Ausgabe 239
Politik

Neue Erkenntnisse, neue Fragen

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 28.10.2015
Viele Gegentheorien zum offiziellen Ermittlungsergebnis im Fall Michele Kiesewetter ranken sich um die letzten 60 Stunden der ermordeten Polizistin. Die zuständige LKA-Kriminalhauptkommissarin geht nach akribischer Nacharbeit von einer Zufallstat aus. Weiter bringt das den NSU-Ausschuss nicht.

Die 31. Sitzung bringt erst einmal 15 Minuten Hass und Verhöhnung: Im abgedunkelten Plenarsaal wird die Bekenner-DVD des NSU vorgeführt, die unter dem Namen "Paulchen-Panther-Video" bekannt geworden ist. Vermutlich "post mortem", sagt BKA-Experte Harald Dern, habe der Clip die Täterschaft des NSU bei den Mordanschlägen in Nürnberg, Hamburg, München, Rostock, Dortmund und Kassel belegen sollen. Und so kam es auch. Im Brandschutt des von Beate Zschäpe angezündeten letzten Wohnsitzes in der Zwickauer Frühlingsstraße wurden 270 Gigabyte Videodaten gefunden. Anhand von 463 Dateien konnten die Auswerter den Prozess der Herstellung analysieren – am Kriminalistischen Institut, um die "Stimmigkeit der Konstruktion der kommunikativen Botschaft aus sich heraus bewerten zu können", wie der Zeuge erläutert.

In Sachen Kiesewetter erwies sich der Aufwand nicht als hilfreich. Hinweise auf die Theresienwiese gibt es nur am Ende des perfiden Machwerks, platt drangeklatscht. Ein Kontrast zu all den mühseligen Schnitt- und Synchronisierarbeiten, mit denen die Filmmacher Paulchen Panthers Wege durch den mörderischen NSU mit Originalmusik und -kommentaren unterlegt und nachgezeichnet haben. Eine Collage aus Fotos, unter anderem vom Trauerzug und einer Polizeiwaffe, ist abspanngleich nach den berühmten Worten "... ich komme wieder, keine Frage" eingeblendet.

BKA-Experte spricht von "schierer Mordlust"

Zuvor schiebt sich Paulchens rosa Schlangenarm einmal in den Cartoon, um auf einen Polizeibeamten anzulegen. Der BKA-Experte kann darin keine Signale auf ein gesteigertes Interesse an Anschlägen auf die Staatsmacht herauslesen. Allerdings kann er die allmähliche Veränderung weg von simplen rassistischen Parolen hin zu einer ziemlich detailverliebten Produktion nachvollziehen. Der Panther sei "ein Schelm", erläutert Dern, "ein Protagonist, der immer siegreich bleibt, der nicht wirklich böse ist, so zeitlos, dass man ihn in zehn Jahren auch noch cool finden wird, davon abgesehen, dass er jetzt durch das Video diskreditiert ist".

Angesichts der IT-Kenntnisse und des Engagements, ohne das die Macher, allen voran vermutlich Uwe Mundlos, die 15 Minuten nicht hätten gestalten könnte, verwundert nicht nur den Ausschussvorsitzende Wolfgang Drexler (SPD) der Verzicht auf eine entsprechende Einarbeitung der Heilbronner Tat. Der Zeuge bietet eine einfache Erklärung an: Die Arbeit an dem Clip wurde vor der Tat abgeschlossen, danach hatte das Trio einen vierwöchigen Urlaub auf Fehmarn im Blick. In den vier Jahren bis zum mutmaßlichen Selbstmord der beiden Männer in Eisenach wäre jedoch reichlich Zeit gewesen, um Michèle Kiesewetter etwa in jener Szene einzuarbeiten, in der Paulchen von den anderen Taten träumt, Opferbilder mit zerschossenen Gesichtern inklusive. Drei dieser Aufnahmen müssen die Täter nach den Erkenntnissen der Ermittler übrigens selber gemacht haben. "Während ihre Opfer im Sterben lagen", sagt Dern und spricht von "kalter Mordlust", die durch die Comic-Figur abgemildert werden sollte.

