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Klein und flauschig

Kontext-Spendenkampagne: Klein und flauschig
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Halten Sie sich fest, liebe Leserinnen und Leser, wir müssen es einfach mal klar sagen: Ohne Moos ist auch bei uns nichts los. Also her mit dem flauschigen Gewächs. Damit wir weitermachen können: anzeigenfrei und unabhängig.

Es ist unscheinbar und bei genauerem Hinsehen ein echter Renner: Moos. Das älteste Moos-Fossil ist ohne Witz 350 Millionen Jahre alt. Damals wanderte der Nordkontinent (Laurussia) grade in Richtung Südkontinent (Gondwana), um irgendwann mal den Superkontinent Pangäa zu bilden. Das Moos ist also eine durchaus alte Erfindung. Und so nützlich! Moos hat man früher als Füllmaterial von Matratzen genutzt oder als Sargfüllung, zum Abdichten von Häusern, als Wundkompressen, Babywindeln, Toilettenpapier. Moos ist ein großartiger Klimaschützer, es wächst von Arktis bis Wüste und ist nicht zuletzt Wohnstätte allen möglichen Getiers.

16.000 Arten gibt es. Hornmoose, Lebermoose und Laubmoose, Polstermoose, Hängemoose, welche mit Wedeln und Schweifen, sogar fleischfressende Moose! Es gibt das Brunnenlebermoos, das Goldene Frauenhaarmoos und das Silber-Birnmoos, das 2005 zum ersten "Moos des Jahres" gekürt wurde. Rogers Kapuzenmoos (Orthotrichum rogeri) ist etwas ganz Besonderes: Es galt bis in die 1990er als "verschollen", tauchte dann aber in The Länd Baden-Württemberg wieder auf.

Jahre später hat man in Stuttgart mal versucht, Deutschlands Feinstaub-belastetste Straße am Neckartor mit Moos-Wänden zu entstauben. Irgendwann war das Gewächs, das normalerweise tatsächlich Schwermetalle und Feinstäube aus der Luft binden kann, wohl überfordert und ist vertrocknet. Dabei ist es eigentlich sehr resistent. Im Jahr 2014 wurde ein Moos in einem subantarktischen Bohrkern gefunden, 1.500 Jahre eingefroren, und nach 22 Tagen im Labor ist es, schwupps, plötzlich weitergewachsen. Wahnsinn.

"Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält", sagte mal Goethes Faust, und meinte hundertpro: Moos! Denn ohne Moos ist wirklich gar nichts los. Auch bei Kontext nicht. Natürlich geht's uns nicht um das grünhaarige Gewächs. Sondern um das Moos, mit dem man seinen Geldbeutel füllen kann und das uns ermöglicht, weiter unsere Rechnungen zu zahlen.

Denn Kontext lebt von einmaligen und regelmäßigen Spenden (den "Solis"). Die Kontext:Wochenzeitung ist ein unabhängiges, werbefreies und nichtkommerzielles Medium. Wir nehmen kein Geld über Anzeigen ein und haben keine Online-Bezahlschranke, damit auch Menschen, die nur sehr wenig Moos haben, Kontext frei im Netz lesen können. Wir wünschen uns, dass das so bleibt.

Zehn Jahre gibt es Kontext nun schon, wir haben es als gemeinnütziger Verein ein Jahrzehnt durch Höhen und Tiefen geschafft, dünner geworden sind wir selbst in der Corona-Zeit nicht. Damit das so bleibt, brauchen wir Sie. Also: Wenn Sie etwas Moos übrig haben, wir nehmen es!


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2 Kommentare verfügbar

  • a dabei
    am 09.12.2021
    Antworten
    Verehrter Real Ist

    kein Mensch und auch die Kontext-Redaktion will Ihnen Ihre Freiheitsrechte beschneiden oder gar die Meinungsfreiheit, wie aus Ihrem Kommentar unschwer zu entnehmen ist. Es sind auf diesen Seiten im Lauf der Jahre schon so etliche verquere Meinungen (kostenlos) geäußert worden…
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