplatz Ihrer wirren Weltsicht, seien Sie wenigstens dankbar, dass Ihnen Kontext dafür Raum zu Verfügung stellt. Sonst müssten Sie sich ja selbst eine Website einrichten und Reichweite schaffen. Hier bekommen Sie das geliefert und nutzen es weidlich.

    "(Ihre argumentative Enge, die Ihres Herzens und jene Ihres Geistes belustigt mich keineswegs.)"

    Ihre ausschließlich ad hominem vorgetragenen Beleidigungen sind auch ziemlich unlustig. Aber eben erwartbares "Blabla".
  • M.S.
    am 14.07.2016
    someonesdaughter, 13.07.2016 15:38
    "[...]Zu der rechtsradikalen Hetze schweigen Sie beharrlich, es stört Sie halt nicht – dafür verunglimpfen Sie in ähnlichem Duktus fortwährend die Autorin und mich, der es wagt, Ihr Schweigen zum rechtsradikalen Hassmob zu thematisieren. Sehr aufschlussreich."

    Jaja. Blabla.

    Rechtsextremistische Hetze ist eine Evidenz. Dazu sollte man sich doch an dieser Stelle nicht extra explizit & bekennerhaft genötigt äußern müssen, oder?

    Traurig ist vor allem, dass anscheinend weder Sie noch die Autorin kapieren wollen, dass Sie beide lediglich an der Oberfläche herumkratzen und in Folge Ursache und Wirkung verwechseln, Wesen gegen Erscheinung vertauschen.

    Das stärkt lediglich das, den herrschenden ökonomischen Staus Quo, dessen Auswirkungen Sie und die Autorin vorgeben bekämpfen oder zumindest eindämmen zu wollen. Ihrer beider Argumentationlinien lassen mich aber annehmen, dass jedoch genau das letztlich nicht ihre Absicht ist. Jedenfalls nicht allzu sehr, nicht zu relevant. Schließlich lebt man ja von und in diesem Wirtschafts-Modell vergleichsweise doch noch ganz gut, nicht?

    Sie beide ignorieren auch, dass diese Postille hier einen Facebook-Button trägt - also eine Facebook-Präsenz hat. -Wie denn jetzt eigentlich? Die Hand, die nährt, nicht beißen? Nur mal - so zum Schein - danach schnappen, weil es gerade en vogue ist? Dabei aber nicht erwähnen, dass Facebook alles löschen kann, was es will, wenn der Konzern es für nötig hält? Und all das Andere stehen lässt - warum auch immer -, wenn er es - warum auch immer - für opportun hält? Sich also mit einem digitalen Monster nur zum Schein anlegen. Und der Politik den Schwarzen Peter zuschieben? Welche ebenfalls hauptsächlich Scheingefechte diesbezüglich führt, weil sie an eben diesem Monster in jeder Hinsicht bestens mit schmarotzt?

    Sehen Sie, das sind so Widersprüche, die mich nun ganz fuchsig werden lassen, wenn mir jemand erklären will, wie schäbig sich "das Pack" verhält, wenn es erst einmal im Schweinekoben angekommen ist. In welchen es doch auch absichtsvoll hineingelenkt wurde. Und dieser Jemand dann selbst auch noch mitten drin sitzt.

    Dass man (Sie!) dann Direktheit in der Ansprache und in der Kritik ausschließlich politisch rechts verortet (vll. um die angebrachte Kritik so zu diffamieren), ist, glaube ich, tatsächlich aufschlussreich. Und exemplarisch für die Krise des gesellschaftlichen Diskurses heutzutage. Bzw., exemplarisch für die Unfähigkeit dieser durch die Kultur des Spätkapitalismus zutiefst vergifteten Gesellschaft, ehrliche, direkte & relevante Diskurse überhaupt führen zu können.

    (Ihre argumentative Enge, die Ihres Herzens und jene Ihres Geistes belustigt mich keineswegs.)
  • someonesdaughter
    am 13.07.2016
    "Vielleicht hätten Sie vor Ihrer hektischen Replik mal meinen gesamten Kommentar gelesen. Dann wäre Ihr Resümee dazu auch nicht so hanebüchen, unterstellend, unkonkret, latent aggressiv und inhaltlich einem äußerlich politisch korrekten Facebook-Kotzkübel ähnlich."

    Mh, ja - beleidigend sein können Sie ganz gut. Das prallt allerdings an mir ab, denn Ihr hilfloses Gehasse soll ja nur darüber hinwegtäuschen, dass Sie sich auch weiterhin nicht zu den Inhalten des Artikels äussern wollen, den Sie angeblich kommentieren (für Ihr Sendungsbewusstsein missbrauchen, trifft es besser).

    Gewalt- und Morddrohungen, Verleumdungen und sonstige Hetze von Rechtsradikalen ignorieren Sie lieber, Hauptsache Sie können über Ihre "Großmutter", das "Gejammere des Establishments" und "Stiefelspitzen" räsonieren. Und natürlich Berichterstattung nach Ihren Wünschen fordern.