Der 54-Jährige Kriminalhauptkommissar ist jedenfalls der Typ eines Beamten, wie ihn sich die Abgeordneten schon öfter gewünscht hätten. Gut informiert, sachlich, auskunftsbereit. "Erfreulich" nennt CDU-Obmann Matthias Pröfrock den Auftritt, "bei allem Abscheu über den Film". Als der Grüne Jürgen Filius sagt, ein Bekenntnis zu dem Verbrechen in Heilbronn könne er weder dem Clip noch den Auskünften des Zeugen entnehmen, bestätigt der: "Das ist eine sehr gute Feststellung."

Kiesewetter: auffällig viele SMS am Tag vor der Tat

Noch heikler stellt sich die Lage nach der zweiten Zeugin dar. Sabine Rieger, Kriminalhauptkommissarin im Landeskriminalamt, hat die Heilbronner Ermittlungen noch einmal nachgearbeitet, gerade jene zu Kiesewetters Umfeld. Immer wieder geben die Anlass zu Spekulationen, etwa, weil unterstellt wird, die Polizei habe sich damit nicht ausreichend befasst. Die Bundesanwaltschaft, kritisiert zum Beispiel Hajo Funke in seinem Buch "Staatsaffäre NSU", sei nie der Hypothese nachgegangen, dass eine weibliche Person "aus dem Heimatumfeld der getöteten Polizistin Mundlos und Uwe Böhnhardt nach Heilbronn begleitet" habe.

Unter anderem kursiert die These, die junge Frau könnte am Wochenende vor ihrer Ermordung daheim in Thüringen Informationen über die rechte Szene und den NSU erlangt haben, sodass ihre gezielte Ermordung beschlossen worden sei. Laut Rieger hatte sie in den Tagen vor der Tat immerhin 23 Mal per SMS Kontakt mit ihrem Kollegen Martin Arnold gehabt. "Das fand ich auffällig", sagt die Beamtin. Trotzdem sieht sie die Theorie von der Zufallstat nicht unterminiert. Im Gegenteil: Denn die Auswertung der Mitteilungen hat erbracht, dass Kiesewetter den Einsatztag gar nicht parat hatte, sondern von Donnerstag statt von Mittwoch schreibt. Und wie kurz sie beim Geburtstag ihrer Mutter in Thüringen gewesen sei. Aus Langeweile habe sie Oberweißbach schon am Samstag wieder verlassen, um nach Baden-Württemberg zurückzukehren.

Am Montag und Dienstag hat sie frei und hilft Kollegen beim Tapezieren der Wohnung. Sie übernachtet bei der Bereitschaftspolizei, bevor sie am Mittwoch nach Heilbronn aufbricht zu einem Einsatz, der überraschenderweise auch noch von 11.30 auf 9.30 Uhr vorgezogen wird. Die "unbeschwerte Art", in der sie kommuniziert, passe nicht zu einer Beziehungstat, meint Rieger und lässt die Abgeordneten einigermaßen verunsichert zurück. "Was passt wie zusammen?", fragt Drexler. Es sei Kiesewetter an jenem Wochenende gar nicht möglich gewesen zu sagen, dass sie am 25. April in Heilbronn Dienst haben würde.

Am Freitag wird Kiesewetters Onkel gehört

Für den Freitag erhoffen sich die Abgeordneten wieder einmal von neuen Zeugen neue Antworten. Der Onkel der Getöteten, selber Polizist, wird gehört. Der hat in einer Aussage bald nach der Tat von sich aus eine Verbindung zwischen den "bundesweiten Türken-Morden" und Heilbronn hergestellt. Bei weiteren Vernehmungen konnte er das aber nicht weiter ausführen. Rieger widerspricht Darstellungen, wonach dieser erstaunlichen Einlassung von Mike Wenzel nicht weiter nachgegangen worden sei. Sie selbst habe ihn am 14. Dezember 2011, gut fünf Wochen nach dem Auffliegen des NSU, damit konfrontiert "und er war überrascht, dass er das jemals gesagt hat".

Hajo Funke, der Rechtsextremismus-Experte, der sich mit dem Ausschuss über den Fall des toten Rechtsaussteigers Florian Heilig zerstritten hat, wirft in seinem Buch viele Fragen an Wenzel auf: "Wusste Kiesewetter zu viel (von ihrem Onkel)? Wusste der Onkel mehr – auch darüber, was seither geschah?" Die Abgeordneten werden ebendiese Fragen stellen. Und es gehört wenig Fantasie dazu sich vorzustellen, wie sich aus Wenzels Aussage abermals zusätzlicher Ermittlungsbedarf ergibt.


