Ausgabe 298
Medien

Alptraum der Geheimdienste

Von unserer Redaktion
Datum: 14.12.2016

Wir werden abgehört. Alle, sogar die Kanzlerin. Mit undurchschaubarer Technik, die unsere kleinen Leben für Geheimdienste speicherbar und lesbar macht. Dank Edward Snowden wissen wir das, denn er hat im Sommer 2013 mit dem NSA-Skandal die wohl größte Sauerei der neueren Weltgeschichte enthüllt und die Verschwörungstheorie all derer bestätigt, die sich schon vorher die Webcams am Laptop-Bildschirm abgeklebt hatten.

Snowden, noch immer im russischen Exil, ist der Alptraum eines jeden Geheimdienstes, Staatsfeind der USA, Feind auch all derer, die von den Abhörerei profitieren. Kürzlich hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Snowden als Zeuge in Deutschland aussagen darf, ohne an die USA ausgeliefert zu werden. Grüne und Linke jubeln. Die Bundesregierung ist dagegen.

Ines Pohl, die ehemalige Chefredakteurin der taz, sagte 2014 zur Verleihung des AnStifter Friedenspreises an Snowden: "Edward Snowden ist im vollen Bewusstsein der geplanten Strafverfolgung für seinen Geheimnisverrat an die Öffentlichkeit gegangen. Er riskiert sein Leben. Seine Bewegungsfreiheit. Sein Privatleben. Und warum? Aus Gewissensgründen, aus Liebe zur Freiheit." 

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