    "Darüber sollten Sie sich vielleicht auch mal Gedanken machen, bevor Sie meinen, sich vor die Autorin dieses äußerst naiven und in diesen Zeiten fast reaktionären Beitrags stellen zu müssen und auszuteilen."

    Denken Sie doch einfach mal darüber nach, was für ein trauriges Bild Sie hier abgegeben: Zu der rechtsradikalen Hetze schweigen Sie beharrlich, es stört Sie halt nicht – dafür verunglimpfen Sie in ähnlichem Duktus fortwährend die Autorin und mich, der es wagt, Ihr Schweigen zum rechtsradikalen Hassmob zu thematisieren. Sehr aufschlussreich.
  • M.S.
    am 12.07.2016
    someonesdaughter, 10.07.2016 17:23
    "[...]Vielleicht hätten Sie vor Ihrem ‚selber, selber!“-Beitrag doch mehr als den Teaser lesen sollen[...]"

    Vielleicht hätten Sie vor Ihrer hektischen Replik mal meinen gesamten Kommentar gelesen. Dann wäre Ihr Resümee dazu auch nicht so hanebüchen, unterstellend, unkonkret, latent aggressiv und inhaltlich einem äußerlich politisch korrekten Facebook-Kotzkübel ähnlich.

    Im Übrigen: Das Monstrum Facebook hat sehr viele sehr schlechte Eigenschaften und Features. Meine Großmutter sagte immer: "Wer mit dem Teufel essen will, braucht einen seeehr langen Löffel." Dass Politiker oder Personen/Institutionen der Öffentlichkeit/des Establishments sich nun an diesen digitalen Stammtisch meinen begeben zu müssen, provoziert geradezu solche Reaktionen. Dumm ist beides. Und der Teufel macht Kasse. Das Gejammere des Establishments aber, weil denen jemand im digitalen Wirtshaus auf die Stiefelspitze gespuckt hat, ist ziemlich erbärmlich angesichts dessen, welches Elend diese sogenannten Eliten gegenwärtig in der Welt maßgeblich mit zu verantworten haben.

    Komisch. Warum informiert bspw. "Kontext" nicht über die Alternativen zu Facebook (echte Netzwerke wie Diaspora, Friendica; gnu-social z.B.), sondern bearbeitet dafür angestrengt die vorhersehbaren Schäden, die dieses sogenannte Netzwerk (es ist ja gar keines, da der Datenverkehr über äußerst potente, gigantische und zentralisierte Rechnerknoten läuft) zwangsläufig anrichtet?

    Darüber sollten Sie sich vielleicht auch mal Gedanken machen, bevor Sie meinen, sich vor die Autorin dieses äußerst naiven und in diesen Zeiten fast reaktionären Beitrags stellen zu müssen und auszuteilen.
  • Barolo
    am 12.07.2016
    Die Kommentare sind ja mal wieder sehr aufschlussreich ::::-)
  • someonesdaughter
    am 11.07.2016
    "Die Sprache bringt es an den Tag:"

    Ja, Ihre.

    "Uns mitteilen"? "Uns"? Wer seid "Ihr"? Hä?"

    Ich gehe nicht davon aus, dass ich der Einzige bin, dem Sie Ihre Beiträge hier vorsetzen – also 'uns' Lesern. So schwer war das jetzt nicht, aber:

    "Stellen Sie sich ein bisschen doof "

    Das überlasse ich Ihnen, das können Sie viel überzeugender.

    "Sind Sie Redaktionsmitglied? Sind Sie die Autorin? Haben Sie noch alle Tassen im Schrank,"

    Nein, nein, ja. Auf Ihr Gegosche und das wirre Geschreibsel gehe ich nicht weiter ein. Wie Sie schrieben: "Die Sprache bringt es an den Tag"

    Dass Sie zu den Pöbeleien und Morddrohungen von rechts außen – die das Thema des Artikel sind, den Sie hier als Trittbrettfahrer nutzen – auch weiter nichts sagen wollen, spricht für sich selbst.
  • Rolf Steiner
    am 11.07.2016
    Erst kürzlich schoss "Politically Incorrect" mit der Verbreitung des Gerüchts um eine Demenzerkrankung des österreichischen Präsidentschaftskandidaten Alexander Van der Bellen in die Schlagzeilen. Dieser Blog stützte sich bei solchen "Enthüllungen" auf gefälschte Dokumente. Interessanter Weise wurde Herr Van der Bellen gar nicht zu den Gerüchten befragt. Diese durch und durch schäbige Vorgehensweise steht beispielhaft für viele solcher "Angebote", nicht nur bei den extrem rechten Blogs wie "Politically Incorrect" und "Epoch Times". Der Verleumdung durch poliitsche Scharfmacher wird Tür und Tor geöffnet. In manchen Artikeln zitiert man sogar gerne gleich "mehrere Medien", andere beziehen sich auf mehr als fragwürdige Portale wie "Kopp Online", wo z.B. auch die Mondlandung in Zweifel gezogen wird.