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9 Kommentare verfügbar

  • Kornelia
    am 03.11.2015
    @Renate Ziegler, danke für Ihren Beitrag....
    Es ging mir mal wie Sasha Lobo, ich sah das Internet als eine ur-demokratische Bereicherung!
    Heute denke ich es ist wie auf den Autobahnen, wo erwachsene Menschen drängelnd, unerbittlich und rechthaberisch nicht selten Verfolgungs-wahn-jagden unternehmen.... Krieg auf den Autostraßen wird abgelöst durch Krieg im Netz..... Schade!

    Die diesen Chancen direkt auf Artikel zu reagieren, klar stellen, anders bedenken, "richtig" stellen, kontrovers StreitKULTUR zu über und zu pflegen..... scheint vergab zu werden.....
    (Kindern und Jugendlichen kann ich nur abraten, sich die "gebildete" Erwachsenenwelt an zu tun)

    Das Phänomen Pegida scheint in uns drin zu stecken! irgendjemand mies zu machen, diese Person (auch noch feige, da anonym) anzugreifen.... Warum?
    Draußen gehen gerade massive entdemokratisierende, asoziale und unrechte Veränderungen vor sich und "Hinz und Kunz" leisten sich Verbal-Kriege!
    Besser können es sich Macht-Nehmer nicht selber basteln....

    Wobei ich mich auch frage, welche Kriterien Redakteure anlegen, wenn sie "plötzlich" doch einschreiten und zensieren! Eine Logik kann ich hüben wie drühen nicht erkennen!
    Wobei ich es "lustig" finde wie "betroffen" Journalisten reagieren wenn sie selber verbal angegriffen werden!

    Stil, Mittel,Umgang, Oberleerertum und (ein)gebildetes Besserwissen ist besorgniserregend!
    Es ist nicht gesund!

    Oft kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass "man" diese Kriegstreiber genießt und von "Macht-wegen" als sehr förderlich findet.....
    Sind wir Deutschen doch in letzten Jahren zu kriegs-lethargisch geworden. Hier kann das gegenseitige Hoch-Stacheln schon gute Vorbereitungsarbeiten leisten!

    Eine schöne Realsatire wie verbissen am Recht-Haben gearbeitet werden kann!
    Die dunkle Seite der Wikipedia
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=28035
  • Der Rosarote Panther-Fan
    am 03.11.2015
    Ich finde es unsäglich unerträglich, dass mir eine geistreiche Kindheitslieblingssendung "Der Rosarote Panther" https://de.wikipedia.org/wiki/Der_rosarote_Panther_(Fernsehserie) durch Abdruck dieses propagandistischen Bildes zerstört wird. Könnte man nicht wenigstens den rosa Kopf und Rumpf verpixeln. Gibt es keine Copy-Rights (Trickfilmstudio von Friz Freleng und David H. DePatie oder des Regisseurs Blake Edwards), die das Abdrucken dieser Darstellung zumindest in diesem Zusammenhang verbietet.
    BITTE KONTEXT, lasst euch nicht von den Nazis vereinnahmen indem ihr alles Nachdruckt was die im Lauf der Zeit alles menschenverachtendes auskotzen.
  • invinoveritas
    am 02.11.2015
    verehrte frau ziegler,

    gerade habe ich meine frau gefragt, ob sie auch meint, ich sei ein kotzbrocken, aber sie hat gemeint, das hätte sie bestimmt schon bemerkt.

    Sie haben gewiss viel zu tun, und dieser invinoveritas regt Sie ja offenbar auch so furchtbar auf, dass das alles eben nicht mehr zum aushalten ist, wie Sie so bewegend formulieren - aber Sie könnten ihm doch bestimmt trotz dieser belastungen eine liste schicken mit sagen wir mal einem dutzend beispielen dafür, wo er den tatbestand der üblen nachrede oder der beleidigung erfüllt hat?
    das wäre echt super.

    p.s.

    1. aufs neue schreibt man ohne apostroph.

    2. verstehe ich Sie richtig: rufen Sie wie schon so mancher hier nach dem zensor, der das kontext-forum von so widerlichen kommentaren wie denen von diesem invinoveritas gefälligst frei halten soll? und zwar im geiste jener von Ihnen schmerzlich vermissten umgangsformen, denen Sie selbst mit begriffen wie "kotzbrocken" eine optimale pflege angedeihen lassen?

    3. mein vorschlag zur güte: überspringen Sie doch künftig einfach die beiträge von invinoveritas; und um so freudig erregter studieren Sie mit hingabe die stets höflichen, diskursiven, streng sachbezogenen, von üblen nachreden und beleidigungen speziell unserer polit-darsteller-kaste meilenweit entfernten texte von schwabe, by-the-way, barolo, kornelia & co (((was ist eigentlich mit fernderheimat los, wissen Sie da vielleicht was???))).
  • Barolo
    am 02.11.2015
    Die Qualität des BW PUA soll jeder für sich beurteilen.
    Ich sehe es so:
    Viel erkennbarer Mist bearbeitet (KKK).
    Bei interessanten Spuren schnell abbrechen (Florian Heilig) und ja nicht den ex Staatsanwalt Biehl zu seiner kruden Selbsmordbehauptung löchern.
    Keinerlei Untersuchung Richtung der vielen BFE und MEK in Tatortnähe. Viele offenen DNA Spuren sind ja noch offen, auch wenn die leider alle nicht zu den Uwes passen.
    Null Indizien welche auf die Uwes als Mörder zeigt.
    Über die, trotz Explosion unversehrte, magische aufgetauchte Jogginghose, welche innen aber leider keine Uwe DNA Spuren hat, wollen wir nicht weiter diskutieren.
    Zu den angeblich 23 SMS im Artikel als auch zu den nachgefundenen NSU DVD gibt es fundierte Ausarbeitungen an bekannter Stelle.
    Aber ausgerechnet den Obervernebler Funke zitieren ist nicht mein Anspruch an Journalismus.
    Interessant, dass weder Filius noch der KHK eine Beziehung der DVD zu Heilbronn sehen. Seh ich auch so.

    Also: Ergebnis BW PUA? Nichts wesentliches, nur Gedöns
    Methoden: im wesentlichen sehr gebremst bis stümperhaft. Nur nicht die tonnenweise Widersprüche in den Ermittlungsakten aufgreifen. Und um Gottes Willen ja nicht die Uwe-Doktrin des Bundestages hinterfragen.

    P.S.: Mir wäre es als Spezialist bei der Polizei, LKA, BKA, BfV etc. dermassen peinlich zu diesem Verein zu gehören, dass ich entweder depressiv wäre oder zur Flasche greifen würde.
    Oder ich würde als Whistleblower versuchen das Lügengebäude zu Einsturz zu bekommen.
  • Renate Ziegler
    am 02.11.2015
    Ich finde es unerträglich, wie sich hier einige Kommentatoren aufführen. Vom Tatbestand der üblen Nachrede und (oft auch) Beleidigung einmal abgesehen.

    Ich hatte eigentlich gehofft, daß die Kontext:Wochenzeitung als "Alternative" etwas mehr Wert auf ihre "Online-Präsenz" und Umgangsformen legt.

    Aber jede Woche lese ich hier auf's Neue die giftigen, hämischen, ja bösartigen Kommentare eines "invinoveritas" und anderer Kotzbrocken (ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen, aber es ist wirklich nicht mehr auszuhalten).

    Ich habe nicht Gefühl, daß diese Kommentatoren etwas mitzuteilen haben oder beitragen wollen. Oder mit anderen Kommentatoren diskutieren möchten. Schon gar nicht auf andere und deren Standpunkte eingehen.

    Ich fühle dabei immer mehr an die Stuttgarter Zeitung erinnert, wenn es um das Thema "Stuttgart 21" geht.

    Und bekomme, wie schon dort, immer immer mehr das Gefühl, daß diese Leute systematisch andere Kommentatoren vertreiben wollen. Aus welchem Grund auch immer.

    Möchte die Kontext:Wochenzeitung mit diesen Leuten wirklich in einen Zusammenhang gebracht werden?

    Ich finde, es reicht jetzt.