    Die Gefahr für bestimmte Leute besteht darin, dass sich diese aus ihrer selbst gebauten Filterblase nicht mehr hinausbewegen und sich durch diese Medien in ihrem beschränkten Weltbild ständig bestätigt fühlen. Dagegen bleibt es dennoch sehr wichtig, sich über die politische Gemütslage mancher der TeilnehmerInnen ein Bild machen zu können, das über die Grenzen der normal zu beobachtenden Zurückhaltung weit hinaus geht.
  • Melanie Johnston-Schuster
    am 11.07.2016
    Lustiger Artikel!

    Angesichts Eures aktiven Fratzen-Buch-Buttons auf allen Seiten.

    Hey, man frisst doch aber die Hand, in die man mal nur so zum Schein reinbeißt, nicht gleich auf!

    Nee, macht Ihr ja gar nicht.

    Gut so.

    -Ihr seid damit schon mal ununterscheidbar von all den Anderen, von denen Ihr Euch so gerne unterschieden wissen wollt.

    Ich lach' mich kaputt.

    :-))))))

    Macht weiter so!
  • M.S.
    am 11.07.2016
    Die Sprache bringt es an den Tag:

    someonesdaughter, 10.07.2016 15:21:

    "[...]Planen Sie denn, einen semigut rechercherierten Beitrag darüber zu verfassen? Dann können Sie uns ja noch mitteilen, wo Sie den zu veröffentlichen gedenken. Mit dem Thema des Artikels unter dem Sie Ihren Kommentar absetzen, hat das jedenfalls nichts zu tun ... Vielleicht das nächste Mal erst ein bisschen nachdenken.[...]"

    → "Dann können Sie uns ja noch mitteilen, wo Sie den zu veröffentlichen gedenken."

    "Uns mitteilen"?

    "Uns"?

    Wer seid "Ihr"?

    Hä?

    Wem sollte ich mitteilen, was ich schließlich nicht zu veröffentlichen vorhabe, da ich es hier im ersten Kommentar bereits veröffentlicht hatte? Stellen Sie sich ein bisschen doof & damit einen sogenannten Honeypot auf? Wessen Honeypot? Sind Sie Redaktionsmitglied? Sind Sie die Autorin? Haben Sie noch alle Tassen im Schrank, sich als unabhängiges, unangepasstes Medium feiern zu lassen? Kommentiert hier jemand undercover als "LeserIn" und gehört eigentlich der produzierenden Seite an? - Alter Schwede, was'n hier los?

    Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Sie lediglich so eine Art Freiwillige/er sind, der/die sich gerne für die in diesem Beitrag aufgestellten Analysen und Thesen engagiert, erkläre ich Ihnen das noch einmal etwas ausführlicher und zugleich simpler, denn Sie haben anscheinend nicht begriffen:

    1) Facebook greift alles ab, was technologisch geht.

    2) Facebook kann gezielt löschen.

    Das ist doch aber nicht wirklich eine Überraschung, oder?

    Wenn allerdings alle meinen, sich in diesen unappetitlichen Pfuhl mit samt dessen rigorosen Abhängigkeiten (s.o. Abgreifen - Löschen) begeben zu müssen, statt auf vorhandene Alternativen zurück zu greifen, ist das, was der Artikel beschreibt, bestenfalls der sprichwörtliche Katzenjammer. Von "Kontext" hätte ich mir da schon mehr erwartet.

    Über Felix von Leitner einerseits und Michael Seemann andererseits kann man ja denken, was man will (und Wikipedia als Quelle, um andere Quellen zu dissen, ist ja wohl ein ziemlich schlechter Witz, nicht?).
    Fakt aber ist, dass v. Leitner in diesem Zusammenhang auf seinem Blog die relevanten Verweise liefert.

    Das ist verständlicherweise für die Autorin dieses Beitrags ziemlich blöd.
    Zumal es diesbezüglich sehr viele weitere, entsprechende, in der Vergangenheit und vor diesem Beitrag liegende Beispiele gibt.

    Die Autorin dieses Beitrags hat genau das getan, was someonesdaughter meinem ersten Kommentar unterstellt: schlecht recherchiert. Und nicht nachgedacht. - Bzw., nachgedacht und mutmaßlich geschaut, wo die süßen Trauben nicht ganz so hoch hängen.

    Ziemlich durchschaubar.
    Das Ganze.
  • someonesdaughter
    am 10.07.2016
    @Lukas Michael:
    „Interessant hingegen wäre ein Artikel gewesen, der sich mit dem WARUM beschäftigt. Was hat zur Entfremdung von Politik und weiten Teilen der Bevölkerung geführt? Welche Fehler hat die politische Elite über lange Zeit gemacht, die schlussendlich zur Miss- und Verachtung des politischen Personals seitens des Souveräns geführt haben.“

    Eine weitere Variante von ‚Selber schuld‘: Wer in den sozialen Medien bepöbelt, verleumdet und mit Mord bedroht wird, ist selbst schuld, weil er sich der Bevölkerung ‚entfremdet‘ und Fehler gemacht habe. Kann ich mir vorstellen, dass Sie gerne lesen würden, wie jemand Ihre Haltung zum Kern eines Artikels macht – nicht vorstellen kann ich mir, dass Kontext Ihnen den liefert…


    „Und übrigens: Weite Teile des politischen Establishments haben die ordinäre und unangemessene Beschimpfung des türkischen Präsidenten Erdogan durch Böhmermann als Ausdruck der künstlerischen Freiheit und der Meinungsfreiheit gefeiert.“

    Dafür hätte ich ja gerne mal einen Beleg. Ohne ist es nur eine „Anti-Establishment-“modische Behauptung, um den folgenden Satz zu rechtfertigen:

    "Ich denke, sie sollten dann auch eine ähnliche Gelassenheit an den Tag legen, wenn sie selbst zum Gegenstand öffentlicher Herabsetzung werden."

    Die meisten tun das ja offensichtlich – oder sind Ihnen massenweise Verfahren gegen die kriminellen Pöbler und Hetzer bekannt? Wenn Sie den Artikel bis zum Schluss gelesen hätten, wäre Ihnen zum Beispiel der folgenden Passus aufgefallen:

    „Norbert Müller von der Linkspartei nimmt wahr, dass in den vergangenen Jahren eine Verrohung über die üblichen Nazikreise hinaus eingesetzt hat. "Allein mit dem, was mich via Facebook erreicht, könnte ich dauerhaft einen Staatsanwalt beschäftigen", so der 30-Jährige aus dem märkischen Oderland, "das spare mir, ich lösche beleidigende und rechtsextreme Posts und blockiere die Urheber, fast immer Männer übrigens." Müller nimmt aber – an sich selber – auch eine gefährliche Entwicklung war: "Inzwischen setzt da bei mir beinahe ein Gewöhnungsprozess ein." Und die Meldungen bei Facebook hat er wegen fehlender Konsequenzen ohnehin eingestellt.“


    Ich frage mich, ob Sie selbst wohl diese Gelassenheit an den Tag legen würden, die Sie anderen empfehlen oder ob Sie doch eher einen Staatsanwalt beschäftigen würden …


    @M. Heider:

    „Allein schon beim Lesen des Teasers fällt auf, dass das jetzt wohl kein so richtig guter Artikel zum Thema werden kann: "Die demokratischen Parteien lassen die Hassprediger gewähren." ist dort u.a. zu lesen. Das ist zunächst einmal mindestens ein konstruierter Gegensatz. Es ist aber auch eine mehrfach euphemistische Unterstellung.

    Konstruiert und an den Haaren herbeigezogen deswegen, weil die "Hassprediger" in den erwähnten "demokratischen Parteien" ja wohl selbst und in der Ersten Reihe sitzen (nur ein Bsp. von ungezählten: "Wer betrügt, fliegt“).“


    Vielleicht hätten Sie vor Ihrem ‚selber, selber!“-Beitrag doch mehr als den Teaser lesen sollen:

    - "Hast du Crystal in der Birne, ist kein Platz mehr fürs Gehirne. Was müssen die Erzeuger dieser Göring im Dritten Reich bloß angestellt haben, daß diese Göre ihre Schuldneurose so krankhaft auslebt !!!"

    - "Diese Frau sollte in einer Irrenanstalt auf Lebenszeit eingeliefert werden",

    - „Hohlbirne, Zwangsjacke, Schwachsinn oder Hundescheiße"

    - "diese drecksgrüne ratte von roth wann verschwindet die mal von der bildfläche."

    - "diffuser depp"

    - "Wenn die meldung stimmt, und der senile, grüne Gnom wirklich Lungenkrebs hat....r.i.p...oder so"

    - "früher haben wir einen kern mit einem stein aufgeschlagen das kann man heute auch noch aber eine schnelle kugel ist besser für den neuen judas von österreich !!!"

    Das ist nicht konstruiert, sonder zitiert. Aber derlei ordinäres Hassgespritze und Mordgedrohe stößt Ihnen nicht weiter unangenehm auf, stattdessen stimmen Sie mit ‚selber, selber!‘ in den Chor der ‚Systemkritiker‘ ein … Was Sie damit freilegen, würde ich nicht als „Naivität“ bezeichnen – aber meine gute Kinderstube verbietet mir, Sie mit dem Vokabular zu belegen, das Sie bei anderen für ok halten.
  • someonesdaughter
    am 10.07.2016
    "Kann man ja mal ein bisschen länger drüber nachdenken. Über diese aktuellen Fälle. Aber auch über die zahlreicheren ähnlichen, zurückliegenden Beispiele. Bevor man meint, semigut rechercherierte Beiträge darüber verfassen zu müssen."

    Planen Sie denn, einen semigut rechercherierten Beitrag darüber zu verfassen? Dann können Sie uns ja noch mitteilen, wo Sie den zu veröffentlichen gedenken. Mit dem Thema des Artikels unter dem Sie Ihren Kommentar absetzen, hat das jedenfalls nichts zu tun ... Vielleicht das nächste Mal erst ein bisschen nachdenken.