    Renate Ziegler, Stuttgart.
  • andromeda
    am 02.11.2015
    Nun ja , Kiesewetter kommt nicht im Video rosarote Panther vor ....
    dann ist der Fall kriminalistisch sonnenklar , war Zufall.
    Läuft jemand auf der Festwiese mit Pistole rum , um das Häuschen rum , upps und schießt erst links , dann rechts hinein ,
    bzw. weiß das sein Mittäter genau zum gleichen Zeitpunkt das gleiche Bedürfnis hat .
    Ort , Zeit , Person , 2 Täter die gerade zufällig die gleiche Idee haben. Vielleicht durch das grün-weiß oder blau-weiß provoziert gefühlt ? Eher Totschlag als Mord oder ?
    Man glaubt es nicht , die Aufklärung findet wie in einem"Tatort" Sonntag abends statt.
    Heilig zufällig tot , Freundin zufällig tot , V-Leute zufällig tot , die "Uwes" zufällig tot ; sind wohl aus Gewissensgründen plötzlich
    suizidal geworden . Und wollten keine Polizisten mehr bei einer Festnahme erschießen , hatten sich geläutert .
    I.d.R. sind es ja immer Einzeltäter , die zufällig auf die Idee kommen und alles ganz toll selbst organisieren ; bei beiden Kennedys und dem Einzeltäter Oswald (wurde ja auch zufällig , -wohl von einem Patrioten-, erschossen und dieser wiederum auch , -zufälligerweise wieder ) , bei Luther King , bei Palme ,
    u.v.m ; manchmal bleibt es einfach bei Gruppen und man ist gar nicht so interressiert wer es wirklich war , z.B. Herrhausen , Buback ( z.B. Michael Buback : "Der 2.Tod meines Vaters" incl. Verhandlung gegen V.Becker vor dem OLG Stuttgart absurde Koalitionen ); und da nichts gegenteiliges bewiesen ist in keinem Falle , Heureka , bleibe ich ein ganz fester Zufallstheoretiker und glaube an das Gute weiterhin . Alles nur Entropie sozusagen . Gute Nacht .
  • invinoveritas
    am 01.11.2015
    es ist bodenlos, wie der kommentator mit dem nur etwas frei übersetzten namen "neben der spur" hier einmal mehr das tut, was zu tun offenkundig sein einziges herzensanliegen ist: andere leute verunglimpfen.

    da arbeiten sich einige dutzend abgeordnete und mitarbeiter monatelang durch berge von akten, tagen viele hundert stunden, empfehlen wegen offen gebliebener und neu hinzu gekommener fragen einen zweiten ausschuss nach der landtagswahl - und dann kommt der herr by-the way und lässt uns zum wiederholten male an seinem wissen teilhaben, dass das alles ein "affentheater", weil aufklärung ja in wahrheit unerwünscht sei.
    restlos im dunklen bleibt, woher er dieses angebliche wissen hat, woher er die dreistigkeit nimmt, anderen summarisch anstand und/ oder verstand abzusprechen. denn es wäre ja zweifellos entweder unanständig oder grottendämlich, sich an einem spiel zu beteiligen, das nur zum schein, nur zur irreführung der öffentlichkeit stattfände.

    kennt by-the way auch nur einen einzigen derer persönlich, die er hier pauschal als "polit-darsteller" herabzuwürdigen versucht?

    diese permanente ehrabschneiderei als mittel der politischen auseinandersetzung ist unsäglich und unverschämt. man mag sich gar nicht ausmalen, was wir hier von ihm zu lesen bekämen, wenn andere so mit by-the-way verführen.
  • by-the-way
    am 29.10.2015
    Affentheater!

    Mehr fällt mir zu diesem sogenannten "Untersuchungs"-Ausschuss und den beteiligten Polit- Darstellern nicht ein.

    Aufklärung?!!
    UNERWÜNSCHT !

    Wobei - Affen - in diesem Betrachtungsfall über mehr Intelligenz verfügen dürften....
  • Gastleser
    am 29.10.2015
    Mal abgesehen davon, dass der Artikel v.a. am Anfang von unbewiesenen Tatsachenbehauptungen strotzt, bleibt er auch inhaltlich einiges schuldig. Immerhin wird erwähnt, dass das abstoßende Video nicht als Bekenntnis zum Polizistenmord taugt (inwieweit ein Bekenntnis im eigentlichen Sinn zu den anderen Morden enthalten ist, sei hier mal dahin gestellt).

    Einen Artikel zu Heilbronn zu veröffentlichen und sich dabei auf KHK Riegers "Ermittlungsarbeit" zu beziehen, ohne diese kritisch einzuordnen, empfinde ich als Zumutung. Frau Rieger hat sich und ihre Arbeit vor dem Ausschuss bereits als absolut fehlgeleitet (und damit irreführend) geoutet. Alte Weisheit: Wer nix sucht, der findet nix... es sei daher zum besseren Verständnis des polizeilichen Herumgeeieres eben doch wieder auf Thomas Moser verwiesen:
    http://www.heise.de/tp/artikel/45/45639/1.html

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