    "PS: Aus verschiedenen und validen Gründen bin ich übrigens bei nicht einem dieser asozialen Netzwerke und Dienste registriert, (...)"

    Dafür haben Sie ja andere, ganz doll seriöse Quellen.

    "Zum zehnjährigen Bestehen von Fefes Blog 2015 kritisierte der Blogger Michael Seemann Fefe und die „Fefisten“ in der taz. Seiner Meinung nach betreibe Fefe mangelhafte Recherche, undifferenzierte Sichtweisen und Hetze gegen Minderheiten. (...)“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Fefes_Blog#Rezeption_.2F_Kritik
  • Lukas Michael
    am 10.07.2016
    Die Beschimpfung von Politikern in den sozialen Netzwerken ist ein Thema, das in Presse, Funk und Fernsehen bereits hinlänglich behandelt wurde. Nun hat sich auch Kontext mit ihm beschäftigt - und bietet nicht viel Neues. Ich denke, dass das politische Personal den Beistand von Kontext nicht braucht, dafür haben die ihre Hofberichterstattungsmedien.
    Interessant hingegen wäre ein Artikel gewesen, der sich mit dem WARUM beschäftigt. Was hat zur Entfremdung von Politik und weiten Teilen der Bevölkerung geführt? Welche Fehler hat die politische Elite über lange Zeit gemacht, die schlussendlich zur Miss- und Verachtung des politischen Personals seitens des Souveräns geführt haben.
    Und übrigens: Weite Teile des politischen Establishments haben die ordinäre und unangemessene Beschimpfung des türkischen Präsidenten Erdogan durch Böhmermann als Ausdruck der künstlerischen Freiheit und der Meinungsfreiheit gefeiert. Ich denke, sie sollten dann auch eine ähnliche Gelassenheit an den Tag legen, wenn sie selbst zum Gegenstand öffentlicher Herabsetzung werden.
  • Wolfgang
    am 10.07.2016
    Meinetwegen kann dieses a-"soziale" Netzwerk weitermachen - wer diese Schundbeiträge liest, ist selber schuld - ich konsumiere DIE Medien, die ich für seriös ansehe.
    Was mich aber ärgert: Warum beschäftigt sich nicht der Rundfunkrat (oder welches Gremium ist zuständig???..) mit der Praxis der Rundfunk - und TV - Sender, am Ende der Beiträge zu senden: "Besuchen Sie unsere Facebook - Seite..." ??
    Hier wird mit unseren Zwangs- Gebühren der Zuckerberg noch vergrößert, abgesehen davon, dass er in Deutschland keine nennenswerte Steuern zahlt.

    Damit sollte sich KONTEXT mal näher beschäftigen!

    Gruß
    Wolfgang R.
  • M. Heider
    am 10.07.2016
    Allein schon beim Lesen des Teasers fällt auf, dass das jetzt wohl kein so richtig guter Artikel zum Thema werden kann: "Die demokratischen Parteien lassen die Hassprediger gewähren." ist dort u.a. zu lesen. Das ist zunächst einmal mindestens ein konstruierter Gegensatz. Es ist aber auch eine mehrfach euphemistische Unterstellung.

    Konstruiert und an den Haaren herbeigezogen deswegen, weil die "Hassprediger" in den erwähnten "demokratischen Parteien" ja wohl selbst und in der Ersten Reihe sitzen (nur ein Bsp. von ungezählten: "Wer betrügt, fliegt"). Wobei "Hassprediger" hierin ein falscher, verharmlosender und ungenauer Begriff ist. Es sind eher Demagogen. (Ich schätze aber mal, man will seine Leserschaft mit solchen Differenzierungen nicht überfordern oder gar verunsichern. Andernfalls könnte man/frau ja sonst auf den Gedanken kommen, dass die rechten Brandstifter ihren geisten Unrat tagtäglich als gewählte Politiker aller Fraben über die Leit-Medien verbreiten.)

    Diese Annahme führt zum zweiten Punkt: Wenn also in der Postdemokratie offensichtlich der Bock zum Gärtner gemacht worden ist, wer soll denn dann in Wirklichkeit dem ganzen aggressiven, reaktionären Ressentiment Einhalt gebieten? "Demokratische Parteien" fallen ja wohl erst mal aus dafür. Dass aber genau diese eminente Fehlfunktion, welche aus einer Demokratie im Handumdrehen etwas anderes macht, nur eben keine Demokratie mehr, nicht postuliert sondern gar noch das Gegenteil evoziert wird (angeblich handeln die armen Parteien nicht, weil die armen Parteien gar nicht wissen "was für eine Post" hier abgeht - muss wohl am noch zu geringen Maß an flächendeckender Überwachung liegen, gell?), legt die ganze Naivität dieses Beitrags schon im Teaser offen.
    Und sie wird bestätigt beim Lesen des kompetten Beitrags wiederholt bestätigt.
  • M.S.
    am 09.07.2016
    "Tatort Facebook" aktuell = https://youtu.be/PEjipYKbOOU + https://blog.fefe.de/?ts=a981b6d7

    -Kann man ja mal ein bisschen länger drüber nachdenken. Über diese aktuellen Fälle. Aber auch über die zahlreicheren ähnlichen, zurückliegenden Beispiele. Bevor man meint, semigut rechercherierte Beiträge darüber verfassen zu müssen.

    MfG

    PS: Aus verschiedenen und validen Gründen bin ich übrigens bei nicht einem dieser asozialen Netzwerke und Dienste registriert, welche auch hier unglücklicherweise auf dem Header der Seite permanent prangen.
  • Fred Heine
    am 09.07.2016
    Wir werden uns eben auf Dauer eine neue Medienkompetenz aneignen müssen. Früher hatte jedes Dorf seinen Dorfdepp. Der hat im Wirtshaus seinen Mist herausproletet – und selbst der Stammtisch hat in geflissentlich ignoriert.
    Heute können sich die Dorfdeppen übers Internet vernetzen. Und sie stellen fest, dass es wegen der vielen Dörfer halt auch entsprechend viele Dorfdeppen gibt. Wenn unter tausdend Deutschen ein Durchgeknallter ist, dann sind das in Summe halt 82.000. Und wenn die ordentlich posten, kommt da schon ein bisschen was zusammen an Dreck und Unsinn im Internet.
  • Rolf Steiner
    am 08.07.2016
    Moderne Medien wie Facebook u.a. bringen auch so manches an die Öffentlichkeit. Schauen wir uns z.B. einen Herrn Frohnmaier, Petry-Sprecher, und JN-Funktionär an. Dass dieser Mann von Putin-Freunden gesponsert sein könnte, bleibt jeder/m Leser selbst überlassen. Einen Spiegel-Bericht, in dem über dessen Connections nachgedacht wird, hat Markus Frohnmaier - AfD am 23. April wie folgt dementiert: "Der Spiegel verdreht die Tatsachen. Es gibt kein offizielles Bündnis mit der Jungen Garde. Es wird Gespräche geben."

    Frohnmaier schreibt in Facebook z.B. "Die Molodaja Gwardija hat über 100.000 Mitglieder und ist die Jugendorganisation der russischen Regierungspartei Einiges Russland. Trotz westlicher Vorbehalte gegen das politische System in Russland ist es unzweifelhaft so, dass Präsident Putin und seine Partei den Rückhalt der Mehrheit in Russland genießt. Für die AfD als neue Partei und die JA als Jugendorganisation ist es deshalb von besonderer Bedeutung, schon jetzt zu großen Regierungsparteien und ihren Jugendorganisationen freundschaftliche Kontakte zu pflegen. Immerhin will die AfD als zukünftige große Volkspartei die politischen Verhältnisse in Deutschland in dominanter Position entschieden umkrempeln. Da kann es nicht schaden, von der Regierungserfahrung europäischer Partner zu profitieren, auch bei der Jugendarbeit."

    Darauf bestätigt ein begeisterter Philipp Thein: Zusammenarbeit mit Moskau vereinbart - AfD-Nachwuchs verbrüdert sich mit Putins „Junger Garde“.

    Und in einem Interview durch das russische Propaganda-Medium Sputnik (Impressum Internationale Nachrichtenagentur Rossiya Segodnya (Federal State Unitary Enterprise) vertreten durch den Generaldirektor Dmitry Kiselev
    Zubovsky Boulevard 4, 119021 Moskau, Russland) verkündet Frohnmaier am 07.07.2016 und ohne auch nur einmal auf das auslösende Moment der Krim-Annexion einzugehen: "Aber im Zusammenhang mit der Ukrainekrise und dem Sanktionskonflikt wurde Russland dämonisiert und Putin sinnbildlich für alles Schlechte und Böse mit allen möglichen Adjektiven belegt. " - Honi soit qui mal y pense.......

    > Wes Brot ich ess, dess' Lied ich sing < dieses Urteil könnte auch für diesen AfD-Mann gelten. Putin darf mit der AfD- Zustimmung die Krim annektieren. So wie einst Stalin sich am 17. September 19391941 mit vertraglicher Duldung der Nazi-Verbrecher Ostpolen unter den Nagel riss.
  • someonesdaughter
    am 08.07.2016
    "Sorry, daß ich nicht auf jeden kleinen Abgeordneten wie den Fiechtner eingehe, aber daraus abzuleiten, daß ich verbalen Schmutz eine Partei (ein Aufnahmeantrag sehe ich aber nicht als solchen) billige ist offensichtlich lächerlich."

    Wer hat von Ihnen erwartet, dass Sie auf kleine Abgeordneten eingehen? Ach ja: Niemand. Netter Versuch, aber untauglich.

    Offensichtlich lächerlich ist es, derart auf den Artikel einzugehen, dass Sie im Duktus der rechten Hass-Kommentierer die Zielscheiben zu den 'wahren' Tätern erklären:

    "Wer Sätze wie "Deutschland du mises Stück Sche...e" oder "Nie wieder Deutschland" unterstützt, sollte sich nicht wundern, wenn das Echo entsprechend ausfällt."

    Die Opfer der Pöbeleien sind selbst schuld, das ist es was Sie sagen wollen.

    "Besonders infam ... Eine unglaubliche Entgleisung"

    Viel Empörung – nur eben nicht über die, um die es im Artikel geht. Auch in Ihrem Rechtfertigungsbeitrag wieder nicht. Aber konsequent sind Sie ja::

    "Das gilt auch für einen Vizekanzler welcher das Volk primitiv beschimpft.
    Wenn Sie verstehen was ich meine."

    Ich verstehe nur zu gut, was Sie meinen: Gabriel hat seinerzeit die rechtsextremen Gewaltkriminellen als "Pack" bezeichnet, die in Heidenau vor einer Flüchtlingsunterkunft randaliert und 31 Polizisten zum Teil schwer verletzt haben.

    Und nun erklären Sie diese rechtsextremen Gewaltkriminellen zum "Volk" und tun stellvertretend empört. Fühlen Sie sich zum Protest berufen,, wenn Gabriel rechtsextreme Gewaltkriminelle als Pack bezeichnet? Warum?
  • Rolf Steiner
    am 08.07.2016
    @ Peter S. und sein Zitat: "Ich nehme Frau Roth, da Sie eine bei weitem grössere Sichtbarkeit und Funktion hat. Das gilt auch für einen Vizekanzler welcher das Volk primitiv beschimpft." - Aber hallo: Das"Volk", das Sie meinen, vor allem aber die Pegida und die AfD nehmen bei ihren Schimpfwörtern kein Blatt vor den Mund. Mir sind auch keine Fälle bekannt, dass Menschen verschwunden sind, die Frau Merkel als Volksverräterin bezeichneten oder wenig schmeichelhafte Porträts von ihr herumgetragen haben? Auch die „Fotzen“-Eva aus der AfD-Pegida-Demo von Heidenau läuft frei herum.

    Aber natürlich gibt es für alles auch Grenzen. Solche Grenzen haben aber nichts mit Zensur, sondern in der Regel einfach mit einem Gespür für Anstand zu tun. Nichts dümmer als ein weiteres Zitat eines der Verdummung ausgesetzten AfD-Jüngers: "Egal wohin ich schaue alles ist zensiert und eine Meinungsfreiheit gibt es bei uns schon lange nicht mehr!" So Schizophren oder verlogener kann nur ein politisch Verhetzter argumentieren. Ob mit Anglizismen oder ohne, es ist das Letzte!
  • Peter S.
    am 08.07.2016
    @someonesdougther
    Sorry, daß ich nicht auf jeden kleinen Abgeordneten wie den Fiechtner eingehe, aber daraus abzuleiten, daß ich verbalen Schmutz eine Partei (ein Aufnahmeantrag sehe ich aber nicht als solchen) billige ist offensichtlich lächerlich. Oder ist das auch ein Derailing?
    Ich nehme Frau Roth, da Sie eine bei weitem grössere Sichtbarkeit und Funktion hat. Das gilt auch für einen Vizekanzler welcher das Volk primitiv beschimpft.
    Wenn Sie verstehen was ich meine.

    Immerhin hat sich mein Anglizismenwortschatz dank Ihrer Hilfe vergrössert.
  • Andreas Spreer
    am 07.07.2016
    Es würde schon sehr helfen, einfach das Posten unter Pseudonym zu verbieten.
  • someonesdaughter
    am 07.07.2016
    Klassisches Derailing:

    "Politiker welche das eigene Volk beleidigen und deutschlandfeindliche Äusserungen von sich geben. Frau Roth ist gerade hier ein gutes Beispiel.
    Wer Sätze wie "Deutschland du mises Stück Sche...e" oder "Nie wieder Deutschland" unterstützt, sollte sich nicht wundern, wenn das Echo entsprechend ausfällt."

    Die rechtsextremen Kotzkübel-Kommentare sind Ihnen keinen Tadel wert, stattdessen schlagen Sie mit Ihrem Gehasse gegen Claudia Roth in die selbe Kerbe. Mit schmutzigen Fingern auf andere zeigen und 'die andan aba auch' und 'selber schuld' rufend von der eigenen Fraktion ablenken, das kennt man.

    Und für die rechten Koztkübel-Kommentare tragen bei Ihnen natürlich auch nicht die rechten Urheber die Verantwortung – sondern "Konzerne, Politiker im allgemeinen, Frau Roth im Besonderen und die Presse".

    Und wenn dann das "Echo" auf solche plumpen Ablenkungsmaschen entsprechend ausfällt, geht die Weinerei und die Selbstinszenierung als 'Opfer' los ... wetten?
  • Peter S.
    am 06.07.2016
    Ich sehe hier mehrere voneinander unabhängige Aspekte.
    Geringster Aufwand und keine Kosten jede emotionale Erregung als digitalen Pups von sich zu geben gepaart mit der Macht der (vermeintlichen) Anonymität.

    Angeheizt wird es aber sicherlich durch einen heute für jeden sichtbaren Verfall der Sitten. Diese Sichtbarkeit ist technischer Art aber noch viel mehr durch hemmungsloses und unverschämtes Verhalten der s.g Eliten geprägt.
    Vorstände, welche für die Firmen Milliardenrückstellungen bilden, um zukünftige Verurteilungen zu bezahlen aber persönlich nie haften.
    Politiker, welche nur nach gut bezahlten Türen schauen um vom Amt ans grosse Geld zu kommen. Recht und Gesetz werden da ungeniert ignoriert.
    Politiker welche das eigene Volk beleidigen und deutschlandfeindliche Äusserungen von sich geben. Frau Roth ist gerade hier ein gutes Beispiel.
    Wer Sätze wie "Deutschland du mises Stück Sche...e" oder "Nie wieder Deutschland" unterstützt, sollte sich nicht wundern, wenn das Echo entsprechend ausfällt.
    Besonders infam ist auch der Ruf, einen Massenmord an Deutschen noch einmal zu begehen "Bomber Harris do it again".
    Eine unglaubliche Entgleisung, auch für Menschen wie mich, welche glücklicherweise nie einen Krieg erleiden mussten.

    Die Presse könnte ein ausgleichender Part sein, aber leider erliegt sie häufig selber sprachlicher Entgleisung in der Annahme, dies sei notwendig um im allgemeinen Geschrei noch Aufmerksamkeit zu bekommen.
    Anstatt die Schreihälse (und meist auch Dummköpfe) zu entlarven und die Lächerlichkeit des ungebührlich Schreienden zu zeigen.
  • Frank
    am 06.07.2016
    Hallo

    mich verwundert immer die Annahme, dass diese hervorquellenden dahintersteckenden Gesinnungen erst mit Facebook und anderen angeblich sozialen (was ein Witzwort!) Medien zugenommen haben oder damit erst entstanden sind.

    Das ist doch Realitätsflucht !

    Sie waren schon immer so ! Massenhaft, zu zehntausenden.

    Hasserfüllt, respektlos, vollkommen empathiefrei, einfach unglaublich, ...
    Nun haben sie aber ein Spielwiese, eine Ausdrucksform, eine anonyme Triebabfuhr, für die sie nicht zur Konsequenz gezogen werden.

    Da hilft nur demaskieren und gesellschaftlich ächten.

    Wäre eine schöne Aufgabe für den Verfassungsschutz, aber denen haben wir das vielleicht ja alles zu verdanken.

    Ich empfehle als leicht lesbare Einstiegslektüre den letzten Schorlau.

    Grüsse in die heile Welt
    Frank
  • Spassprediger
    am 06.07.2016
    Am härtesten geht es in den geschlossenen Foren zu. Russlanddeutsche sind hier besonders hart am austeilen.
    Die Frauen sind hier auch nicht zurückhaltender als die Männer. Manche Politiker geben mit dem Schwachsinn, den sie von sich geben, diesen Leuten auch noch Munition.
  • Fritz
    am 06.07.2016
    "Die sind allerdings noch lange nicht ausgeschöpft."

    Dem politischen Extremismus begegnet man in einem Rechtsstaat, der diesen Namen auch verdient, am besten mit Gegenargumenten - und nicht mit Strafverfolgung. Denn sonst ist dieser Staat auch nicht besser als eine Diktatur.

    Und Facebook "weiss" auch jedesmal, wer hinter einem Posting steckt:

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2016/06/30/facebook-kann-weiter-klarnamen-verlangen/

    Ganz davon zu schweigen, daß Facebook einzig und allein dem Abschöpfen persönlicher Daten zum Weiterverkauf dient. D.h. die Verpflichtung lag bzw. liegt bei FB.

    Gerade in Anbetracht der Tatsache, daß dort schon heute z.B. Fotos von übergewichtigen Menschen bzw. "Anzügliches" nach US-Masstäben blockiert (lies: zensiert) werden:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/facebook-sperrt-werbung-mit-tess-holliday-im-bikini-zu-dick-a-1093843.html

    Und wo diese Daten noch so "hinkommen", kann man an diesen Beispielen sehen:

    "Wenn das Jobcenter bei Facebook & Co. spioniert"

    http://www.hartziv.org/news/20130525-wenn-das-jobcenter-bei-facebook-co-spioniert.html

    "USA: Beamte lesen Facebook-Nachrichten von Einreisenden"

    https://netzpolitik.org/2013/usa-beamte-konnen-facebook-nachrichten-von-einreisenden-lesen/

    Die Firma Facebook ist (und bleibt) hier der Ansatzpunkt.

    Und nutzen sollte man diesen "Dienst" sowieso auf gar keinen Fall, wenn jedes Wort, jedes Bild und jedes "Like" gegen einen ausgelegt werden kann (und oft auch wird)! Die Frage nach dem "WER" (da bewertet) ist irrelevant!

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